Das Impfzentrum in der RheinBerg Galerie ist längst betriebsbereit, es fehlt aber ausreichend Impfstoff

Das Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises in der RheinBerg Galerie steht seit Dezember bereit und hat jetzt einen umfangreichen Probelauf bestanden. Eröffnet wird es allerdings erst Anfang Februar. Der Kreis hofft zudem, bald ein zweites Impfzentrum im Nordkreis einrichten zu können; dafür gibt es aber noch eine Hürde.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist in einigen Punkten nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die aktuellen Beiträge und frischen Informationen zum Thema Corona-Impfung finden Sie im Liveblog und in diesen Beiträgen:

Sämtliche Vorgänge beim Betrieb des Impfzentrums in Bergisch Gladbach hat der Kreis jetzt zusammen mit dem DRK, den Johannitern und der Kassenärztlichen Vereinigung im Rahmen eines Probelaufs getestet und geübt. „Wir freuen uns, dass alles reibungslos funktioniert und wir dieses Angebot nun trotz des hohen Aufwands rasch bereitstellen können“, sagte Landrat Stephan Santelmann.

Er hoffe, dass dieses Angebot – ab der Eröffnung im Februar – rege angenommen wird. Der Standort im Einkaufszentrum sei sehr gut ausgewählt, wies Santelmann Kritik zurück.

Im Testlauf im Impfzentrum im Untergeschoss der Rhein-Berg Galerie wurde der gesamte Ablauf überprüft, teilt der Kreis mit. Vom Empfang der Ankommenden über die Impfung bis zur kurzen Wartephase für frisch Geimpfte.

Das folgende Video gibt nach der Einführung durch Landrat Santelmann einen guten Eindruck.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Abläufen. Die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen klappt hervorragend. Das Impfzentrum steht in den Startlöchern und wir freuen uns, wenn es jetzt bald losgeht,“ Gerhard Weber, Leiter des Arbeits- und Gesundheitsschutzes des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Die Eröffnung ist derzeit für Anfang Februar geplant, wenn auch die Über-80-Jährigen geimpft werden sollen, die nicht in einem Seniorenheim wohnen.

Insgesamt verfügt das Impfzentrum über vier Impfstraße, die bis zu 1000 Impfungen pro Tag erlauben. Wenn erforderlich kann die Kapazität auch verdoppelt werden.

Ob im Rheinisch-Bergischen Kreis ein zweites Impfzentrum im Nordkreis eröffnen darf, hat das Land NRW nach wie vor nicht entschieden. „Als Flächenlandkreis wissen wir um diese Bedarfe, die insbesondere während der Corona-Lage von den Kommunen an uns herangetragen werden, und wir unterstützen diese“, sagt Landrat Santelmann.

Er sei nach dem erfolgreichen Testlauf zuversichtlich, im Falle einer Genehmigung rasch eine Außenstelle einrichten und in Betrieb nehmen zu können.

Noch sind die mobilen Teams unterwegs

Derzeit werden noch die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen von mobilen Impfteams aufgesucht. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist werden die Impfzentren eröffnet, um sogenannte vulnerable Gruppen der Bevölkerung zu versorgen.

Vulnerable Gruppen sind etwa betagte Menschen über 80 Jahre oder Personen mit Vorerkrankungen. Sie müssen aber in der Lage seien, eigenständig zum Impfzentrum zu kommen, betont der Kreis. Diese Phase, darauf hatte das Gesundheitsministerium am Mittwoch hingewiesen, können bis April dauern.

Danach werden Angehörigen von Berufsgruppen der sogenannten kritischen Infrastruktur geimpft und erst danach Termine für alle BürgerInnen vergeben.

Hinweis der Redaktion: Eine ausführliche Erklärung der nächsten Schritte der Impfkampagne finden Sie in diesem Beitrag.

Die Kreisverwaltung betont, dass die Impfungen freiwillig sind. Sie werden in jedem Fall nur nach vorheriger Terminvereinbarung verabreicht. Zuständig hierfür ist die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die ab dem 25. Januar die Telefonnummer 0800 – 116 117 01 und die Website www.116117.de für die Terminvereinbarung frei schaltet.

In der kommenden Woche sollen zudem alle Über-80-Jährigen in NRW per Brief informiert werden.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. keine Angst Fabian Bosbach, solange es nicht genügend Impfstoff gibt, und nur die Ü 80er geimpft werden , kommen ganz wenige Menschen dorthin, wenn die überhaupt dorthin kommen.

  2. Moin,
    Sehr schön zu sehen, dass unser Impfzentrum in Bergisch Gladbach in den Startlöschern steht.
    Natürlich hat der normale Bürger fragen. Die erste Frage die sich stellt ist:
    Wie kann man unter den aktuellen Hygenevorschriften 1000 bis 2000 Menschen am Tag impfen ?
    Ich meine selbst wenn es Theoretisch 10 Stunden geöffnet hat und die Termine aufeinander abgestimmt wären….. Man bedenke, dass jeder Bürger noch vorher und nachher betreut wird…. und man bedenke die schmalen Rolltreppen…. na das kann ja was werden…… ZWINKER. KOPFSCHÜTTEL

    Die zweite Frage die sich mir sofort stellt ist, warum Herr Berk, der Ärztlicher Leiter des Impfzentrums ist, anscheinend mit dem Umgang mit der FFP-2 Maske nicht vertraut zu sein scheint. So kann man ja tatsächlich mehrmals im Video seine Nasenlöscher sehen…..
    Beweis: Minute 3:31

    Die Masken heißen MUND und NASEN-Schutz.

    Die nächste Frage ist natürlich wie die Abfallentsorgung dieser Medizinischen Gerätschaften organisiert ist ?

    Wir werden bald alle Geimpft. Denn letztenendes können wir die Pandemie NUR MIT EINEM IMPFSTOFF bewältigen.

    In dem Sinne:
    Bleibt Gesund :)

    Fabian Bosbach (Pseudonym)