Bergisch Gladbachs Nahost-Konflikt geht in eine neue Runde: Der Ganey-Tikva-Verein spricht von „Antisemitismus in Reinkultur” und verlangt in einem Offenen Brief an den Bürgermeister Konsequenzen beim Beit Jala-Verein. Die Adressaten reagieren kühl. 

Zur Erinnerung: Ganey Tikva ist Bergisch Gladbachs Partnerstadt in Israel; Beit Jala die etwas ältere Partnerstadt in Palästina. Die Kooperationen waren über Jahre hinweg durch die beiden Partnerschaftsgruppen parallel und ohne offene Konflikte gepflegt worden.

Im vergangenen Jahr hatte der Ganey Tikva-Verein (GTV) nach einer gemeinsamen Veranstaltung eine gemeinsame Presseerklärung blockiert und Bürgermeister Lutz Urbach sowie den Beit Jala-Verein kritisiert. Schon damals lautete der Vorwurf „Antisemitismus”.

Wenige Tage später setzte Urbach den GTV vor die Tür und entzog ihm das Mandat für die Partnerschaft. Einige Vorstandsmitglieder traten im Streit aus, sie etablierten später einen „Freundeskreis Ganey Tikva” neu. Die Chronologie der Ereignisse dokumentieren wir ganz unten.

Ein weiterer Offener Brief

Jetzt hat der Ganey Tikva-Verein einen weiteren Offenen Brief an die Adresse des Bürgermeisters veröffentlicht. Darin wirft er einem Vorstandsmitglied des Beit Jala-Vereins Antisemitismus vor, zeiht den Vereinsvorsitzenden der Untätigkeit und verlangt von Urbach ein „entschlossenes Vorgehen”.

Indirekt droht der GTV mit weiteren Veröffentlichungen. In diesem Zusammenhang schreibt er von Beispielen für einen „Schuldabwehrantisemitismus”  unten den „teils hochbetagten Aktiven des Beit-Jala-Vereins”.

Der Vorstand des Beit Jala-Vereins reagiert auf Anfrage mit einer kurzen Stellungnahme, in dem er die Vorwürfe zurückweist. Er spricht von einer Verleumdungskampagne, die eine Zerstörung des Vereins zum Ziel habe. Einzelne Behauptungen des Offenen Briefs seien falsch.

Die Stadtverwaltung äußert sich auf Anfrage nur sehr knapp. Der Bürgermeister sei informiert.

Wir dokumentieren den Offenen Brief und die Reaktionen.

Dokumentation: Der Offene Brief des Ganey Tikva-Vereins (bitte anklicken)

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Urbach,

lieber Lutz,

Anfang des Jahres haben einige der im Rat vertretenen Parteien die „Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach“ ausdrücklich aufgefordert, gegen „jede Form von Antisemitismus (…) mutig und entschieden einzuschreiten.“

Da wir das seit jeher als eine Selbstverständlichkeit betrachten, hatten wir Sie bereits zuvor im Sommer 2018 persönlich und diskret auf besorgniserregende antiisraelische und auch antisemitische Töne aus dem Beit-Jala-Verein aufmerksam gemacht. Derartiges ist bei einem gemeinnützigen Verein, der unsere Stadt in Sachen Städtepartnerschaft vertritt, keinesfalls zu tolerieren.

Statt sich jedoch vom Beit-Jala-Verein zu distanzieren, haben Sie daraufhin kurzerhand uns(!) das Mandat entzogen, weil in Ihren Augen Engagement gegen Antisemitismus nicht Aufgabe des Vereins sei. Das entbehrt zwar jeglicher Nachvollziehbarkeit, soll aber hier nicht Gegenstand sein…

Es sollte weder um uns, noch um Sie gehen, sondern um die Sache, der sich vorgeblich jeder von uns verpflichtet fühlt: die Bekämpfung von Antisemitismus. Bereits in seinen Anfängen.

Antiisraelische Ereignisse im Beit-Jala-Verein

Und das eigentliche Problem bleibt – nicht zuletzt auch wegen Ihrer seinerzeitigen mutmaßlich unüberlegten Bauchentscheidung: Seither hat es erneut eine Reihe von konkreten höchst problematischen antiisraelischen Ereignissen im Beit-Jala-Verein gegeben. An dieser Stelle werden wir fürs erste nur zwei davon exemplarisch herausgreifen und in Grundzügen erläutern.

Die gängigen und teils gar quasiamtlichen Antisemitismusdefinitionen hier wiederzugeben würde den Rahmen sprengen. Daher im Folgenden jeweils nur einige unmittelbar relevante Ausschnitte daraus in aller Kürze.

Antisemitische „Israelkritik“

Es ist klar definiert: sogenannte „Israelkritik“ gilt dann als antisemitisch, wenn sie delegitimierend oder dämonisierend ist oder wenn sie sich doppelter Standards bedient. (3D-Definition)

In einem Leserbrief an den Kölner Stadtanzeiger spricht Heinz D. Haun von der „Zementierung der ethnisch beziehungsweise rassistisch motivierten Einschränkung sozialer und bürgerlicher Rechte nichtjüdischen (sic) Bürger Israels. Genau das entspricht der UN-Definition von Apartheid.“

Ganz abgesehen davon, dass das einen grotesken Mangel an Sachkenntnis offenbart, sind alle o.a. Merkmale in dieser Aussage zu belegen.

Darüberhinaus dient in der von der Bundesregierung als verbindlich übernommenen Definition als ein Beispiel für Antisemitismus „die Behauptung, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen“.

Leserbriefschreiber sitzt im Vorstand des Beit-Jala-Vereins

Bei „Hein“ Haun, dem Verfasser des Leserbriefs, handelt es sich um den stellvertretenden Vorsitzenden des Beit-Jala-Vereins.

Eine Person mit derartiger Haltung ist als Mitglied oder gar Vorstand eines Städtepartnerschaftsvereins untragbar. Und andersherum: ein Verein mit einer solchen Person im Vorsitz ist nicht geeignet, das Mandat für die Betreuung einer städtischen Partnerschaft wahrzunehmen.

Das zweite Beispiel für antisemitische Stimmen aus dem Beit-Jala-Verein ist der Leserbrief von Wolf Dieter Bonnemann. Für den Abdruck von dessen Leserbrief musste sich gar der Kölner Stadtanzeiger öffentlich entschuldigen, nachdem die Synagogengemeinde Köln sich über das offen antisemitische Argumentationsmuster empört hatte.

Seine „Argumentation“ ist im Wesentlichen die, dass die deutschen Juden sich nicht über hiesigen Antisemitismus wundern dürften, solange „kein kritisches Wort von offizieller jüdischer Seite, sei es vom Zentralrat der Juden oder dem jeweiligen Vorstand der hiesigen Synagogengemeinde, gegen die israelische Nahostpolitik“ zu hören sei.

Er versteigt sich gar in die Formulierung: „solange sich die offiziellen Vertreter der hiesigen Juden nicht von der jetzigen Politik Israels distanzieren, solange werden Anti-Israel-Haltung und Antisemitismus Hand in Hand gehen, auch wenn weitere Antisemitismusbeauftragte ernannt werden.“

Die Juden sind schuld…

Wer ist also in Bonnemanns Augen schuld ist am Antisemitismus in Deutschland? – Die deutschen Juden. So einfach ist das. Und ungefähr so dürfte es auch vor achtzig Jahren geklungen haben…

Das ist öffentlich rausposaunter Antisemitismus in „Reinkultur“. So tönt es aus dem Beit-Jala-Verein. Und es wird dort offenkundig geduldet. Der Brief ist weithin zur Kenntnis genommen worden.

Zur wohl überflüssigen weiteren Verdeutlichung zwei weitere Beispiele aus der offiziellen Antisemitismusdefinition:

„Das kollektive Verantwortlichmachen von Juden für Handlungen des Staates Israel.“

„Das Verantwortlichmachen der Juden als Volk für tatsächliches oder unterstelltes Fehlverhalten einzelner Juden, einzelner jüdischer Gruppen oder sogar von Nicht-Juden.“

Es ist festzustellen und lässt tief blicken, dass sich der Beit-Jala-Verein um seinen Vorsitzenden Axel Becker weder von den Leserbriefen noch von deren Autoren distanziert hat.

In einem Punkt hat Bonnemann übrigens recht: dass „Anti-Israel-Haltung und Antisemitismus Hand in Hand gehen“. Nur eben nicht aus den von Bonnemann behaupteten Gründen.

Das Kind hat sogar einen Namen: man bezeichnet es als Israelbezogenen Antisemitismus. Nicht selten geht es motivseitig einher mit dem Phänomen des Sekundären oder auch Schuldabwehrantisemitismus. Auch dazu gibt es anschauliche Beispiele unter den teils hochbetagten Aktiven des Beit-Jala-Vereins.

Dazu, zur Gesamtverantwortung handelnder Personen in Verein und Stadt sowie zu weiteren Vorkommnissen eventuell zu gegebener Zeit mehr. An dieser Stelle wollen wir uns, wie gesagt, einstweilen auf die beiden oben genannten Beispiele beschränken.

Sie zeigen mehr als deutlich, dass der von Axel Becker geprägte Beit-Jala-Verein zur offiziellen Wahrnehmung der Betreuung der Städtepartnerschaft nicht geeignet ist und sicher nicht den hohen Anforderungen an die Gemeinnützigkeit eines Vereins in Deutschland gerecht wird. Der Schaden, auch für den Ruf unserer Stadt, ist bereits jetzt beträchtlich.

Handlungsbedarf

Wir gehen davon aus, dass Sie, Herr Urbach, nunmehr genauso entschlossen gegen den Beit-Jala-Verein vorgehen werden, wie Sie es irrigerweise uns gegenüber getan haben.

Wir vertrauen darauf, dass die demokratischen Parteien im Stadtrat ihren Worten angemessenes Handeln folgen lassen.

Für Rückfragen und weitergehende Informationen und Hintergründe stehen wir allen seriösen Gesprächspartnern aus Politik, Medien und Gesellschaft gemäß unserem Vereinsleitsatz „Information statt Indoktrination“ gerne zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns einfach an.

Kopien dieses Schreibens gehen an die lokale und überregionale Presse sowie an einschlägige Fachpublikationen, Organisationen und Organe.

Mit freundlichem Gruß

Der Vorstand des Ganey-Tikva-Vereins

Petra Hemming
Claudia Eiselt
Gregory Wolf
Dr. Fritz Bolte
Axel Bolte

Bergisch Gladbach, den 20.06.2019″

Dokumentation: Reaktion des Beit Jala-Vereins (bitte anklicken)
„Das Anliegen und die Behauptungen des Ganey Tikva-Vereins sind die Fortsetzung seiner inzwischen einjährigen Verleumdungskampagne gegen den Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Beit Jala und haben seine Zerstörung zum Ziel.

Wir verwahren uns sowohl gegen Behauptungen des „Offenen Briefs“, die falsch sind (z. B. Herr Bonnemann ist und war kein Mitglied des Vereins), als auch erneut gegen den Vorwurf des Antisemitismus in der Arbeit des Vereins sowie bei seinen Mitgliedern und Vorstandsmitgliedern.

In Übereinstimmung mit dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach engagieren wir uns für Begegnungen zwischen Menschen in Bergisch Gladbach und Beit Jala, immer auch unter Einbeziehung unserer Kontakte zur israelischen Seite.

Axel Becker für den Vorstand, 22. 6. 2019″

Dokumentation: Reaktion der Stadtverwaltung (bitte anklicken)
„Bürgermeister Lutz Urbach hat die Ausführungen des Vorstandes des Ganey-Tikva-Vereins zur Kenntnis genommen, ebenso wie die beiden Leserbriefe bereits an ihrem Erscheinungsdatum.”

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9 Kommentare

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  1. Lieber Herr Tiefenstädter.
    Vielen Dank für den m.E. hilfreichen Hinweis (Link). Es würde weiterhelfen zu einem respektvollen Umgang, wenn möglichst alle an dem Thema Interessierten, diesen Text lesen würden.

  2. Hier handelt es sich um den Wahn der Verfolgung und nicht um Verfolgungswahn. Verschwörungsanspielungen sind unerträglich.

  3. Ich kann mangels Hintergrundwissens die Diskussion / “offene Kommunikation” zwischen Ganey-Tikva-Verein; Beit-Jala-Verein und Stadt nicht sachlich kommentieren.

    Wie eine Diskussion und ein Dialog aber aussehen könnte zeigt das “Times of Israel” Interview mit dem Israeli Yossi Klein Halevi und Palästinenser Prof Mohammed Dajani zu Halevi’s Buch “Letters to My Paletinian Neighbors”.
    Sehr empfehlenswerte Lektüre – auch in Hinblick wie kleine Dinge grosse Bewegungen auslösen können:
    https://www.timesofisrael.com/when-an-ex-fatah-palestinian-neighbor-took-up-a-zionist-authors-challenge/?utm_source=The+Weekend+Edition&utm_campaign=weekend-edition-2019-06-16&utm_medium=email

  4. Der erste Eindruck von Herrn Wolf, es handele sich beim GTV um eine Art Krawalltruppe, hat sich bei mir auch nach dem Lesen des offenen Briefes – und der zahlreichen, weiter oben dokumentierten Berichte – leider nicht verflüchtigt. Dass Stadtverwaltung und Beit-Jala-Verein diesmal nur noch kurz angebunden reagieren, ist angesichts des seit einem Jahr wabernden Hin und Hers nachvollziehbar, frühere ausführlichere Reaktionen und Stellungnahmen lassen sich oben nachlesen.
    Dazu passend ist ein Zitat aus dem In-GL-Beitrag “Nahostkonflikt kommt in Bergisch Gladbach an” vom Juli 2018, der u.a. die Neuorientierung des GTV beschreibt: “Ehemalige Vorstandsmitglieder des Ganey Tikva-Vereins sprechen inzwischen von einer „Radikalisierung”. Es gehe nicht mehr um ein versöhnliches Miteinander und die Städtepartnerschaft, sondern darum, Israel zu verteidigen und die Konfrontation mit Andersdenkenden zu suchen.”
    Dieser Eindruck drängt sich tatsächlich auf – zumal beide Vereine in den vielen Jahren zuvor (mit den gleichen Vorsitzenden) immer ein friedliches Nebeneinander pflegten.
    Interessant auch, dass der im letzten Herbst neugegründete “Freundeskreis Ganey Tikva” (offizieller Vertreter der Städtepartnerschaft B GL-Ganey Tikva) gemeinsame Veranstaltungen mit dem Beit Jala-Verein durchführt und das offenbar keinerlei Probleme macht. So könnte und sollte es sein.

  5. Als Leser des Artikels, der nicht aus der Region kommt, könnte ich dein Eindruck gewinnen, dass es sich bei dem Ganey Tikvah Verein um eine Art Krawalltruppe handelt. Man muss sich wirklich die Mühe machen, den durchaus ausführlichen und differenzierten Leserbrief des Vereins lesen, um sich ein objektives Bild zu machen.

    Jede Auseinandersetzung lässt sich immer gewinnen, wenn man seinem Gegenüber die Kompetenz generell abspricht, auf konkrete Punkte im Leserbrief nicht eingeht und stattdessen Dinge hervorkramt, um den Verein als Ganzes zu diskreditieren. In der Stellungnahme des Beit Jala Vereins wird diskreditiert, interpretiert und unterstellt, anstatt konkrete Punkte des Leserbriefs aufzugreifen und entsprechend Stellung zu beziehen.
    Der Tatsache, dass es diese antisemitischen Leserbriefe im Kölner Anzeiger gegeben hat, wird nicht widersprochen, stattdessen wird aber der Ganey Tikvah Vereins generell delegitmiert. Demnach habe ich allen Grund, dem Leserbrief zu glauben.

    Antisemitismus, in welcher Form auch immer – und auch wenn er sich im Gewand der allgemeinen Delegitimierung Israels sich kleidet bzw. den Juden auch noch selbst die Schuld an antisemitistischen Tendenzen gibt, ist für meine Begriffe nicht mit der Meinungsfreiheit gedeckt und sollte in Deutschland 2019 keine politische Plattform bekommen, wo auch immer!

  6. Die Aussage der Stadtverwaltung konsterniert einigermaßen, zeigt sie doch, dass einerseits einem Verein, der sich gegen den Antisemitismus einsetzt die Grundlage entzogen wird, wohingegen auf der anderen Seite antisemitische Äußerungen „zur Kenntnis genommen werden“. Das bedeutet entweder, man duckt sich gegenüber diesem Thema weg oder aber man hat noch immer nicht gelernt, wie man antisemitische Argumentationsmuster erkennt und in der Folge mit ihnen umzugehen hat. Beides finde ich höchst bedenklich.

  7. Dieser unsägliche Streit dient m.E. dazu, Egomanen als Bühne zu dienen. Das ist arm. Aus welcher Ecke kommen diese ständigen Selbstmitleids- und Anklageschreie immer mit schöner Unregelmäßigkeit? Aus der israelischen. Die ganze nicht muslimische Welt und sogar Teile derselben unterstützen Israel seit vielen Jahrzehnten. Der mächtigste Beschützer sitzt jenseits des atlantischen Ozeans und muss sich oft fragen lassen, warum seine Unterstützung manches Maß übersteigt und zu weiteren Konflikten mit den Palästinensern führt. Israel lässt wenige Gelegenheiten aus, Deutschland an seine zweifellos unbestreitbare Schuld zu erinnern.

    Und in Bergisch Gladbach geschieht unerhörterweise das Gegenteil?

    Ich kann immer noch im Agieren des GTV ein großes Maß an Verfolgungswahn erkennen und, wie schon erwähnt, die scheinbare Sucht mancher Menschen, unbedingt im Vordergrund stehen zu wollen.

  8. Ich beobachte dieser Geschichte seit längerem. Der GTV muss sich für die israelischen Partner einsetzen und darf keine einseitige Erklärung unterschreiben.
    Aktuell betreibt der Verein notwendige Aufklärung auch über die untragbaren Aussagen vom S-Vorsitzenden des Beit-Jala Vereins.

  9. Das ist nicht Dein Ernst, lieber Lutz…

    „− Dokumentation: Reaktion der Stadtverwaltung (bitte anklicken)
    ‚Bürgermeister Lutz Urbach hat die Ausführungen des Vorstandes des Ganey-Tikva- Vereins zur Kenntnis genommen, ebenso wie die beiden Leserbriefe bereits an ihrem Erscheinungsdatum.‘”

    Du hast also den antisemitischen Leserbrief des Stellvertretenden Vorsitzenden des Beit-Jala-Vereins bereits Anfang September gekannt.

    Was hast Du unternommen?

    Zur Erinnerung: dem Ganey-Tikva-Verein hast Du das Mandat entzogen, weil Engagement gegen Antisemitismus in Deinen Augen nicht seine Aufgabe wäre. So äußerst Du Dich im Interview. Das ist bizarr genug.

    Ein Vorstandsmitglied (zugleich der designierte neue Vorsitzende) des Beit-Jala-Vereins äußert sich öffentlich explizit antisemitisch –

    und nichts passiert???