Die Stadt Bergisch Gladbach will Freizeitsportler:innen auch außerhalb der Vereine mehr Angebote machen. So soll der ehemalige Sportplatz an der GGS Katterbach schon bald zu einer Freizeitsportanlage umgebaut werden. Und auch für den alten Aschenplatz in Paffrath gibt es große Pläne.

Ein Kleinspielfeld, ein Beachvolleyball- und Beachsoccerfeld, ein Streetbasketball-Feld, zwei Boulebahnen, sowie Bereich für Calisthenics, Kraftsport und Bewegung – all dies könnte auf dem brachliegenden Sportplatz in Katterbach auf rund 4.200 Quadratmetern entstehen, der zwischenzeitlich als Standort für ein Flüchtlingscamp genutzt worden war.

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport beauftragte die Verwaltung am Donnerstagabend einstimmig mit der Umsetzung des Projekts in Katterbach. Ende 2022, Anfang 2023 solle es nach den Plänen der Verwaltung losgehen. Eine erste Kostenschätzung durch einen Fachplaner habe Gesamtkosten in Höhe von ca. 500.000 Euro ergeben, teilte die Verwaltung im Ausschuss mit – und verwies auf einen Finanzierungsvorbehalt.

400.000 Euro will die Stadt selbst stemmen, der Rest soll aus Fördermitteln aus dem Programm „Moderne Sportstätte II“ des Rheinisch-Bergischen Kreises kommen. Dafür gebe es eine formlose Zusage in Höhe von insgesamt 116.963 Euro.

Der Platz wurde von 2015 bis Mitte 2017 für mobile Flüchtlingsunterkünfte genutzt und anschließend als „Auffangoption“ in Reserve gehalten. Immer unter Prämisse, das Areal weiter als Sportfläche im Flächennutzungsplan auszuweisen. 

Seit Abbau der mobilen Flüchtlingsunterkünfte häufen sich die Anfragen aus Politik, Sportvereinen, Lehrer-und Elternschaft zur Wiederherstellung als Sportfläche. Ein Fußballplatz kommt nicht mehr infrage, da der frühere Fußballverein vor Ort (Inter 96) inzwischen in einem anderen Verein aufgegangen ist.

Eine „Bezirkssportanlage NordWest“ in Paffrath

In die gleiche Stoßrichtung, auch für Freizeitsportler:innen außerhalb der Vereine Möglichkeiten anzubieten, geht ein zweiter Vorschlag der Stadtverwaltung: Der alte Ascheplatz an der Integrierten Gesamtschule Paffrath soll in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden, als Einstieg in eine „Bezirkssportanlage NordWest“ für den Freizeit- und Breitensport.

Diese Anlage soll vielen verschiedenen Zielgruppen dienen: Als Kombination von Sportplätzen für den Vereins- und Schulsport ebenso wie für den Freizeitsport, familienfreundlich und generationsübergreifend.

Einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Aber für dieses Projekt gibt es einen Finanzierungsvorbehalt. Zur Umsetzung des ersten Bauabschnittes hatte die Sportverwaltung für den Investivhaushalt 2023 bereits 750.000 Euro beantragt. Zudem soll sich der Verein Gencler Birligi  mit einer „namhaften Summe“ an den Kosten beteiligen.

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.