Ist das Leben in Bergisch Gladbach für alle Kinder gleich? Natürlich nicht! Haben alle Kinder in unserer Stadt die gleichen Chancen? Leider nicht! Haben alle Kinder die gleichen Rechte? Ja! Fug und Janina machen sich diesmal in ihrer Kolumne Gedanken darüber, was Kinderrechte mit Gerechtigkeit zu tun haben.

Der aufmerksame in-gl.de-Leser hat es sicher schon mitbekommen: Fug und ich engagieren uns gemeinsam mit der Katholischen Jugendagentur Köln für die Stärkung der Kinderrechte. Diese von den Vereinten Nationen ausgearbeiteten Rechte wurden 1989 als UN-Kinderrechtskonvention angenommen und von allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet – mit Ausnahme der USA.

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Verrückt, dass sogar der Vatikanstaat unterschrieben hat, aber nicht das Land, aus dem ein Großteil der Helden stammt, die sich unsere Kinder regelmäßig als Cartoons oder Filme ansehen. Aber das nur am Rande!

Wir haben nämlich darüber nachgedacht, was Kinderrechte eigentlich mit Gerechtigkeit zu tun haben. Bringen diese Rechte wirklich gleiche Chancen für alle Kinder? Wir denken, dass sie ein großer Schritt für mehr Gerechtigkeit sind und unbedingt mehr in den Fokus gerückt werden sollen!

Kinderrechte ins Grundgesetz!

Denn hier kommt das große ABER: Die Kinderrechte bringen nur etwas, wenn sie auch durchgesetzt werden (können). Deshalb wünschen wir uns – wie übrigens auch andere Organisationen für das Kindeswohl, wie z.B. das Deutsche Kinderhilfswerk, dass die UN-Kinderrechtskonvention auch Teil unseres Deutschen Grundgesetzes wird.

Bis es so weit ist, versuchen wir, die Kinderrechte bekannter zu machen: bei Kindern, Eltern, Lehrern, Politikern – überall dort, wo Kindeswohl Thema sein sollte.

Was ändert sich für Kinder in Bergisch Gladbach, wenn wir die Kinderrechte konkret umsetzen? Die gute Nachricht ist: Es werden schon einige Kinderrechte umgesetzt! Aber da ist noch Luft nach oben.

Alle Kinder dürfen bzw. müssen in Bildungseinrichtungen gehen, es wird viel getan, um junge Menschen in Ausbildung und Beruf zu bringen. Es gibt Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten (auch kostenlos) und eine gute medizinische Versorgung. Das alles sind öffentliche Umsetzungen der Kinderrechte, die grundsätzlich für alle gleich sein sollen.

Hinweis der Redaktion: Diese Kolumne erscheint ab sofort regelmäßig im neuen Familien-Newsletter von Laura Geyer des Bürgerportals. Hier können ihr euch anmelden, wenn ihr nichts verpassen wollt, „was Familien in GL wissen müssen“.

Können aber alle die Möglichkeiten auch gleich nutzen? Nein, denn es macht einen Unterschied, ob Kinder zu Hause bei den Schulaufgaben unterstützt werden, ob sie gut Deutsch sprechen, ob sie vielleicht gerade erst nach Deutschland gekommen sind.

Das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen sollte für alle Kinder gelten – egal woher. Es ist auch fraglich, ob das Recht auf Gleichbehandlung durchgesetzt wird, das sich auf Geschlecht, Herkunft und Religion bezieht. Behandeln wir jedes Kind gleich?

Viele Kinderrechte beziehen sich auf das Leben innerhalb der Familie: Gewaltfreie Erziehung, Privatsphäre, elterliche Fürsorge, besondere Betreuung bei Behinderung. Da hilft es sicher, wenn wir uns innerhalb der Stadt weiter vernetzen und gegenseitig unterstützen, denn als Familie ist man ja ohnehin schon ziemlich ausgelastet.

Richtige Gerechtigkeit gibt es wohl auch mit den Kinderrechten nicht, aber durch sie werden Kinder gestärkt. Das wünschen wir uns: Starke Kinder, die sich auch auf ihrem weiteren Lebensweg für Gerechtigkeit einsetzen.

PS: Starke Kinder gibt es übrigens auch hier zu sehen: Im Video zu unserem Kinderrechte-Song „Wir sind Kinder mit Recht“!

Wer uns helfen möchte, Kindeswohl zu unterstützen, kann bei uns den Song als CD kaufen. Oder auch bei der KJA Köln. Die Einnahmen gehen zu 100 % an den Kinder- und Jugendhilfefonds der KJA Köln.

Mehr Infos auf unserer Homepage: www.fug-und-janina.de

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Fug und Janina: „Kinder haben Recht“

Sie sind nicht nur Musiker, Entertainer, Schauspieler – als offizielle Botschafter der Katholischen Jugendagentur Köln setzen sich Fug und Janina auch für junge Menschen in Not und Kinderrechte ein. Pünktlich zum Weltkindertag am 20.9. haben sie jetzt gemeinsam mit Schulkindern das Lied „Wir sind Kinder mit Recht!“ aufgenommen. Die Ziele sind hoch gesteckt: Kinderrechte sollen…

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Kreative und Corona: „Kein Auftritt – keine Gage!“

Sie singt u.a. im Chor der Oper Köln, er kann die Drei-Groschen-Oper auswendig. Im TV sind sie u.a. bei „Wissen macht AH!“ zu sehen. Als Duo „Fug und Janina“ kämpfen Fulgencio Morente Gómez und Janina Burgmer mit der Pandemie. Denn Live-Aufritte sind nach wie vor dünn gesät. Und öffentliche Hilfe für Künstler schwierig.

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Fug und Janina

Janina Burgmer und Fug Morente Gómez sind Musiker, Entertainer, Schauspieler – und setzen sich als offizielle Botschafter der Katholischen Jugendagentur Köln für Kinderrechte ein. Sie finden Sie auf fug-und-janina.de

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