Die Tage der Schlossstraße, die Sie kennen, sind gezählt. Mit der „Straße der vielen Begegnungen” wird alles anders. Foto: T. Merkenich

Stadtplaner und Architekten haben die Vorplanung für die neue Schlossstraße abgeschlossen und einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt. Er enthält eine Festlegung auf die Zahl der Parkplätze und auf die Gestaltung von Treppe und Mauer – sowie einige Überraschungen.

Die Stadtverwaltung hat die neuen Pläne am Mittwoch im Ratsinformationssystem eingestellt; dabei handelt es sich um eine Beschlussvorlage für die gemeinsame Sitzung der zuständigen Ausschüsse am 26. Februar. Dann muss die Entscheidung fallen – weil sonst die Eröffnung der Schlossgalerie im November nicht möglich wäre.

Die Grundsatzentscheidung über das Material der Pflastersteine (Natur oder Beton) für die gesamte Schlossstraße soll in der Ausschusssitzung „als Ergebnis der gemeinsamen Beratung” fallen. Dabei spielen die Kosten eine wichtige Rolle – eine Kostenschätzung will die Verwaltung offizielle erst in der Sitzung vorlegen.

Im Kern verteidigen Stadtplaner und Architekten den Wettbewerbsentwurf. Die Zahl der Parkplätze wird mit „ca. 97″ beziffert, die umstrittene Mauer soll als strukturierte, aber dennoch massive, nicht begrünte Wand gebaut werden.

Einige Änderungen gibt es bei der Anordnung der Bäume, hier kommen u.a. einige „Solitäre” dazu. Den Kindern wird – über den bestehenden Spielplatz hinaus – ein Wasserspielplatz in Form eines „Fontänesfeldes” vor der Schlossgalerie spendiert. Die Barrierefreiheit bleibt ein Problem.

Die Einwände und Hinweise, die Anwohner, Einzelhändler und Immobiliensitzer in der ersten und einzigen Sitzung des „interfraktionellen Arbeitskreises” geäußert hatten, finden sich im Entwurf nicht wieder.

Wir dokumentieren die wichtigsten Inhalte der Vorlage, mit einem besonderen Fokus auf die Veränderungen, weiter unten. 

CDU-Fraktionschef Michael Metten kündigte im Gespräch mit dem Bürgerportal an, dass die CDU der Vorlage zustimmen wird. In einigen Punkten befinde man sich noch im Gespräch, aber es gebe grundsätzlich keine Einwände.

Die SPD hat nach Angaben von Fraktionschef Klaus Waldschmidt noch keine abschließende Entscheidung getroffen und will zunächst die Beschlussvorlage prüfen und Beraten.

Die FDP wird laut Fraktionschef Jörg Krell zustimmen; bereits der Wettbewerbsentwurf sei ansprechend gewesen, seine Integrität sei zu wahren. Allerdings plädiere die FDP dafür, die Mauer etwas niedriger und wenn möglich in Terassenform anzulegen.

Die Grünen sind nach Aussage von Ko-Sprecherin Edeltraud Schundau nicht mit der Vorlage einverstanden – weil die Mauer ohne Begrünung nicht den Anforderungen des Klimaschutzes entspreche.

Alle vier Fraktionen sind sich einig, dass die Entscheidung jetzt fallen muss. Der Schlossgalerie-Investor Centerscape habe sich schriftlich an alle Ratsmitglieder gewandt und deutlich gemacht, dass auf die Stadt Regressforderungen zukommen, sollte die Treffe nicht bis November fertig sein.

Reaktionen von Linken und Mitte-rechts liegen bislang nicht vor.

Erste Stimmen aus den Reihen der Einzelhändler lehnen den neuen Vorschlag ab. Der Plan sehe die Fällung fast aller bestehenden Bäume vor und missachte alle Forderungen des Klimaschutzes; es gebe keinen durchgängigen Stadtplatz, die Darstellung von 97 Parkplätzen sei nicht realistisch (da Zufahrten und Außengastronomie nicht berücksichtigt seien).

Dokumentation:

Wir dokumentieren Auszüge der Beschlussvorlage, die komplette Vorlage finden Sie unten.

In einer Vorbemerkung fasst die Vorlage noch einmal das Konzept zusammen, mit dem das Kölner Architektenentwurf den Wettbewerb für die Neugestaltung der Schlossstraße gewonnen hatte:

„Unter den Leitbildern „Stadtkrone in neuem Glanz“ und „Straße der vielen Begegnungen“ erhält die Schloßstraße ein neues, zeitloses und zukunftsfähiges Freiraumkonzept mit eigener Identität. Eine klare, auf wenige Elemente reduzierte Gestaltung mit stadträumlich verbindenden Leitlinien verleiht der Straße ihren eigenen Charakter und gibt ihr ihre zentrale Bedeutung innerhalb des Stadtgefüges wieder.

Auf der Südseite der Straße bildet eine straßenbegleitende Baumreihe das neue räumliche Rückgrat der Straße. Begrenzt durch die städtebaulichen Raumkanten entstehen auf der Nordseite der Straße mehrere platzartige, multifunktional nutzbare Teilräume.

Ein einheitlicher Stadtboden bildet den Boulevard der Begegnung, der alle stadträumlich wichtigen Orte des Stadtteils miteinander verbindet.

Er stellt zudem den Fußgänger und den Radfahrer in den Mittelpunkt.

Der derzeitig dominierende Verkehrscharakter und die Vielzahl der Parkplätze der Schloßstraße werden reduziert und die Straße erhält einen urbanen, weitgehend barrierefreien Platzcharakter.

Aufgrund der topographischen Situation wird die Treppe als identitätsstiftendes Motiv aufgegriffen und an verschiedenen Orten zur Überwindung der Höhenunterschiede eingesetzt.”

Bei der Zahl der verbleibenden Stellplätze orientiert sich die Vorlage am Beschluss des Stadtrates und bleibt damit hinter den Forderungen der Händlerschaft zurück. Der Beschlussvorschlag lautet:

„Der AUKIV beschließt die Variante der Parkplatzanordnung in Längsaufstellung mit insgesamt ca. 97 Parkplätzen der weiteren Entwurfsplanung zugrunde zu legen.”

In den Erläuterungen dazu werden einige wichtige Veränderungen gegenüber der ursprünglichen Planung genannt:

„Die Überprüfung ergab, dass der westliche Bereich der Schloßstraße, zwischen der Gladbacher Straße bis zur Kreuzung Nikolausstraße, nicht wie zuvor vorgeschlagen mit Senkrechtstellplätzen, sondern beidseitig mit Parkplätzen in Längsaufstellung versehen wird. Diese Planung entspricht in etwa der heutigen Anzahl von ca. 20 Stellplätzen, während jeder einzelne Stellplatz mit einer Breite von 2,50m und einer Länge von 6,25m deutlich komfortabler ausfällt. 

Ein weiteres Stellplatzpotential bietet die Nikolausstraße, welche derzeit bereits einseitig beparkt wird. Das überarbeitete Gesamtkonzept sieht hier 6 Stellplätze in Längsaufstellung vor. Der bestehende Straßenquerschnitt ist sehr eng, so dass eine Aufweitung der Nikolausstraße geprüft werden soll. Dies erfordert jedoch einen Erwerb von Flächen der Kirchengemeinde. 

Im östlichen Teil der Schloßstraße läuft die von Norden kommende einseitige Längsparkierung mit eingestreuten Bäumen bis zur Straße Am Stockbrunnen durch. 

Aufgrund des Flächenbedarfs der Ausstattungslinie, die auf der anderen Straßenseite ebenfalls durchläuft, kann nur durch eine Anordnung der Stellplätze in Längsrichtung eine angemessene qualitative Aufwertung der Straße erfolgen, so dass eine anders geartete Anordnung der Stellplätze zu einem stadtgestalterischen nicht adäquaten Erscheinungsbild führen würde. Insgesamt können im östlichen Bereich ca. 27 Stellplätze angeboten werden.

Bei der Gestaltung der Freitreppe entlang der Schlosssgalerie sowie der umstrittenen Mauer an der Hangseite halten Verwaltung und Architekten an der Mauer in Reinform fest; Forderungen nach einer Terassierung oder eine Begrünung der Wand werden nicht aufgenommen. In der Vorlage heißt es:

Der Höhenunterschied zwischen Treppenanlage und angrenzender Hangsituation wird mit einer Stützwand abgefangen. Im Gegensatz zum Architektenentwurf von F.-W. GROEFKE bindet die neue Stützwand im oberen Bereich an die Engelbertstraße an. 

Mit dieser Geste wird der Zugang zur Treppe und zur Schlossgalerie, und damit die Anbindung des höher liegenden Stadtniveaus an die Schloßstraße im Sinne einer Leitwand gestärkt. 

Am Fußpunkt verläuft die neue Stützwand abweichend vom Architektenentwurf bis zum Aufgang zur Kadettenstraße. Die Treppenanlage im Bereich des öffentlichen Toilettenhauses wurde ebenfalls überarbeitet, um den Zugang zur Kadettenstraße zu verbessern. 

Nach intensiver Prüfung hat sich aus kosten-, bauablauf- und bautechnischen Gründen als Bauweise für die Stützwand die Variante mit Betonfertigelementen als geeignetste Lösung ergeben. Dabei werden die Betonfertigelemente mit einem angeformten Fuß auf  Streifenfundamente versetzt. Die Oberflächengestaltung der Betonelemente kann durch Verwendung entsprechender Schalungen, Farbzuschläge bzw. mechanische Nachbehandlung (z.B. Strahlen) im Werk bestimmt werden. (…)

An den beiden Endpunkten der Stützwand werden Schriftzüge installiert, die Bezug auf den Ort nehmen. Die abschließende Ausführung und der textliche Inhalt werden in den weiteren Planungsphasen festgelegt. 

Ebenso ist eine Beleuchtung der Stützwand vorgesehen. Diese kann entweder über die Mastleuchten mit zusätzlichen Strahlern oder durch Lichtlinien am Fußpunkt der Stützwand realisiert werden und gewährleistet in den Abendstunden ein attraktives, angenehmes Ambiente. 

Die Geländemodellierung der angrenzenden Böschungssituation schließt 1m unterhalb der Mauerkrone an. Somit bildet die entstehende Brüstungshöhe eine Absturzsicherung für den Pflegeweg, der direkt im Anschluss an die Stützwand verlaufen muss. Die Böschung wird als extensive Vegetationsfläche mit flächendeckenden Bodendeckern bepflanzt. Vereinzelte Großsträucher oder Bäume geben der Böschung noch mehr Grünvolumen und legen sich als natürlicher Filter vor die steile Hangsituation und die Nachbarbebauung. 

Eine weitere dreiecksförmige Treppenanlage lehnt sich an den zur Schlossstraße ausgerichteten Anbau der Schloßgalerie an. Die Treppenanlage überwindet in direkter Gebäudenähe den Höhenunterschied zwischen Erdgeschossniveau und der überbauten Dachfläche des Anbaus. In Richtung öffentlicher Toilettenanlage laufen die verschleifenden Stufen langsam aus, so dass dort ein barrierefreier Übergang und eine Anlieferung zum oberen Niveau der Schlossgalerie gewährleistet werden kann. (…)

Weitere Änderung gibt es bei der Anordnung der Bäume:

„Auf der Südseite der Schloßstraße bildet eine straßenbegleitende Baumreihe das neue räumliche Rückgrat der Straße. Diese einseitige Baumreihe war im Wettbewerbsentwurf ein entscheidendes Gestaltungsmerkmal. Ziel ist es, diese Baumreihe möglichst durchgängig umzusetzen. Ob einzelne Bestandsbäume, z.B. die Robinien im Bereich des östlichen Wendehammers, in diese Baumreihe integriert werden können, hängt u.a. von der Vitalität der Bestandsbäume ab und wird im weiteren Planungsverlauf geprüft. (…) 

Entgegen dem Wettbewerbsentwurf soll in der Verlängerung der Schloßstraße zum Schloss von der Kölner Straße aus bis zur Kreuzung Nikolausstraße eine zwei- statt einreihige Baumsetzung erfolgen. In Anlehnung an die Lindenallee sollen auch hier geschnittene Kopflinden gepflanzt werden, um so die historische Achse zum Schloss deutlich zu stärken. 

Als weitere Entwicklung zum Wettbewerbsentwurf werden im Bereich der platzartigen Aufweitungen auf der Nordseite der Schloßstraße zusätzliche Solitärbäume gepflanzt bzw. Bestandsbäume in die Planung integriert. Im Rahmen dieses Konzeptes ist auch für den oberen Stadtplatz am Fuße der großen Treppenanlage westlich der Schlossgalerie ein Solitärbaum angedacht. Dieser Solitärbaum legt sich als zusätzlicher grüner Filter vor die Böschung und Stützwand.

Beim Material bleibt es beim ursprünglichen Vorschlag, die Ausstattung mit „Straßenmöbeln” wird konkretisiert:

„Die Geschichte der Stadt Bensberg wird in Form des damals geförderten Bleiglanzerzes aufgenommen, das mit seiner prägnanten grau-beigen Farbgebung als farbliches Motiv für die Gestaltung der gesamten Schloßstraße dient. 

Sowohl der Flächenbelag, die Farbgebung der Treppenanlagen und der Stützwand, aber auch sämtliche Ausstattungselemente sollen sich an diesem farblichen Motiv orientieren und sorgen in Gänze für einen harmonischen Gesamteindruck. Somit wirkt die Schloßstraße warm, freundlich und einladend und erhält eine große Aufenthaltsqualität. 

Eine durchgängige Ausstattungslinie war im Wettbewerbsentwurf ein entscheidendes Gestaltungsmerkmal. Die Ausstattungslinie schließt sich nach Norden an die Fahrbahn an und besteht aus einer durchlässigen Reihe aus Lichtstelen, Bänken, Papierkörben und Fahrradständern im Wechsel. Sie dient zum einen zur Ausstattung des öffentlichen Stadtraums und zum anderen zur räumlichen Orientierung für die Autofahrer. “

Zum Straßenbelag wird ausgeführt:

„Ein neuer Stadtboden legt sich als einheitliches Material in die Schloßstraße zwischen der Straße Am Stockbrunnen und der Kirche St. Nikolaus und verwandelt sie von einer verkehrsdominierten Straße zu einem Boulevard der Begegnung. Auch die Zwischenpodeste der Treppenanlagen sowie die begehbare Dachfläche des Anbaus der Schlossgalerie werden mit diesem Material belegt, so dass ein stimmiger Gesamteindruck entsteht. Der Plattenbelag sorgt für eine barrierefreie Bewegung und einen großzügigen, platzartigen Charakter der gesamten Schloßstraße. 

Zwischen Gladbacher Straße und Nikolausstraße ist der Plattenbelag für die Füßgängerbereiche vorgesehen, während die Fahrbahn in Asphalt ausgeführt wird. 

Der Bodenbelag erhält eine grau-beige Färbung in Anlehnung an die Farbigkeit des in Bensberg geförderten Bleiglanzerzes.” 

Neu ist ein Fontänenfeld, zudem Konkretisierungen zum Thema Spielplatz:

„Im Bestand befindet sich auf der Abdeckung der Tiefgaragenzufahrt am östlichen Wendehammer ein kleiner Spielplatz. In diesem Bereich soll ein neuer modernisierter Spielplatz entstehen und in das gesamte Gestaltungskonzept integriert werden.

Derzeit wird die Möglichkeit geprüft, auch die übrigen Platzaufweitungen in der Schloßstraße punktuell mit einzelnen Spielpunkten zu versehen.

Auf dem Vorplatz der Schlossgalerie soll ein Fontänenfeld entstehen. Der Spielwert eines niveaugleichen Fontänenfeldes wird in vielen Städten immer mehr geschätzt und wird auch in Bensberg die Aufenthaltsqualität in der Schloßstraße deutlich erhöhen.

Die Wasserdüsen können den Anforderungen entsprechend gesteuert werden. Die Düsen können je nach Veranstaltung (z.B. Wochenmarkt) problemlos ausgeschaltet werden. Eine Überfahrung der Düsen ist möglich.”

Zum Wochenmarkt heißt es:

„Die Nordseite der Schloßstraße um die neue Schloßgalerie wird an Markttagen zum zentralen Marktplatz in Bensberg. Die Marktstände werden nördlich der Fahrbahn angeordnet und bilden dadurch zusammen mit den Geschäften der Schloßgalerie eine Einkaufszone. Der Bereich wird weitestgehend von Einbauten freigehalten (….).”

 Zur (begrenzt möglichen) Barrierefreiheit heißt es:

„Aufgrund der bestehenden Topografie gibt es Bereiche, welche mit einer Neigung von bis zu 12% sehr steil sind und auch durch die Neugestaltung der Schloßstraße nicht barrierefrei hergestellt werden können. V.a. zum Schloss hinauf und in der Nikolausstraße gibt es sehr steile Gefällesituationen. Der Bereich der Schloßstraße zwischen der Kreuzung Nikolausstraße bis hin zum „Stockbrunnen“ ist hingegen verhältnismäßig flach und damit sehr gut barrierefrei auszubilden. 

Die neue Treppenanlage westlich der neuen Bensberger Schlossgalerie überwindet auf kürzester Distanz einen Höhenunterschied von über 8 m. Eine barrierefreie Überwindung dieser Höhe in Form einer Rampe ist aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Fläche nicht möglich.

Die bereits im Bestand existierende barrierefreie Verbindung durch die Schlossgalerie bis zur Engelbertstraße bleibt erhalten und wird weiter ausgebaut. 

Weiterhin wird es einen Aufzug in der Schlossgalerie geben, der voraussichtlich über die Öffnungszeiten der Galerie hinaus zur Verfügung steht. Die genauen Betriebszeiten des Aufzugs werden derzeit vom Investor geprüft. 

Sämtliche Treppenanlagen werden gem. den geltenden Regelwerken ausgebildet. Dabei werden Aspekte wie Aufmerksamkeitsfelder, Kontrastmarkierungen, Ausbildung der Handläufe und DIN-gerechte Beleuchtung berücksichtigt.”

Dokumentation: Die komplette Beschlussvorlage 

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5 Kommentare

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  1. Ach, die Mauer…niemand hatte die Absicht…
    Drei Meter scheinen mir auch höher als nötig, aber es gibt Schlimmeres. Ich hoffe sehr, dass Künstler*innen sie verschönern werden, egal ob offiziell beauftragt oder still und heimlich!

    Zur Barrierefreiheit:
    „Die bereits im Bestand existierende barrierefreie Verbindung durch die Schlossgalerie bis zur Engelbertstraße bleibt erhalten und wird weiter ausgebaut.“
    Das ist mir etwas zu vage. Ist dieser Weg breit genug für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder?

    Ansonsten finde ich die Gestaltung der neuen Schloßstraße gar nicht schlecht; es könnte viel schlimmer kommen. Die einheitliche Pflasterung bedeutet, dass es in ein paar Jahren ohne große Umbauten in eine Fußgängerzone umgewandelt werden kann. Bitte so viele alte Bäume wie möglich stehenlassen, und wenn neue gepflanzt werden: gerne Kirschen oder Pflaumen!

  2. Der ausführliche Kommentar von Herrn Müller-Frank ist ausführlich und verständlich, obwohl er kompliziert ist. Andere Kommentare lassen oft sprachliche Richtigkeit vermissen, was ihre Verständlichkeit zumindest erschwert. Diese Krankheit nimmt leider im Internet rasant zu. Da fehlt es einfach an Rücksicht auf den Leser.

  3. Mit dieser Form der Mauer zementieren Rat und Verwaltung die der Bevölkerung, mal wieder vor Alleingänge gestellt zu werden. Anregungen von Bürgerinnen und Bürger, die in Bensberg wohnen, werden ignoriert, nichts in den Plan aufgenommen. Das mit den Sprayern wir sich bewahrheiten, der Trevi-Brunnen für Arme kaum einen Sommer überstehen. Aber Hauptsache, man hat Aktionismus bewiesen und kann dem lästigen Murren der Bevölkerung jetzt, wenn auch kaum berechtigt, begegnen,.

  4. Hört sich alles sehr gut und wird sicherlich sehr gut aussehen. Ich möchte aber schon darauf hinweisen, dass sicherlich eine Betonmauer die „Sprayer“ wieder aus den Plan. Man sollte
    deshalb ein paar Kameras installieren zur genauen Erkennung der Täter.
    Wollte es nur zu bedenken geben.
    MfG Mario Taepper MM Design Edition

  5. Ich zitiere das Folgende aus der Beschlussvorlage für den 26.02.19:
    „Beide Ausschüsse nehmen die Rhythmisierung (?) der Freitreppe zwischen Schlossstraße und Markt zur Kenntnis…… erhält die Schlossstraße ein neues, zeitloses und zukunftsfähiges Freiraumkonzept mit eigener Identität. ……eine klare, auf wenige Elemente reduzierte Gestaltung mit stadträumlich verbindenden Leitlinien verleiht der Straße ihren eigenen Charakter und gibt ihr ihre zentrale Bedeutung innerhalb des Stadtgefüges wieder…auf Grund der topographischen Situation wird die Treppe als identitätsstiftendes Motiv aufgegriffen…. Der Höhenunterschied zwischen Treppenanlage und angrenzender Hangsituation wird mit einer Stützwand abgefangen …..ebenso ist eine Beleuchtung der Stützwand vorgesehen. …. und gewährleistet in den Abendstunden ein attraktives, angenehmes Ambiente…. mit der Neufassung der Treppe gewinnt der als Stadtreparatur verstandene Treppenaufgang an Prägnanz und städtebaulichen Selbstverständlichkeit.“
    So etwas mögen unsere Planer „spannend“ finden und sie versuchen mit pseudo-professionellen Formulierungen ihre Ansichten all denjenigen zu aufzuzwingen, die zwar Verständnis für die Notwendigkeiten der Bergstatik haben, aber eben nur so viel Mauer wie unbedingt nötig wünschen. Und dann geht es weiter:
    „…die Geländemodellierung der angrenzenden Böschungssituation schließt 1 m unterhalb der Mauerkrone an. Somit bildet die entstehende Brüstungshöhe eine Absturzsicherung für den Pflegeweg, der direkt im Anschluss an die Stützwand verlaufen muss.“
    Die Mauerkrone und damit die Sichtsperre auf das hinter ihr befindliche Grün könnte also problemlos einen ganzen Meter niedriger sein. Damit der Grünpfleger, wenn er dann mal kommt, nicht aus dem Hang auf die Treppe stürzen kann, dürfte ja wohl ein transparentes Geländer ausreichen. Der Hinweis auf die Statik zur Begründung der 3 m Höhe stimmt also nicht und dient nur dem Zweck, den flüchtigen Betrachter ruhig zu stellen!
    Noch ist bis zum 26.02.19 etwas Zeit zur Optimierung, der Bürger findet es spannend, ob die Politik am Ende nach oder gegen seinen Willen entscheiden wird.