Die Zentralwerkstatt auf dem Zanders-Areal. Foto: Thomas Merkenich

Die Projektgruppe Zanders-Areal bietet ab dem März 2024 neue Termine für Führungen über das Gelände an. Das bereits bekannte Angebot an Rundgängen wird dabei um zwei neue Routen erweitert. Dabei geht es in die Geschichte der Papierproduktion sowie der Unternehmerfamilie Zanders. Auch in einer barrierefreien und familienfreundlichen Variante.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Seit 2021 bietet die Projektgruppe Zanders-Areal regelmäßig öffentlichen Rundgängen über das Areal an. Dieses Angebot wird zwischen April und Oktober um eine zwei neu konzipierten Themenführungen erweitert, auf deren Route unter anderem auch die Innenräume verschiedener Denkmäler besichtigt werden.

Auf eine Spurensuche in die Geschichte der industriellen Papierproduktion können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Dr. Sabine Schachtner begeben. Die ehemalige Leiterin des LVR-Industriemuseums Alte Dombach führt unter anderem durch den Holländersaal sowie das Denkmal-Ensemble aus Kalandersaal, Sortiersaal und Lagerhochhaus. Unter dem Titel „Historische Spurensuche – Papierproduktion auf Zanders“ findet die erste Führung am 8. April 2024 statt.

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Ein Koloss für eine Milliarde D-Mark

Die Papiermaschine PM 3 steht für Superlative. Sie ist gigantisch, ihre Halle ist halb so groß wie der Kölner Dom, pro Minute spuckt sie genug Papier aus, um ein Fußballfeld zu bedecken. Vor 33 Jahren markierte sie den Übergang des Familienunternehmens Zanders zum internationalen Konzern – und damit auch den Anfang des Untergangs. Im zweiten Teil der Zanders-Serie schauen wir uns die Geschichte von Gebäude und Maschine an, bevor der Koloss in seine Einzelteile zerlegt wird.

Eine barrierefreie und familiengerechte Führung unter der Leitung von Stadtführer und Zanders-Kenner Hermann-Josef Rodenbach wirft einen genauen Blick auf die Bedeutung der Unternehmerfamilie Zanders für Bergisch Gladbach. Dabei führt der Rundgang unter anderem durch das 1905 errichtete repräsentative Verwaltungsgebäude, das ehemalige Maschinenhaus sowie den denkmalgeschützten Büstengarten. Unter dem Titel „Die Papierfabrik und die Familie Zanders“ findet die erste Führung am 22. April 2024 statt.

Beide Rundgänge wurden in ähnlicher Form bereits am Tag des offenen Denkmals am 10. September 2023 angeboten. Aufgrund der großen Resonanz und vielen positiven Rückmeldungen wurden die zwei Touren – vorerst temporär – ins reguläre Terminangebot aufgenommen.

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Böhms Kraftwerk und die Schornsteine

Die Papierfabrik ist Geschichte, doch von Zanders bleiben Erinnerungen und Baudenkmäler, die Teil des künftigen Zanders-Viertel werden. Das Bürgerportal schaut genau hin, was war und was ist – in Text und Bild. Zum Start der neuen Serie befasst sich Michael Werling mit dem von Domenikus Böhm gebauten Kraftwerk, ergänzt durch Fotos von Thomas Merkenich und Luftaufnahmen von Stefan Krill. Tauchen Sie ein, in die Geschichte der für Bergisch Gladbach so prägenden Fabrik.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich sowohl für die regulären Führungen über das Gelände als auch die beiden neuen Routen auf der Website der Stadt anmelden. Die Führungen starten jeweils montags um 16.00 Uhr. Treffpunkt ist das Pförtnergebäude am Eingang zum Zanders-Areal.

Sobald die jeweils 20 Plätze pro Termin vergriffen sind, besteht auch die Möglichkeit, sich per E-Mail (projekt-zanders-areal@stadt-gl.de) auf eine Warteliste eintragen, um über freiwerdende Plätze und weitere Termine informiert zu werden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Hallo, Herr Donner. Meine Erfahrungen sind anders. Das Bild ist nicht im Treppenhaus, sondern in einem Raum dahinter. Und der ist verschlossen. Es war auch schwer, einen Mitarbeiter zu finden, der das wusste. Und dann hat er unter Mühen eine Person gefunden, die den Schlüssel brachte, um den Raum, den sie übrigens selber dabei zum ersten Mal sah, aufzuschließen. Aber das kann man ja alles selbst ausprobieren.

  2. Was ist eigentlich am Tag des Offenen Denkmals mit den anderen Denkmälern der Stadt? Ist das denkmalgeschütze Wandgemälde im Stadthaus mit dem Titel “Lebensfreude” zugänglich? Ich fürchte, es bekommt niemand zu Gesicht, bevor das Gebäude abgerissen wird und das Denkmal im Nichts verschwindet.

    1. Das Stadthaus An der Gohrsmühle 18 ist an 5 Tagen pro Woche öffentlich zugänglich. Das Bild befindet sich im Treppenhaus.