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Die geplante Machbarkeitsstudie für eine Straße auf dem Bahndamm bleibt ein Plan. Andere große Verkehrsprojekte fordern die Stadtverwaltung so stark, dass dafür keine Kapazitäten bleiben. Die Ideen für das Gleisdreick seien „kein Einstieg” in den Autobahnzubringer, betont Baurat Harald Flügge.

Eigentlich will der Stadtbaurat seit mehr als zwei Jahren  eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Nutzung der Bahndammtrasse zu bekommen. Seit Jahrzehnten wird gerungen, ob hier, auf dem stillgelegten und zum Teil zugewachsenen Gleis von der Innenstadt bis Bensberg, ein Autobahnzubringer gebaut wird.

Harald Flügge soll Technischer Beigeordneter in Bergisch Gladbach werden

Harald Flügge

Doch immer wieder kommen andere, drängendere und umfassende Projekte dazwischen. Daher, bestätigte Harald Flügge jetzt dem Bürgerportal, sei die Machbarkeitsstudie noch nicht in Auftrag gegeben worden.

Aktuelle befassen sich die Verkehrsplaner mit einer komplexen Machbarkeitsstudie für die Ertüchtigung der L289, der Straßenverbindung im Osten der Stadt von der A4 über Moitzfeld nach Herkenrath. Daran, so der Stadtbaurat, seien drei externe Büros beteiligt, das binde viele Kräfte in der Verwaltung.

Zudem liegt der Umbau der Buchholzstraße auf dem Reißtisch. Bei der Erweiterung der S-Bahnstrecke muss die Unterführung und Straßenführung ganz neu gemacht werden, mit weitreichenden Auswirkungen auf die westliche Innenstadt.

Zwei Straßen über das Gleisdreieck (orange) könnten 25.000 Fahrzeuge am Tag aufnehmen und die westliche Innenstadt entlasten. 

Gerade erst hat das Planungsbüro VIA dazu eine umfassende Verkehrsstudie vorgelegt, die den Bau von zwei neuen Entlastungsstraße entlang des sogenannten Gleisdreiecks vorsieht, über das erste Teilstück des Bahndamms bis zum Refrather Weg.

Das aber, betont Flügge, sei „kein Einstieg in einen Autobahnzubringer” über den Bahndamm. Denn die Studie habe ja gerade gezeigt, dass man die westliche Innenstadt auch ohne die Straße auf der alten Bahntrasse entlasten könne.

Weitere Beiträge zum Thema:

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Das ist das Ende des Bahndamms

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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3 Kommentare

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  1. Erschreckend, es soll tatsächlich Stückchen für Stückchen an den Bahndamm ran. Leute: wehrt EUCH. Noch mehr Flächenversiegelung können wir nicht mehr ertragen. Die Autos müssen eingeschränkt werden nicht die Natur. Die völlig falsche Richtung. Wann werden wir die Politiker zur Veranwortung ziehen können?

    Sie „verpieseln“ sich dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und zucken dann mit den Schultern und „konnten das Ausmas damals gar nicht absehen“. Doch dann ist es zu spät.

  2. Bei dieser Berichterstattung erregt eher die Quelle der Information Aufmerksamkeit, als die Berichterstattung selbst, fällt einem doch glatt eine stehende Redewendung ein:

    Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert.

    Schon bei dem Tag der Städtebauförderung im Mai 2019 gab es eine Diskussion zum fehlenden Vertrauen der Bürger zur Verwaltung und es gab von Seiten der Verwaltung die Aufforderung nach mehr Vertrauen zum Verwaltungshandeln, sozusagen als Vorschuß. Auch da hieß es schon, dass man Vertrauen nicht einfordern oder verordnen könne, Vertrauen müsse man sich erarbeiten.

    Nach „versehentlich missverständlichen Angaben“ bei der Beteiligung der Anlieger an Straßenbaukosten, der plötzlichen Verschiebung des Treppen Bauwerks um fünf Monate, bei einer Projektlaufzeit von fünf Monaten – immerhin war die Eröffnung der Markt Galerie dadurch gefährdet, das Projekt lag also auf dem kritischen Pfad – und mit einem veritablen Fehler bei der Verabschiedung des FNP, trotz externer Unterstützung zu besten Preisen, das sind wirklich denkbar gute Voraussetzungen, eigentlich die besten Voraussetzungen, um an einen Vertrauensaufbau zu denken, daran zu glauben und daran zu arbeiten. Welches Thema wäre dazu besser geeignet als der Bahndamm.

    Herr Flügge weiß bestimmt, was jetzt nötig ist.

  3. „Das Gleisdreieck ist kein Einstieg in einen Autobahnzubringer“, äußert Flügge.

    „Der will nur spielen“ meinte der Besitzer des Pitbull, kurz bevor das Tier zubiss.

    Was soll man dem Mann noch glauben, der eine Autobahntrasse quer über Kölner/Frankenforsterstr. über die Brüderstr. bis zur Auffahrt Bensberg plant und womöglich noch Krüger seinen größten Wunsch erfüllt, dort ein Terminal für deren LKWs bauen zu können. Dies alles in unmittelbarer Nähe zu einem großen Wohngebiet, dass jetzt schon durch starken verkehr belastet ist, wenn die A4, egal in welcher Richtung, mal wieder kilometerlange Staus produziert.

    Seit mehr als 30 Jahren wird zur Bahndammtrasse sehr viel Unsinn verzapft. Vierspurig sollten die LKWs mal über die Frankenforsterstr. zur A4 kommen, was mal Flügges Vorgänger geplant hatte. Purer Blödsinn. Flügge meinte, eine bessere Idee zu haben, die sich aber von Schmicklers unsäglichem Vorhaben lediglich durch noch größerem Eingriff in das Leben von Mensch und Tier und noch schrecklichere Umweltverschmutzung unterscheidet.