Der Stein des Anstoßes: Die bislang letzte „unmögliche" Skizze des Club L94 für das „Emilienplätzchen" und den Emilienbrunnen

In Teilen der Bensberger Bürgerschaft ist der Ärger über den schmucklosen Plan für den neuen Emilienbrunnen am geplanten „Emilienplätzchen” an der Schlossstraße groß. Eine Gruppe fordert Änderungen in letzter Minute – und findet Zuspruch bei einem Mann, der zuletzt im Zentrum ihrer Kritik stand.

Ulrich Müller-Frank und Lothar Eschbach gehören zu einer Gruppe von alteingesessenen Bensberger Bürgern, die sich mit der Verschiebung des geschichtsträchtigen Emilienbrunnens und seiner geplanten brutal-schlichten Gestalt nicht abfinden.  

Der neue Entwurf des Architektenbüros Club L 94 sei ein „schlimmer architektonischer Missgriff, der weder Respekt vor Emilie Schmitz, noch Ästhetik, noch Harmonie erkennen” lasse, heißt es in einem Schreiben Müller-Franks im Namen dieser 28-köpfigen Gruppe an die Mitglieder des Stadtrats. Es sei kaum vorstellbar, dass „Nachbesserungen“ noch zu einem Konsens führen könnten.

Die Vorgeschichte schildert er in einem Kommentar im Bürgerportal so: „Eine unselige Verkettung von Unklarheiten, Missverständnissen, Fehlern, Fahrlässigkeiten, Versäumnissen und Unaufmerksamkeiten zwischen der Verwaltung, dem Planungsbüro und den zuständigen Lokalpolitikern (…)”

Eschbach zitiert aus einer Stellungnahme des Bergischen Geschichtsvereins (BGV) von Anfang 2018 für die Stadtverwaltung und weist darauf hin, dass der Brunnen genau hier, an der Gabelung der Schlossstraße zwischen Nikolauskirche, Schloss und Bensbergs Innenstadt hingehöre – wenn er dem Andenken der Wohltäterin Emilie Schmitz gerecht werden solle. (Siehe Dokumentation unten).

Der aktuelle Brunnen in einer 360-Grad-Aufnahme. Sie können die Ansicht mit der Maus / dem Finger bewegen

Zudem stellt Eschbach klar, dass der Emilienbrunnen nicht nur aus den vier übereinander angeordneten Basaltbecken bestehe, sondern mit seinem „Fels” eine Einheit bilde. Auch dürfe die gleichschenkelige Auffahrt zum Schloss Bensberg beim Umbau auf keinen Fall auf der Brunnen-Seite verkürzt werden.

Nachbesserungen, Varianten, Konsens?

Allerdings hatten die zuständigen Ratsausschüsse bereits die grundsätzliche Verschiebung des Brunnens um vier bis fünf Meter mit großer Mehrheit beschlossen. Er soll seinen Hügel aus Muschelkalk verlieren und statt dessen an der Rückwand befestigt werden. Allenfalls Nachbesserungen bei Detailgestaltung und Materialauswahl seien noch möglich, so der Beschluss.

Neben dem Stadtrat steht vor allem Michael Werling, emeritierter Architektur-Professor, Denkmalschützer und Vorsitzender des BGV, in der Kritik dieser Bürger, die zum Teil auch BGV-Mitglieder sind. Mit seiner Zustimmung zur Planung („sehr verträgliche Lösung”) habe er eine Kehrtwende um 180-Grad vollzogen, für die er kein Mandat des BGV habe, so ein Teil der Vorwürfe.

Ausgerechnet Werling liefert jetzt jedoch Hinweise, dass es womöglich doch noch tiefere Änderungen der Pläne geben könnte.

Zunächst aber weist er gegenüber dem Bürgerportal die Kritik klar zurück: Als Vorsitzender des BGV habe er durchaus das Mandat, Erklärungen in Sachen Architektur und Denkmalpflege abzugeben. Ein solches Mandat brauche er aber gar nicht, weil der als Person des BGV-Vorsitzenden und nicht für den ganzen Verein gesprochen habe.

Er setze sich seit zwei Jahren dafür ein, dass der Brunnen nicht verschwindet. Eine Verschiebung des Brunnens um vier bis fünf Meter nach Osten würde jedoch die stadträumliche Situation verbessern und sei für ihn als Architekten „geradezu erforderlich”.

Diese 360-Grad-Aufnahme erlaubt einen Blick in alle Himmelsrichtungen:

„Eine unmögliche Zeichnung”

Aber ebenso klar sei, so Werling, dass die zuletzt vorgelegte Zeichnung des neuen Brunnens „unmöglich” ist: „Dass an dem neuen Brunnen noch viel entworfen werden muss, ist keine Frage.”

Das werde jetzt geschehen. Im nächsten Schritt würden Club L94, die Abteilung Stadtplanung, auch die Abteilung Stadtgrün und er an weiteren Varianten arbeiten „und eine für möglichst viele Bensberger erträgliche Brunnenanlage zu kreiieren”.

Die Aufregung komme zu früh, betont Werling, „weil der endgültige Entwurf noch gar nicht steht”.

„Mehr als nur das Material der Rückwand”

Auch Lennart Höring (CDU), Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses, sieht noch Spielraum: Club L 94 habe den Auftrag bekommen, sich noch einmal eingehender mit der Gestaltung zu beschäftigen. „Ich erwarte schon, dass es um mehr als nur die Materialität der Rückwand geht”, sagt Höring.

Durch die Umgestaltung der Schlossstraße gebe es die Chance, „mit dem Platz, einer Infotafel, einer Sitzgelegenheit deutlich mehr Qualität in den Raum zu bringen, als er heute da ist”, so der CDU-Politiker.

Eine Sondersitzung mitten in den Ferien

Dass es für Aufregung zu früh sei, sehen die Kritikern um Müller-Franck und Eschbach etwas anders. Sie bemängeln schon lange, dass die Einwände der Bürger von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen werden – und sie wollen Einfluss nehmen, bevor es zu spät ist.

Die endgültige Entscheidung soll in der letzten Sitzung des Stadtplanungsausschuss vor der Kommunalwahl fallen. Zwar wurde den 29. Juli eine Sondersitzung dieses Ausschusses mitten in den Sommerferien angesetzt, der Emilienbrunnen steht aber erst am 25. August auf der Tagesordnung.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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29 Kommentare

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  1. Mal sehen, ob vielleicht wenigstens einer der beiden nun widereinander antretenden Ex-Großkooperanten und auch hier bestimmend gewesenen „Regierungspartner“ (also jetzt Schwarz allein zuhaus‘ und Hellrot im Ampelbund) sich dazu noch vor der Wahl im Sinne Martin Wiegelmanns „einsichtig” einlässt …

    Und / oder vielleicht auch mindestens einer von deren beiden BM-Kandidaten, die ja beide allerlei Art von neuem Denken oder neuem Ansatz zu verkörpern bekunden, gerade auch hinsichtlich Bürgerbeteiligung und generell, sagen wir: Kommunikationsgebahren …

    Neben dem im doktrinären „Sichtachsen-Primat” eines externen Dienstleisters (!) verstockten Streit um besagten Emilienbrunnen, gibt‘s hier vor Ort übrigens auch noch das Thema „Baumfällung in Bensberg-City”.

    Just hat nun der Gelbe Part im Ampelbund schön anzusehende Blumenampeln beidseits der Schlosszufahrts-Straße für sich sprechen lassen

    — wie wär‘s hier mit einem die florale Augenoffensive ergänzend politischen Akt:

    Keine Baumfällungen in Bensberg-City! Stattdessen Ergänzung der gewachsenen Bestandsbäume durch die geplanten Neupflanzungen (die ohnehin etwa 10 … Jahre brauchen werden, günstige Bedingungen vorausgesetzt, um den gegenwärtigen Wachstumsstand der vorhandenen Bäume zu erreichen).

    Und gab es nicht in Sachen Emilienbrunnen wie Baumfällungen auch stattliche Unterschriftenaktionen aus der Bürgerschaft heraus?

    Zwei Beispiele, um noch vor dem nahenden Urnengang die wortreich beherzten Bekundungen kommenden „Nicht-weiter-So‘s“ in ein tatkräftig schlagendes Herz des neuen Geistes zu verwandeln. Frei nach der ollen Griechens Losung: „Hic Rhodus, hic salta!“

  2. Ich wünsche mir von Politik (gleich welcher Couleur) und Verwaltung auch einmal ein ehrliches und offenes Eingeständnis im Sinne von „Das haben wir offensichtlich falsch eingeschätzt“ oder „Da habe ich/ haben wir einen Fehler gemacht.“ Würde dadurch deren Handeln nicht viel glaubwürdiger? Gewiss. Ich bin überzeugt, dann würden echte Fehler auch viel leichter verziehen, denn niemand ist frei davon.
    Es geht hier also nicht allein um den Emilienbrunnen, sondern um den grundsätzlichen Umgang miteinander in der Dreiecksbeziehung Bürger-Verwaltung-Politik.

    Gerade (auch) die aufgekommene Diskussion um den Emilienbrunnen könnte von Politik und Verwaltung dazu benutzt werden, das Verhältnis zu den Bürgern zu verbessern. Wenn aber eine solche Gelegenheit nicht genutzt wird , darf man sich nachher nicht beschweren, wenn das Misstrauen der Bürger weiter ansteigt und sie sich bei der Wahl mit einem anderen Kreuzchen eine Besserung herbeiwünschen.
    Aber noch besteht die Chance, mehr Sensibilität in der Sache und mehr Empathie für die Belange der Bürger zu zeigen.

  3. Seitdem ich in Bensberg wohne, gehört der Emilienbrunnen zum Stadtbild. Es gibt keinen vernünftigen Grund, ihn zu versetzen oder in ein “modernes” Kleid zu packen

  4. PS: auf meine (oben herunterladbare) per Mail erfolgte Anfrage an die Mandatsträger vom 24. Juni ist bisher keinerlei offizielle Reaktion erfolgt.

    Ratsherr De Lamboy, mit Mandat aus Schildgen, allerdings meint, man brauche nicht für jede Veränderung eine Volksabstimmung und wertet das Schweigen der Mehrheit als Zustimmung gewichtiger als die explizit geäußerte Ablehnung „einiger mit Partikularinteresse“! Seine persönliche Meinung bringt er dadurch zum Ausdruck, indem er einen FB Kommentator, aus Hebborn liked: „…es hätten damals alle gemeckert, was das für ein hässlicher Brunnen sei……als hätte man alte Autoreifen in den Stein geklopft.“

    Das wird hier vor Ort und, wie mittlerweile geklärt, auch vom Geschichtsverein entschieden anders gesehen!

    Die entscheidende Frage ist nach wie vor unbeantwortet, ob eine „Plätzchen-/ Sichtachsenlösung den dafür zwingend notwendigen erheblichen materiellen und finanziellen Aufwand rechtfertigt! Natürlich kann man sich – wie immer, wenn es dann sein müsste – einen Kompromiss vorstellen: Brunnenwand so wie sie ist nach rechts hinten verlagern…….aber wozu das Ganze? Um ein winziges Plätzchen zu schaffen und nach 125 Jahren zwei Sichtachsen zu verschieben?

    Oder ist der wahre Grund nicht vielmehr der, die bereits erwähnte vermeintliche Gesichtswahrung einiger „Volksvertreter“ sichern zu wollen, die dieser grundsätzlichen Idee am Wunsch vieler engagierter Bürger vorbei viel zu schnell zugestimmt haben und heute uneinsichtig an dieser Entscheidung nicht rütteln wollen?

  5. Sehr geehrter Herr Bernd de Lamboy,
    fast drei Jahre habe ich als parteiloser interessierter Bürger keine AUKIV- und SPLA-Sitzung versäumt und habe in dieser Zeit sehr viel lernen können über die Arbeitsweise unserer Verwaltung und unserer gewählten Vertreter. Dabei gelten meine Hochachtung und mein Respekt, aber auch mein Dank all denen, die sich mit viel Engagement und viel Einsatz auch ihrer freien Zeit, für unser Gemeinwesen zumeist ehrenamtlich einsetzen.

    Dann möchte ich Sie auf meinen Kommentar weiter unten vom 1. Juli 2020 verweisen. Den sollten Sie mal in aller Ruhe und wenn möglich unvoreingenommen lesen.

    Wenn Sie schreiben, „es geht doch um Tatsachen, nicht um subjektiv gesammelte Unterschriften“,… dann negieren Sie doch Tatsachen, indem Sie die vielen guten Argumente die in den unterschiedlichen Diskussionsforen zum Emilienbrunnen von sehr vielen unterschiedlichen Bürgern genannt wurden, mit einem Zahlenspiel zu neutralisieren versuchen, ohne als Ratsmitglied die anderen ca. 90000 Gladbacher Bürger mit einzubeziehen.

    „Schlauer werden hat einer Sache noch nie geschadet, Bürgerbeteiligung auch nicht, Unfehlbarkeit ist uns fremd“, das schreibe ich in meinem Kommentar vom 1. Juli 2020.

    Gerne bestätige ich Ihnen, dass auch ich fest davon überzeugt bin, dass Sie nach bestem Wissen und Gewissen handeln und gehandelt haben. Abgesehen von einigen wenigen Rats- bzw. Ausschussmitgliedern sind Sie mir als CDU Mitglied auch nicht aufgefallen als jemand, der sich abweichend von der Parteilinie profiliert hat. Das macht es aber leider in der Sache nicht besser.

    Sie baten mich den Begriff „oberlehrerhaft“ im Zusammenhang mit der in FB sehr qualifiziert geführten Diskussion nochmals zu überdenken. Hier Ihr Beitrag: „Wenn wir für jede Veränderung eine Volksabstimmung machen müssten, brauchten wir in unserer Demokratie keine Volksvertreter. Wir sollten lernen, dass es Partikularinteressen sind, die hier für sich in Anspruch nehmen, des Volkes Wille zu spiegeln“. Darüber habe ich nochmals nachgedacht, ich halte Ihre Aussage in diesem Zusammenhang für dumm. Die Diskussion ist verfolgbar in der FB Gruppe „Bensberg Schlossstadt im Bergischen“ vom 3. Juli 2020.

    Bürgerbeteiligung erzwingt ein anderes Verhalten, ein anderes Augenmerk in den eingespielten Abläufen und Prozessen einer Verwaltung, im Zusammenspiel mit der Politik und natürlich mit den Bürgern. Da können wir gemeinsam noch sehr viel lernen. Der nächste Leitbildprozess und die nächste Bürgerbeteiligung für die Innenstadt Bergisch Gladbach, das „Herz“ mit dem Zanders-Gelände die warten schon.

    Das muss gelingen.

  6. @Bensberger: Vielen Dank!

    (K)Ein (Park)Platz also … Das ist ja schon ‘mal ‘was!

    Hhmm … Da ließe sich doch, zumal wenn’s ein kleiner Platz werden soll, der Raum vor dem (bleibenden) EB und nach innenstadteinwärts etwas erweitern (bereits jetzt steht doch, praktisch wie zur künftigen Bemessung solch neuer Platzfläche, eine Verkehrsbarriere dort) …

    Auch für die erwähnte „Sichtachse” zur Nikolauskirche wäre ein Ragen des künftigen Plätzchens nach „unten” statt gegen den „Berg” doch sozusagen und entschieden „blickreicher“ …

    Damit bekäme der Emilienbrunnen da, wo er ist und immer war, sein Plãtzchen mit Aussicht dazu, aller Streit würde beigelegt, und alle Beteiligten könnten zufrieden sein.

    Und für das Allerwichtigste, die verwaltungsvorgangsnotwendig rückabwickelnde Korrektur der nach Baukörperverlegungsvoranfrage ergangenen Baukörperverlegungsgenehmigung und deren Ersatz durch die Baukörperverbleibeanordnung – Dafür findet sich auch noch ein moderner Held, der die Sache schlank und schmuck erledigt …

    Ich ahne natürlich, dass mir noch der Hauch jeder Ahnung des wahren Problemausmaßes samt ingrimmiger Entschlossenheit mancher Kombattanten abgeht …

  7. Es geht um eine Sichtachse Richtung Kirche St. Nikolaus. Dafür soll ein kleiner Platz an der Stelle entstehen, an der der Brunnen derzeit steht. Da dies Teil des Siegerkonzeptes ist, soll das durchgeprügelt werden.

  8. Eine mglw. dumme, wahrscheinlich aber mindestens nervende Frage sei dennoch erlaubt:

    Vor lauter Pulverdampf habe ich nicht (mehr) auf’m Schirm, weshalb der Emilienbrunnen überhaupt verlegt werden soll / muss / …

    – wo doch offenbar auch die meisten zumindest der anrainernden Bensberger das nicht wollen (den technischen Aufwand einer zerstörungsfreien Translozierung des Objekts ’mal beiseite gelassen)?

    Steht dieses historische Artefakt denn irgendeinem Neubauwerk im Wege?

    Wobei die einzige, dann aber „sakrosankte” Rechtfertigung für dessen unabdingbare Verlegung ja die Einrichtung eines Parkplatzes (oder zweier solcher) an selber Stelle sein würde (im Sinne der dringend notwendigen Stärkung einer primär automobilgerechten Innenstadt)!

    Aber, wie vorab gestanden, keine Ahnung …

  9. Es hatte eine eigene Umfrage der Stadtverwaltung zum Emilienbrunnen gegeben. Sie hatte im Mai 2019 gefragt:

    „Was ist der beste Ort für den Emilienbrunnen?”

    https://in-gl.de/2019/05/09/wo-soll-der-emilienbrunnen-hin/

    Das Ergebnis war eine Mehrheit für den Verbleib am alten Standort, detaillierte Zahlen hatte die Stadtverwaltung nie veröffentlicht.

    Daher hatten wir kürzlich noch einmal nachgefragt. Die Antwort:

    „Es ging darum, den Emilienbrunnen an einen neuen Standort zu verlagern. Die Stadtverwaltung erhoffte sich alternative Standorte zu erfahren. Insgesamt kamen für diese von der Stadt initiierten und durchgeführten Umfrage ca. 80 Rückmeldungen. Diese sprachen sich in einer großen Mehrheit für den jetzigen Standort aus. Alternative Standorte wurden kaum benannt. Das eindeutige Votum hat die Stadt dazu bewogen, eine Lösung im Kontext des jetzigen Standortes zu suchen. Das Ergebnis ist der derzeitige Entwurf.”

    Auf die Zusatzfrage, was „große Mehrheit” bedeutet, erhielten wir zur Antwort:

    „Das lässt sich nicht beziffern. Da es nur um eine „Meinungsabfrage“ ging und es kein quantitatives Votum mit den Antwortmöglichkeiten „Alter Standort/Neuer Standort“ sein sollte, gingen viele Antworten in einen „Zwischenbereich“.”

  10. Natürlich ist eine Unterschriftenliste keine repräsentative Befragung oder Vollerhebung. Aber da es keine gegenteilige Befragung gibt, sollte man sie nicht aufgrund der begrenzten Reichweite einfach abtun.

    Wäre der Rat bzw. die Politik in dieser Stadt tatsächlich an der Meinung der Bürger interessiert, könnte man sie entsprechend abfragen. Natürlich verursacht das Kosten, das gilt aber für einen Umbau, dessen Mehrwert zumindest zu hinterfragen ist, ebenso.

    Wären die Mehrheitsparteien (große Kooperation) ehrlich, müssten sie sagen: “Für Fördergelder tun wir fast alles und wir sind nicht bereit diese durch neue Einsichten zu gefährden”.

  11. Leider muss ich immer wieder feststellen, das hier in den in-gl.de Kommentaren, sowie auf den FB Seiten von immer den gleichen Bürgern das alleinige Wahrheitsrecht beanspruchen wird.

    Ich kann ja verstehen, das man in der hier vorliegenden Sache versucht eine Meinung als die mehrheitlich Richtige darzustellen.

    Es geht doch um Tatsachen, nicht um subjektiv gesammelte Unterschriften. In dem Stadtbezirk 5 ( Bensberg, Bockenberg,Kaule, Moitzfeld und Lückerath) leben ca. 21.000 Einwohner. Wenn man dann 1.300 Unterschriften FÜR den Erhalt des Emilienbrunnens bekommen hat, ist das zunächst einmal ein Prozentzahl, die bei weitem nicht als repräsentativ, geschweige denn als Mehrheit bezeichnet werden kann.

    Es ist ja durchaus in Ordnung, den Brunnen zu erhalten, auch ich bin dafür, aber im Sinne einer neuen Stadtgestaltung muss es doch auch möglich sein, einen besser in die neue Stadtgestaltung einfügenden Platz zu finden.

    Sehr geehrter Herr Eschbach, Sie sind doch auch Demokrat, auch unsere Mitbürger mit einer anderen Meinung sind „ die Bürger, für die ich mich, als „noch Ratsmitglied“ einsetze. Den Begriff „oberlehrerhaft“ sollte Sie in diesem Zusammenhang bitte nochmals überdenken.

    Zum weiteren Teil ihres netten Berichtes möchte ich Ihnen folgendes Sagen.

    Ich bin zwar Mitglied der CDU, vertrete aber als Stadtratsmitglied, so wie ich es vor dem Rat geschworen habe, nach bestem Wissen und Gewissen für die Bürger der Stadt Bergisch Gladbach zu handeln. Das sind ALLE BÜRGER unserer Stadt, nicht nur die CDU.

    Genau das ist auch der Grund, warum ich für die nächste Ratsperiode nicht mehr kandidiere. Für mich ist nicht die Parteizugehörigkeit und Parteimeinung, sondern die Meinung im o.g. Sinne, für die Bürger und die Taten des Bürgervertreters relevant.

    Auch Sie, sehr geehrter Herr Eschbach unterstellen mir ja diese Abhängigkeit zu einer Partei. Das möchte ich zukünftig vermeiden.

    Meinungsfreiheit und Unabhängigkeit ist m.E. in einer Demokratie wichtig.

  12. Ich finde es bemerkenswert wie viele Bensberger Bürger sich für den Erhalt des Emilienbrunnen einsetzen. Auch ich bin der Meinung, dass der Brunnen so wie er ist erhalten werden sollte.
    Ich würde mir wünschen, dass es in Gronau und auch in Bergisch Gladbach gesamt mehr Menschen geben würde, die sich für den Erhalt von historischen Objekten, Beispiel Kradepohl, einsetzen würden!!
    Daher wünsche ich Euch ein gutes Gelingen und drücke Euch die Daumen, dass es mit dem Emilienbrunnen klappt!!

  13. Die Aussagen des CDU Mitgliedes Bernd de Lamboy auf Facebook sind völlig unverständlich, erst recht, wenn man weiß, dass er als Ratsmitglied und Mitglied der unterschiedlichen Ausschüsse an der jetzigen Entscheidungssituation zum Emilienbrunnen maßgeblich beteiligt war. Oder ist es Kalkül für seine CDU oder gar Verteidigungsgerede?

    1. Der Emilienbrunnen besteht aus den vier Granitbecken mit Inschrift Tafel, eingebettet in den „Fels“. Nach derzeit öffentlich bekannter Planung wird entgegen der Aussagen von Herrn Bernd de Lamboy dieses „Bauwerk“ zerstört.

    2. Abgesehen von den seit weit über einem Jahr zum Emilienbrunnen geführten öffentlichen Diskussionen, das hätte Herr Bernd de Lamboy CDU wissen müssen, geführt mit sehr wenigen „Pro’s“ und sehr vielen „Kontra’s“ zu den bislang bekannten Planungen hier im Bürgerportal und auf Facebook in den Gruppen „Lust auf Bensberg“, „Politik in Bergisch Gladbach“ und „Was Bergisch Gladbach“ bewegt, hat die ehemalige CDU Bürgermeisterin von Bergisch Gladbach, Frau Maria Theresia Opladen, bereits im vergangenen Jahr über 1300 Unterschriften von Bürgern an den Bürgermeister Lutz Urbach CDU übergeben, die für den Erhalt des Brunnens votieren.
    Wenn nun das langjährige CDU Rats- und Ausschussmitglied Bernd de Lamboy in diesem Zusammenhang von Volksabstimmung bei Veränderungen und fehlgeleiteten Partikularinteressen, als Wille des Volkes fabuliert, dann liefert er damit den allerbesten Beweis für Respektlosigkeit, für den verlorenen Kontakt zu den Bürgern, aber vor allem liefert er ein schlechtes Beispiel dafür ab, wie man sich als demokratisch gewählter Volksvertreter „seinem Volk“ gegenüber verhalten sollte. Es kommt schon einer oberlehrerhaften Zurechtweisung der Bürger gleich. Ob er mit diesem Verhalten seiner CDU nun wirklich einen Gefallen tut, das können wir sehr bald am 13. September 2020 bei der Kommunalwahl sehen.
    In jedem Fall ist dieses Verhalten von Herrn de Lamboy CDU ein Beweis dafür, dass es einen richtigen Prozess der Bürgerbeteiligung nicht gibt und offensichtlich von der CDU ein solcher auch nicht gewünscht ist. Ansonsten böte gerade die “Geschichte des Emilienbrunnens im InHK Bensberg” die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen.

  14. Es gibt keinen ersichtlichen vernünftigen Grund für die geplanten Maßnahmen! Ein solch historisches Bauwerk zu zerstören oder besser zu “verschandeln” für etwas, was nicht ersichtlich zwingend ist, ist inakzeptabel und willkürlich. Der Brunnen hätte es verdient mehr “in Szene gesetzt” zu werden, aber an der Stelle und in der Form wo er jetzt ist.

  15. Der Brunnen gehört zu Bensberg, wo er ist um wie er ist.Warum ist das so schwer zuverstehen? Warum können manche Externe nicht kapieren!

  16. Es ist kein Zeichen von Souveränität der Ratsmitglieder wenn sich diese von Verwaltungsangestellten dazu drängen lassen, eine einmal getätigte Entscheidung nicht zu revidieren, wenn diese als falsch erkannt wird und unvereinbar ist mit dem Willen eines breiten Teiles der engagierten Bürgerschaft. Wenn sich daraus dann auch noch die Eigendynamik entwickelt, eine Fehlentscheidung nur deshalb in die Tat umzusetzen, damit alle Beteiligten ihr Gesicht waren, ist das schon fast tragisch!
    Die Entscheidung der Verwaltung, der Jury und des Rates zur Club L 94 Plätzchen-Sichtachsenvariante, unterstützt vom Nochbürgermeister, war ein solch klarer Fehler. Sie hat keineswegs den signifikanten Vorteil, der die Verweigerung des Bürgerwunsches, sowie den materiellen und finanziellen Aufwand rechtfertigen würde.

    Fazit: keine mögliche Umplanungsvariante der Umgebung des Emilienbrunnens kann m.E. besser und erstrebenswerter sein als die Beibehaltung des Originals, harmonisch eingepflegt in die angrenzenden Planungsgebiete! Belassen wir es doch bitte dabei!

  17. Die Idee, dort einen kleinen Platz anzulegen, ist gut – dann kommt der Brunnen auch besser zur Geltung und kriegt sogar ein paar Sonnenstrahlen ab.

    Weniger schön ist die Entwurfszeichnung mit der kahlen grauen Wand, die stark an ein öffentliches Freiluft-Pissoir erinnert. Erst das Ensemble aus Brunnen und (künstlichem) ‘Felsen’ macht den Reiz aus, so sollte es bleiben!

  18. Zugegeben bin ich ein eher sentimentaler oder auch nostalgischer Hund und kann also beim Betracht der in reicher Auswahl verfügbaren Bildbände auch über das “alte Bensberg” ebenso in´s Schwärmen wie Wüten über diese seltsame, vor allem hartnäckige Zerstörungslust geraten

    – wobei besagter Emilienbrunnen hier nur eine Art allerletztes Gefecht um eines der wenigen noch vorhandenen Marken jenes alten Bensbergs darstellt;

    denn die große Chance, der Stadt am Schloss im Zuge des Markt- oder Schlossgalerie-Projekts gerade in ihrem Zentrum ein ihrer Lage, ihren topographischen und historischen Besonderheiten und den damit verbunden “weitblickenden Perspektiven” entsprechend neues und dabei – ja, es sei genauso ausgedrückt: dennoch heimeliges, idyllisches und auch “wurzelndes” Gesicht zu geben, diese Chance wurde im üblichen Mix aus Tran, Interessenverstrüppung und Geschmacksbegrenzung vertan;

    woran durchaus nicht nur “die Politik” oder “die Verwaltung” Schuld tragen, denn der seinerzeit so verblüffende Bensberger Widerstand gegen den vollkommen “ausgetickten” Erstentwurf einer steilwandartig überdimensionierten Shopping-Mall hätte sich nur in eine gemeinsam konstruktive Offensive für ein neues und zugleich traditions-synergetisches Bensberg tragfähig verlängern müssen (gelungene Entwürfe und gute Ideen gab´s genug, auch Kapital wäre guten Willens zureichend vorhanden gewesen);
    stattdessen lief die triste Endmoräne jener so vital aufgeblitzten Bewegung für eine Bensberger Renaissance im rustikalen Ruf nach mehr Parkplätzen aus und rief entsprechende Planungen wie Planer auf den Plan …

    Viele Parkplätze (für das sich im urbanen Raum verbreitende Automobil) und freigeräumte Sichtachsen (für den “rüschenfreien” Blick des modernen Stadtmenschen) – Lustigerweise findet sich das in einer Abhandlung über die stadtarchitektonischen Trends der 20´er Jahre (also des vergangenen Jahrhunderts im vergangenen Jahrtausend) …

    Whatever, die Messe “in der Hauptsache” ist gesungen, trotzdem wär´s natürlich “resteweise” schön, wenn inmitten der unendlichen Weiten immerhin (und b.a.W. noch) heller Betonflächen eine letzte Erinnerung an das alte Bensberg in mittelferner Zukunft vielleicht eine jetzt noch unvorstellbare Generation dazu bringt, mit ebenso jetzt noch unbekannten technischen Möglichkeiten und dann wie durch Zauberhand …

    Da es unwahrscheinlich erscheint, den Sichtachsen-Neros (“Schofft mör döösen Bronnen aoos dööm Blööck!”) und ihren Helfern noch in´s Werk zu fallen, bleibt nur, dem Statement des Vorschreibers (Herrn Alexander Becker) statt zu geben:

    Den Emilienbrunnen – das aber in ganzer kontrastiver Authentizität – in´s neue Zentrum zu versetzen, als platzprägendes Memorial (und Mahnmal) inmitten einer künftig hoffentlich viel begangenen (be-gang-enen!) und belebten Innenstadt …

  19. Ich halte es hier mit Paul Falk und auch mit Lennart Höring, oben im Text. Wenn der Entwurf nicht fix ist, dann ist es Zeit für Kompromisse. Und Kompromisse stellen leider selten alle Seiten zu 100% zufrieden, zeichnen sich aber vor allem dadurch aus, dass sich nicht eine Seite zu 90% durchsetzt. So wie beim jetzigen Entwurf!
    Eine Versetzung des Brunnes unter Einbehaltung ALLER Elemente des Brunnens, einer Infotafel und einer Sitzgelegenheit die nicht nur dem Imbiss dient ist doch ein guter Kompromiss? Was spricht dagegen?
    Die Moderne von heute sieht im Rückblick oft nicht mehr besonders schick aus, dafür ist gerade Bensberg mit seinen „modernen“ Bauten aus den 1960er – 80er Jahren ein sehr gut abschreckendes Beispiel. Überall auf der Welt kann man hingegen sehen, wie gut gepflegte Architektur aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg den Charme, Charakter und die Eigenart einer Stadt und eines Landes viel besser würdigt als zu viel Moderne. Erhalten wir uns ein bisschen Bensberger Eijenart in unserer „neugestalteten“ Schlosstraße indem wir den Emilienbrunnen soweit erhalten wie nur irgend möglich!

  20. Der Emilienbrunnen gehört zu Bensberg wie Tönnes und Schäl zu Köln. Die Touristen in Köln werden Tönnes und Schäl nicht wertschätzen können, weil sie die lange Geschichte nicht dahinter kennen und schauen stattdessen den Kölner Dom als auffällige Attraktion an.
    Die Besucher von Bensberg werden unsere Proteste wegen eines Brunnens nicht verstehen können aber… Der Emilienbrunnen hat eine lange Geschichte und ist für die Bensberger sehr wichtig. Er muss komplett bleiben und gehört dahin, wo er jetzt ist!

  21. Der Brunnen muss bleiben wie er ist ! Es kann doch nicht alles kantig und kalt aussehen!! Der Brunnen ist ein Lichtblick in Bensberg. Ich denke, mit meiner Meinung stehe ich nicht alleine da.

  22. Ich kann sehr gut ohne die so genannten Sichtachsen leben.

    Fast 125 Jahre haben die Bensberger nichts am aktuellen Standort auszusetzen gehabt. Die Sichtachsen-Idee wurde von Menschen importiert, die mit Bensberg nichts verbindet.
    Es wurden bereits viele gute Argumente gegen diese Sichtachsen vorgetragen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Ein Plätzchen an dieser Stelle macht meines Erachtens auch wenig Sinn. Es ist einer der zugigsten und verkehrsreichsten Punkte im Ort, der kaum zum Verweilen einladen wird.

    Letztendlich wird das Plätzchen nur die Imbissausgabe des Restaurants als Entré der Schlossstrasse in den Blickpunkt rücken. Auch das fände ich nicht schön.

    Das Wichtigste für mich ist, dass der Brunnen in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Eine Versetzung wäre allenfalls eine Kröte, die ich zu schlucken bereit wäre.

    Wenn Politiker in Unkenntnis der Bürgermeinung (warum haben sie sich damals nicht hinreichend informiert?) bisher anders entschieden haben, sollten sie jetzt wenigstens so viel Courage zeigen, den Fehler zu reparieren.

  23. Oben heißt es: “Zunächst aber weist er gegenüber dem Bürgerportal die Kritik klar zurück: Als Vorsitzender des BGV habe er durchaus das Mandat, Erklärungen in Sachen Architektur und Denkmalpflege abzugeben. Ein solches Mandat brauche er aber gar nicht, weil der als Person des BGV-Vorsitzenden und nicht für den ganzen Verein gesprochen habe.”
    Ich frage ich mich, warum Herr Prof. Werling davon ausgeht, nicht für den ganzen Verein gesprochen zu haben, obwohl doch seine Stellungnahme an die Stadtverwaltung – laut der in einer Web-Veranstaltung getätigten Aussage des Herrn Höring – auf dem Briefpapier des BGV abgegeben wurde. Stimmt das, wovon ich ausgehe, dann hat er seine Privatmeinung als Architekt unter dem falschen Briefkopf verfasst und damit den objektiv nicht vorhandenen Eindruck erweckt, als sei dies Vereinskonsens (zumindest innerhalb des Vorstands).

  24. Emilienbrunnen zum x-ten….

    Der Dank geht an die Redaktion für die wiederholte Berichterstattung zum Emilienbrunnen, hartnäckig am Thema, sachlich, vollständig, richtungweisend, Dank dafür.

    Ein Erkenntnisgewinn muss nicht zwangsläufig das Eingestehen eines Fehlers zur Folge haben, auch wird das Primat der Politik nicht verletzt oder gar ausgehebelt, wenn man auf Basis einer neu bewerteten und vervollständigten Informationslage zu anderen Entscheidungen kommt als vorher.

    Nicht zielführend ist indes, wenn man in einem solchen Falle die Güterabwägung oder gar die schweigende Mehrheit als Argument für das Beharren auf seiner Entscheidung auf unvollständiger Informationslage oder nach anderen Bewertungsmaßstäben anführt. Schlauer werden hat einer Sache noch nie geschadet, Bürgerbeteiligung auch nicht, Unfehlbarkeit ist uns fremd.

    Wenn man mit diesem Verhalten des Erkenntnisgewinns auch noch ein Stück näher an die Bürger rückt, für die das Ganze gemacht wird und die es am Ende bezahlen, dann ist es geradezu nachvollziehbar korrigierend vorzugehen. Den Brunnen als Brunnen belassen, die vier Becken mit „Fels“, auch vielleicht verschoben und die Auffahrt zum Schloss nicht einseitig verkürzt.

    Bürgerbeteiligung erzwingt ein anderes Verhalten, ein anderes Augenmerk in den eingespielten Abläufen und Prozessen einer Verwaltung, im Zusammenspiel mit der Politik. Da können wir gemeinsam noch sehr viel lernen, der nächste Leitbildprozess und die nächste Bürgerbeteiligung für die Innenstadt Bergisch Gladbach, das „Herz“ mit dem Zanders-Gelände die warten schon.
    Das sollte gelingen.

  25. Die Chance, das Engagement von Emilie Schmitz, aber auch der Bensberger Bürgerinnen und Bürger, angemessen zu honorieren, sollte unbedingt genutzt werden.
    Das heißt, dass der Brunnen einen Platz im Herzen Bensbergs verdient, der seiner historischen Bedeutung gerecht wird UND ihn in unser schönes Bensberg wirklich ansehnlich einbindet.

    ##### Hinweis ####

    Jannes Komenda  ist Mitglied der SPD-Fraktion und kandidiert in Bensberg Mitte.

    Am 13. September wird der Stadtrat und der Bürgermeister neu gewählt, der Wahlkampf spiegelt sich auch in unserer Kommentarspalte. Im Sinne der Transparenz kennzeichnen wir die Kommentator:innen, die bei der Wahl antreten oder zu einem Wahlkampfteam gehören – soweit bekannt.

  26. 180-Grad-Kehrtwende zum Emilienbrunnen

    Im Rhein-Berg-Kurier Nr. 1/2019 (S. 10) äußert sich Michael Werling zur ortsbildprägenden Bedeutung des Emilienbrunnens wie folgt: “Diese Positionierung [des Emilienbrunnens] ist vor gut 100 Jahren von den Initiatoren dieser Brunnenanlage ganz bewusst ausgewählt worden, um der Bedeutung dieser Wohltäterin gerecht zu werden, und zwar im Spannungsfeld zwischen der Kirche St. Nikolaus, dem kurfürstlichen Barockschloss und der Innenstadt von Bensberg. Deshalb ist es auch aus Sicht des BGV Rhein-Berg undenkbar, diesen Brunnen an eine andere Stelle zu versetzen.” Und jetzt im Bürgerportal GL vom 30.06.2020 vertritt der Vorsitzende des BGV Rhein-Berg Michael Werling die Meinung, dass eine Verschiebung des Brunnens für ihn als Architekten “geradezu erforderlich” sei. Woher kommt dieser Sinneswandel?
    Der BGV Rhein-Berg ist kein Architektenverein. Dennoch kann der Architekt Werling durchaus eine konträre Ansicht zum Vorsitzenden Werling des BGV Rhein-Berg vertreten, insofern er den Emilienbrunnen als identitätsstiftendes kulturelles Erbe ausklammert. Dann sollte er aber nicht als Sprachrohr des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg auftreten.

    Uwe Schwarz (BGV-Mitglied)
    Eva Michels-Schwarz (Geschäftsführerin BGV Rhein-Berg)

  27. Die Bensberger sind nun mal “en Eijenart”, wie es im Lied heißt. Sehr verbunden mit ihrer ehemaligen, eigenständigen Stadt, sich immer schwer tuend mit Direktiven aus Gladbach. Manchmal etwas kleinlich, an dieser Stelle aber für eine Sache känpfend, für die es sich wahrlich lohnt. Warum, ist schon sehr oft klargestellt worden. Was aber wieder einmal zum Ärgernis gerät ist die Ignoranz der Verwaltung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, stets alle Ankündigungen, “Bewohner einzubinden”, vergessend. Es wird in dieser Stadt kein Vertrauen mehr in die Verwaltung entstehen, dafür sind die Interessen der Bevölkerung zu oft mit Füßen getreten worden. Das kann sich nur mit der Kommunaklwahl ändern, wenn klug gewählt wird in Erinnerung der vielen, teilweise abstrusen Entscheidungen der Polituik und der Verwaltung.

  28. Es ist sehr zu wünschen, dass die monatelangen, engagierten Bemühungen der Bürgerschaft zur Rettung des für Bensberg charakteristischen und bedeutsamen Brunnenensembles doch noch auf ernsthaftes Interesse stoßen und Gehör finden.