Das Zanders-Gelände an der Gohrsmühle in Bergisch Gladbach. Foto: Bergisch Schön

Das Bündnis der Bürgerinitiativen zum Flächennutzungsplan (BBI-GL) begrüßt das Engagement der Stadt hinsichtlich der zukünftigen Nutzung des Zanders-Geländes. Das Areal biete große Chancen – und mache den FNP noch vor der Verabschiedung zu Makulatur.

Die Entwicklung des Areals zu einer Mischung aus Wohnungsbau und vielfältiger Nutzung der nunmehr unter Denkmalschutz stehenden historischen Gebäude bietet große Chancen für Bergisch Gladbach:

  • Kunst und Kultur könnten dort beheimatet und in einen Kontext mit der Geschichte der Stadt gestellt werden. So hätte beispielsweise die Stadtbücherei mit einer Bibliothek zur Entwicklung der Papierindustrie einen idealen Standort.
  • Ein durchgehender und aufbereiteter Strundeweg könnte die Verbindung zum Papiermuseum Alte Dombach bestens herstellen, geradezu ein Alleinstellungsmerkmal für Bergisch Gladbach.
  • Dazu urbanes Wohnung mit kurzen Wegen zum öffentlichen Regionalverkehr.

Besser geht’s kaum.

Genau diesen nunmehr umsetzbaren Vorschlag hat das Bündnis der Bürgerinitiativen seit Bekanntwerden der ersten Entwürfe zum Flächennutzungsplan unterbreitet. Unsere Forderung, beim FNP auch die Zanders-Fläche einzubeziehen, wurde aber seitens der Stadtverwaltung verworfen, weil „die Eigentumsverhältnisse nicht klar“ seien.

Dies ist spätestens seit dem Geländekauf durch die Stadt kein Argument mehr. Im Übrigen hat sich die Verwaltung trotz dieser Argumentation nicht davon abgehalten lassen, andere Flächen mit derzeit noch ungeklärten Eigentumsverhältnissen im FNP auszuweisen.

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36 Hektar groß ist das Zandersgelände. Rund 68 Hektar Flächenverbrauch für Bebauung (außer Gewerbe) sieht der FNP insgesamt für die Stadt vor. Mehr als die Hälfte würde also direkt in der Stadtmitte zur Verfügung stehen.

Da dort tatsächlich verträglich verdichtet gebaut werden kann, weisen die 36 Hektar oder auch nur ein Teil davon ein wesentlich größeres Wohnungsbaupotential aus als es auf bestehenden Grünflächen möglich wäre. Jetzt ist endgültig die Chance da, die Zerstörung von Grünflächen zu verhindern.

Vor diesem Hintergrund wird der FNP schon, bevor er am 19. November verabschiedet wird, zur Makulatur. Stur hält die Verwaltung dennoch an ihm fest. Der Verdacht, Verwaltung und Rat wollen ihn unbedingt in großem zeitlichen Abstand vor der Kommunalwahl 2020 durchwinken, wird damit mehr und mehr zur Gewissheit.

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