Die Zentrale der Belkaw. Foto: Thomas Merkenich

Noch immer ist kein Ende des Chlors im Trinkwasser in weiten Teilen Bergisch Gladbachs und im Umland absehbar: Die Belkaw hat nun doch wieder Bakterien gefunden und auch die Ursache für die Verunreinigung entdeckt. Nun wird erneut gereinigt, gespült – und weiter gechlort.

In Teilbereichen des Wasserwerks Refrath seien „sogenannte umweltcoliforme Bakterien“ punktuell nachgewiesen worden, teilte das Versorgungsunternehmen Belkaw am Montag mit. Die Bakterien hätten für die menschliche Gesundheit zwar keine Bedeutung – nach der Trinkwasserverordnung gelten sie aber als Verunreinigung und dürfen im Trinkwasser dennoch nicht vorkommen.

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Daher wird das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Refrath weiterhin mit Chor versetzt, in Absprache mit dem Gesundheitsamt Rhein-Berg. Eine Prognose, wie lange diese (vor gut fünf Wochen begonnene) Maßnahme noch notwendig ist, nennt die Belkaw nicht mehr.

Betroffen sind die Stadtteile Asselborn, Bärbroich, Lückerath, Bensberg, Bockenberg, Kaule, Moitzfeld, Refrath, Alt-Refrath, Kippekausen, Frankenforst, Lustheide und Teile von Herkenrath. Außerdem versorge das Wasserwerk die Kürtener Ortsteile Spitze und Dürscheid. In Overath sind die Stadtteile Klefhaus, Untereschbach, Immekeppel, Mitteleschbach betroffen

Insekten durch Lüftungsrohr eingedrungen

Immerhin hat die Belkaw jetzt, nach dem erneuten Nachweis der Bakterien, die Ursache für die Verunreinigung aufspüren können. Fluginsekten seien durch ein Lüftungsrohr in einen Teilbereich des Wasserwerks gelangt und hätten die Bakterien eingetragen.

Daher werden jetzt „geeignete Maßnahmen zur Beseitigung und intensive Reinigungsmaßnahmen“ durchgeführt. Bis die abgeschlossen sind werde die vorsorgliche Chlorung aufrechterhalten.

Erneut weist die Belkaw darauf hin, dass das Trinkwasser engmaschig überwacht wird, hygienisch einwandfrei sei und mit allen strengen gesetzlichen Anforderungen konform gehe. Es könne weiterhin problemlos für alle Anwendungen und den menschlichen Genuss ver-wandt werden, auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung.

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Redaktion

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7 Kommentare

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  1. Eigentlich kann man doch froh sein, dass man sich nur über solche vorübergehenden Unannehmlichkeiten ärgern muss. Bei der Gelegenheit wird dem einen oder anderen vielleicht wieder einmal klar werden, wie privilegiert wir hierzulande (u.a.) dadurch sind, dass wir jederzeit gesundes Trinkwasser aus der Leitung bekommen, während anderswo auf der Welt die Menschen zum Teil schon froh sind, wenn sie sich einmal am Tag ein paar Liter im Kanister aus irgendwelchen zweifelhaften Brunnen holen dürfen.

    1. So weit braucht man garnicht zu blicken.
      Auch in Deutschland gibt es noch viele Menschen, die von ihrer Quelle oder ihrem Brunnen abhängig sind.
      Durften wir eindrucksvoll im Schwarzwald erleben, wenn wie in einigen vergangenen Sommern der Regen ausblieb oder ganz allgemein die Kuhherde des Nachbarn mal wieder in das Einzugsgebiet ausgebüxt war.

      Unser Freund in Norwegen plant eine 3 KM lange Leitung von einem Bergsee zu legen um an Brauchwasser zu kommen, weil das kostbare Trinkwasser in seinem Brunnen im Sommer immer weniger wird und die Trinkwasser Qualität in Folge immer schlechter wird.
      Auch in Norwegen kennt man inzwischen extreme Trockenheit.

      Hier wird dann rumgejammert, weil der Kaffee evtl nicht schmecken könnte, weil man einen verantwortungsvollen Lieferanten hat, der uns rund um die Uhr mit einwandfreien und sauberen Wasser aus der Leitung versorgen möchte,

  2. Guten Tag,
    vielen Dank für den Artikel.
    Auf der Website der Belkaw habe ich keine aktuellen Infos gefunden.

  3. Und ich dachte ich spinne. Ich habe mir den Chlorgeruch doch nicht eingebildet! Es war so stark, dass ich auf meinen Kaffe verzichtet habe…