Die Bürgerinitiative Sand/Heidkamp sorgt sich um die Auswirkungen des FNP auf Tierwelt und Klima, auf Verkehr und Entwässerung. Teil 8 der Serie.

Wir dokumentieren die Stellungnahme der BI Sand/Heidkamp im Wortlaut:

„Mit dem Flächennutzungsplan wird die Antwort auf die Klimaproblematik klar verfehlt. Die klimatischen Auswirkungen werden allen Expertenaussagen zum Trotz ignoriert. Nur kleinteilige Begrünungen und Sichtachsen werden mit Sicherheit keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Das in unserem Bereich bedeutende Kaltluftentstehungsgebiet hat aber bedeutende übergeordnete klimawirksame Funktion, wie das der frühere Steckbrief auch anerkennt. Es ist doch klar, dass diese durch eine bevorstehende Bebauung beseitigt wird.

Bei Umsetzung des FNP werden in unserem Bereich Fledermäuse, Greifvögel und viele andere Tiere werden durch eine Bebauung vertrieben werden. Ein naturschutzrechtlicher Ausgleich wird zwar angeboten, wir haben aber Zweifel, wie und wo das umgesetzt werden soll.

Im alten Steckbrief von November 2017 wird noch bestätigt, dass das Landschaftsbild eine wichtige Naherholungsfunktion aufweist, besonders auch hinsichtlich des Lärmschutzes. Dies wird nun wie folgt kommentiert:

„Die Erholungsfunktion beschränkt sich in erster Linie auf die optische Wirkung sowie die Kleingartennutzung für einen eingeschränkten Nutzerkreis, da sich die Flächen in Privatbesitz befinden. Insgesamt verbleiben trotz der Darstellung der geplanten Wohnbaufläche im Umfeld des geplanten Eingriffes weiterhin Flächen ( z.B. Schloss Lerbach ), die der Naherholung dienen.“

Das ist schlichtweg falsch: Eine schlichte Befragung von Spaziergängern würde das Gegenteil herausbringen. Außerdem ist der Zugang zum Park von Schloss Lerbach seit Jahren gesperrt – die Zukunft und öffentliche Nutzung sind wegen Geldmangels ungewiss.

Das heute bereits existierende Verkehrsaufkommen in der Rush-Hour und die daraus gegenwärtig bereits resultierenden Störungen und Probleme auf der Oberheidkamper Straße werden durch den FNP verstärkt.

Bezüglich der Entwässerung dieses künftig dann extrem versiegelten Gebiets lässt sich bereits heute die Zukunft voraussagen. Bei Starkregen gibt es in der Kurve der Grundschule regelmäßig knöchelhoch Abwasserrückstau.”

Reden Sie mit: Am politischen Stammtisch XXL des Bürgerportals am 6. November stehen Stadtbaurat Harald Flügge, CDU-Ratsherr Lennart Höring sowie Vertreter der Bürgerinitiativen und des Naturschutzbundes Rede und Antwort. Ab 19 Uhr im großen Saal des Wirtshaus am Bock. Mehr Info

Alle Beiträge der Serie

Widerspruch Kalmünten: „Beschwichtigungsversuch”

Widerspruch Kb8c, Kb7a, Sc16d: „Mutige Interpretation”

FNP-Widerspruch Moitzfeld: Ohrfeige für engagierte Bürger

Widerspruch Nu7: Stadtrat als (vor-)letzte Hoffnung

Widerspruch Sc16b /Sc16d: „Ein schlechter Witz”

Die ELF: Unzulässige Darstellung der Bahntrasse im FNP

Widerspruch Gr7b: „Das hat mit Abwägung nichts zu tun”

Weitere aktuelle Beiträge zum FNP:

„Datenweitergabe macht FNP angreifbar”

Stammtisch XXL: Finale für den Flächennutzungsplan

FNP: „Keine Rücksicht auf Bürger, Klima, Umwelt”

Unterlagen für den Beschluss des FNP liegen vor

Was Sie über den FNP wissen müssen (2)

Eklatante Fehler bei der Bürgerbeteiligung zum FNP

Grünes Licht für Krüger-Bau im Neuborner Busch

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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