Der beste Schutz vor einer Covid-19-Infektion ist die strikte Vermeidung von Kontakt. Das ist aber nicht immer möglich, zum Beispiel, wenn man in den Supermarkt muss. Dann ist es sinnvoll, eine Gesichtsmaske zu tragen. Wie man die selbst bastelt erklären die Grünen.

Eine Gesichtsmaske trägt dazu bei, dass die eigenen Viren nicht in die Luft gelangen. So wird das Ansteckungsrisiko gemindert und die Ausbreitung des Virus verlangsamt.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach bitten deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, im öffentlichen Raum eine Gesichtsmaske zu tragen und so ihre Mitmenschen zu schützen.

Medizinischer Mundschutz wird jedoch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen dringend benötigt. Es gibt aber eine Alternative: die Maske selber nähen. Wie das mit nur wenigen Materialien ganz einfach geht, erklären die GRÜNEN Bergisch Gladbach in einer kurzen Anleitung.

Nicht sich selbst, sondern die anderen schützen

Wie funktioniert eine selbstgemachte Gesichtsmaske? Der Maske dient dazu, dass Viren von infizierten Personen nicht in die Atemluft anderer gelangen und so auch niemanden anstecken können.

Natürlich sollten Infizierte das Haus gar nicht erst verlassen. Es ist jedoch oft der Fall, dass Covid-19-Infizierte keine Symptome zeigen. Sie wissen also gar nicht, dass sie infiziert und damit auch ansteckend sind.

Darum ist es für jede*n sinnvoll, im Kontakt mit anderen eine Gesichtsmaske zu tragen. Draußen mit reichlich Abstand ist es nicht notwendig, eine Maske zu tragen.

Ist man allerdings mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen, wie z.B. in einem Wartezimmer, im Supermarkt, in der Bahn, etc. so ist es äußerst sinnvoll, mit einer Maske andere zu schützen. Trägt dabei jeder eine Maske, sind so alle geschützt.

Insbesondere ist dabei an die Zeit nach den Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren zu denken. Das Tragen einer Gesichtsmaske ist ein Ausdruck von Solidarität und der Sorge um das Wohlergehen der Mitmenschen!

Auch Experten raten dazu, Masken einzusetzen: Der Virologe Dr. Drosten empfiehlt jedem, bei Kontakt mit anderen eine Gesichtsmaske zu tragen und spricht sich für selbstgenähte Versionen aus.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt ruft mittlerweile dazu auf, im öffentlichen Raum eine Maske zu tragen – sofern es keine professionellen Schutzmasken sind, denn diese werden woanders dringender benötigt. Auch er sagt, dass selbstgenähte Masken das Verbreitungsrisiko etwas verringern.

Mindestabstand immer einhalten

Selbstverständlich gilt, dass die Verhaltensregeln des Robert-Koch-Institutes weiterhin die effektivsten Maßnahmen sind, um eine Infektion zu vermeiden. Auch wer eine Gesichtsmaske trägt, muss den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und die Hände gründlich waschen.

Auf keinen Fall sollte eine Maske in falscher Sicherheit wiegen, sondern eher signalisieren und daran erinnern, dass momentan besondere Vorsicht geboten ist.

Die GRÜNEN Bergisch Gladbach würden sich freuen, wenn möglichst viele Menschen dieser Stadt Solidarität mit ihren Mitmenschen zeigen und in angebrachten Situationen die Gesichtsmasken tragen würden. 

Die Anleitung zur Anfertigung findet man hier: 

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11 Kommentare

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  1. Hallo liebe Grüne,

    da die Masken ja täglich ausgekocht werden müssen (z.B. im Kochtopf auf dem Herd für 5 Minuten), frage ich mich:

    a) Welcher ROSTFREIE Draht ist für die Masken geeignet? Ist Gartendraht, Pfeifenputzerdraht und Schnellhefterdraht wirklich rostfrei, wenn der Draht ständig 5 Minuten ausgekocht wird?

    b) Wie oft kann ich die Maske auskochen und wiederverwenden? (Der Stoff leidet ja zunehmend, verliert an Dichte -> Tröpfchen können durchkommen!)

  2. Tragen von Masken okay, aber dann erstmal kostenlos zur Verfügung stellen, die es arbeitsbedingt brauchen. Einsatzkräfte, Logistik, Security, Verkäufer und noch paar Berufszweige die extrem wichtig sind.

  3. Können wir es uns leisten, das erreichbare Wahrscheinliche ausser Acht zu lassen, obwohl das Zuverlässige nicht zu bekommen ist?
    Wenn die Maske wahrscheinlich, aber nicht zuverlässig davor schützt, andere anzustecken und jeder eine trägt, ist die Abnahme der Infektionen zwingend.
    Übrigens: in Asien tragen nahezu alle eine Maske, ob infiziert oder nicht.

  4. Wie schon im Text erklärt, schützen Masken nicht zuverlässig vor einer Infektion. Sie sind also in der Tat nicht “das Gelbe vom Ei”, aber eine Maßnahme, die die Verbreitung des Virus verlangsamt und so die Situation zumindest etwas verbessert. Da in der momentanen Lage vollständiger Schutz sowieso unmöglich ist, sind wir der Meinung, dass auch unperfekte Lösungen besser sind, als gar nichts zu tun.

    Auch vermeintlich Gesunde sollten eine solche Maske tragen, da viele Infizierte keine Symptome zeigen und somit auch nicht wissen, dass sie ansteckend sind. Jeder sollte sich also so verhalten, als ob er infiziert sei, und dementsprechend auch eine Maske tragen. Flächendeckende Test wären natürlich hilfreich, solange das die Kapazität der Labore aber nicht zulässt, sollte jeder eine Maske tragen.

    Zum Thema Benutzung und Reinigung der Maske: die Maske schützt für ca. 20-30 Minuten, danach sollte sie 5 Minuten lang abgekocht werden. Für Mitarbeiter*innen in Supermärkten ist dies natürlich schwer umzusetzen, hier ist jedoch der Arbeitgeber dafür verantwortlich, für entsprechende Schutzmaßnahmen zu sorgen. Die Maske, die wir hier vorstellen, richtet sich hauptsächlich an Privatpersonen.

  5. In Asien tragen nur die eine „Maske“, die erkrankt sind. Warum sollen denn Gesunde so ein Ding tragen? Sollten nicht lieber flächendeckende Tests durchgeführt werden, damit klar ist, wer sich zu schützen hat?

  6. Ich bin über die inkonsequente Schreibweise auf dieser Webseite entsetzt. In anderen Artikel ist von Bürger:innen die Rede, hier wird Jeder:innen als „jede*n“ geschrieben. Was denn nun, Doppelpunkt:innen oder Sternchen*innen?
    Und das heißt gefälligst die GRÜN:INNEN – wer ist denn heutzutage noch so unsensibel, einen Großteil der Wähler:innen dieser Partei schon im Namen auszugrenzen

  7. Vielen Dank für diesen Beitrag! Noch besser fände ich es, wenn Die Grünen einen Antrag einbringen würden, das Tragen von MNS zur Pflicht zu machen. Denn die aktuellen Äußerungen einiger von unseren Politikern so gehypter Virologen regen mich auf.

    Seit Wochen müssen wir uns anhören, dass wir keinen MNS tragen sollen, denn der Mund – Nasen – Schutz führt nicht dazu, dass man sich nicht anstecken kann. Allerdings ist auch unbestritten, dass man bei Tragen dieser einfachen Masken andere – zwar nicht sicher – aber eher nicht ansteckt.

    Logische Folgerung:
    Stecke ich andere wahrscheinlich nicht an, wenn ich eine einfache Maske trage, kann ich mich dann, wenn jeder eine Maske trägt, wahrscheinlich auch nicht bei anderen anstecken.

    Also warum ist es keine Pflicht?

    Man fragt sich, welchen Hintergrund das ewige Mantra hat, wir sollten keinen MNS tragen ( die richtigen Masken sollen ja richtigerweise dem medizinischen Bereich vorbehalten sein, weil es nicht genug gibt ).
    Die fadenscheinige Begründung, dies würde zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen mit der Folge, dass man sich nicht mehr die Hände wäscht oder den Sicherheitsabstand nicht einhält, ist eine Beleidigung für jeden mündigen Bürger.
    Das kann es also nicht sein. Welchen Grund könnte es sonst geben?
    Gibt es nicht genug MNS, um die ganze Bevölkerung zu verpflichten, diese zu tragen? Ich vermute mal ja, aber das Problem ist leicht zu beheben, denn den MNS kann man schnell und einfach selbst herstellen, ich habe es ausprobiert. Also ist das wohl nicht der Grund. Was dann?
    Ich fabuliere jetzt einmal, ohne Verschwörungstheorien nachzugehen:

    Wenn die Regierung, beraten von Virologen – nicht etwa Medizinern – dringend davon abrät, diesen MNS zu tragen, könnte sie vielleicht beabsichtigen, eine Herdenimmunität herbeizuführen, indem sich jeder ansteckt. Aber bitte schön langsam, damit die Krankenhäuser mit der Behandlung nachkommen und deshalb muss es auch Kontaktverbote und Ausgangssperren geben.
    Die unsere Freiheit einschränkenden Maßnahmen dienen also nicht dazu, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, sondern nur dazu, die Ausbreitung zu verlangsamen.

    Wäre das wirklich der Hintergrund, müssten wir von großem Zynismus derer ausgehen, die uns täglich mit der Warnung vor der noch kommenden Welle beunruhigen. Andererseits:
    Wer glaubt denn, bei den derzeitigen Beschränkungen würde es noch viele stören, wenn sie auch noch einen MNS tragen müssen, wenn sie ihre Wohnung verlassen, was viele ja ohnehin kaum noch tun. Wäre das wirklich schlimm? Ich denke, nicht.

    Sie merken, auch ich rufe dazu auf, dass jeder einen Mund – Nasen – Schutz trägt, wenn er das Haus verlässt. Ich habe nach dieser Anleitung von Die Grünen für eine Maske nur etwa 30 Minuten gebraucht. Diese Stoffmasken sind viel angenehmer zu tragen und auch nicht so warm, außerdem kann man sie waschen.

    In diesem Sinne – bleiben Sie gesund und tun etwas dafür.

  8. Dieser Aufruf mit praktischer Bastelanleitung ist wirklich nur zu loben, außer dass er schon früher gebracht werden konnte. Die Sinnhaftigkeit des Tragens von Mund-Nase-Schutz (MNS) hatte ich schon in einem früheren Kommentar unterstützt. Im asiatischen Raum gehört das Tragen von MNS bei jeder Infektion schon lange zum antrainierten Sozialverhalten. Die Motivation zum Tragen von MNS möchte ich deshalb nochmals durch einige Argumente unterstützen. Es wird bisher immer nur auf die Schutzwirkung von MNS vor Ansteckung über “Tröpfchen“-Infektion hingewiesen, also den Schutz durch die Filterwirkung für makroskopische Tröpfchen. Es gibt aber meiner Einschätzung nach darüberhinaus eine viel breitere RELATIVE Schutzwirkung durch Adsorption von als Aerosol in der Atemluft vorhandenen Viren oder kleineren Virenclustern. Partikel unter 300 nm verhalten sich praktisch wie Luft, dh sie sinken nicht wie Tröpfchen zu Boden sondern vermindern sich nur durch Adsorption an Oberflächen. Man muss doch davon ausgehen, dass nicht allein die makroskopischen Tröpfchen , die man relativ gut auf Abstand halten kann, sondern auch Viren (ca150nm) oder kleinere Virencluster in der Atemluft ein Problem darstellen können. Das sich sogar deutlich größere, leichter filterbare Aggregate längere Zeit in der Luft halten können merkt zur Zeit jeder Allergiker durch den beginnenden Pollenflug (Pollen sind etwa 20-50µm, also 1000fach größer als Viren). In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen könnte sich eine Viruskonzentration sogar aufbauen wenn sich vermehrt Virusträger darin befunden haben. Ob man die Desinfektion/Filterung von Klima-u. Lüftungsanlagen aktuell verstärkt hat ist mir nicht bekannt.
    Da zur Zeit nur Fälle getestet werden die schon Symptome zeigen, muss man von einer sehr hohen Dunkelziffer von unerkannten Virusträgern ausgehen und muss deshalb auch von erhöhter Wahrscheinlichkeit belasteter Atemluft in geschlossenen Räumen, im ÖPNV, in Aufzügen usw ausgehen. Das gilt natürlich auch für die Wahrscheinlichkeit von Schmierinfektionen an Oberflächen. Solange es nicht durch ausreichende Testung (wie in Südkorea) gelingt sich VOR die Infektionswelle zu bringen wird sich diese Gefahrenlage nicht grundsätzlich ändern. Ich trage jedenfalls schon seit 2 Wochen bei notwendigen Einkäufen IM Ladengeschäft oder IN der Apotheke einen MNS, im Freien beim Spaziergang (unter Vermeidung von Kontakten) natürlich nicht. Da auch die Augen eine relative Virensenke sein können und ich keine optische Brille trage, setze ich bei solchen „Außeneinsätzen“ als vorsichtiger Mensch dann auch eine Schutzbrille auf und ignoriere spöttische Blicke.
    Bleiben Sie gesund.

  9. Masken tragen ist ja gut und schön, sollen die MutarbeiterInnen in den Drogerie- und Supermärkten 8 Stunden
    1 Maske tragen? Wie oft sollte man die Masken wechseln und wie sieht es mit dem Waschen aus?