Bergisch Gladbach droht eine Attraktion zu verlieren, wenn, ja wenn nicht schnell und vorausschauend gehandelt wird: Der Driescher Kreisel ist gefährdet! Er könnte zum Drisser Kreisel verkommen.

Heute ist er noch attraktiv mit Wüstengräsern bepflanzt und mit gefühlt 100 Baken, Schranken und anderen Verkehrszeichen übersichtlich ausgestattet. Aber nach dem Wegfall der Kohlentransporte könnten die Unterhaltskosten – bis jetzt noch von der Papierfabrik geleistet – wegfallen.

Politik und Verwaltung sind gefordert, den in der ganzen Welt gefeierten Kreisel in ein Industrie-Museum der besonderen Art (Ende der Carbonzeit, manifestierte Fehlplanung, Kuriosum am Einfallstor zur Naturarena etc.) zu überführen und der Nachwelt zu erhalten.

Jetzt haben alle noch die Gelegenheit, das Industriedenkmal im Originalzustand anzuschauen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit.

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Klaus Hansen

ist Fotograf, Designer und Kommunikationsberater.

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2 Kommentare

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  1. Ich schlage vor, die Rechte an diesem Schmuckstück z.B. an das Miniatur-Wunderland in Hamburg zu veräußern. Da wäre so ein Kreisel gut aufgehoben.
    Vielleicht könnte man die Verkehrsgestaltung dort und bis zum Bahnhof aber auch in die Lehrbücher für Verkehrsplanung aufnehmen als -so nicht- Fallbeispiel.

    Nein,
    mit dem Wegfall der Schienen an diesem Nadelöhr besteht die Chance die Verkehrsführung hier mit der Zufahrt zur Rhein-Berg-Galerie und weiter zum Bahnhof neu zu überdenken und die sich kreuzenden Verkehrsströme zu entzerren.
    Zumindest bietet sich eine Umgestaltung a la Turbokreisel an, damit nicht die ganz schlauen auf dem Weg zu Rhein-Berg-Galerie, die sich über die Innenspur ganz schnell noch vorne in den Stau einreihen, immer wieder den nach Westen ablaufenden Verkehr blockieren.