Am Samstag und Sonntag hat der Rheinisch-Bergische Kreis wieder eine hohe Zahl von positiven Corona-Tests bestätigt. Damit stieg die 7-Tage-Inzidenz weiter kräftig an und erreicht inzwischen einen Wert von knapp 60. Die neue Verfügung mit den neuen Corona-Regeln steht nach wie vor aus.

Von Freitagnachmittag bis Samstag registrierte der Kreis 36 Fälle, am Sonntag waren es weitere 25. Damit stieg die Zahl aller bislang bestätigten Fälle um 61 auf jetzt 1081.

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Mit diesen Zahlen kletterte auch die 7-Tage-Inzidenz weiter an: von 50,8 am Freitag auf 54,9 am Samstag und 58,9 am Sonntag. Damit liegt der Kreis deutlich über der kritischen Grenze von 50 und gehört zu den Risikogebieten der Gefährdungsstufe 2.

In der Stadt Bergisch Gladbach zog die 7-Tage-Inzidenz leicht an und liegt jetzt bei 63,4.

Hintergrund: Am Wochenende hat der Rheinisch-Bergische Kreis seine Meldezeiten angepasst. Bislang zog der Krisenstab jeweils schon um 15 Uhr Bilanz eines Tages oder Wochenendes und meldete die Zahlen am Nachmittag. Seit heute wird jeweils um Mitternacht ein Strich gezogen, die Daten werden am Vormittag gemeldet.

Die Zahl der Genesenen hat sich über das Wochenende nicht verändert und wird unverändert mit 800 angegeben. Daher liegt die Zahl der aktut Infizierten jetzt bei 257. Allerdings sind hier die Daten am Wochenende wahrscheinlich nicht (komplett) aktualisiert worden.

Derzeit befinden sich laut Kreisverwaltung 906 Personen in Quarantäne. Über die Zahl der Corona-Patienten in stationärer Behandlung machte der Kreis am Montag keine Aussage.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Ortneue FälleFälle gesamtToteGenesenInfiziert7-T-Inzidenz
Bergisch Gladbach204971736111963,4
Burscheid26114911k.A.
Kürten45803622k.A.
Leichlingen710306835k.A.
Odenthal3401318k.A.
Overath59327219k.A.
Rösrath1110808721k.A.
Wermelskirchen912139622k.A.
RheinBerg6110812480025758,9

Die veränderten Meldezeiten des Kreises hatten am Wochenende dazu geführt, dass Kreis und das Landeszentrum Gesundheit unterschiedliche Zahlen für RheinBerg auswiesen; das soll durch eine Anpassung der Meldefristen jetzt ausgeräumt werden.

Dennoch sind sind die Daten des Rheinisch-Bergischen Kreises beim RKI und beim Landeszentrum Gesundheit NRW nicht vollständig aktualisiert. Damit fehlt dem Kreis noch die offizielle Grundlage, um die verschärften Corona-Regeln des Landes auch hier vor Ort in Kraft zu setzen. Eine solche Allgemeinverfügung wird aber in Kürze erwartet.

Bürgertelefon 

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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9 Kommentare

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  1. @Claudia St.
    Ich möchte hier Herrn Drosten zitieren: Die technischen Daten für die Maske sind nicht gut

  2. Zum einen sind die verschärften Regeln im Rheinisch-Bergischen Kreis gerade erst (mit Gültigkeit ab Mittwoch) offiziell verfügt worden. Zum anderen besteht auch in der Fußgängerzone keine Maskenpflicht. Nur die dringende Empfehlung, eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Details der neuen Regeln finden Sie hier:

    https://in-gl.de/2020/10/20/diese-corona-regeln-gelten-fuer-den-rheinisch-bergischen-kreis/

  3. Seit einigen Tagen liegt die 7-Tage-Inzedenz für Bergisch Gladbach eindeutig über 50.
    Hier: https://in-gl.de/2020/10/16/corona-was-im-rheinisch-bergischen-kreis-nicht-erlaubt-ist/ wird eindeutig darauf hingewiesen, dass bereits ab einem Wert >35 in der Fußgängerzone Maskenpflicht besteht.
    Um meinen Arbeitsplatz zu erreichen, muss ich die Fußgängerzone passieren. Dabei fällt schnell auf, dass noch nicht einmal 50% der Menschen außerhalb der Geschäfte eine Maske trägt.
    Wo ist das Ordnungsamt? Warum gibt es keine Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen? Warum klärt niemand die Menschen auf, die nicht selbst aktiv nach Informationen suchen?
    Da sehe ich durchaus die Stadt in der Verantwortung und bin sehr enttäuscht, dass diese ihre Verantwortung offensichtlich nicht wahrnimmt.

  4. Wenn es die viel besagte Eigenverantwortung und das soziale Verständnis gäbe, brauchten wir gar keine weiteren detaillierten Regeln.
    AHA-L – FERTIG. Und das nicht erst ab Corona-Inzidenz >35 oder >50, sondern permanent für mind. 3 Monate ab sofort, immer und überall – Punkt.
    Das setzt natürlich eine gewisse Fähigkeit logischen Denkens und die Bereitschaft temporären Verzichts voraus!
    Beide Voraussetzungen werden beispielsweise von den “Party-People” nicht erfüllt.
    Leute, ob jung oder alt, die meinen sie müssten immer noch Partys feiern, stufe ich persönlich nicht nur als rücksichtslos, unsozial und unverantwortlich ein.
    Diese “Party-Gemeinde” ist doch unbestritten erheblich für die massive und unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus verantwortlich.
    Daher erachte ich diese Leute als gefährlich für die Gesundheit von Mensch und Wirtschaft.
    Die Leute wissen genau was sie tun; schätzen aber nicht wie gut es uns in Deutschland geht.
    Alles wird als selbstverständlich gesehen und möglichst noch mehr gefordert.
    Deshalb bringen Gespräche und Aufklärung hier gar nichts.
    Hier muss man ans Geld.
    Und es muss weh tun und sich herumsprechen.
    1.000 EUR aufwärts bei Erstvergehen wären ein Anfang!
    Gott bewahre – aber in manchen Ländern wäre das Thema bereits erledigt.
    Wer meine Worte als zu hart empfindet, beurteilt sie bestimmt ganz schnell als eher noch zu lasch, wenn Oma, Opa, Vater, Mutter oder ein anderer nahestehende Mensch an diesem verdammten Virus verstorben ist!

  5. Sehr geehrter Herr Rafler, die Abrufzahlen unserer Beiträge zeigen, dass die Daten sehr viele Leute interessieren. Weil sich daran ablesen lässt, wie die Lage ist und wie man sich verhalten soll. Wir liefern Fakten und verzichten bewusst auf eine Kommentierung oder gar Bevormundung der Leser.

    Dass sich die Corona-Pandemie weiter ausbreitet ist aber klar, solange die Inzidenz-Zahlen weiter steigen sollte die Leute so vorsichtig wie möglich sein. Vielleicht hilft dieser Beitrag weiter:

    https://in-gl.de/2020/10/16/corona-was-im-rheinisch-bergischen-kreis-nicht-erlaubt-ist/

  6. Statistiken zu erstellen sind bedeutet viel Arbeit. Wen interessieren diese Daten? Wenige! Die Leute auf der Straße und zu Hause brauchen DRINGEND klare, verständliche und aktuelle Informatonen darüber, was gilt heute / morgen in Bergisch Gladbach auf den Straßen, in der Fußgängerzone… Und das bitteschön für ALLE verständlich in wenigen Sätzen zusammengefasst.
    MfG F. Rafler