Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern Leistungen, mit denen sie die deren Elektromobilität erhöhen, in einem größeren Maß steuerfrei zukommen lassen als das bislang möglich war.

Mit Schreiben vom 29. September 2020 hat das Bundesministerium der Finanzen die Voraussetzungen zur Anwendung der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 46 EStG und zur Pauschalierung der Lohnsteuer für Leistungen des Arbeitgebers zur Förderung der Elektromobilität aktualisiert. Die Erhöhung der Pauschalbeträge für den steuerfreien Arbeitgeberersatz als Auslagenersatz steht im Fokus.

Vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das elektrische Aufladen eines E-Fahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugs und für die zeitweise zur privaten Nutzung überlassene betriebliche Ladevorrichtung wurden mit Gesetz vom 07.11.2016 steuerbefreit (§3 Nr. 46 EStG).  Zu den begünstigten Fahrzeugen gehören lt. Finanzverwaltung auch Elektrofahrräder, wenn diese als Kraftfahrzeug einzuordnen sind (> 25 km/h) sowie Elektrokleinstfahrzeuge.

Nunmehr regelt die Finanzverwaltung neu, dass zur Vereinfachung des Auslagenersatzes für das elektrische Aufladen eines Dienst-PKW nach § 3 Nr. 50 sowie zur Anrechnung von selbstgetragenen Aufwendungen folgende monatlichen Pauschalen bis 31.12.2030 verwendet werden können:

  1. Mit zusätzlicher Lademöglichkeit beim Arbeitgeber: EUR 30 für E-Fahrzeuge und EUR 15 für Hybridelektrofahrzeuge 
  2. Ohne Lademöglichkeit beim Arbeitgeber: EUR 70 für E-Fahrzeuge EUR 35 für Hybridelektrofahrzeuge

Als Lademöglichkeit gilt jede beim Arbeitgeber befindliche ortsfeste betriebliche Einrichtung oder eine dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellte Stromtankkarte.

Sollten die vom Arbeitnehmer belegmäßig nachgewiesenen Kosten die Pauschale übersteigen, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer statt der Pauschale die tatsächlichen Kosten steuerfrei als Auslagenersatz nach § 3 Nr. 50 EStG erstatten. 

Dies setzt grundsätzlich voraus dass die geldwerten Vorteile sowie Zuschüsse zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn anfallen.

Wer als Arbeitgeber also über die entsprechende Infrastruktur verfügt, kann seinen Arbeitnehmern so ein „goodie“ zukommen lassen.

Wir beraten Sie gerne,

Ihre Claudia Rottländer 

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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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1 Kommentar

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  1. Puh, könnten Sie das bitte noch in eine Sprache übersetzen, die ich als normaler Arbeitnehmer verstehe?