Altenberg ist ein Schauplatz der Krimis von Oliver Buslau; Foto: Klaus Pehle/FHDW

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„Krimi 4.0“ war der Arbeitstitel für ein Konzept der Studierenden der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), das das Bergische Land in einer Kombination aus realen und virtuellen Erlebnissen und Spielen für junge Menschen attraktiv machen soll. Als Vorlage diente die Romanfigur Remigius Rott in den Krimis von Oliver Buslau.

Es kommt nicht häufig vor, dass ein bekannter Krimi-Autor eine Online-Präsentation von Studierenden der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) verfolgt. Jetzt aber war Oliver Buslau live dabei, als die Studierenden der Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit Dozent Peter Tutt das Konzept „Krimi 4.0“ vorstellten.

Warum? Die Projektarbeit der sechs Studierenden beschäftigt sich thematisch mit Figuren und Schauplätzen der „Bergischen Krimis“ von Buslau. Elf Krimis des Autors hat der Emons Verlag seit 2000 veröffentlicht. In der Hauptrolle ist immer der Wuppertaler Detektiv Remigius Rott den Verbrechern im Bergischen Land auf der Spur – gemeinsam mit seiner in Bergisch Gladbach lebenden Lebenspartnerin und Journalistin Wonne.

Wirtschaftsinformatiker Peter Tutt ist als Dozent bekannt für seine praxisnahen Aufgabenstellungen. Foto: Klaus Pehle/FHDW

Die spannenden Detektivstorys mit starkem Lokalbezug waren für die FHDW-Studierenden wie geschaffen, um ihr Konzept im Rahmen des Kurses „Praxis im IT-Consulting“ zu erstellen.

Dozent Peter Tutt erklärt die Aufgabenstellung so: „Die Zielsetzung des Projektes war, ein wirtschaftsinformatisches Konzept zu erstellen, um die Region rund um Bergisch Gladbach mit Hilfe aktueller Gamemöglichkeiten, mit virtuellen Spielideen und Augmented Reality für junge und technikaffine Menschen erlebbarer und attraktiver zu machen. Und dazu haben sie sich in die Bücher von Oliver Buslau eingelesen.“

Ein virtuelles Spiel führt durch das Bergische Land

Erst einmal haben die Studierenden einen Begleiter von Rott erfunden. Der Detektiv selbst taucht mit den Initialen RR in dem Konzept auf. Das sieht so aus: Auf drei unterschiedlichen Routen (Bergisch Gladbach, Bensberg und Odenthal/Altenberg) kann ein Smartphone- oder Tablet-Nutzer an festgelegten Standorten Rätsel, Wissensfragen und Spiele aufrufen, die ihn per GPS zum nächsten Schauplatz führen.

Am Odenthaler Hexenbrunnen zum Beispiel hält man das Handy im Foto-Modus auf den Brunnenkessel und muss über das Display kleine Fläschchen mit Ingredienzien in den Metallkessel werfen. Wenn das gelingt, fängt der Brunnen per Augmented Reality-Funktion wie wild an zu blubbern und das Spiel ist gewonnen.

Den Altenberger Dom muss der User als Schiebepuzzle zusammenfügen, an anderen Standorten erscheinen über einen QR-Code kryptografische Rätsel, kleine Sudoku-Spiele oder Wissensfragen zur Umgebung.

„Die Spiele verbinden Entertainment mit Infotainment“, erklärt die Studierende Carmen Dercks. „Sie sollen gleichermaßen Highscore-Jäger, Detektivfans und am Bergischen Land interessierte Menschen ansprechen. Und natürlich die Fans der Buchreihe von Herrn Buslau.“

Von der wirtschaftswissenschaftlichen Seite haben sich die Studierenden überlegt, dass zum Beinspiel die lokale Gastronomie, das Gewerbe oder Tourismusagenturen als Stakeholder in Frage kommen.

Der Krimiautor Buslau war sehr angetan von den Ideen der jungen Wirtschaftsinformatiker aus Bergisch Gladbach: „Super. Ich bin total beeindruckt, muss ich sagen. Ich bin solchen Dingen gegenüber auch sehr aufgeschlossen und freue mich natürlich, dass Sie sich so auf meine Rott-Figur eingelassen haben.“

Lokale Krimis von Oliver Buslau zum Anhören

Anschließend berichtete Buslau noch ausführlich über seine umfangreichen Recherchen, die er für die Authentizität seiner Krimis erledigen muss. Und darüber, wie die Zusammenarbeit eines Autors mit dem Verlag abläuft.

„Das war ein guter Austausch zwischen den Studierenden und Herrn Buslau. Ich denke, es war für beide Seiten sehr interessant“, kommentiert Dozent Tutt das Aufeinandertreffen des Krimiautoren mit den Wirtschaftsinformatikern.

FHDW

FHDW Fachhochschule der Wirtschaft in 51465 Bergisch Gladbach, Hauptstr. 2, Mail info-bg@fhdw.de, im Web http://www.fhdw.de/

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2 Kommentare

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  1. Hallo und Danke für die Anregungen. Da es sich um eine konzeptionelle Studie handelt, ist das Spiel als solches (noch) nicht verfügbar. Meine Studenten haben eher alle relevanten Möglichkeiten der Digitalisierung eines ortsgebundenen Games erhoben und exemplarisch erstellt. Ab März werden wir das Konzept aber noch einmal dem Verlag vorstellen. Ggf. ergeben sich dann weitere Schritte. Die FHDW hat keinen Studiengang zum Gamedesign, allerdings bestehen gute Kontakte zum b.i.b. International College mit eben so einem Ausbildungsgang. Möglicherweise wird da die Idee und das Konzept umgesetzt und dann hätten Sie auch die Möglichkeit einer aktiven Teilnahme.
    Beste Grüße und Dank für Feedback und Ihr Interesse.
    Fall Sie noch Fragen haben, können Sie mich gerne per Mail (Peter.Tutt@fhdw.de) kontaktieren.

  2. …das hört sich irgendwie interessant an. Die Umgebung spielerisch erkunden, vielleicht bei einer Fahrrad-Tour?
    Leider finde ich hier keine Info darüber, ob und wo man dieses „Spiel“ bzw. Konzept bekommen kann. Das würde ich gern mal ausprobieren. Ich fände auch einen Bericht über das „Making of“ dieses Konzepts ganz interessant!