Weil es keine ausreichenden Lüftungsmöglichkeiten gibt hat der Krisenstab der Stadt Bergisch Gladbach neun Turn- und Gymnastikhallen gesperrt. Davon sind Schulen und Vereine betroffen. Nun wird geprüft, ob technische Lösungen Abhilfe schaffen können.

Das Kultusministerium NRW hat in seinen aktuellen Informationen zum Schulbetrieb in Corona-Zeiten nach den Herbstferien („SchulMail“) besonders eingehend das Thema Lüften in Schul- und Klassenräumen behandelt. Durch den kontinuierlichen Luftaustausch werden Aerosole der Atemluft, die Viren enthalten können, so stark verdünnt, dass die Ansteckungsgefahr minimiert werden kann.

Die Stadt Bergisch Gladbach als Schulträger prüft bereits seit einigen Wochen, inwieweit insbesondere in den Turn- und Sporthallen an den Schulen die Hinweise und Empfehlungen von Schulministerium und Umweltbundesamt umgesetzt werden können.

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Stoßlüften alle 20 Minuten, Querlüftungen wo immer es möglich ist und Lüften während der gesamten Pausendauer sind die Anforderungen, die Infektionen unter den Nutzern der Räumlichkeiten so weit wie möglich verhindern sollen.

Neun von 45 Hallen können nicht gut genug gelüftet werden

Für neun von insgesamt 45 Hallen wurde nun  – auch durch Hinzuziehung externer Gutachter – zweifelsfrei festgestellt, dass der notwendige Luftaustausch nicht gewährleistet werden kann.

Entweder sind nicht genügend Fenster vorhanden, die geöffnet werden können, oder es fehlen ausreichende Querlüftungskanäle bzw. Lüftungsanlagen. Deshalb hat der Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Bergisch Gladbach entschieden, diese Einrichtungen vorübergehend zu schließen, bis die Rücknahme der geltenden Regelungen des Ministeriums erfolgt.

Bei den betroffenen Turnhallen handelt es sich um:

  • Turnhalle Heidkamp
  • Turnhalle Hebborn
  • Turnhalle Kippekausen
  • Turnhalle Katterbach
  • Turnhalle Mohnweg
  • Gymnastikhalle Stadion
  • Gymnastikhalle IGP
  • Gymnastikhalle DBG
  • Gymnastikhalle in der Turnhalle Hand.

Der städtische Immobilienbetrieb prüft intensiv, ob durch Optimierungsmaßnahmen wie z.B. mobile Luftreiniger die Lüftungssituation verbessert werden kann. Sofern hier positive Ergebnisse erzielt werden können, sollen die entsprechenden Hallen möglichst schnell wieder freigegeben werden.

Die Schul- und Sportverwaltung der Stadt nimmt parallel Kontakt auch mit den Sportvereinen als Nutzern der Räume auf, um die Lage darzustellen und ggf. alternative Nutzungsangebote zu erörtern.

Die übrigen Hallen können weiter genutzt werden. Der SAE weist explizit darauf hin, dass Trennvorhänge nicht heruntergefahren werden dürfen und jede Lüftungsmöglichkeit (Türen und Fenster) genutzt werden muss.

Auch wird noch einmal eindringlich darauf verwiesen, dass die Maskenpflicht auf den Schulgeländen im zurzeit geltenden Umfang strikt eingehalten werden muss, auch in den Turn- und Gymnastikhallen.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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2 Kommentare

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  1. Leider erschließt sich mir nicht ganz der Sinn, dass die Halle Mohnweg geschlossen wurde. Seit Wochen betreiben wir dort unsere Gymnastik, bei von den Hausmeistern geöffneten Fenstern. Dies sind Oberlichter über die ganze Längsseite der Halle. Außerdem sind die Hallen Nottüre und der Halleneingang, der in ein Treppenhaus mündet, geöffnet. 20 Personen stehen auf Abstand von 1,5 bis 2 Metern und halten sich beim Betreten und Verlassen der Turnhalle an die geltenden Coronabestimmungen. Um das Risiko einer Ansteckung noch geringer zu halten, wollten wir in Eigeninitative die Gruppe teilen und im wöchentlichen Wechsel unseren Sport betreiben. Besser alle 14 Tage einmal, als keinmal.
    Mit sportlichen Grüßen
    Erika Kürten
    TVR Übungsleiterin seit 40 Jahren, Montag von 17.30 bis 18.45 Uhr in der Turnhalle Mohnweg in Refrath

  2. Leider war die Sperrung verschiedener Sporthallen in Bergisch Gladbach mehr als absehbar! Defekte Lüftungsanlagen, unzureichende Heizmöglichkeiten und Regenwasser in den Geräteräumen sind nur einige Punkte, die an dieser Stelle zu nennen wären, um ein Bild der Lage zu zeichnen. Die momentane Situation ist m.E. das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse im Bereich der Instandhaltung und Instandsetzung von Schulgebäuden und Sporthallen. Schulen und Vereine werden dadurch aktuell vor unnötige Herausforderungen gestellt, die sie in „Coronazeiten“ zusätzlich bewältigen müssen.