Die erste größere FFF-Demo am 9.8.

Auch in Bergisch Gladbachs rufen Klima-Aktivisten für Freitag zur großen Kundgebung auf. Dabei sollen konkrete Maßnahmen für die Stadt im Zentrum stehen. Vor der Kundgebung mit Musik und Rednern ist eine Demo quer durch die Stadt geplant. 

„Was an der Strunde passiert, zählt am Ende auch global! Bürgerinnen und Bürger wollen gemeinsam ein deutliches Signal setzen: auch Bergisch Gladbach soll sich gegen den Klimawandel stellen”, sagen die „Klima Freunde Rhein Berg” in ihrem Aufruf für den 20. September.

Die Bürgerinitiative organisiert die lokale Ausgabe des globalen „Klimastreiks” gemeinsam mit dem Ortsverband von „Fridays for Future“, dem BUND Rhein-Berg und dem ADFC RheinBerg-Oberberg.

Um die Lebensqualität und die Lebensgrundlagen zu erhalten, müsse auch Bergisch Gladbach seinen Teil zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels beitragen: „Im globalen Glashaus kommt es auch auf konkrete, lokale Maßnahmen an,“ sagt Stefan Häusler von den „Klima Freunden“.

Mitstreiter Ron Woydowski betont: „Bergisch Gladbach darf nicht versuchen, sich aus seiner globalen Verantwortung zu stehlen.“ Bürger, Politik und Wirtschaft seien jetzt gefragt.

Der Forderungskatalog

Wie das konkret aussieht, wird beim Forderungskatalog der Klimaaktivsten für Bergisch Gladbach deutlich:

  • Klimanotstand ausrufen
  • Grünflächen schaffen
  • Baumschutzsatzung wiedereinführen
  • Fahrradinfrastruktur gleichwertig zum Autoverkehr fördern
  • ÖPNV verdichten, flexibilisieren, ökologisch und kostengünstig für alle gestalten
  • Städtische Gebäude in Niedrigenergiehäuser umwandeln
  • Bauprojekte klimaneutral gestalten (z.B. Stadthaus, Rhein-Berg Passage)
  • Erneuerbare Energien auch lokal ausbauen: ÖPNV und städtischen Fuhrpark (inkl.
    Betriebe) auf Elektrofahrzeuge umstellen
  • Bürgerinnen und Bürgern aktiv informieren – über nachhaltige Stadtentwicklung und
    Möglichkeiten zum klimaschonenden und nachhaltigen Handeln

Der Ausschuss für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr hatte in der vergangenen Woche beschlossen, die Verwaltung mit der Ausarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes zu beauftragen, über die Ausrufung eines Klimanotstands soll im Stadtrat noch einmal beraten werden. Der ÖPNV ist in den vergangenen Jahren (vor allem über den Kreis) deutlich verdichtet worden, bei der Radinfrastruktur hat die Stadt noch große Defizite.

Das Programm für den 20. September

10 Uhr: Treffpunkt Konrad-Adenauer-Platz zum Demonstrationszug durch die Innenstadt (Bensberger Straße, Richard-Zanders-Straße, Hauptstraße, Fußgängerzone, Konrad-Adenauer-Platz)

11:30 Uhr: Abschlusskundgebung mit Infoständen, Redebeiträgen, Künstlern und Livemusik auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus.

Reden werden u.a. die Künstlerin Mary Bauermeister, Mark vom Hofe (Vorsitzender des Rheinisch-Bergischen Naturschutzsvereins), Christian Gollmer (Gründer des Forums für Nachhaltigkeit), Lena (Fridays for Future RBK/GL) und Roland Vossebreker (Pianist und Komponist).

Für die Musik sorgen die Akustonauten, die Brüder Roland, Bernd Kämmerling und DJ Responski. Die Moderation hat Janina Burgmer übernommen.

Einige Straßen werden gesperrt

Die Polizei weist bereits jetzt daraufhin, dass es am Freitag zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtzentrum kommen kann. Unter anderem die Bensberger Straße, die Richard-Zanders-Straße und die Hauptstraße werden zwischen 10 und 12 Uhr zeitweilig gesperrt.

Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, sich frühzeitig um eine alternative Route zu kümmern und den Bereich um die Innenstadt großzügig zu umfahren. Es werden mindestens 500 Teilnehmer erwartet.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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