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Unverändert heftig wirkt sich die Corona-Krise auf den lokalen Arbeitsmarkt aus. Für fast jeden dritten Beschäftigten ist Kurzarbeit beantragt worden. Dennoch gibt es viele Entlassungen. Freie Stellen sind rar, der Ausbildungsmarkt ist mau.

„Der Anstieg bei den Arbeitslosen hat sich im Mai ein wenig abgeschwächt und die Zahl der neugemeldeten Stellen ist leicht gestiegen“, sagte Nicole Jordy, Chefin der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, bei der Vorlage der aktuellen Daten.

Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach

Weiterhin versuchten viele Unternehmen, Entlassungen durch Kurzarbeit zu vermeiden, aber in vielen Fällen gelingt das nicht. Von einer Entspannung könne man noch nicht sprechen, erläuterte Jordy. Wie es weiter geht hänge vom Verlauf der Pandemie ab.

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Im Rheinisch-Bergischen Kreis stieg die Arbeitslosigkeit im Mai um 479 Personen auf 9.564, das sind 5,3 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen – weitgehend Corona-bedingt – um 1761 und damit um fast 23 Prozent.

Eine neue Stelle fanden im Mai nur 323 Personen. Das sind 1,2 Prozent weniger als im Vormonat und 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Arbeitslosenquote stieg im Mai weiter von 6,0 auf 6,3 Prozent – und liegt jetzt 1,1 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.

Im Mai wurden 233 freie Stellen gemeldet. Das sind zwar immerhin 25 bzw. 12,5 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber der Lage vor einem Jahr sind es jedoch 51 Prozent weniger.  

Insgesamt verfügt die Arbeitsagentur über ein Angebot von 1.092 Stellen. Auch das sind fast 24 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gesucht werden nach wie vor Mitarbeiter:innen im Handel, im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit. 

300 weitere Betriebe melden Kurzarbeit an

In den drei Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben in RheinBerg insgesamt 2649 Unternehmen Kurzarbeit gemeldet. Das sind noch einmal 300 Betriebe mehr als Ende Mai.

Betroffen sind jetzt in RheinBerg insgesamt knapp 25.000 Mitarbeiter – und damit fast jeder dritte sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.

Schwacher Ausbildungsmarkt

Die Unsicherheiten für die Arbeitgeber und ausgefallene Schulsprechstunden haben nach Angaben der Arbeitsagentur dafür gesorgt, dass sowohl die Zahl der Ausbildungsplätze als auch der Bewerber:innen hinter das letzte Jahr zurückfallen.

In RheinBerg wurden bislang 799 Berufsausbildungsstellen gemeldet, knapp 19 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 468 unbesetzt, 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.170 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 6 Prozent weniger als im Vorjahr. 600 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt .

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Um so viele Jugendliche wie möglich zu erreichen und zu beraten Live-Chats auf dem YouTube-Kanal der Bundesagentur für Arbeit an. Die Berufsberatung in der Agentur in Bergisch Gladbach sei jederzeit ansprechbar. 

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1 Kommentar

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  1. Na prima, auf jeden Toten, der mit oder an Corona gestorben ist, kommen 90 Arbeitslose in Rheinberg, und es werden noch deutlich mehr werden. Die Behörden müssen alles richtig gemacht haben… “Nach Angaben des Kreisgesundheitsamt ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle mit 469 konstant. Davon gelten 429 als genesen, 20 sind gestorben.” In-GL