Reporterhund Bambam war wieder auf neuen Wegen unterwegs zwischen Eikamp und Bechen. Er hat Schönes und Trauriges gesehen und nebenbei noch einen Fortbildungslehrgang gemacht. Frau Wirrkopf dokumentiert alles mit Fotos.

Freunde, das tolle Wanderwetter hat uns wieder hinausgelockt und ich hab einen neuen Weg für euch entdeckt. Es ist wieder eine Tour mit dem Bus 427. Wir sind in Schanze ausgestiegen, bergab bis zur Liesenberger Mühle im Scherfbachtal gelaufen und von dort wieder bergauf nach Bechen und mit der 427 zurück nach Gladbach. Hier ist die Strecke:

Direkt zu Anfang standen traumhafte Apfelbäume in voller Blüte am Weg und ich musste viel Geduld haben, bis Frauchen die alle fotografiert hatte. Sie liebt Apfelblüten.

Der Weg führte dann zwischen zahlreichen, großen Pferdekoppeln hindurch, an deren Rand auch neue Kastanien und Obstbäume gepflanzt wurden. Die Weiden tragen kaum einen langen Grashalm und werden schon braun.

Unsere Heimat ist landschaftlich sehr schön. Aber wenn man dann durch solches Gelände laufen muss und weiß, warum das so aussieht dort, kommt einem der Gedanke, dass diese Schönheit möglicherweise nicht mehr lange zu haben ist. Der Wind trieb Staubwolken vor sich her und wenn der nächste Regen kommt, werden die Böden stark unter Erosion leiden. Eine recht junge Monokultur Birken scheint uns auch keine wirkliche Lösung des Problems zu sein. Aber es ist leider so gemacht worden.

Genug mit traurige Sachen. Ihr erinnert euch sicher, dass ich im letzten Jahr den Großen-Durchblicker-Lehrgang mit Bravour bestanden habe. Heute hatte ich Gelgenheit, mich fortzubilden. Ich fand Durchblicke, Einblicke und Ausblicke.

Auf dem Weg hinunter ins Tal begleitete uns ein kleiner Bach, aus dem ich gerne getrunken hätte, denn ich war durstig. Aber Frauchen sagte immer, es sei zu steil für einen “Alten Mann” ich müsste warten, bis wir im Tal sind und der Bach leichter zu erreichen sei. Das war zum Glück nicht mehr weit und ich konnte das aushalten.

Auf der anderen Straßenseite war die Liesenberger Mühle. Früher eine alte Knochen- und Getreidemühle, heute nur noch Wohnhaus.

Der Weg führt dann nicht auf den Trampelpfad direkt gegenüber – kann man aber machen, man kommt nachher wieder auf die richtige Route – sondern ein Stück an der Straße entlang, um die Häuser herum, wieder in den Wald und der Aufstieg nach Bechen beginnt. Dieser Aufstieg ist leicht zu bewältigen, weil er sich in Kurven über ungefähr 3 km hinzieht. Man kann ja auch langsam gehen.

Ich hatte dort Gelegenheit einem jungen Jagdhund das Rasen beizubringen, was ihm großen Spaß gemacht hat. Es gibt auch hier Wasser am Weg. Die Bäche sind aber klein und schmal und wenn es noch lange trocken bleibt, könnte es sein, dass sie versiegen.

Auf dem Weg fanden wir einige Absperrungen von Abzweigen, die in tote Fichtenwälder führten. Dort darf man nicht hineinwandern, das ist zu gefährlich.

Oben auf dem Berg fanden wir eine Pausenbank, da waren wir aber auch schon fast in Bechen. Ich musste mir dort mein “Pausebrot” zusammensuchen und konnte ein bisschen ausruhen.

Auf dem letzten Stück Weg konnten wir den Colonius in Köln sehen und ich durfte einmal ganz ohne Leine laufen, weil wir die Schleppleine schon im Rucksack verstaut hatten. An der Kirche in Bechen war unsere Wanderung zu Ende.

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BamBam

ist ein Wolfshund (unter anderem) und lebt in Paffrath. Er hat einen europäischen Ausweis, ist aber stolz auf seine türkische Herkunft. Als Reporterbegleithund begleitet er die Bürgerreporterin Evelyn Barth - die dafür die Fotos liefert. Am 23.5.2019 hat er die Prüfung für den "Reporter mit GDB"...

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4 Kommentare

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  1. Lieber Bam-Bam, vielen Dank an Dich als Wanderreporter. Deine Beiträge sind für uns ein Highlight, nicht nur wegen der schönen Wanderstrecken, die du vorschlägst, sondern auch wegen deiner großartigen Schreibe. Das wärmt das Herz in schwierigen Zeiten.
    Frauchen macht ja nur die Fotos (Hund kann doch nicht alles machen), grüße sie aber trotzdem herzlich von Petra und Uwe (aktuell leider hundelos, kann aber wieder kommen).

  2. Frau Tucher-Junker: BamBam dankt für die Grüße. :)

    Herr Schmidt: Beim Bauer Post hab ich vor Jahrzehnten Milch gekauft, wenn ich von der Arbeit in Schildgen mit dem Rad nach Hause gefahren bin. Unser Hausbach ist ja der Mutzbach, an dem wir regelmäßig Kontrollgänge machen. Wenn ich mir die Karte ansehe, kann man glaub ich am Katterbach nicht so entlang laufen, wie am Mutzbach. Scheint zumindest viel Siedlung zu sein. Muss ich mir mal genauer betrachten.

  3. Als “ahlem Paafender” und davor ” Scheldchener Jung”,ist mir die Gegend rundum recht bekannt und geläufig. Seit über 20 Jahren lebe ich zwar schon im Land Brandenburg…,ävver ming Heimat han ech nit verjesse!

    Bambam könnte sich ja mal, so als Vorschlag, entlang des Katterbachs ein wenig umsehen. Die Quelle ist in Buschhorn auf der Koppel von Bauer Post…

  4. Ganz liebe Grüße an BamBam und sein Frauchen. Es macht Spaß, die Weg Beschreibungen zu lesen und die schönen Fotos zu sehen.
    Vielen Dank dafür.