Thomas Kunze beim Stammtisch des Bürgerportals

Thomas Kunze ist seit den Anfängen der „Alternative für Deutschland” dabei, und er ist es immer noch. Zunächst war die Euro-Politik auch sein Thema, inzwischen ist er in der AfD, weil „der Wahnsinn der etablierten Parteien einfach nicht mehr zu ertragen” sei. Nur in der AfD könne man „sachlich und im wesentlichen frei von ideologischen Vorgaben diskutieren”, schreibt er auf der Website der Partei, für die er stellvertretender Sprecher auf Kreisebene ist.

In der lokalen Politik ist der Diplom-Kaufmann vor allem als ständiger, nicht gewählter Vertreter seiner Frau im Integrationsrat bekannt; der 52-Jährige scheut aber auch sonst vor keiner öffentlichen Debatte zurück. Jetzt tritt er für die umstrittene Partei als Kandidat bei der Landtagswahl an.

Beim WDR-Kandidatencheck hat er sich – wie alle Bewerber der AfD – nicht beteiligt. Die sozialen Medien meidet er, auch auf Plakaten sucht man Kunze vergeblich: dort wirbt die Partei mit ortsfremden Gesichtern und mit Landeschef Marcus Pretzell.

Mehr Infos: Website – Abgeordnetenwatch

Lernen Sie Thomas Kunze in unserem Fragebogen persönlich kennen. Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen – ein, zwei Sätze genügen.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einem guten, starken Kaffee … am liebesten beim Frühstück gemeinsam mit meiner Frau

Was wollten Sie als Kind werden?
Förster. Der Wald und die Natur waren für mich immer ein Ort, an dem ich mich geborgen fühlte. 

Und was sind Sie geworden?
Diplom-Kaufmann. Mich hat das Studium an einer Stiftungshochschule mit integrierten Austausch-Semestern in Frankreich und England gereizt. Heute vertreibe ich italienische Ausrüstung für Marmorwerke und Werksteinbrüche

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
In einen gediegenen, gutbürgerlichen Landgasthof: bodenständig und lecker

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Auf eine kleine Wanderung, gerne durch den Wald und gerne mit krönendem Abschluß in einem Biergarten.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
An meine uralte Lieblings-Eiche mitten im Königsforst. Wenn die erzählen könnte …

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Viel Arbeit und Stress gehabt und doch alles gut geschafft, zum Ausklang ein schöner Abend mit meiner Frau und vielleicht ein paar Freunden.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Alles zu seiner Gelegenheit, je nachdem, was es dazu gibt.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wenn ich helfen möchte und nicht kann,  … etwa bei Krankheiten.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… mir Heimat.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Gute, zentrale Lage im westdeutschen Großraum, nahe an Köln und dennoch im Grünen.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Die Anbindung des Stadtzentrums an den Individual- und Güterverkehr. Leider hat der rein profitorientierte Staatskonzern „Deutsche Bahn” sein Dienstleistungs-Angebot für den hiesigen Güterverkehr weitestgehend vom Markt genommen.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
1. den Wald an der Refrather Autobahn retten. Wir sollten unsere grünen Flächen bewahren und nicht leichtfertig für Gewerbeflächen opfern !!
2. Die von der Stadt übernommenen Zanders-Flächen sollten für intelligente und innovative Konzepte verwendet werden.
3. Nicht nur Wohnen, sonder LEBEN und Arbeiten in naturnaher Umgebung.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
…  gerne mehr Zeit für Sport haben. 

Kommen Sie mit Thomas Kunze (und den anderen sechs Kandidaten)
ins Gespräch: 

Beim „Stammtisch XXL” des Bürgerportals
am 9. Mai im Saal des Gaffel am Bock
Einlass und Get-together ab 18 Uhr
Podiumsdiskussion ab 19 Uhr  

Was war Ihre größte Leistung?
Nach der Wende in Sachsen die verstaatlichte Firma meines verstorbenen Onkels aus der Abwicklung durch die Treuhandanstalt zu retten. Durch die gelungene Reprivatisierung konnte ich den Menschen in der Privatwirtschaft eine neue Perspektive geben.

Was war Ihr schlimmster Fehler?
Nach der Wende an Helmut Kohls „blühende Landschaften” in den neuen Bundesländern zu glauben.
Das hat mich viel Geld und noch mehr Illusionen gekostet.

Mein großes Ziel ist es, …
… möglichst oft Positives für die Menschen zu bewirken.

Was ist Ihre Stärke?
Meine interkulturellen Fähigkeiten und mein unternehmerisches Denken.

Was ist Ihre Schwäche?
Mein “südländisches” Temperament.

Wie sind Sie als Chef?
Manchmal wohl ein wenig stressig, aber immer auf Fairness und Gerechtigkeit ausgerichtet

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
 Wenn Stress, dann konzentriert arbeiten und Ruhe bewahren!

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Gedankenlosigkeit: Wenn sich Menschen aus lauter Bequemlichkeit weigern, über etwas nachdenken zu wollen.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Mein früherer Chef. Von dem hab ich viel gelernt. 

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Mein Vater: Er war ein sehr zielstrebiger und dabei immer ausgeglichener Mensch.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten
„Sag jetzt mal nichts …”

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?
Behalte Dein Ziel immer im Auge, auch wenn Du gerade einen Umweg nehmen mußt!

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?

Was stört Sie an vielen Politikern?
Ihre ideologische Verblendung und ihre Unfähig- bzw. Unwilligkeit, über politische Sachverhalte offen, sachlich und unvoreingenommen zu diskutieren.

Das sind die anderen Kandidaten:

26 Fragen an … Holger Müller (CDU)

26 Fragen an … Vera Werdes

26 Fragen an … Anita Rick-Blunck

26 Fragen an … Friedhelm Weiß (Grüne)

26 Fragen an … Thomas Klein (Linke)

26 Fragen an … Stephan Boecker (Freie Wähler)

Das erste Mal zur Wahl? Darum geht’s, so geht’s

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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