Alte Buchen, Eichen, Kiefern und ökologisch wertvolles Totholz prägen den Wald

In einer Stellungnahme zur geplanten Feuerwache in einem Zipfel des Königsforst bekräftigt der (Rheinisch-)Bergische Naturschutzbund seine Kritik an der Auswahl des Standorts in Frankenforst, die geplante Rodung des Waldes und den tiefen Eingriff in das Gelände. Zudem weise die Planung gr0ße Mängel. Insgesamt nennt der RBN zehn Argumente.

Im Rahmen der frühzeitige Beteiligung zum Bebauungsplan Nr. 6443 – Feuerwache Süd – und Flächennutzungsplanänderung Nr. 003/6443 – Feuerwache Süd – geben wir als (Rheinisch)-Bergischer Naturschutzverein (RBN) in Vertretung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) und des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) als LNU- Mitgliedsverbände folgende Stellungnahme ab:

  1. Den Standort in einem Restbestand des Königsforsts in Frankenforst lehnen wir ab. Für uns sind die Argumente, die nach Prüfung von rund 20 Alternativen ausgerechnet für einen Waldbestand mit grundsätzlich hochwertiger ökologischer Ausstattung sprechen, nicht nachvollziehbar. Bereits vor einem Jahr haben wir als Mitglied des Bündnis Heideterrasse in einer Expertise auf die besonderen Lebensraumtypen hingewiesen. An den Aussagen hat sich nichts geändert.

    Die von der Verwaltung selbst gesetzten Prämissen der durchgeführten „Alternativenprüfung“ von potenziellen Standorten ist hinsichtlich der Flächenbewertung und Flächenverfügbarkeit nicht nachvollziehbar und werden im Ergebnis abgelehnt.
  2. Der Standort stößt bei uns auch auf Ablehnung, weil er Bestandteil der Bergischen Heideterrasse ist mit einem besonderen Untergrund aus Kiesen und Sanden sowie einem hoch anstehenden Grundwasser. Um einen Gebäudekomplex mit vier Geschossen – bis zu 17 Meter hoch – aufzunehmen, bedarf es einer mehr als aufwändigen Gründung.

    Damit wird in großem Stil in eine gewachsene Bodenstruktur eingegriffen, die durch die komplette Rodung des Geländes (mit Ausnahme der Engstelle zwischen Autobahnauffahrt und Frankenforster Straße) weitgehend zerstört wird, was nicht ohne Auswirkungen auf die Umgebung bleiben wird. Dazu sind bisher keine Aussagen getroffen worden. In diesem Zusammenhang ist auch nicht nachvollziehbar, dass noch keine Aussagen zur geplanten Entwässerung getroffen werden.

    Die Aspekte Vegetation, Boden und Wasser sind im höchsten Maße klimarelevant. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die eigene Zielstellung der Stadt Bergisch Gladbach bei Klimaschutz und Klimaanpassung sind weder die Planung an sich noch die mangelhafte Auseinandersetzung mit den gravierenden und nicht ausgleichbaren Auswirkungen auf die genannten Umweltgüter akzeptabel.
  1. Es liegt kein landschaftspflegerischer Begleitplan vor. Somit gibt es keine naturschutzfachlichen Informationen zu den konkret vorgesehenen Eingriffen und Maßnahmen durch die Planung.

    In der Artenschutzprüfung I lautet der erste Satz der Zusammenfassung: „Durch die Einrichtung einer Feuerwache, Frankenforster Straße, Bergisch Gladbach kann es unter Umständen zu einer Auslösung der Verbotstatbestände nach § 44 Abs.1 BNatSchG kommen.“ Dieser gravierende Widerspruch zur Planung wird in den vorliegenden Unterlagen nicht aufgegriffen und kann aus unserer Sicht auch nicht aufgelöst werden.
  2. Das Waldstück als Bestandteil eines Waldstreifens zwischen BAB 4 und Frankenforster Straße erfreut sich aufgrund der Nähe zur angrenzenden Wohnbebauung als Naherholungsgebiet großer Beliebtheit. Wald an dieser Stelle erfüllt nicht nur die Funktionen als Lärmschutz, Wasserspeicher, Temperatursenke, CO2-Speicher, sondern vor allem der Naherholung und damit des Aufenthalts in der Natur, der bekanntlich gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie erhebliche Bedeutung erlangt hat.

    Das Naturerleben im unmittelbaren Umfeld hat in den letzten Jahren, insbesondere auch bei jüngeren Generationen, einen neuen Stellenwert erlangt, der auch vor dem Gesichtspunkt, Heimat verstärkt wahrzunehmen und zu nutzen, zu sehen und zu bewerten ist.
  3. Die im Vorentwurf des Umweltberichtes zur Flächennutzungsplanänderung prognostizierte mittlere Auswirkung auf das vorhandene Ortsbild kann nicht nachvollzogen werden. Ein bis zu 17 Meter hoher Baukomplex an dieser Stelle stellt einen gewaltigen Eingriff in das Landschaftsbild dar, das bisher von Waldkulissen geprägt ist. Die bestehenden randlichen Grünstrukturen sind bei Weiterverfolgung der Planung zur Schonung des Landschaftsbildes möglichst weitgehend zu erhalten.
  4. Der Standort hat den weiteren Nachteil, dass der massive Eingriff mit der nahezu vollständigen Rodung des Geländes in seiner Qualität nicht ausgleichbar ist – erst recht nicht an Ort und Stelle.

    Die zu fällenden Bäume in beispielsweise einem Verhältnis von 1:3 an anderer Stelle wieder aufzuforsten, nehmen der jetzt lebenden Generation ein intaktes Waldgebiet, das ihr sowie den nächsten folgenden Generationen erst nach etlichen Jahrzehnten einen intakten Waldbestand beschert.

    Ob die dann angepflanzte Variante (mit welchen Bäumen?) aufgrund des Klimawandels mit Dürre, langer Trockenheit, hohen Temperaturen und Starkregenereignissen überhaupt in der Lage ist, den entsprechenden Ausgleich zu schaffen, ist nach heutigen Erkenntnissen mehr als zweifelhaft.
  5. Deshalb lehnen wir eine ausladende Neuaufforstung bei Voislöhe oder wo auch immer im östlichen Stadtgebiet ab, da es sich um einen rein quantitativen Kompensationsversuch handeln kann. Hier aber geht es darum, qualitativ einen Ausgleich zu schaffen und zwar dort, wo den Menschen mit ihrem gewohnten Waldumfeld etwas demnächst fehlt.

    Also plädieren wir für einen Ausgleich in unmittelbarer Nähe mit Aufwertung der angrenzenden Wohngebiete durch eine Stärkung der Biodiversität und des Naturerlebens – das kann beispielsweise durch neue großkronige Bäume oder über Blühwiesen geschehen. Dies trägt insgesamt zur Klimanpassung bei.
  1. Die Absicht, einen abgestorbenen Fichtenwald in einen Laubmischwald umzuwandeln, ist grundsätzlich zu befürworten. Was sich dort entwickelt, kann nur hypothetisch beantwortet werden (s. Punkt 4). Den Menschen im Bereich Frankenforst/Refrath wird das als Ersatz für das, was bei ihnen wegfällt, bei weitem nicht ausreichen geschweige denn eine Entschädigung sein.
  2. Wiederholt haben wir darauf hingewiesen, dass der gesamte gleichfalls bewaldete Bereich zwischen der Autobahnauffahrt Bensberg und dem Technologiepark im noch gültigen Regionalplan als Fläche für Industrie und Gewerbe ausgewiesen ist. Die RVK nutzt den östlichen Abschnitt, um dort einen „grünen“ Mobilhof zu erstellen. Wenn dort in so einem erheblichen Maße die Landschaft umgegraben wird, stellt sich die Frage, warum dann nicht auch dort eine Feuerwache ihren Standort finden kann.

    Der Eingriff dort durch den „grünen“ Mobilhof ist so gewaltig, dass nur noch ein Restbestand an Bewaldung übrig bleibt – im Königsforst aber müsste nicht angetastet werden. Außerdem liegt mit der Ausweisung im Regionalplan die landesplanerische Anpassung vor – es könnte direkt der FNP geändert und parallel ein Bebauungsplan aufgestellt werden.
  3. Wenn seit 20 Jahren nach einem Standort gesucht wurde, bleibt weiterhin zu fragen, warum es eines aufwändigen Verfahrens zum Flächennutzungsplan bedurfte, um – nachdem er endlich durch die Stadtrat beschlossen und von der Bezirksregierung genehmigt wurde – ihn gleich mit zwei äußerst schwierigen und problematischen Vorhaben wieder zu ändern.

    Welchen Stellenwert hat vor diesem Hintergrund die weitreichende Stadtplanung, wenn, wie im Falle der Feuerwache, diese Problematik nicht über den FNP angegangen wurde? Auf diese Weise ist einem Verbrauch noch freier Flächen, der ja gerade begrenzt werden sollte, Tür und Tor geöffnet.
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RBN

Der (Rheinisch-) Bergische Naturschutzverein ist seit 1975 die Stimme des Naturschutzes im Bergischen Land. Ursprünglich entstanden aus einer Bürgerinitiative engagieren sich Ehrenamtler quer durch das Bergische Land für den Schutz von Natur und Landschaft. Kontakt: info@bergischer-naturschutzverein.de

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22 Kommentare

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  1. Das Gefahrenkataster verlangt nach zwei Feuerwehrstandorten!

    Gute Kenntnis der Örtlichkeit lässt einen erschrecken bei der Wahl des favorisierten Groß-Standortes für die Feuerwehr. Dafür liefern Politik und die Feuerwehr selbst das Argument, ohne allerdings daraus die Konsequenzen zu ziehen. Der Politik scheint der Groß-Standort für die neue Unterkunft im Frankenforst wichtiger als die Berücksichtigung eines aktuellen Gefahrenkatasters.

    Die Feuerwehr zieht weg von den Hauptrisikoobjekten.

    Den qualitativ sehr unterschiedlich zu bewertenden Gefahrenobjekten wird man mit Flächenfarben nicht gerecht, insbesondere wegen der häufig schwierigen Topografie auf dem Berg, das mag 2014 noch gereicht haben. Diese Investition sollte aber zukunftsbezogen sein.

    Auf dem Berg ist wegen der Größe der Risiken jedes einzelne Objekt zu betrachten und die Häufung von Risiko- oder Gefahrenobjekten mit ihrer Lage im Stadtteil nach Kriterien zu bewerten. Kenner der Örtlichkeit können dieses Argument schnell nachvollziehen. Auch Einsatzbeispiele könnten herangezogen werden.

    Mit Technologiepark, dem Rehazentrum, dem Krankenhaus, dem Kardinal-Schulte Haus, der Hochhausbebauung am Bockenberg, den vielen auch neu entstandenen Altenheimplätzen, den Kitas, Hotels, Schulen, Rathaus, Schloss Bensberg mit Residenz und Burg, alles das liegt auf dem Berg, diesseits der Linie 1 an der Kölner Straße.

    Eines der Hauptargumente für die Wahl des Standortes im Frankenforst war damals die Straßenbahn Querung der Linie 1 an der Kölner Straße, was nach Angaben der Feuerwehr + 2 Minuten Wartezeit bedeutet bis zum Einsatzort, dem äußersten und dünner besiedelten Gelände in Lustheide, wo es in Refrath auch noch einen Feuerwehrstandort gibt.

    Allerdings gilt dieses Argument + 2 Minuten gleichermaßen auch in umgekehrter Richtung und dort liegen bergauf geballt die Gefahrenobjekte mit teils schwieriger topografischer Erreichbarkeit.

    Auch bietet die Fahrt über die Autobahn dafür keine Kompensation an, da die Linienführung der Autobahn von Moitzfeld nach Köln zu den schlecht erreichbaren Gebieten in Lustheide hinführt, während aber von Frankenforst in Richtung Moitzfeld die Linienführung der Autobahn A 4 von der Ansammlung der Gefahrenobjekte auf dem Berg wegführt. Die Erreichbarkeit von Gefahrenobjekten über die Autobahn ist also nach Umzug deutlich verschlechtert.

    Und wenn es dann auch noch einen alternativen Standort gibt, dann kann es nur eine politische Entscheidung sein, einen Groß-Standort für die Feuerwehr im Frankenforst durchzusetzen, bei dem Werbeaufwand.

    Es geht eben nicht nur um Bäume oder Grundwasser oder Heideterrasse.

    1. Größere Risiken sind durchaus auch unterhalb der Linie 1 anzutreffen und vom Standort Refrath aus umständlicher zu erreichen. Dazu zählt das Gewerbegebiet zwischen Kölner Straße und A4 ebenso wie Alt-Frankenforst oder die stark verdichtete Wohnbebauung rund um die Beethovenstraße.

  2. Ja, auch der RNB zeigt sich der Gefahr unterlegen, zur Durchsetzung seiner Meinung wenig nachvollziehbare Gründe einzusetzen. Das beginnt in diesem Artikel mit dem Bild, unter dem von „Alten Buchen, Eichen und Kiefern“ geschrieben wird. Ist das ein Suchbild? Wo sind denn Buchen und Eichen und wenn da ein paar dünne Bäumchen dieser Arten stehen, wieso bezeichnet man sie als alt? Und wozu die Stellungnahme, ist das Projekt längst verabschiedet und vom Rat genehmigt. Hätte der RNB im Verlauf der Diskussion vielleicht stärker auftreten müssen, hätten Einzelne ihre Behauptung, sie hätten was im Hinterhalt, was die Feuerwehr an dieser Stelle unmöglich machen würde, an die Öffentlichkeit bringen sollen?

    Hätte, hätte, Fahrradkette, hier wird über Fakten gestritten, die nicht zu ändern sind, vergebene Müh und Zeit. Allerdings sollten gewisse Schreiberlinge, unverbesserlich ihre Pseudonyme nutzend, mal ihren Text lesen, vielleicht auch 2 oder 3 mal, bevor sie ihn abschicken. Vielleicht fält ihnen dann auf, wie arm das ist.

  3. … und ist die Feuerwache erst mal da, wird man feststellen, dass der Lärmpegel wegen der Autobahn den Feuerwehrleuten, die dort ihren Arbeitsplatz (und auch Schlaplatz?) haben, nicht zuzumuten ist (und das stimmt auch), da gibt es bestimmt Vorgaben „Lärmimmission am Arbeitsplatz“. Vielleicht muss dann auch mal die Autobahn ausgebaut werden oder so. Dann ist das Geld in den Wirtschaftskreislauf gegangen, und man sucht einen neuen Standort. Das Spiel beginnt dann von Neuem mit allen berechtigten und unberechtigten „Fakten“, aber bekanntlich nicht mit neuen Ideen. Man wird dann wieder vor die Mauer laufen wie all die Jahre mit so vielen Dingen, aber die, die aus Fehlern lernen könnten sind schon lange abgewählt, pensioniert oder habe aufgegeben. Ein Frage noch: wird der Notarzt denn da überhaupt untergebracht oder sind es nur die Rettungssanitäter?
    Die Diskussion hier ist lustig.

    1. Kann gar nicht sein. Die Feuerwehrleute stehen dann doch in einem äußerst „beliebten Naherholungsgebiet“, sobald sie aus der Tür treten …

      Außerdem gibt es Lärmschutzfenster, damit ausgestattet wohnen nicht wenige Leute sogar in Einflugschneisen.

  4. Wir als Bürger sollten froh sein, solch engagierte und uneigennützige, fachlich kompetente Menschen zu haben, wie im RBN, selbst wenn es um die offensichtlich politisch unantastbaren Standort-Wünsche der Feuerwehr geht.

    Wenn schon kein Vertrauen in diejenigen besteht, die sich über viele Jahre fachlich mit den gefragten Themen der Ökologie auseinandergesetzt haben, dann aber bitte mehr Zeitaufwand in eigenen Wissenszuwachs, anstatt in blindwütige Formulierungen.

    Die Waldzustandsberichte der letzten Jahre stehen dafür zur Verfügung und geben einiges her an wissenswertem und richtungweisendem. Wer dann Bäume am Kreisel pflanzt und meint das sei Wald, aber gleichzeitig 11 000 m² Wald innerstädtisch abholzt, der sollte nochmals nachlesen.

    https://www.mlv.nrw.de/themen/forstwirtschaft/wald-und-klima/

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen, jeder gesunde Baum der stehen bleibt ist besser als ein neu gepflanzter Baum und jeder neu gepflanzte Baum ist ein Gewinn.

  5. „erfreut sich (…) als Naherholungsgebiet großer Beliebtheit“ – bei solchen Formulierungen hört man förmlich, wie sich die Balken biegen. Da kommt einem doch die Frage in den Sinn, ob der ganze Rest nicht ebenso – um es mal vorsichtig auszudrücken – zusammengeflunkert ist.

  6. Die meisten kritischen Kommentare zu den sachlichen Argumenten des RBN gegen den Standort der neuen Feuerwache diskreditieren sich offenkundig selbst.

    Anstatt mit Gegenargumenten sachlich zu diskutieren, wird gegen den RBN unter der Gürtellinie offensichtlich „hasserfüllt“ polemisiert. Wenn man keine überzeugenden Argumente hat, desavouiert man die Anmerkungen eines seit langem engagierten Vereins als „Quark“ und hat es natürlich auch nicht nötig, sich mit Namen zu seinen Äußerungen zu bekennen. Haben „DT“, Jörg H. oder „Schildgen“ keinen Mut, zu ihrer Meinung zu stehen? Wie schade und wie wenig überzeugend!

    Es ist billig, die „RBN-Clique und deren Anführer“ als realitätsfern und besserwisserisch zu beschimpfen, wenn man keine anderen Argumente vorbringen kann. Der RBN hat in den letzten 40 Jahren mehr zur Gestaltung der Zukunft und zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen beigetragen als Bürger, die in diesem Forum den Klimaschutz als unwichtig bezeichnen und ihn gegen die Notsituationen ausspielen, um die sich Feuerwehr und Rettungsdienste kümmern!

    Beides ist immens wichtig – das weiß auch der RBN, der natürlich nichts gegen eine neue Feuerwache hat und sich seit Jahren mit realistischen Vorschlägen für eine gute Lösung einsetzt. Natürlich ist das „reine Ideologie“ und man sollte doch nicht immer wieder „das Thema Klima raushauen“!?

    Kommentatoren, die mit „Hundehaufen“ argumentieren, um den Sinn des RBN infrage zu stellen, können nicht ernst genommen werden!

    1. Doch: Die Hundenhaufen-Erwähnenden haben Recht!

      Es ist absolut nichts schönes an dieser Stelle zu entdecken. Der Königsforst wurde bereits mit dem Zubringer und der Autobahn zerschnitten. Diese bestehende Restfläche als schützenswerte einzustufen, ist extrem merkwürdig.

      Man sollte ehrlich sein: „Wir wollen dort keine Feuerwehr, weil die zu Ruhestörungen führt“ wäre die eigentlich richtige Aussage.

      1. Dies ist genau der Punkt!

        Genau wie bei der Windkraft. Alle wollen sie, aber nicht vor der eigenen Haustür.
        Notfalls hat dort der Feldhamster gerade eine Familie gegründet.

    2. Herr K.vom Hofe , wie gut und richtig , dass SIE sich tapfer gegen gewohnt-anonymen (!) Shitstorm und Gehässigkeiten entgegenstemmen. Je niveauloser und unsachlich wütender, desto anonymer.

      Aber es gibt auch sachliche Gegenargumente und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die (natürlich UNVERZICHTBARE !) Feuerwehr eine bessere Lobby hat als der Klimaschutz. Aber -jetzt werde ich mal ironisch :-) – es soll ja einen „Ausgleich“ in Form von Bepflanzungen in Herkenrath geben.

      Wie riesig müsste diese Fläche dort sein, wenn es ein wirklicher AUSGLEICH wäre.

  7. Diese Argumente:

    „als Naherholungsgebiet großer Beliebtheit“, loll. In diesem Dreiecke BAB 4, Frankenfosrtser Straße/ Kölner Straße ist es höllisch laut, da verbringt niemand freiwillig seine Zeit. Große Beliebtheit entdecke ich dort nur bei Autofahrer*innen mit dringendem Bedürfnis nach Stuhlgang (Unmengen an benutztem Klopapier) oder „Pärchen“, man versteht…

    „Durch das Fehlen weniger alter Buchen am Rande einer Durchgangsstraße ist der Lärmpegel danach einige Straßen entfernt deutlich hörbarer geworden“. Quark, dazu gibt es zahlreiche Untersuchungen (müssen Sie sich aber selbst raussuchen). Das Laub schluckt so gut wie keinen Lärm. Die Wahrnehmung beruht auf rein psychologischen Effekten (Laub da, Laub weg).

    „entdeckt man nun dieses Stückchen ungepflegten Wald direkt an der Autobahn als ganz großes „Erholungsgebiet“.“ Ja, das sehe ich auch so. Was auf einmal alles attraktiv wird…sogar dieses verlotterte Eckchen.

    Die einzige Kritik die ich akzeptieren würde wäre die Sorge um die Feuerwehrleute, die diesem Lärm ausgesetzt sind.

  8. Es ist doch zu „schön“, dass man sich in diesen unruhigen und eigentlich dynamisches Agieren erfordernden Zeiten wenigstens auf die RBN-Clique und deren Anführer verlassen kann. In dem „Vereinchen“ manifestieren sich Realitätsverweigerung, Negierung jedweder Gestaltung der Zukunft und Ablehnung der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen.

    Der/n RBN trägt für nichts Verantwortung, weiß alles besser und ist schlicht gegen alles. Wenn es nach diesen/m Typen ginge, würde meine Mutter sagen, säßen wir immer noch auf Bäumen. Unfassbar, die bewaldete „Verkehrsinsel“, auf der die neue Feuer- und Rettungswache (FRW) nach jahrelangen Untersuchungen und Abwägungen des gesamten südlichen Stadtgebiets einzig einsatztaktisch geeignet angesiedelt werden kann, als einzigartig und unverzichtbar zu stilisieren.

    Um als „Pseudo-Lösung“ auf das nachweislich ungeeignete, weil flächenmäßig zu kleine und geometrisch ungeeignete Hanggrundstück am Technologiepark zu verweisen. Darauf könnte man auch selber kommen, wenn man die Anforderungen an die neue FRW und das aus diesen abgeleitete Raumprogramm der neuen FRW lesen wollte und verstehen würde.

  9. Aus meiner Sicht können wir BürgerInnen froh sein, dass der RBN kritisch auf dieses Projekt guckt. Die Mehrheit in unserem Stadtrat wird dies sicherlich kaum tun. Die Planung der Feuerwehr in Frage zu stellen wäre für die meisten zu wenig populär.

    Dabei geht es ja nicht darum, die Notwendigkeit der neue Feuerwache Süd in Frage zu stellen.

    Vielmehr wird versucht, den Aspekten von Klima- und Artenschutz als Rahmenbedingung für dieses Bauprojekt Rechnung zu tragen. Aspekte, die in den Reden unserer PolitikerInnen landauf und landab eine entscheidende Rolle spielen, in den Entscheidungen aber leider kaum.

    Wenn man sich darüber hinaus vor Augen führt, dass die in Frankenforst geplante Wache inzwischen in der Fläche (=Rodungsfläche Wald) das 4-5-fache und beim umbauten Raum das 5-10-fache der heutigen Wache betragen soll, dann hat das Projekt gegenüber dem Start in 2021 ohnehin jedes Maß einer für Bensberg notwendigen Feuerwache verlassen. Die jüngst angedachte Version, die sog. „Hof-Lösung“ wird die geplante Lösung dabei wohl noch einmal mehr vergrößern.

    Ich würde mich über eine kritische Diskussion im Stadtrat freuen, die diese Art der Verselbständigung der Planung einmal in Frage stellt. Sie sollte auf das Ziel, den notwendigen Ersatz der heutigen Wache, zurückführen.

    Dies würde dem Klima, der Natur und den Menschen in jedem Fall nutzen – bzw. weniger stark schaden. Es wäre bautechnisch einfacher zu handhaben, und es gäbe weniger zu kompensieren – ohne an Sicherheit in Bensberg zu verlieren.

  10. Eigentlich keine schwere Rechnung.
    Der Wald, die Bäume werden entnommen.
    Um die vergleichbare Leistung des Ökosystems für Lärmschutz, Sauerstoff, Kühlung, Wasserhaushalt, CO2 Speicher etc. zu erhalten braucht es die vergleichbare Bio Masse vor Ort. Nicht eine Pflanzung irgendwo mit vergleichbarer Leistung erst in Jahrzehnten. Ansonsten fehlen diese Leistungen netto. Und die Frage bleibt wie Ernst es der Stadt mit Klimaschutz und Prävention wirklich ist.

    1. Die Frage, die sich hier stellt: Ist Ihnen der Klimaschutz im Moment wichtiger als die Feuerwehr vor Ort?
      Hoffe ja nicht, das Sie mal die Feuerwehr oder einen Notarzt brauchen.
      Wenn man ernsthaft dieses Wäldchen mit Naturschutz deklarieren möchte, stellt sich mir nicht nur in diesem Falle die Frage nach dem Sinn des RBN….

      1. Ein konstruierter Widerspruch.
        Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Klimaschutz und Feuerwache. Es gibt Alternativen. „Wäldchen“ eine Verniedlichung ähnlich wie „Forst“ ?

    2. Aus eigener Erfahrung:
      Durch das Fehlen weniger alter Buchen am Rande einer Durchgangsstraße ist der Lärmpegel danach einige Straßen entfernt deutlich hörbarer geworden.
      Die Straße ist gefühlt näher gerückt. In Bezug auf die A4 in Refrath kann ich mir diesen Effekt sehr gut vorstellen. Die Autobahn kann ohne den Puffer des Waldes in der Ortsmitte verstärkt wahrnehmbar werden.

      1. Ich wohne in Kippekausen und genau zu sein An der Wallburg und das erst seit einem Jahr.(zuvor über 25 Jahre in Herkenrath). Ich kann die A4 nachts bei offenem Fenster hören ja das stimmt, aber lieber höre ich die A4 als das wenn es brennt ich nicht weiss ob die Feuerwehr schnell genug da ist um das allerschlimmste zu verhindern. Oder gar der Notarzt. Die Wache in Moitzfeld ist sehr in Jahre gekommen und die Jungs und Mädels haben es verdient ein neues Quatier zu bekommen. Sie sind für unsere Sicherheit da, setzen IHR EIGENES LEBEN aufs Spiel, um uns zu retten oder helfen wenn wir in größter Not sind.

        Und ich denke jeder sollte da mal drüber nachdenken, als immer wieder dieses Klima Thema rauszuhauen und um ein Paar Quadarthmeter Wald zu Kämpfen wo mehr Totholz liegt als alles andere(Ich Fahre dort jeden Tag dran vorbei).

        Ich kann nur hoffen das all die, die am lautesten gegen den Bau dieser Wache schreien, Nie aber wirklich NIE in die Situation kommen das sie die Hilfe der Feuerwehr oder Norarzt brauchen. Und wenn doch sich vielleicht in sich kehren und im tiefsten inneren DANKE sagen, das ihnen geholfen wurde in ihrer größten Not, von jemanden der sein eigenes Leben dafür bereit war zu opfern. Und das sollte jedem mal als Gedanke in den Kopf gehen und wieder mit ein bisschen mehr Menschenverstand durch die Welt gehen, als jedes mal seinem Idologischen Weltbild zu folgen was jeder gern haben darf und soll, aber nicht jedem aufgedrängt werden muss, nur weil man anderer Meinung ist.

        Und nun darf gerne weiter gehetzt werden über diesen Kommentar oder meine Person, weil das können wir in diesem Land mittlerweile sehr gut.

  11. Ich bin selber ein sehr naturverbundener Mensch, dem die Natur schon häufig auch in Krisen wieder Kraft gegeben hat.
    Vor Jahren hatte ich einmal vor, mich evtl. als “ Rentner “ im RBN zu engagieren.
    Aber je näher man sich mit diesem Verein beschäftigt, umso größer der Bogen, den -ich -um diesen Verein mache.
    Zur Not wird man schon irgendwo an der A4 und Frankenforster Str. noch einen ganz seltenen Hundehaufen im Gebüsch entdecken und die Gerichte damit beschäftigen.
    Furchtbar!
    Statt dankbar zu sein, dass eine moderne Rettungswache in die Nähe kommt, welche Leben und Existenzen rettet , entdeckt man nun dieses Stückchen ungepflegten Wald direkt an der Autobahn als ganz großes „Erholungsgebiet“.
    Und ja, ich wäre auch für den Standort Technologiepark. Im Notfall entscheidet jede Minute und da wäre man, egoistisch von mir gedacht, halt schneller bei uns;-).

    Aber ich meine, am Technologiepark letztens auch einen ganz ganz seltenen Käfer gesehen zu haben……..

    1. Danke Walther,

      spätestens ab Punkt 4 habe ich mit dem Lesen aufgehört.
      Natürlich sollte jeder Eingriff in die Natur abgewogen werden, aber wir reden hier von einem Stück Wald zwischen einer Autobahnauffahrt und zwei stark befahrenen Straßen, welcher vermutlich derzeit auch als Müllkippe der Autofahrer herhalten muss.

      Die Feuerwehr hat einen ordentlichen Standort dort verdient.