Unser Reporterhund BamBam bekam ganz unvorbereitet den Auftrag, den Heimweg von Altehufe nach Hand zu finden. Kein Problem für einen erfahrenen Wanderer. Die Nase am Boden lief er ohne zu zögern los. Frau Wirrkopf konnte sich auf die Fotos konzentrieren.

Freunde, eigentlich wollte ich ganz woanders neue Wege für euch entdecken, aber Frauchen hat einen falschen Bus gewählt, welcher nicht weit genug fuhr. Weil wir flexibel sind, sind wir in Altehufe ausgestiegen und ich erhielt den Auftrag, den Weg nach Hause zu finden.

Ich sollte einfach laufen, wie ich meinte, dass es richtig sei. Sie würde nur Fotos machen. Also machte ich die Nase auf den Boden und entschied: „Hier lang!”

So führte ich sie über den Berg Richtung Voiswinkel, entschied dann aber, nach Kuckelberg hinunter zu gehen und durch das Tal der Pferde zum Hebborner Reiterhof, durch die neue Siedlung Am Heidetor zur Reuterstraße und nach Paffrath.

Als erstes begegnete uns die nette Hündin vom Hofladen Esser. Sie war nicht sicher, ob sie mich begrüßen sollte, meinte aber dann, doch lieber bei ihren Kühen zu bleiben.

Bei uns gibt es im Moment sehr viel Frühling mit Sonne und blühenden, wilden Kirschen überall entlang des Weges. Auch der Ginster bekommt schon Blüten.

Die Wiesen sind voller Blumen. Der Löwenzahn und die Gänseblümchen hatten Frauchens volles Interesse.

Mit der Nase am Boden hat man als Hund natürlich eine ganz andere Sicht auf Wiesen.

Auf dem Weg hinunter nach Kuckelberg war unsere Bank in Friedrichsruh schon besetzt und wegen des derzeit vorgeschriebenen Abstands haben wir einen kleinen Schwatz mit den Leuten dort gehalten und sind weitergegangen.

Unten in Kuckelberg fanden wir eine große Stelle mit lila Blumen. Inzwischen vermuten wir, dass es Einjähriges Silberblatt sein könnte.

Und in einem alten Weidepfosten wächst ein Strauch. Frauchen glaubt es könnte eine Rose oder eine Brombeere sein. Wir werden das bei Gelegenheit kontrollieren.

Unterwegs habe ich viele Käsis für gute Arbeit und hervorragendes Benehmen bekommen. Das macht durstig und neben dem Weg in der Weide konnte ich frisches Wasser trinken.

Ein Stück weiter sollte ich mit ihr vom Weg abgehen zum Bach. Ich sagte: “Dort entlang führt nicht der Weg nach Hause, ich geh nicht mit. Komm zurück!”

Mit Käse ließ ich mich überreden, nachzusehen, ob am Bach alles in Ordnung ist, und das war es tatsächlich nicht. Der Bach fließt dort durch ein Rohr. Auf der einen Seite floß er munter, auf der anderen Seite staute er sich.

Ich weiß ja, dass in Bächen Wassergeister wohnen, die ständig mit einander plaudern. Schweigend, bewegungslos rumliegen mögen sie nicht. Darum forderte ich Frauchen auf, die Stöcke vor dem Rohr zu entfernen, damit die Geister weiterziehen könnten. Die Wassergeister dankten es mir mit viel Rauschen und schwammen den Bach hinunter. Davon gibts naürlich keine Fotos. Das müsst ihr euch einfach so vorstellen.

Da wir an Friedrichsruh keine Pause machen konnten, haben wir im Tal der Pferde einen Moment auf der Bank gesessen, Äpfel gegessen und Wasser getrunken. Dabei fiel auf, wie unterschiedlich grün eine Wiese in der Sonne sein kann.

Sattes, leuchtendes, giftiges Grün, wenn man gegen die Sonne guckt …

… und etwas silbriger, weniger leuchtend, wenn man mit der Sonne in die andere Richtung guckt.

Zum Schluss zeig ich euch noch einmal zwei Pflanzen, die ihr sammeln und zum Kochen verwenden könnt. Die Links sagen euch, was man damit machen kann. Zuerst das Wiesenlabkraut

Und die Knoblauchsrauke.

Auf dem restlichen Weg durch die Siedlungen haben wir keine Fotos mehr gemacht. Ich hab uns aber zielsicher nach Hause geführt. Dort gabs zur Belohnung leckers Essen für mich.

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BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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2 Kommentare

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  1. Das ist auch richtig, wie Sie das beschreiben, Herr Theisen. Wir waren ja auch nicht bei Esser, wir haben nur deren Hund getroffen, auf dem Weg über die Höhe, bis zum Abzweig nach Kuckelberg runter, an Friedrichsruh vorbei. ;)

  2. Toller Bericht-Wegbeschreibung mit Hinweise auf viele Pflanzen von Frau Wirrkopf mit Hund BamBam. super.
    Aber die Reihenfolge der Wegbeschreibung ist in meiner Jugenderinnerung etwas anders?
    Alte Hufe, Bauernhof Hofladen Esser (geht da ein Fußweg nach Kuckelberg, ich denke es gibt da nur den Fahrweg), dann aber erst Friederichsruh, Pause auf der Bank oberhalb Kuckelberg mit Blick nach unten auf Kuckelberg und dann runter nach Kuckelberg und dann zum Pferdehoff Hebbornerhof.
    So habe ich es in meiner Jugenderinnerung.