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6 Kommentare zu “CDU will in Sachen Sauberkeit Taten sehen”

  1. Kippen sammeln find ich „geil“

    Ich begrüße jede Initiative – wie aktuell die der CDU-Stadtratsfraktion -, die dazu beiträgt, Straßen, Wege, Plätze und Grünanlagen in unserer Stadt sauberer zu halten, oder um es beim Namen zu nennen: Unrat und Abfälle zu beseitigen. Ja, die Abfallbehälter in der Fußgängerzone sind unzweckmäßig, versifft, überladen und kein Aushängeschild für die Stadt. Das gilt erst recht für tausende von Zigarettenkippen, die unsere Fußgängerzone „zieren“ und deutlich machen, wie asozial und rücksichtslos sich die meisten Raucherinnen und Raucher verhalten. Ich befürchte, ihr Verhalten wird sich auch nicht von sogenannten „Kippenentsorgungsbehältnissen“ umstimmen lassen.

    Viel schlimmer ist die Situation allerdings auf den Bergisch Gladbacher Spielplätzen. Zum Schutze unserer Kinder gilt hier anders als in der Fußgängerzone absolutes Rauchverbot, einziger Schönheitsfehler: Niemand hält sich daran. Mithin gehört auch hier die frei entsorgte Zigarettenkippe zum optischen Alltag. Dieser Zustand gefährdet die Gesundheit der Kinder wie das Grundwasser gleichermaßen. Was in der Fußgängerzone nicht funktioniert, gerät auf den Spielplätzen völlig unter die Räder…die Kontrolle oder Ahndung durch den städtischen Ordnungsdienst. Oder hat sich dieser Dienst hier schon einmal blicken lassen? Kann er einfach nicht. Die bescheidene Anzahl an Einsatzkräften lässt das nicht zu. Vielleicht kann mir die städtische Ordnungsbehörde einmal verraten, wie viele Strafgelder für weggeworfene Kippen im Jahr 2018 erhoben wurden. Aber lassen wir es. Jemanden beim „Kippen Wegwerfen“ zu erwischen, ist so schwer, wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Mithin ist und bleibt das Bußgeld für frei entsorgte Kippen und Abfälle ein zahnloser Tiger, egal ob 20 oder 55 Euro. Trotzdem halte ich es für richtig, die Bußgeldgrenze möglichst hochzusetzen. Als Drohpotenzial macht sie allemal Sinn.
    Trotzdem: Das Engagement von Claudia Caspers ist klasse, das Ansinnen der CDU-Fraktion ist der richtige Weg.

    Am Beispiel des Paffrather Kinderspiel- und Bolzplatzes in der Kolpingstraße möchte ich aufzeigen, dass andere Wege zu direkteren Erfolgen führen. Durch privaten Einsatz werden hier Woche für Woche 50 Kippen und mehr eingesammelt und entsorgt. Seit nunmehr drei Monaten läuft diese Aktion, zusammengekommen sind mehr als 600 Kippen, in Bußgeldern ausgedrückt 12.000 Euro. Weil zusätzlich auch noch pro Woche bis zu drei 20-Liter-Eimer mit Abfällen und Unrat dazukommen (gesammelt wird seit einem Jahr, macht also mind. 1.000 Liter Müll), ist der Spielplatz eigentlich immer blitzte sauber. Was ich damit sagen möchte: Ich glaube, es würde sich lohnen, ganz gezielt Menschen in Bergisch Gladbach anzusprechen, die bereit sind, sich in ihrem privaten Umfeld für mehr Sauberkeit einzusetzen, und das dauerhaft!

    Oder eine stadtweite Kampagne zu starten, wie beispielweise „Zigarettenkippen sammeln find ich geil“ und das zusammengekommene Zeug in einem transparenten Großbehälter präsentieren, mitten auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Ich glaube, so etwas würde Wirkung zeigen.

    Und was die Zigarettenkippen noch betrifft, so möchte ich eine neulich aufgefangene Idee einfach mal hier in die Bergisch Gladbacher Runde geben:
    Pro Zigarette ein Pfand von 10 oder auch 20 Cent erheben, also die Packung rund 2 bis 4 Euro teurer machen. Die Kippen nimmt später der Zigarettenladen gegen Rückzahlung des Pfandes entgegen und entsorgt sie. Ich bin mir sicher, innerhalb von einer Woche wäre unsere Fußgängerzone von Kippen leergefegt. Diese Initiative gibt es tatsächlich, sie soll bereits mehr als 50.000 Unterstützer haben.

  2. Endlich …….. nicht prüfen und planen …… machen. Seit Jahren ärgern mich Dreck und Müll. Wenn die Stadt nicht weiß, wie man es angehen soll: fragen Sie mal in Ostfriesland nach, die haben das im Griff. Es ist auffällig, wie sauber und aufgeräumt das dort ist. Und hier? Dreck, Müll und Kippen überall, an den Straßenrändern und in den Gossen wächst teilweise fast meterhoch das Unkraut. Wenn das nächste Unwetter kommt, kann das Wasser nicht abfließen. Dann ist das Jammern groß, wenn es zu Überschwemmungen kommt.

    Besonders gefällt mir der Vorschlag von Klaus Hansen:

    Fehlende Ahndung: Hier könnte das konsequente Eintreiben von Geldbußen Wirkung zeigen. Ganz hübsch ware für Unbelehrbare auch ein öffentlicher Aufräumdienst für Müllsünder am Wochenende in der Innenstadt.

    Eine tolle Idee!!

    Meine Kinder haben gelernt, dass man seinen Müll nicht auf der Straße entsorgt. Wenn die Eltern unfähig sind, müssen Kindergärten und Schulen das übernehmen, was traurig genug ist. Was Hännschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!

  3. Anhand der wenigen Fotos, die sich unendlich vermehren ließen, lässt sich die Situation in BGL auch für Nichtbewohner erahnen. Es ist ein Trauerspiel, wie einerseits Müllaufnahmebehälter überquellen – sowohl im Stadtgebiet als auch an Spazier- und Wanderwegen – und andererseits sich kein Bewohner aufgefordert fühlt, das a priori zu vermeiden, indem weniger Müll weggeworfen wird. Große Schuld haben die Preiswert-Läden – wir kennen sie alle – die ein Interesse daran haben, ihre Produkte in teils doppelt so große Kunststoffverpackungen zu stecken; die “to-go” – Anbieter, deren “Leergut” überall rumfliegt; die Raucher, die verdonnert werden sollte, jede Kippe unter Androhung von Strafen zu entsorgen.

    Es gab einmal einen Wettbewerb für kleine Gemeinden unter dem Titel “Unser Dorf soll schöner werden”. Wir alle sollten daran arbeiten, dass im Bezug auf das Abfallverhalten unserer Stadt schöner werden sollte.

  4. Es steht und fällt alles mit genügend Personal im Bereich Pflege sowie Ordnung. Hohe Strafen nützen nichts wenn das Personal dafür fehlt um es effektiv ahnden. Mir fehlt der Aufruf zum generellen “To Go” Verbot an die Einzelhändler, bzw. ein Müllpfandsystem auf Einwegbecher oder Verzehrschalen/Verpackungen. Wer “To G0” Kaffee/ Säfte etc. haben möchte, darf den für 15€ gerne kaufen. Für 2€ obendrauf bekommt man auch einen Strohhalm. Da lohnt sich das entspannte hinsetzen in ein Café.

  5. Die Frage der fehlenden Sauberkeit in dieser Stadt hat viele Gründe. Schön, dass diese jetzt in den Mittelpunkt einer Anti-Müll-Offensive rücken.

    Das Argument der zu geringen Zahl von Beschäftigten mag ich nicht mehr hören: Dass unsere Stadt so verkommen aussieht, hat – glaube ich – vor allem etwas mit schlechter Organisation zu tun. Andere Städte machen es ja besser vor.

    Natürlich hat es auch mit der Rücksichtslosigkeit von Mitmenschen zu tun. Keine Frage.

    Aber: es fehlt an gründlicher Reinigung, Mülleimer werden nur geleert, nicht gereinigt. Deswegen sind sie so versifft. Durch ihre fehlerhafte Konstruktion erfüllen sie außerdem nur zufällig ihre Funktion beim Einwerfen von Kippen. Die Umgebung von Mülleimern (Bushaltestellen – wahrscheinlich Wupsi zuständig?) wird schlicht vernächlässigt.

    Die Leerung der Mülleimer und Containern scheint zu selten umgesetzt zu werden oder falsch organisiert zu sein. Beispiel: Wenn man weiß, dass gerade an Wochenenden die Textilcontener vollgestopft werden, also überlaufen, ist es nicht mehr nachzuvollziehen, warum große Container (zum Beipiel an der Hermann-Löns-Straße oder am Penningsfelder Weg) erst dienstags oder – auch schon erlebt – mittwochs angefahren werden. Bis dahin liegen die Textilbeutel, angereichert durch anderen Müll, zum Teil zerfleddert bei jeden Wind und Wetter in der Gegend herum. Sommers wie Winters. Helfen könnten entweder mehr Container oder ein stärkerer Einsatz am Montag.

    Es gibt keine wirkliche Kontrolle an typischen Müllecken wie den Bänken an der Busstation oder dem S-Bahnhof. Die Raucher werden nicht auf eine kleine gelbe Fläche verwiesen, sondern rauchen überall und werfen also ihre Kippen überall herum.Unter den Mülleimern (zum Beispiel Busstation) sammelt sich seit Jahren klebriger Schmutz. HIer ist noch nie der gereinigt worden worden.

    Fehlende Ahndung: Hier könnte das konsequente Eintreiben von Geldbußen Wirkung zeigen. Ganz hübsch ware für Unbelehrbare auch ein öffentlicher Aufräumdienst für Müllsünder am Wochenende in der Innenstadt.

    Zuständigkeiten scheinen unklar – wenn an der Stationsstraße, den Bussteigen und dem S-Bahnsteig verschiedene Dienste unterwegs sind. Auch bei dem Kreisverkehr an der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße scheinen unterschiedliche Dienste ihre Arbeit zu verreichten: Der Rasen des Kreisverkehrs wird gemäht (wahrscheinlich StadtGrün), der dort liegend Abfall nicht vorher eingesammelt (wahrscheinlich zuständig die Stadtreinigung), sondern mit der Mähmaschine kleingehäckselt. Ist das noch normal?

    Helfen könnte eine Taskforce, die Zuständigkeitsbereiche übergreifend S-Bahnhof, Busstationen VRS / Wupsi, Haupt- und Schlossstraße, Refrath kontrolliert, Sünder ermahnt und gegebenfalls Knöllchen verteilt und auch die Reinigung der Müllorte koordiniert. Jetzt führt die Situation nur zur Berufung auf Nicht-Zuständigkeiten – also geschieht nichts Sinnvolles.

    Gleichzeitig sollte eine professionelle Kampagne zur Werbung für eine saubere Stadt entwickelt werden. Viele dynamische Städte haben es vorgemacht und Erfolge erzielen können.

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