Fünf neue Kitas sollten in Bergisch Gladbach im aktuellen Kindergartenjahr eröffnen und 333 Plätze entstehen. Die Neubauprojekte kommen langsamer voran als geplant, aus unterschiedlichen Gründen. Aber es gibt auch einige Fortschritte zu vermelden. Die Zukunft einer der geplanten Einrichtungen ist allerdings völlig ungewiss.
Schlagwort: Kita
ZAK erhält das Qualitätssiegel „Buch-Kita“
Das Familienzentrum ZAK hat die Jury von seinem besonderen Engagement für die frühkindliche Leseförderung überzeugt und wurde mit dem Siegel „Buch-Kita“ ausgezeichnet. Dahinter steht der tägliche Einsatz, um die Freude am Lesen zu vermitteln und das Sprachbewusstsein zu fördern.
Junge „Klima-Gang“ aus Herrenstrunden ausgezeichnet
Die AWO-Kita in Herrenstrunden hat als erste Kindertagesstätte im Rheinisch-Bergischen Kreis die Auszeichnung „KlimaKita.NRW“ durch das Land NRW erhalten. Die AWO hat sich das Ziel gesetzt, mit allen Einrichtungen bis 2024 klimaneutral zu sein – und dabei spielen die Kinder eine große Rolle.
„Rabe Kiki“ gibt Kindern und ihren Eltern mehr Zeit
Statt Öffnungszeiten zu kürzen, geht eine Kita in Frankenforst den umgekehrten Weg: Die Kinder werden dort bis 18 Uhr betreut – bislang einmal pro Woche. Das Modellprojekt könnte auf weitere Tage und Kitas in Bergisch Gladbach ausgeweitet werden. Dafür werden dringend Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren. Wir haben uns dieses revolutionäre Konzept angeschaut.
Eine Kita am Arbeitsplatz: So gelingt Vereinbarkeit
Job und Kinder unter einen Hut zu bringen, ist für Eltern oft ein Kraftakt. In Zeiten von Personalmangel und Notbetreuung mehr denn je. Eine familienfreundliche Firmenpolitik mit Teilzeit und Homeoffice versprechen inzwischen die meisten Arbeitgeber. Wir haben bei einigen großen Unternehmen nachgefragt, was sie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf konkret tun. Vorreiter ist Miltenyi Biotec – mit einer eigenen Betriebskita.
Kampf der Kindertagespflege um mehr Anerkennung geht weiter
Die Kindertagespflege in Bergisch Gladbach fühlt sich von der Verwaltung und der Politik zu wenig gesehen und bei Entscheidungen nicht mit berücksichtigt. Dabei herrscht im Jugendhilfeausschuss Einigkeit über die unverzichtbare Arbeit der Tagesmütter und -väter. Der Kampf um einen Sitz in dem Gremium geht dennoch weiter. Wir fassen zusammen, was sonst noch debattiert und beschlossen wurde.
Stadt hinkt bei Kita-Plätzen den eigenen Plänen hinterher
Die Stadt Bergisch Gladbach sieht sich in Sachen Betreuungsplätzen gut aufgestellt. Gemessen an den NRW-weiten Daten des Statistischen Landesamtes geht die Rechnung auf. Doch die selbst gesteckten Ziele werden verfehlt. Vor allem im Ü3-Bereich gibt es noch viel Luft nach oben. Wie viele Kita-Plätze aktuell tatsächlich fehlen, legt die Stadt nur indirekt offen.
Awo bildet Migrantinnen für den Einsatz in Kita und OGS aus
Das AWO-Bildungswerk hat in Bergisch Gladbach die ersten Integrationsbegleiterinnen ausgebildet: Die Qualifizierung befähigt Frauen mit Migrationshintergrund, in Kita und OGS zu arbeiten und zur Integration von Kindern und Eltern beizutragen, die nichtdeutsche Wurzeln haben. Weitere Kurse laufen bereits.
Wohlfahrtsverbände: „Wir kämpfen ums Überleben“
Vertreter:innen der Freien Wohlfahrtspflege des Rheinisch-Bergischen Kreises protestieren in Düsseldorf gegen die geplanten Einsparungen der Landesregierung. Die Träger fürchten eine Unterfinanzierung, den Wegfall von Angeboten und einen Kollaps der sozialen Infrastruktur.
Personalnot in Kitas: verzweifelte Eltern, überlastete Erzieher
Der Fachkräftemangel führt auch in Bergisch Gladbacher Kitas häufig zu Einschränkungen der Betreuung: Kinder dürfen nur an bestimmten Tagen in den Kindergarten, Eltern müssen sie früher abholen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass sich die Situation in Rhein-Berg weiter verschlechtert hat. Das hat nicht nur für die Familien massive Folgen.
Von der Aufbewahrungsanstalt zur Kita: Kindergartenmuseum feiert Jubiläum
Seit 20 Jahren gibt das Kindergartenmuseum in Bergisch Gladbach einen Einblick in die Geschichte der öffentlichen Kinderbetreuung. Zu sehen sind aber auch jede Menge historische Spielsachen: Zeittypische Puppenstuben, Stofftiere und Bauklötze wecken nostalgische Erinnerungen bei erwachsenen Besucher:innen. Wir haben uns das weithin unbekannte Museum etwas genauer angeschaut.
Kita-Ausbau kommt deutlich langsamer voran als geplant
Bergisch Gladbach braucht dringend weitere Kita-Plätze. Eigentlich sollten 333 zusätzliche Plätze im laufenden Kindergartenjahr in fünf neuen Einrichtungen geschaffen werden. Bauverzögerungen, der Fachkräftemangel und Proteste von Anwohnern bremsen das städtische Ausbauprogramm aber aus und sorgen dafür, dass lediglich ein Bruchteil der geplanten Plätze bis Sommer 2025 entsteht.
Außendorf: Investition in die frühe Förderung zahlt sich aus
Der Bundestag hat das neue Kita-Qualitätsgesetz verabschiedet. Damit gibt der Bund den Ländern und Kommunen vier Milliarden Euro für die frühkindliche Bildung an die Hand. Das werde auch in Rhein-Berg vielen Familien helfen und Fachkräfte in Kitas entlasten, argumentiert Maik Außendorf, Bundestagsabgeordneter der Grünen.
Freie Träger der Jugendhilfe sehen sich von neuer Vergabepraxis bedroht
Nach den Entscheidungen über den Bau neuer Kitas muss sich die Stadt jetzt darum kümmern, Betreiber für die Kindergärten und auch für einige Offene Ganztagsschulen (OGS) zu finden – und setzt dabei auf europaweite Ausschreibungen. Dagegen leisten die freien Träger heftigen Widerstand. Wir fassen die wichtigsten Debatten und Ergebnisse des Jugendhilfeausschusses zusammen.
Wald-Kita der AWO feiert Jubiläum auf Gelände von Pütz-Roth
Beim Strundetal-Fest am kommenden Wochenende feiert die AWO-Waldkita Dombach auf dem Gelände des Bestattungsunternehmens Pütz-Roth ihr zehnjähriges Bestehen. Was bei der Gründung manchen noch merkwürdig erschien hat sich längst zu einer lebendigen und viel beachteten Institution entwickelt.
Lenawiese: Stadt lässt rechtliche Basis noch einmal prüfen
Mit Blick auf die angekündigten Klagen aus der Anwohnerschaft gegen die Kita „Am Fürstenbrünnchen“ will der zuständige Beigeordnete Ragnar Migenda auf Nummer sicher gehen – und eindeutig klären, ob eine Bebauung der Lenawiese nach Paragraf 34 eine stabile juristische Basis hat.
Kita auf der Lenawiese wird vor Gericht entschieden
Der Stadtrat hat den Bau der Kita „Fürstenbrünnchen“ auf der Lenawiese in Lückerath mit den Stimmen der SPD bekräftigt. Sie machte jedoch deutlich, dass sich die Stadt damit auf Druck der CDU auf einen langen, schwierigen und riskanten Weg begibt – denn aus der Anwohnerschaft wird es Klagen gegen das ökologisch und baurechtlich umstrittene Projekt geben.
Wohlfahrtsverbände stellen der Politik ein Mahnmal vor die Tür
Seit Monaten warnt die Freie Wohlfahrtspflege vor einer Unterfinanzierung ihrer Arbeit. Fünf Wochen lang haben die Träger gegen den drohenden Kollaps von Kita, OGS, Jugend-, Senioren- und Behindertenzentren protestiert. Doch das Ergebnis seien reine Lippenbekenntnisse. Damit die warmen Worten nicht vergessen werden, sondern Taten folgen, haben die Verbände jetzt ein „Mahnmal“ errichtet. Nicht in Düsseldorf, sondern in Bergisch Gladbach.
Mehr Geld für neue Kitas aus Düsseldorf – auch für Bergisch Gladbach
Das Land NRW reagiert auf Kritik aus den Kommunen, dass es nicht mehr genügend Geld für den Neubau von Kitas gibt – und stellt weitere 85 Millionen Euro für die Förderungen der Investitionen vor Ort zur Verfügung. Für Bürgermeister Frank Stein ein Beleg, dass sich der politische Druck aus den Kommunen lohnt – und dass die Anträge aus Bergisch Gladbachs für die nächsten vier Kitas bewilligt werden.
Kommunal, kurz und knapp: Kita, Kosten und Protest
Der Jugendhilfe-Ausschuss hat sich fast ausschließlich mit der Frage befasst, wie die Zahl der Kita-Plätze ausgebaut werden kann – zwei Neubauten wurden bekräftigt, auch gegen Protest der Anwohnerschaft. Die Sorge, dass sich das Land aus der Finanzierung zurückziehen könnte, überschattete die Sitzung. Wir fassen die wichtigsten Ergebnisse knapp zusammen.
Anwohnerschaft protestiert gegen Kita auf der Lenawiese
Den Bau einer weiteren Kita an der Straße „Am Fürstenbrünnchen“ hatte der Stadtrat vor fast einem Jahr beschlossen, konkrete Pläne für die sogenannte Lenawiese legte die Stadt jetzt der Nachbarschaft vor. Die Bürgergemeinschaft Lückerath fühlt sich jedoch übergangen, reagiert mit einem offenen Brief – und lehnt das Projekt aus mehreren Gründen ab.
Träger warnen vor Ausbluten von Kita, OGS und Jugendzentren & mehr
Seit Wochen kämpfen die Wohlfahrtsverbände auch in Rhein-Berg um Aufmerksamkeit für ihre dramatische Lage: Die Kosten laufen davon, der bürokratische Aufwand wächst, Fachkräfte wandern ab – und das Land NRW lässt die Träger tatenlos im Regen stehen, so das Fazit einer Zwischenbilanz. Wenn die Landespolitik nicht rasch für eine besser Finanzierung sorge, müssten bald Einrichtungen geschlossen werden. Mit heftigen Folgen für Kinder und Jugendliche, für den sozialen Frieden und für die Demokratie.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 4.6.2024
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Ideen für die Entlastung der Kitas. Mehr Geld für GGS Gronau und Hauptschule Kleefeld. Radpendler-Route führt an Zanders vorbei. Holocaust-Überlebender mit klarer Botschaft. Welche EU-Mittel nach Rhein-Berg fließen. Amtsgericht in neuen Händen.
Kita-Krise: Lautstarker Protest im Odenthaler Kreisel
Unter dem Motto „Ohne Moos nix los“ hat das Caritas Familienzentrum am Mittwoch eine Kinder-Demo durch Odenthal organisiert. Rund 100 Teilnehmende, darunter 55 Kinder, forderten mehr Geld – um die Kitas im Rheinisch-Bergischen Kreis vor dem finanziellen Kollaps zu retten.
Wohlfahrtsverbände schlagen Alarm – und stellen sich auf die Straße
Weite Teile der sozialen Infrastruktur stehen mit dem Rücken zur Wand, warnen die Wohlfahrtsverbände in Rhein-Berg. Die Lage in Einrichtungen und Diensten quer über alle Handlungsfelder sei dramatisch, konstatiert die AG Freie Wohlfahrtspflege. Wenn die Politik jetzt nicht endlich reagiere werde es zur Reduzierung von Öffnungszeiten und Schließungen kommen. Wer davon alles betroffen ist, darüber wollen die Verbände jetzt auf der Straße informieren.
Kommunal, kurz & knapp: Mehr Kitas, bessere OGS – aber wie?
Beim Ausbau der Kitas und OGS kommt Bergisch Gladbach voran, ist aber noch lange nicht am Ziel. Das wurde im Jugendhilfeausschuss mehrfach deutlich. Bei der Finanzierung hilft die Stadt den freien Kita-Trägern aus, der Fachkräftemangel wird zum immer größeren Problem – und bei der Qualität der OGS gehen die Meinungen weit auseinander. Alle wichtigen Themen und Entscheidungen in der Zusammenfassung.
KiTa Dreckspatz und Arche Noah gewinnen Kreativ Award
Der Stadtverband „Eine Welt Bergisch Gladbach“ hat zum ersten Mals einen „Kreativ Award“ verliehen. Dabei erzielten die KiTa Dreckspatz mit ihrem „Eltern Kind Wochenende” und die Arche Noah für einen Nachmittag mit Spiel und Spaß die ersten Plätze.
Stadt sieht Fortschritte beim Kita-Ausbau
In Sachen Kita befindet sich Bergisch Gladbach „auf einem guten Weg“ betonen Bürgermeister Frank Stein und der Beigeordnete Ragnar Migenda. Das geplante Defizit an Kita-Plätzen geht zurück, auch die Zahl der suchenden Familien sinkt. Die Kita Mondsröttchen wird bald fertig, vier weitere Kitas sollen bis Mitte 2025 folgen. Aber Defizite bleiben – und auf die großen strukturellen Probleme hat die Stadt kaum Einfluss.
Keine Entwarnung bei den Kita-Plätzen – im Gegenteil
Die Zahl der Kita-Plätze in Bergisch Gladbach wächst, das Defizit schließt sich perspektivisch. Allerdings nur auf dem Papier – denn die geplanten neuen Kitas sind noch nicht fertig. Zudem wirkt sich der Fachkräftemangel noch stärker als bisher. Daher rechnet die Stadtverwaltung mit weiteren Klagen von Eltern und sieht dringenden Handlungsbedarf.
Elternbeiträge werden ab März wieder eingezogen
Die Cyberattacke auf die SIT hatte auch Bergisch Gladbachs Stadtkasse indirekt getroffen, über Monate hinweg wurden keine Zahlungen eingezogen . Inzwischen hat sich die Lage normalisiert, ab März werden die Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und OGS eingezogen. Schritt für Schritt, um die Eltern nicht zu stark zu belasten. Bei der Grundsicherung müssen noch große Rückstände aufgearbeitet werden.
Kitas und OGS retten: Elternbeirat startet Petition
Mit einer Petition will der Elternbeirat der AWO-Kita in Schildgen bei den Landtagsabgeordneten und der Stadt auf die Finanzmisere bei Kitas und OGS aufmerksam machen. Obwohl ihre Kita in der Altenberger Domstraße von Kürzungen der Betreuungszeiten gar nicht betroffen ist. Die Sorge vor einer Reduzierung bei den Eltern ist dennoch groß – mit Blick auf die Konsequenzen für ihre Jobs, das Einkommen und die Bildung der Kinder.
Kommunal, kurz & knapp: Abwasser, Kita, Resolutionen
Der Stadtrat hat sich in seiner letzten Sitzung des Jahres 2023 nicht nur den Haushaltsentwurf entgegen genommen, sondern sich auch um die Erstattung von Abwassergebühren, eine Resolution zur Kita-Finanzierung und das Café Grenzenlos befasst. Wir bringen das Wichtigste auf den Punkt.
Kita-Krisensitzung: Notfallgruppen und Schließungen drohen
Wenn sich die Befürchtungen der Caritas bewahrheiten, könnte das Bild von diesem Montag für die Zukunft stehen. Heute waren alle vier von der Caritas betriebenen Kitas in Stadt geschlossen, deutlich markiert mit rotem Absperrband. Der Vorstand hatte im Bergischen Löwen zur Personalversammlung geladen, um über die Finanzierungskrise bei den Kitas zu informieren. Ein drohendes Szenario: Arbeiten nur noch in Mindestbesetzung.
Kommunal, kurz & knapp: Jugendhilfe kommt Kitas zur Hilfe
Kein Ausschuss wird seinem Namen so gerecht, wie der Jugendhilfeausschuss – denn hier sitzen die Jugendpolitiker:innen des Stadtrats und die freien Träger. Daher trafen die Betreiber der Kitas hier auf offene Ohren mit der dringenden Bitte, sich gegen den finanziellen Kollaps der Kinderbetreuung zu stemmen. Grüne und SPD legen eine Resolution vor, CDU, FWG und FDP gehen noch weiter. Aber auch über die Kitas hinaus gibt es wichtige Themen und Beschlüsse.
CDU, FDP und FWG: Stadt muss Kita-Träger finanziell entlasten
Die Fraktionen von CDU, FDP und FWG wollen einen Kollaps der freien Träger und den Verlust von Kita-Plätzen verhindern sowie den Betrieb neuer Kitas sichern. Daher fordern die drei Fraktionen, dass die Stadt Bergisch Gladbach ein Jahr lang den Anteil an den Kosten für die Kinderbetreuung übernimmt, den die Träger bislang selbst leisten. Die Finanzierung dieser Entlastung lassen sie offen.
Kitastrophe: Hälfte der Kindergärten in Rhein-Berg stark überlastet
Eine Recherche von Correctiv und Lokalmedien wie dem Bürgerportal zeigt gravierende Folgen des Personalmangels in Kindertagesstätten auf: Viele Kitas müssen zeitweilig schließen, Erzieher:innen sind überlastet und werden krank, die Kinder leiden. Die Zahlen für den Rheinisch-Bergischen Kreis liegen im NRW-Schnitt, doch offenbar gibt es eine hohe Dunkelziffer. Die Bestandsaufnahme einer Lage, die Correctiv mit „Kitastrophe“ betitelt.
