Das Leben unter Corontäne fordert die Kreativität heraus. So werden wir als Eltern langsam Meister in Planung und Realisation von Home Office, Home Schooling, Home Cooking, Home Washing und Home Workout. Erstaunliche Erkenntnis: Die Welt passt auch auf ein paar Quadratmeter. Mal sehen wie lange.

Nur ein eingeschobener Gedanke: War das früher nicht immer so? Zu Zeiten vor der Industrialisierung? Als mehrere Generationen unter einem Dach lebten und arbeiteten, ohne Netflix oder WhatsApp? Aber damals war die Welt auch nicht so arbeitsteilig. Und der Fokus lag wirklich auf Heim, Herd und Hof. Die Situation ist also nicht neu. Neu ist zu Zeiten der Pandemie, dass wir WIEDER lernen müssen den Fokus auf das familiäre Innenleben zu richten.

Schluss mit der Soziologie, denn bislang habe ich die Überschrift und das Foto noch nicht aufgelöst. Nun: Auch die Kids erweisen sich als wahre Kreative. Neben der ordentlichen Bewältigung ihres Schulaufgabenpensums entwickeln sie stetig neue Ideen, um sich die Zeit zu vertreiben. Was auch Not tut angesichts des mittelprächtigen Wintereinbruchs jetzt im Frühling zur Sommerzeit.

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Die Projekte, inspiriert von einer Kinderzeitung, sind wirklich erstaunlich. Nach zwei Stunden kann der Basteltisch schon ganz anders aussehen. Statt Osterhasen zu malen werden nun kleine Dinosaurier in Plastikschalen mit klarem Wasser eingefroren. Am nächsten Tag stecken sie tief im Eis und müssen von den Forschern vorsichtig, fein klopfend und kratzend freigelegt werden. Kryo-Archäologen sozusagen.

Am nächsten Tag zieren handgefertigte Kinoplakate die Türen und Wände. Wir Eltern erhalten eine Einladung zu einem Kino-Abend. Unterzeile: Mit Popcorn und Kartoffel-Chips. Die famose Ankündigung ist zugleich ein drängender Versorgungsauftrag. Bloß beim Einkauf nicht vergessen.

Riesig freue ich mich auch auf die Einladung zur Vernissage. Momentan befinden sich künstlerische Werke in der Endproduktion (vergleiche Aufmacherbild), nach der Hängung werden wir durch die Ausstellung geführt. Die Künstler sind anwesend!!! Und ein Rahmenprogramm bleibt uns erspart!!! Ist das nicht schön?

Maria Zanders hätte ob ihrer Bemühungen, den Gladbachern die Kultur näher zu bringen, ihre helle Freude an unseren Kids gehabt.

Was basteln, spielen oder planen Ihre Kinder, um die Zeit zuhause zu gestalten? Wir freuen uns über Nachrichten, Fotos und vieles mehr an redaktion@in-gl.de

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Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. “Auch die Kids erweisen sich als wahre Kreative.” Logisch, finde ich. Langeweile macht erfinderisch. Meine Überzeugung ist, dass alle Erfindungen ein Produkt von Langeweile und Faulheit sind. Wobei Faulheit wohl der anregendste Denkfaktor ist. Langeweile lässt sich schon mal liegenddenkend ertragen. :) Aber wenn man zu faul ist, immer gleiche lästige Handlungen immer wieder tun zu müssen … dann erfindet man eine Maschine. :)