Ingrid Koshofer (2. v.l.) und Klemens Delgoff (2.v.r.) mit großen und kleinen Helfern beim Setzen der ersten Pflanzen am Lübbe-Haus

Das Gustav-Lübbe-Haus bekommt einen neuen „Vorgarten“ – nicht für Blumen und Büsche, sondern eher für Kräuter und Gemüse. Den Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft soll damit der Anreiz gegeben werden, Kochzutaten selbst anzubauen und frisch zu ernten.

Möglich wurde die Einrichtung dieses „interkulturellen Gartens“ durch die Spende der Künstlerinnen und Künstler, deren Werke im vergangenen Jahr bei der Benefizauktion „Kunst tut gut“ versteigert wurden. Mindestens 50 Prozent des Versteigerungserlöses gehen bei dieser einmal jährlich stattfindenden Veranstaltung an einen guten Zweck und kommen in der Regel einer Einrichtung oder einem Projekt in Bergisch Gladbach zugute.

Das Organisationsteam um Ratsmitglied Ingrid Koshofer sucht den oder die Empfänger jeweils im Vorfeld aus; im vergangenen Jahr herrschte Einigkeit, dass die Spenden in die Flüchtlingsarbeit fließen sollten. Rund 5.800 Euro sind bei der Auktion im Grandhotel Schloss Bensberg am 8. November 2015 zusammengekommen.

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„Heimat und Angekommensein hat auch viel mit Essenskultur zu tun. Ein interkultureller Garten schafft für die Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkunft die Möglichkeit, Frisches von der eigenen Scholle zu ernten und gemeinsam kreativ zu sein“, erläutert Ingrid Koshofer die Idee. „Unsere Wunschvorstellung wäre es natürlich, wenn auf diese Weise auch ein Austausch mit Bergisch Gladbacher Gartenfreunden zustande käme.“

Platz für die gärtnerische Betätigung gibt es reichlich. Klemens Delgoff, Vorsitzender des Refrather Gartenbauvereins, hat für die Anlage der Beete zehn Pflanzkästen aus Stahlblech in der Größe 100 x 300 cm beschafft.

In der Woche vor Ostern wurden sie angeliefert; GL Service half beim Befüllen mit Mutterboden und Dünger. Delgoff wird gemeinsam mit einem Gärtnerkollegen des GL Service auch weiterhin für die fachkundige Unterstützung sorgen.

Carmen Reichel vom Team Kunst tut gut mit jungem Blumenfreund aus dem Gustav-Lübbe-Haus

Die ersten Setzlinge kamen nun in die Erde. Mit Eifer bei der Sache waren dabei auch die Kinder des unterkunftseigenen Kinderladens und deren Eltern.

In einigen Monaten können die frischen Kräuter, Gemüse und Salate dann schon geerntet und in den Töpfen der Selbstversorgerküchen des Gustav-Lübbe-Hauses zu schmackhaften Gerichten verarbeitet werden.

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