Seit einem Jahr ist der beliebte Strundeweg beschädigt, seit dem Herbst sogar komplett gesperrt. Je länger die Stadt nichts unternimmt, desto größer wird der Schaden am Damm des Mühlengrabens, warnt der ADFC.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des ADFC

Im Februar 2025 wurde der Damm der Mühlengrabens, ein wichtiger Abschnitt des bei Wanderern und Radfahrenden sehr beliebter Strundeweges zwischen der Eulenburg und der Igeler Mühle erneut unterspült und nahezu unpassierbar.

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Fotos: ADFC

Nachdem der ADFC Im August 2025 die Sanierung angemahnt hatte gab es keine Anzeichen auf eine Verbesserung der Situation. Im Gegenteil, im Verlauf der folgenden Monate hat die Beschädigung des Weges kontinuierlich zugenommen.

Er musste Ende Oktober 2025 komplett gesperrt werden mit dem Hinweis, auf den Trampelpfad neben der Landesstraße auszuweichen.

Eine Kommunikation der Stadt zum Sanierungsplan, falls es überhaupt schon einen konkreten Plan gibt, ist bisher nicht erfolgt. Auch im Haushaltsentwurf der Stadt für das Jahr 2026 finden sich keine Hinweise auf die Einplanung entsprechender Investitionsmittel für eine nachhaltige Sanierung. Da der Strundeweg Teil des Regio-Grün-Projektes „Erlebnisroute Ost“ der Regionale 2010 öffentlich gefördert wurde, ist die Erhaltung und Unterhaltung als eine haushaltsrechtlich Pflichtaufgabe der Stadt anzusehen.

Am ersten Sonntag im September 2026 ist das nächste Strundetal-Fest. Vor zwei Jahren war das Strundetal-Fest der Anlass für eine kurzfristige Abdichtung der Unterspülung, die aber nur wenige Monate gehalten hat. Die jetzige Unterspülung hat aber infolge des mehrmonatigen Stillstandes deutlich größere Schäden mit einem großen Loch in der Mitte des Weges angerichtet (siehe 2. Foto oben).

Wie so oft in solchen Situationen des Nichtstuns hat sich Vandalismus breit gemacht: Die direkt vor dem Loch angebrachten Absperrungen wurden in dem Graben bzw. die Böschung geworfen.

Es ist höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung sich mit hoher Priorität um das Problem kümmert. Vielleicht sollte der neue Bürgermeister es zu Chefsache machen?

Der ADFC ist ein Verband von RadlerInnen, die das Ziel verfolgen, den Verkehr fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten. Neben seinem Engagement für eine umweltbewusste und damit nachhaltige Mobilität berät der ADFC in allen Fragen rund ums Fahrrad. Eine Vielzahl von geführten Radtouren lässt...

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  1. Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
    Die Stadtverwaltung hat in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung (AIUSO) auf Nachfrage der Ausschußmitglieder Stellung genommen. Die Situation ist bekannt und es wird mit Priorität an zwei unterschiedlichen Lösungsansätzen gearbeitet. Sobald diese finalisiert sind, werden sie dem zuständigen Ausschuß zur Entscheidung vorgelegt. Ich intepretiere die Ausführungen der Verwaltung so, daß mit der Beschlußvorlage in absehbarer Zeit gerechnet werden kann.

  2. Der Weg ist auch ein beliebter Weg für Spaziergänger. Ich selbst gehe dort seit vielen Jahren regelmäßig lang. Es ist eine Schande, dass dieser schöne Weg anscheinend erst dann Prio bei der Stadt bekommt, wenn ein offizielles Fest ansteht. Hätte die Stadt ihn letztes Jahr schnell repariert, nachdem er beschädigt wurde, müsste sie jetzt auch nicht auf die winterliche Witterung verweisen, die einer Reparatur in den letzten Wochen verständlicherweise entgegen stand.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich den Weg neben der Landstraße nicht so unzumutbar finde, wie er hier dargestellt wird. Ich bin da ein paar Mal lang gegangen. Der Weg ist natürlich lange nicht so schön wieder der entlang der Strunde, aber besonders gefährlich finde ich ihn auch nicht.

    Trotzdem: Keine Entschuldigung für die Stadt, den Strundeweg nicht schnellstmöglich nachhaltig instand zu setzen.

    1. Der von Rainer Lingmann zitierte Weg neben der Landstraße wird auch von der Verwaltung und der Polizei nur als “Trampelpfad” eingeordnet. Für den Radverkehr ist er als “Strampelpfad” nur auf eigene Gefahr und unter Berücksichtigung des Prinzips der gegenseitigen Rücksichtnahme nutzbar. Für einen Begegnungsverkehr, insbesondere stadtauswärts linksseitig fahrend, ist der Pfad viel zu eng und zu nahe an der KFZ-Fahrbahn. Für Viele erscheint das aber sicherer, als auf der Fahrbahn viel zu eng als mit dem außerorts zulässigen Überholabstand von zwei Metern von Autos, Bussen und Schwerlastverkehr überholt zur werden. Ein regelkonformer Radweg scheitert bisher an der mangelnden Priorität beim zuständigen Land NRW und lokalen Naturschutz-Belangen.

  3. ja, dem stimme ich zu. Was ist los mit unseren Straßen, Wegen, Reinigung (Mülltonnen werden nicht geleert, Glascontainer ebenfalls) Mit dem Fahrrad würde ich zur Zeit auch nicht auf Bergisch Gladbacher Straßen unterwegs sein müssen. Die Schlaglöcher sind lebensgefährlich.
    Auch hier nochmals aufgegriffen, dass angeblich 50 Löcher pro Tag “gestopft” werden….. erst einmal sind 50 echt wenig und zum zweiten: wo denn? Hier im Stadtgebiet kommt nichts an.

    1. Ja, aktuell sind selbst die Fahrbahnen nicht ohne. Selbst die Bensberger Str. in Höhe der Arbeitsagentur hat Löcher, welche in Breite und Tiefe ein sicheres Befahren mit Zweirädern nicht mehr zulassen.
      Auch die Längsrisse zwischen Umweltspur und Fahrbahn Richtung Driescher-Kreisel an der Gohrsmühle sorgen für Sturzgefahren.
      Das wird allerdings noch von der Paffrather Str. zwischen Kreisel Reuterstr. und der Abfahrt zur Rampe der Stationsstr. getoppt, welche aktuell eher einer MTB-Teststrecke entspricht.

      1. Die Verlängerung bis zum Rathaus hin ist auch nicht besser. Man kann zur eigenen Sicherheit nur ziemlich mittig der Straße fahren, damit man ausreichend Platz zum Ausweichen der Schlaglöcher hat.

  4. Der miserable Zustand dieses wie auch weiterer Wege zeigt, welchen Stellenwert der Fuß- und Radverkehr in unserer Stadt hat. Es gibt nur 3 bis 5(*) nennenswerte Radwege im Stadtgebiet – aber selbst diese wenigen verfallen. Immer wieder hört mensch in Diskussionen, es sollten doch “erstmal die vorhandenen Wege saniert werden”, bevor über neue nachgedacht wird. Schön wär’s…!

    (*) Strunderadweg, Bahndammbegleitweg, Trotzenburger Weg, ggf. noch Hebborner Weg und Am Heidetor