Hinweis der Redaktion: Dieser Liveblog zeichnet die Entwicklung in der Woche vom 19. bis 25. April im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Bergisch Gladbach. Er ist geschlossen, die aktuelle Ausgabe finden Sie hier.

+ Sonntag, 25.4., 18:20 Land hält an Regeln für Rhein-Berg fest +

Das NRW-Gesundheitsministerium hat auch am Sonntag die offiziellen Inzidenzwerte für die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte ausgewertet und für vier Kommunen die Regeln ab Dienstag verschärft, weil sie die entsprechenden Schwellenwerte überschritten haben.

Für den Rheinisch-Bergischen Kreis verändert sich nichts; nach Einschätzung des Landes (dem sich der Kreis angeschlossen hatte) liegt Rhein-Berg nach wie vor unter der Schwelle von 150 Fällen. Damit bleibt es dabei: trotz erheblicher Zweifel an der Aussagekraft des aktuellen Inzidenzwertes (siehe unten) arbeiten die Schulen ab Montag im Wechselunterricht, die Geschäfte dürfen nach dem Prinzip „Click, Test & Meet“ öffnen.

Änderungen für Rhein-Berg kann es damit frühestens für Mittwoch geben.

Insgesamt gibt es in NRW nur noch drei Kommunen, in denen die Notbremse nicht gilt (Münster, Coesfeld und Höxter).

+ 17:50 Drive-In: Feuerwehr impft 1.100 ehrenamtliche Kräfte +

Noch in diesem Monat will die Feuerwehr alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis gegen Corona impfen. Die Basis dafür wurde am Wochenende auf einem Parkplatz in Bergisch Gladbach gelegt: in einem der ersten Drive-In-Impfzentren Deutschlands wurden 1.100 Feuerwehrfrauen und -Männer geimpft. Eine Fotoreportage zum Thema finden Sie hier.

+ 15:42 Santelmann bestätigt Regeln +

In den Kommentaren und in den sozialen Medien wird heftig diskutiert, ob es in Rhein-Berg eine Grundlage für das Öffnen der Schulen und der Geschäfte gibt. Landrat Stephan Santelmann stellt daher noch einmal klar, dass auf Grundlage der am späten Freitagabend veröffentlichten Allgemeinverfügung des Landes hier vor Ort folgende Regeln gelten:

  • „Aufgrund der Allgemeinverfügung gilt die Ausgangssprerre von 22 bis 5 Uhr.
  • Körperliche Bewegung alleine ist bis 24 Uhr erlaubt.
  • Da die 7-Tage-Inzidenz unter 165 liegt, werden ab Montag die Schulen im Wechselunterricht, also in Präsenz in geteilen Gruppen, stattfinden.
  • Für die Kitas bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb.
  • Geschäfte dürfen ab Montag mit dem Modell „Click and Meet“ öffnen. Kunden müssen ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen.
  • Im Freien (auch auf Anlagen) sind Individualsport mit max. 2 Personen oder eigenem Haushalt erlaubt. Kontaktloser Gruppensport für 5 Kinder unter 14 Jahren ist möglich.“

Die Details und die Chronologie dieser Festlegung finden Sie weiter unten, Freitag 18:51.

+ 15:35 Bis Mitte Mai Lolli-Test für alle Grundschulen in NRW +

Nordrhein-Westfalen will nach WDR-Informationen bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen im Land sogenannte Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten.

Die Stadt Bergische Gladbach hatte sich bereits vor zwei Wochen in Kooperation mit der Uni Köln darum bemüht, diese Lolli-Tests in den Grundschulen einzusetzen. Bislang steht dafür aber eine Zusage des Landes aus, die Kosten zu übernehmen.

+ 15:23 Daten des Kreises deuten auf höhere Inzidenz hin +

Der Rheinisch-Bergische Kreis meldet aktuell in seinem Corona-Dashboard 9870 Fälle seit Beginn der Pandemie, das sind 475 neue Fälle innerhalb von sieben Tagen. Daraus ergibt sich eine Inzidenz von 168 Fälle je 100.000 Einwohnern.

Das Landeszentrum Gesundheit führt in seiner Datenbank für Rhein-Berg insgesamt sogar 9881 Fälle, aber nur ein Plus von 405 innerhalb von sieben Tagen. Daraus ergibt sich die offizielle Inzidenz von 143, die Grundlage für die Entscheidungen u.a. über den Schulunterricht und die Ladenöffnung ist.

Der Landrat hatte auf Umstellungen im Meldeverfahren des LZG hingewiesen, ohne nähere Erläuterungen. Anfragen des Bürgerportals dazu werden seit über einer Woche nicht hinreichend beantwortet.

+ 14:55 Kreis bestätigt 53 weitere Fälle +

Der Rheinisch-Bergischen Kreis hat nach eigenen Angaben 53 weitere Corona-Fälle erfasst: 24 in Bergisch Gladbach, 0 in Burscheid, 0 in Kürten, 7 in Leichlingen, 4 in Odenthal, 11 in Overath, 4 in Rösrath und 3 in Wermelskirchen. Das Landeszentrum Gesundheit hatte zuvor 60 Fälle gemeldet (siehe unten); über den Grund für die Differenz macht der Kreis keine Angabe.

Inzwischen gelten 8.651 Personen als genesen, damit sind 1.080 aktuell infiziert. Es befinden sich 1.708 Personen in Quarantäne, das sind weniger als am Vortag.

Zur Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern macht der Kreis am Wochenende keine Angaben. Laut DIVI Intensivregister werden auf den Intensivstationen der vier Kliniken im Kreis 13 (Vortag: 14) Corona-Patienten behandelt, von denen sieben invasiv beatmete werden.

Unsere Grafik zeigt die aktuellen, korrigierten Inzidenwerte. Den jeweils letzten Tag weisen wir beim Kreis nicht aus, weil es sich dabei um unvollständige Daten handelt, die das Bild verfälschen.

+ Sonntag, 10:10 In Bergisch Gladbach Inzidenz über 201 +

Für Bergisch Gladbach weist das Dashboard des Kreises 24 neue Fälle aus. Nach Berechnung von Hilger Müller (ohne Rückdatierung, ohne Korrekturbedarf) steigt die Inzidenz in der Kreisstadt damit von 186 auf 201.

+ 9:29 Inzidenz weiter nach oben korrigiert +

Wie in den vergangenen Tagen hat Landeszentrum Gesundheit auch in der Nacht auf Sonntag die Inzidenzwerter für die vergangenen Tage deutlich nach oben korrigiert. Der Wert lag am Samstag nicht bei 138, sondern bei 156,4. Der Wert von Freitag wurde (zum zweiten Mal von 154 auf 158 erhöht.

Grund für die Korrekturen ist, dass die Fälle seit einiger Zeit nicht dem Meldedatum zugerechnet werden, sondern dem Tag, an dem das Labor die Infektion bestätigt hat. Damit verändert sich die Inzidenz jeden Tag, zur Zeit für zwei bis drei Tage zurück. Daher ist auch der heute gemeldete Wert (143) vorläufig und wird morgen wieder korrigiert werden.

In der vergangenen Nacht wurden die Daten allerdings zum Teil um zehn Tage, bis zum 13.4., zurück korrigiert. Das deutet daraufhin, dass die Kreisverwaltung nach wir vor eine Altlast von nicht erfassten Fällen abarbeitet.

Hinzu kommt: Da die 7-Tage-Inzidenz nur die Fälle der jeweils vergangenen sieben Tagen erfasst sind damit rund zehn Fälle, die noch weiter zurück nachgetragen worden sind, überhaupt nicht in die Inzidenz eingegangen.

Hilger Müller hat seine Darstellung der Inzidenz-Werte, die die Verlässlichkeit der Zahlen anzeigt, wie folgt aktualisiert:

Grafik: Hilger Müller

+ 9:23 LZG meldet 60 Fälle für Rhein-Berg +

Das Landeszentrum Gesundheit hat 60 weiteren Fälle für den Kreis Rhein-Berg gemeldet. Die offizielle Inzidenz stieg um fünf auf 143 Fälle. Diese Werte sind vorläufig, zuletzt sind an die Folgetage immer viele Fälle nachgemeldet und nachgetragen worden; damit musste auch die Inzidenz korrigiert werden (s.o.).

+ 9:15 RKI erfasst 18.773 Neuinfektionen +

Das RKI hat bundesweit 18.773 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 400 weniger als vor einer Woche. Zudem wurden 120 neue Todesfälle verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz stieg minimal von 164,4 auf 165,6.

In NRW ist die Inzidenz um zwei auf 183 gestiegen. Auch diese Zahlen sind vorläufig. Der Wert von Freitag wurde von 181 auf 189 korrigiert.

+ 9:00 Guten Morgen +

Der Liveblog startet. Für Sie heute im Dienst: Holger Crump und Georg Watzlawek.

Hier beginnt der Liveblog von Samstag, 24.4.2021

+ 17:32 Kreis Rhein-Berg will Inzidenz-Darstellung anpassen +

Der Rheinisch-Bergische Kreis folgt jetzt dem Bürgerportal und weist in seiner täglichen Statistik-Mitteilung ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben zur Inzidenz in den Folgetagen regelmäßig korrigiert werden müssen.

Da das Landeszentrum für Gesundheitseine Verfahren bei der Übermittlung der Inzidenzgeändert habe werde der Rheinisch-Bergische Kreis „eine Umstellung kurzfristig vornehmen“.

Zum ersten Mal nennt der Kreis „die korrigierten Inzidenz-Verläufe der letzten Tage“ und erkennt damit an, dass die Zahlen erst nach ein bis drei Tagen aussagekräftig sind.

+ 17:00 Kreis bestätigt 97 Fälle +

Nach Angaben des Rheinisch-Bergischen Kreises sind 97 weitere Corona- Fälle bekannt geworden: 48 in Bergisch Gladbach, 3 in Burscheid, 7 in Kürten, 6 in Leichlingen, 5 in Odenthal, 11 in Overath, 8 in Rösrath und 9 in Wermelskirchen.

Grafik: Hilger Müller

Mit den Daten lässt sich für Bergisch Gladbach eine Inzidenz von 186 (Vortag: 171) berechnen. Dabei handelt es sich um eine inoffizielle Rechnung auf Basis der täglich gemeldeten Fälle. Dabei zeigt sich eine weite Bandbreite im Kreis, zwischen 89 in Wermelskirchen und dem Spitzenwert in Bergisch Gladbach.

In die offiziellen Berechnung der Inzidenz im Kreis durch das Landeszentrum Gesundheit werden die mit Verzug erfassten Fälle dagegen zurückdatiert und die Daten entsprechend korrigiert. Offiziell gibt das LZG die Inzidenz mit 138 an; nach Berechnung des Bürgerportals (ohne Rückdatierung) liegt sie tatsächlich bei rund 150.

Laut Gesundheitsamt gelten 8.533 Personen als genesen, 1.154 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.712 Personen in Quarantäne, das sind 133 weniger als am Vortag.

Derzeit werden 51 Corona-Patienten in einem der vier Krankenhäuser im Kreis stationär behandelt. Davon befinden sich 14 in intensivmedizinischer Betreuung, davon sieben an Beatmungsplätzen.

+ 14:44 Verschärfte Maskenpflicht im ÖPNV und Taxen +

In der neuen Coronaschutz-Verordnung hat das Land die Maskenpflicht in Bus, Bahn und Taxen verschärft: Dort müssen nun FFP2-Masken oder Masken mit höherem Standard getragen werden, bisher reichten OP-Masken. Die Verschärfung gilt aber nur für Fahrgäste. Kontrollierende oder Servicekräfte, die in Kontakt mit Fahrgästen kommen, müssen laut Verordnung nur „medizinische Gesichtsmasken“ tragen, also die sogenannten OP-Masken. 

Hintergrund dieser niedrigeren Anforderung an das Personal könnten gesetzlichen Ansprüche von Mitarbeitenden sein, denen nach dem Tragen einer FFP2-Maske mehr Pausen zustehen, vermutet der WDR.

+ 9:52 Neue Daten, keine neue Entscheidung? +

Die korrigierte Inzidenz-Daten (siehe unten) zeigen nun, dass der Kreis Rhein-Berg in den vergangenen Wochen kontinuierlich über 150 gelegen hatte. Das Land war bei seiner Entscheidung gestern, den Geschäften wieder Click & Meet zu erlauben, von einer Phantom-Inzidenz am Freitag von 129 ausgegangen. Im Rahmen der Bundesnotbremse will das Land die Inzidenzen jeden Tag neu bewerten; allerdings wird es auch heute von der unkorrigierten Zahl 138 ausgehen, Änderungen sind nicht zu erwarten.

+ 9:40 Inzidenz für Freitag auf 154 nach oben korrigiert +

Wie erwartet hat das Landeszentrum Gesundheit die Inzidenzzahlen für die vergangenen Tage korrigiert. Demnach lag der Wert am Freitag nicht bei 129, sondern bereits bei 154. Die Inzidenz für Donnerstag wurde von zunächst 134 über 154 auf jetzt 162 korrigiert.

Grund für die Korrekturen ist, dass immer relativ viele Fälle nachgemeldet und dann mit dem Labordatum den jeweiligen Tagen zugerechnet werden. Damit verändert sich die Inzidenz jeden Tag, in der Regel für etwa drei bis vier Tage zurück.

+ 9:23 LZG meldet 98 Fälle für Rhein-Berg +

Das Landeszentrum Gesundheit hat 98 Neuinfektionen für den Rheinisch-Bergischen Kreis gemeldet. Die offizielle Inzidenz stieg um neun auf 138 Fälle. Diese Werte sind vorläufig, zuletzt sind an die Folgetage immer viele Fälle nachgemeldet und nachgetragen worden; damit musste auch die Inzidenz korrigiert werden (s.o.).

In NRW ist die Inzidenz um zwei auf 183 gestiegen. Auch diese Zahlen sind vorläufig. Der Wert von Freitag wurde von 181 auf 189 korrigiert.

+ 9:10 23.392 Neuinfektionen in Deutschland +

Das RKI meldet 23.392 Corona-Neuinfektionen und 286 Todesfälle gemeldet. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg auf 164,4.

Hier beginnt der Liveblog von Freitag, 23, 22.4.2021

+ 18:51 Land schafft Klarheit: Keine Ausgangssperre, Wechselunterricht, kein Notbetrieb, Click & Meet +

Die neue Allgemeinverfügung des Landes NRW ist in der Verwaltung des Rheinisch Bergischen Kreis eingetroffen und sorgt nun für Klarheit bei der Umsetzung der Bundesnotbremse. Nach Angaben von Landrat Stephan Santelmann gilt jetzt verbindlich:

  • Die Ausgangssperre gilt erstmals ab Samstag, 22 Uhr
  • Die Schulen starten am Montag im Wechselunterricht (Präsenz in geteilten Gruppen), da die Inzidenz unter 165 liegt.
  • Für die Kitas und Kindertagespflege bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb.
  • Die Geschäfte können ab Montag wieder öffnen und nach dem Modell „Click, Test and Meet“ Kunden nach Terminvereinbarung und mit aktuellem Test wieder reinlassen, weil die Inzidenz nach offizieller Lesart der Landesregierung unter 150 liegt..

„Diese Kurzfristigkeit ist schon eine Herausforderung für alle, aber vor allem mit Blick auf die Schulen“, sagte Landrat Santelmann dem Bürgerportal.

+ 16:43 Kreis: „Ausgangssperre gilt ab heute 22 Uhr!“ +

Die Kreisverwaltung hat in einer Pressemitteilung verkündet, dass die Ausgangssperre laut Bundesnotbremse „ab heute“ von 22 bis 5 Uhr gilt. Das sei vom Rechtsamt des Kreises geprüft worden, erklärte Landrat Stephan Santelmann auf Nachfrage des Bürgerportals.

Allerdings vertritt das Bundesinnenminsterium eine andere Auffassung. Auf der Website des BMI heißt es mit Bezug auf das neue Infektionsschutzgesetz:

„Am 23.4. tritt das Gesetz in Kraft. Auf Grundlage der Inzidenzen der letzten drei Tage bewerten und veröffentlichen dann alle Landkreise und kreisfreie Städte, welche Regeln bei ihnen am nächsten Tag gelten. Das erste Mal greift das Gesetz also am 24.4.2021.“

Das wäre dann Samstag, 00:00. Einzelne Städte und Kreise hatten bereits zuvor in Absprache mit dem Land eigene Regeln getroffen, so gilt in Oberberg seit Tagen eine Ausgangssperre ab 21 Uhr. Das ist für den Rheinisch-Bergischen Kreis aber nicht der Fall.

Das Bürgerportal berichtet nicht nur über Corona, sondern über alles, was in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis relevant ist: Lokalpolitik, Kultur, Wirtschaft, Sport, Vereine. Hier kommen Sie zu unsere Startseite. Und hier können Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter per Mail bestellen.

+ 16:17 Kreis: Entscheidung über Schulen steht aus +

Nach Einschätzung der Kreisverwaltung „gilt für den Rheinisch-Bergischen Kreis die Regelung des Landes zum Distanzunterricht“. Das Land könne zwar auf Basis der aktuellen Inzidenzzahlen auch anders befinden, eine solche Einzelentscheidung des Landes für Rhein-Berg stehe aber noch aus, sagte Landrat Stephan Santelmann. „Wenn es nach uns geht, sollte es bei dem Distanzunterricht bleiben,“ betonte der Landrat.

Allerdings sieht die Bundesnotbremse etwas anderes vor: Demnach gilt grundsätzlich bei einer Inzidenz zwischen 100 und 165 der Wechselunterricht (mit halber Präzenz in der Schule) und erst über 165 beginne der Distanzunterricht. Das hatte auch Schulministerin Gebauer heute bekräftig (siehe unten).

Auch die Kitas sollen erst ab einer Inzidenz von 165 in den Notbetrieb gehen.

Die Inzidenz für Rhein-Berg wird offiziell mit 129 angegeben. Sie liegt tatsächlich zwar eher bei 150 – aber auch damit klar unter 165 (siehe unten).

Santelmann kündigte an, dass die Lage so schnell wie möglich geklärt werde; dann werde der Kreis rasch informieren.

+ 15:20 Realistische Darstellung der Inzidenzwerte +

Hilger Müller, der die Corona-Daten in seiner Facebook-Gruppe „Corona im Rheinisch-Bergischen Kreis“ akribisch aufarbeitet, hat nach einer Diskussion mit dem Bürgerportal eine alternative Darstellung der Inzidenz-Zahlen erarbeitet, die gleichzeitig die Verlässlichkeit der Zahlen anzeigt.

Müller erläutert die Grafik wie folgt: „Dargestellt sind die offiziellen Inzidenzwerte für den RBK mit Daten vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG).In Grau sind die Inzidenzwerte dargestellt, die mir einen recht belastbaren Eindruck machen, da sie in den letzten zwei Tagen nicht mehr korrigiert wurden.In Gelb sind die Inzidenzwerte dargestellt, die noch mit gewissen Unsicherheiten behaftet sind. Sie wurden in den letzten zwei Tagen noch vom LZG korrigiert.In Rot ist der tagesaktuelle Inzidenzwert dargestellt, der erfahrungsgemäß noch erhebliche Korrekturen erfahren wird.“

Zudem versucht Müller, eine realistische aktuelle Inzidenzzahl hochzurechnen. Mit dem Verweis „Achtung Betaversion“ erläutert er: Oben rechts ist mein aus den Zahlen vom RBK berechneter tagesaktueller Inzidenzwert. Demnach gehe ich davon aus, dass sich der offizielle Wert von heute (129,2) nach den erwarteten Korrekturen durch das LZG in den nächsten Tagen auf ca. 144,0 verändern wird.“

+ 14:10 Gebauer: Wechselunterricht bei Inzidenz unter 165 +

Schulminister Yvonne Gebauer hat bekräftigt, dass in NRW der Wechselunterricht die Regel ist. Erst bei einer Inzidenz von 165 über drei Tage hinweg werden der Schulbetrieb auf Distanzunterricht umgestellt. Eine Inzidenz über 165 ist auch die Bedingung dafür, dass die Kitas in den Notbetrieb wechseln.

Diese Voraussetzung ist im Rheinisch-Bergischen Kreis nicht erfüllt, die Inzidenz liegt nach offiziellen Angaben seit zwei Tagen unter 165.

+ 13:55 Zahl der Corona-Patienten in Kliniken steigt weiter +

Laut Gesundheitsamt ist die Zahl der Corona-Patienten in den vier Krankenhäusern von 59 auf 62 gestiegen. Demnach befinden sich 15 (gestern: 13) in intensivmedizinischer Betreuung und davon zehn an Beatmungsplätzen.

Gesundheitsminister Laumann hatte in seiner Pressekonferenz betont, die Lage auf den Intensivstationen in NRW sei angespannt, derzeit aber beherrschbar: „Von einer Katastrophenmedizin, von einer Triage sind wir in Nordrhein-Westfalen ganz eindeutig weit entfernt.“

+ 13:40 Kreis meldet 43 weitere Fälle in Bergisch Gladbach +

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag 78 weitere Corona-Fälle erfasst: 43 in Bergisch Gladbach, 5 in Burscheid, 2 in Kürten, 7 in Leichlingen, 5 in Odenthal, 6 in Overath, 5 in Rösrath und 5 in Wermelskirchen.

Aus den Daten lässt sich für Bergisch Gladbach eine Inzidenz von 171 Fällen je 100.000 Einwohnern berechnen, das wäre gegenüber den Vortagen unverändert. Dabei handelt es sich um eine inoffizielle Rechnung auf Basis der täglich gemeldeten Fälle.

In die offiziellen Berechnung der Inzidenz im Kreis durch das Landeszentrum Gesundheit werden die mit Verzug erfassten Fälle dagegen zurückdatiert und die Daten entsprechend korrigiert. Die Kreis-Inzidenz war gestern mit 134 berechnet worden, jetzt liegt der Wert für gestern bereits bei 154.

Heute weist das LZG für den Kreis Rhein-Berg eine offizielle Inzidenz von 129 aus. Dieser Wert taucht in unserer Grafik nicht auf, da es sich um eine Phantom-Zahl handelt, die morgen wieder rückwirkend korrigiert wird.

+ 13:10 Rhein-Berg meldet weitere vier Tote +

Das Gesundheitsamt hat vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Erneut sind davor nicht nur Hochbetagte betroffen, sondern auch Personen mittleren Alters zwischen 40 und 60 Jahren:

  • eine über 80-jährige Person aus Bergisch Gladbach,
  • eine über 40-jährige Person aus Rösrath,
  • eine über 50-jährige Person aus Rösrath,
  • eine über 80-jährige Person aus Wermelskirchen.

Auch diese Todesfälle liegen eine Weile zurück, allerdings nicht wie zuletzt um Monate, sondern um Wochen. Laut Datenbank des Landeszentrums Gesundheit ereigneten sich diese Todesfälle am 23.3., 31.3., 2.4. und 8.4.

Offensichtlich arbeitet das Gesundheitsamt inzwischen seinen Rückstand bei der Meldung der Todesfälle ab. Damit widerlegt es allerdings auch die eigene Argumentation, das Verfahren zur Überprüfung der Todesursache dauere viele Wochen und könne zu einem Verzug um zwei und mehr Monate führen. Das war bei den zuvor gemeldeten Todesfälle so, jetzt vergingen zwischen Sterbedatum und Meldung jedoch nur zwei bis vier Wochen.

+ 12:54 Chronisch Kranke werden ab Mai in Impfzentren geimpft +

Laut Aussage von Gesundheitsminister Laumann können sich chronisch kranke Menschen ab dem 30. April Termine für Impfungen in den Impfzentren besorgen. Diese Gruppe soll im Mai dort vorrangig geimpft werden. Laumann forderte alle Über-70-Jährigen auf, sich bis dahin einen Impftermin geben zu lassen.

+ 12:32 Laumann: In Kreisen unter 165 Wechselunterricht „die Regel“ +

In einer Pressekonferenz hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt, dass das Schulministerium heute per Mail den Kreisen mitteilen werden, dass in Kreisen mit einer Inzidenz unter 165 „die Regel ist“.

Laumann wies zudem daraufhin hin, dass in NRW künftig auch beim Besuch im Frisörsalon oder bei der Fußpflege die Vorlage eines aktuellen negativen Tests erforderlich ist.

+ 10.55 Spahn will Impfpriorisierung im Juni aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bekräftigt, dass die Priorisierung bestimmter Bevölkerung- und Altersgruppe im Verlauf des Junis aufgehoben werden soll. Das bedeutet aber nicht, dass bereits im Juni allen ein Impfangebot gemacht werden könne. „Das wird bis in den Sommer hinein gehen müssen,“ sagte Spahn.

+ 7:10 Neue Schulmail legt Vorgehen für Schulen fest +

In einer Schulmail hat das Landesschulministerium das weiter Vorgehen erläutert. Die Umstellung vom Wechselunterricht auf den Distanzunterricht finde statt, „wenn an drei aufeinander folgenden Tagen die durch das RKI veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165 überschreitet“.

Die konkrete Feststellung treffe für jeden Kreis das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS). Die Notbremse trete dann am übernächsten Tag in Kraft. Formal müssten die Schulen in Rhein-Berg, die in dieser Woche im Distanzunterricht sind, damit wieder öffnen. Die bereits korrigierte Inzidenz für Donnerstag liegt bei 154, der vorläufige Wert für Freitag bei 129.

+ 6:50 Inzidenz für Donnerstag deutlich nach oben gesetzt +

Das Landeszentrum Gesundheit hat über Nacht den Inzidenzwert für Donnerstag deutlich von 134 auf 154 hochgesetzt. Die Inzidenz für Mittwoch wurde von 166 auf 168 nachgebessert, die früheren Werte haben Bestand.

Damit lag in Rhein-Berg die Inzidenz drei Tage hintereinander über 150, die Voraussetzungen für das Inkrafttreten der Ausgangssperre und die Rückkehr der Geschäfte zu Click & Collect ist damit erfüllt. Ab wann das gilt ist noch unklar. Mehr Infos zu den neuen Regeln mit der Bundesnotbremse finden Sie hier.

+ 06:45 LZG erfasst 76 Fälle in Rhein-Berg +

Der Kreis hat an das Landeszentrum Gesundheit 76 weitere Fälle gemeldet, die offizielle Inzidenz sinkt damit auf 129. Diese Werte sind vorläufig, zuletzt sind an die Folgetage immer viele Fälle nachgemeldet und nachgetragen worden; damit musste auch die Inzidenz korrigiert werden (s.o.).

+ 06:32 27.543 Neuinfektionen bundesweit +

Das RKI hat bundesweit 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 1712 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz stieg von 161 auf 164. Zudem wurden 265 Todesfälle verzeichnet.

In NRW stieg die Inzidenz um 8 auf 181 Fälle je 100.000 Einwohner. Der Wert für gestern wurde aufgrund von Nachmeldungen deutlich von 173 auf 184 nach oben korrigiert.

Hier beginnt der Liveblog von Donnerstag, 22.4.2021

+ 17:22 Infektionsschutzgesetz tritt am Freitag in Kraft +

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das erweiterte Infektionsschutzgesetz mit der Bundes-Notbremse unterzeichnet, teilte das Bundespräsidialamt mit. Kurz darauf erschien es im Bundesgesetzblatt – damit tritt es schon am Freitag in Kraft.

Die Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr gelten bereits ab einer stabilen Inzidenz von 100, der kritische Wert für Kitas und Schulen liegt bei 165. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Inzidenz zwar heute offiziell von 166 auf 134 gesunken, dazu wird aber morgen früh eine Korrektur erwartet.

Die genauen Regeln der Bundesnotgrenze finden Sie hier.

+ 15:45 34 Weitere Fälle in Bergisch Gladbach, Inzidenz sinkt +

Die Kreisverwaltung meldet mit einer minimalen Abweichung vom LZG (siehe unten) 85 weitere Fälle für die vergangenen Tage: 34 in Bergisch Gladbach, 3 in Burscheid, 6 in Kürten, 12 in Leichlingen, 6 in Odenthal, 11 in Overath, 6 in Rösrath und 7 in Wermelskirchen.

+ 15:40 Kreis bestätigt sechs weitere Todesfälle +

Die Kreisverwaltung teilt jetzt Details zu den sechs weiteren Todesfällen mit, über die wir heute früh berichtet hatten. Bei den Verstorbenen handele es sich um

  • drei über 80-jährige Personen aus Bergisch Gladbach,
  • eine über 80-jährige Person aus Overath,
  • eine über 60-jährige Person aus Rösrath,
  • eine über 70-jährige Person aus Rösrath.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Rhein-Berg steigt damit auf 135. Allerdings hatten sich auch diese Todesfälle – wie die fünf am Dienstag gemeldeten – bereits vor einigen Wochen ereignet. Die sechs Personen waren zwischen dem 22.2. und 28.3. gestorben.

Der Kreis verweist darauf, dass die notwendigen Prozeduren zu diesem langen Meldeverzug führen; es hatte aber offenbar auch einen Rückstau in der Bearbeitung gegeben, der jetzt abgebaut sei.

+ 15:34 15 Corona-Patienten auf Intensivstation – bundesweit mehr als 5000 +

Bundesweit ist die Zahl der Corona-Kranken auf den Intensivstationen auf 5049 gestiegen, in NRW sind es jetzt 1091. Zuletzt war die Auslastung Mitte Januar so hoch.

In den vier Kliniken in Rhein-Berg werden nach Angaben des DIVI Intensivregisters derzeit 15 Corona-Patienten betreut, das ist eine Person mehr als gestern. Die Kreisverwaltung meldet davon abweichend derzeit 13 Patienten.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung in den Intensivstationen in den drei Corona-Wellen für ganz Deutschland und für NRW.

+ 15:30 Linie 1 fährt Bensberg am Wochenende nachts nicht mehr an +

Da in Köln bereit eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr gilt stellt die KVB den nächtlichen Betrieb zwischen 1.15 Uhr und 4.15 auf der Linie 1 zwischen Bensberg und Köln an den Wochenenden vorerst ein. Der Rheinisch-Bergische Kreis hatte Corona-bedingt bereits am 6. November die Nachtbus-Linien ausgesetzt.

Damit Berufstätige weiter ein angemessenes Angebot vorfinden, wird der Verkehr und die Taktung außerhalb des Nachtverkehrs komplett aufrechterhalten, teilt der Kreis mit.

+ 14:01 Gericht lehnt Eilantrag gegen Testpflicht in Schulen ab +

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat einen Eilantrag von Schülern gegen die Testpflicht an Schulen abgelehnt. Die vom Land vorgegebene Pflicht sei beim aktuellen Infektionsgeschehen eine verhältnismäßige Schutzmaßnahme.

+ 13:23 Bundesnotbremse passiert den Bundesrat +

Das Infektionsschutzgesetz hat nun auch den Bundesrat passiert. Die Länderkammer billigte die Änderung in einer Sondersitzung ohne Einspruch. Eine Zustimmung des Bundesrats war nicht erforderlich, der hätte das Gesetz aber mit einer Mehrheit von Nein-Stimmen aufhalten können.

+ 11:14 Viele Kitas in NRW ab Montag wahrscheinlich im Notbetrieb +

NRW-Familienminister Joachim Stamp geht davon aus, dass die Kitas in NRW „wahrscheinlich ab Montag“ in den eingeschränkten Notbetrieb müssen. Das sieht die künftige Bundesnotbremse ab einer Inzidenz von 165 in der jeweiligen Kommune vor. Laut Stamp soll es eine Entlastung bei den Kita-Beiträgen geben, der genaue Umfang werde noch geprüft.

Ob die Bundesnotbremse auch die Kitas und Schulen ür den Rheinische-Bergischen Kreis trifft, ist derzeit offen. Die Inzidenz liegt aktuell bei 134, dieser Wert schwankte aber zuletzt stark und steht unter Vorbehalt (siehe unten).

Allerdings: die Bundesnotbremse greift erst, wenn die Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 165 liegt; dann ab dem übernächsten Tag der Präsenzunterricht und der Regelbetrieb der Kitas gestoppt.

+ 9:10 Veränderung bei Meldeverfahren löst Korrekturen aus +

Ausgerechnet jetzt, wo die Inzidenz für die Bundesnotbremse so wichtig ist, gibt es bei den Corona-Daten in Rhein-Berg immer wieder Verzögerungen, Widersprüche und Korrekturen. Das gehe auf aufwendige Prozeduren, ein neues Meldeverfahren und technische Probleme zurück, erläutert nun Landrat Stephan Santelmann auf Fragen des Bürgerportals. Es zeigt sich: was wie Chaos aussieht, ist oft System, verbunden mit Überlastung. Doch wenn es funktioniert, wird das Infektionsgeschehen transparenter.

Santelmann räumt jedoch auf ein, dass es bei der Nachverfolgung von Kontakten Tage dauern kann, bis sich das Gesundheitsamt meldet – und appelliert an die eigene Verantwortung. Den ganzen Beitrag finden Sie hier.

+ 6:50 Weitere sechs Tote in Rhein-Berg +

Erneut weist das Landeszentrum Gesundheit sechs Personen im Rheinisch-Bergischen Kreis aus, die an Corona gestorben sind. Sie hatten sich zwischen dem 22.2. und 28.3. ereignet, wurden aber nach Feststellung und Überprüfung der Todesursache aber erst jetzt gemeldet. Der Kreis verweist darauf, dass die notwendigen Prozeduren zu diesem langen Meldeverzug führen; es hatte aber offenbar auch einen Rückstau in der Bearbeitung gegeben, der jetzt abgebaut sei.

+ 6:42 Landeszentrum erfasst 84 Neuinfektionen in Rhein-Berg +

Das Landeszentrum Gesundheit meldet 84 weitere Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis, die in den Labors in den vergangenen Tagen bestätigt worden waren. Davon entfallen 34 auf Bergisch Gladbach. Die vorläufige 7-Tage-Inzidenz für Rhein-Berg geht weiter auf 134 Fälle zurück.

Die Inzidenz-Angabe steht unter Vorbehalt: Im Moment werden vom Kreis immer noch viele Fälle rückwirkend gemeldet, daher wird die Inzidenz nachträglich korrigiert, zum Teil in einem beträchtlichen Umfang.

Das war auch beim Inzidenz-Wert für Mittwoch so: Er wurde von 150 auf 166 nach oben korrigiert. Und auch die Inzidenz für Dienstag und Mittwoch liegt nun etwas höher als zunächst berechnet. Die Grafik oben gibt die aktuellen, korrigierten Werte wieder.

Für die häufigen Korrekturen macht Landrat Stephan Santelmann die Einführung eines neuen Meldesystems und die Umstellung des Verfahrens verantwortlich; die Details dazu finden Sie hier.

+ 6:29 RKI meldet 29.519 weitere Corona-Fälle +

Das RKI hat weitere 29.518 Neuinfektionen für ganz Deutschland erfasst; vor einer Woche lag die Zahl auf dem gleichen hohen Niveau. Die 7-Tage-Inziden erhöhte sich leicht von 160 auf 161. Zudem wurden 259 neue Todesfälle registriert.

In NRW stieg die Inzidenz um 3 auf 173 Fälle je 100.000 Einwohner.

Hier beginnt der Liveblog von Mittwoch, 21.4.2021

Die Grafik basiert auf Daten des Landeszentrums Gesundheit und des Kreises Rhein-Berg. Da immer wieder Korrekturen nachgemeldet werden, sind die Angaben für die vergangenen zehn Tag nur vorläufig. Details siehe unten

+ 18:15 Einführung der Lolli-Tests immer wahrscheinlicher +

Die Einführung der sogenannten Lolli-Tests als Corona-Schnelltest für Grund- und Förderschulen wird derzeit von Land und Kommunen mit „Hochdruck“ geprüft. Dies bestätigten sowohl das NRW-Schulministerium als auch der Städte- und Gemeindetag NRW auf Anfrage des Bürgerportals.

Bestellung und Auslieferung der Lolli-Tests sowie deren Finanzierung würde das Land übernehmen, machte ein Sprecher des kommunalen Spitzenverbandes deutlich. Engpass seien derzeit noch die Laborkapazitäten, so der Sprecher. Auch die Infrastruktur sei noch zu klären, denn die Tests müssten durch die Kommunen innerhalb eines engen Zeitfensters eingesammelt, in ein Labor verbracht und dort ausgewertet werden.

Die offenen Punkte scheinen vor der Klärung zu stehen: „Das Schulministerium geht davon aus, dass alle Kommunen durch die Verbandsvertreter sehr kurzfristig Informationen erhalten“, sagte eine Sprecherin der Stadt dem Bürgerportal. Der Städte- und Gemeindebund bereite derzeit einen Schnellbrief dazu vor.

Der Lolli-Test lässt sich bei jüngeren Kindern einfacher durchführen als der bislang vorgesehene Nasenabstrichtest. Grundschulen in der Stadt drängten auf dessen Einführung. Die Stadt wollte Kosten und Verfahren mit dem Land klären.

+ 16:55 Bundestag stimmt für Bundesnotbremse +

Der Bundestag hat der Änderung des Infektionsschutzgesetzes und damit der sogenannten Bundesnotbremse zugestimmt. Nun muss noch der Bundesrat abstimmen und der Bundespräsident unterzeichnen; dann kann das Gesetz frühestens am Samstag in Kraft treten.

Die einschneidendste Änderung für Rhein-Berg ist die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr ab einer Inzidenz von 100. Derzeit liegt die Inzidenz hier vor Ort bei 150. Schulen müssen ab einer Inzidenz von 165 im Distanzunterricht bleiben; zudem müssten dann auch die Kitas bis auf eine Notbetreuung schließen.

Alle Regeln und die Auswirkungen auf Rhein-Berg finden Sie in diesem Beitrag.

Für das Gesetz stimmten 342 Abgeordnete, 250 dagegen, 64 enthielten sich. Dafür stimmten offenbar CDU und SPD. AfD, FDP und Linke hatten Ablehnung, die Grünen Enthaltung angekündigt. Die FDP will Verfassungsbeschwerde einlegen; das hat jedoch keine aufschiebenden Wirkung.

+ 16:43 Inzidenz steigt in Bergisch Gladbach deutlich +

Die 43 neuen Fälle in Bergisch Gladbach erhöhen die Inzidenz in der Kreisstadt gegen den Trend von 175 auf 179. Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis fiel die Inzidenz nach offizieller Rechnung des LZG von 180 auf 150 Fälle je 100.000 Einwohner.

+ 16:30 Kliniken nehmen 9 weitere Corona-Patienten auf +

In den vier Krankenhäuser im Kreis werden laut Kreisverwaltung inzwischen 59 Corona-Patienten stationär versorgt; das sind neun mehr als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten stieg um zwei auf 14; davon müssen 13 invasiv beatmet werden.

+ 16:07 Kreis bestätigt 64 weitere Corona-Fälle +

Nach Angaben der Kreisverwaltung sind am Dienstag für den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis 68 weitere Fälle bekannt geworden. Vier Fälle, die zuvor zuviel gezählt worden seien, werden abgezogen; damit steigt die Gesamtzahl netto um 64 Fälle, von 9501 auf 9565

Das LZG hatte zuvor 62 Fälle berichtet, von denen 17 tasächlich am Dienstag von den Labors bestätigt worden waren, die anderen 45 wurden früheren Tagen zugeordnet. Für die (an den Vortagen deutlich größere) Differenz gibt es bislang keine Erklärung.

Die 68 Fälle des Kreises verteilen sich wie folgt: 43 in Bergisch Gladbach, 4 in Burscheid, 2 in Kürten, 4 in Leichlingen, 2 in Odenthal, 6 in Overath, 4 in Rösrath und 3 in Wermelskirchen.

Es gelten inzwischen 8.319 Personen als genesen, und damit 1.117 als aktuell infiziert. Es befinden sich 1.548 Personen in Quarantäne, das sind 99 weniger als am Vortag. 

In den Schnellteststellen im Kreis wurden am Dienstag 5.267 Antigentests durchgeführt, wovon 40 Ergebnisse positiv waren. Diese werden jetzt per PCR-Test überprüft.

+ 14:45 Keine Gäste bei Trauungen mehr zugelassen +

Der Krisenstab der Stadt Bergisch Gladbach reagiert auf die hohe Inzidenz in Rhein-Berg mit einer weiteren Einschränkung: Ab Montag darf an Standesamtlichen Trauungen nun noch ein sehr, sehr kleiner Kreis teilnehmen. Details finden Sie in diesem Beitrag.

+ 12:31 LZG: Datendarstellung verzerrt +

Das Landeszentrum Gesundheit stellt klar, dass der Meldestand von Dienstag „aufgrund von Störungen im Landesverwaltungsnetz“ verzerrt sei; daher seien die heute ausgewiesenen Veränderungen auf den Überblick-Seiten falsch. Das stützt unsere These (siehe unten, 9:30), dass am Dienstag insgesamt 62 Fälle neu (nach-)erfasst worden sind. Die Inzidenz ist davon nicht berührt.

+ 12:05 Hundeschule in NRW nur unter sechs Augen +

Hundeschulen dürfen in NRW keinen Gruppenunterricht mit mehreren Haltern anbieten, stellte Gesundheitsminister Laumann im Landtag klar. Erlaubt sei Einzelunterricht mit Mensch und Hund sowie Hundetraining ohne Halter.

+ 10:12 Inzidenz sinkt in Rhein-Berg offiziell auf 150 +

Das Landeszentrum Gesundheit weist nun auch wieder eine offizielle Inzidenz aus, die Richtschnur für die Coronaauflagen (über 100, 165, 200) ist. Demnach ist die 7-Tage-Inzidenz im Rheinisch-Bergischen Kreis auf 149,7 Fälle je 100.000 Einwohner zurückgegangen.

Dabei hat das LZG die korrigierten Daten (siehe unten) zugrunde gelegt. Da die Nachmeldungen durch die Kreisverwaltung umfangreich sind und weit in die Vergangenheit zurückreichen, wurden auch die Inzidenzwerte um bis zu zwei Wochen zurück neu berechnet.

Dabei wurde auch der Inzidenzwert von gestern angepasst, er liegt nun bei 180 statt wie zunächst gemeldet bei 168. Da es auch in den nächsten Tagen Nachmeldungen zu erwarten sind, ist auch die aktuelle Inzidenz nur eine vorläufige Angaben.

+ 9:30 LZG und RBK melden widersprüchliche Fallzahlen +

Offenbar hat das Landeszentrum Gesundheit einen Teil seiner technischen Störungen überwunden, die Daten bleiben aber in sich sowie im Vergleich zum RKI und zum Kreis widersprüchlich.

49 neue Fälle für RheinBerg am Dienstag nennt das LZG jetzt in seiner Übersicht. In der Liste der täglichen Fälle sind es jedoch nur 17.

Allerdings hat das LZG erneut die Fallzahlen zehn Tage weit zurück korrigiert. Daraus ergibt sich, dass bis einschließlich Dienstag 45 Fälle zu wenig registriert worden waren. Insgesamt ist die Gesamtzahl der Fälle in Rhein-Berg laut LZG damit seit gestern um 62 gestiegen, von 9501 auf 9563.

Das Dashboard des Rheinisch-Bergischen Kreises meldet jedoch insgesamt 9565 Fälle insgesamt und 68 neue Fälle.

Zwischenbemerkung: Damit melden LZG und RBK im Moment gleichzeitig 17, 49, 62 und 68 neue Fälle.

Die gestern gemeldete Fallzahl für Montag korrigierte das LZG von 36 auf 29. Der Kreis hatte am späten Nachmittag 24 gemeldet.

Worauf diese Differenzen zurückgehen ist unklar. Der Kreis meldet jeden Abend die Zahlen, die er am jeweiligen Tag nur erfasst hat, inklusive der Korrekturen. Das LZG ordnet die Fälle dem jeweiligen Meldedatum (neu) zu und meldet das Ergebnis an das RKI.

+ 7:12 RKI weist für Rhein-Berg 24 neue Fälle aus +

Das Robert-Koch-Institut zeigt in seinem bundesweiten Dashboard für den Rheinisch-Bergischen Kreis eine Veränderung um 24 Fälle an; damit würde die Inzidenz weiter auf 150 Fälle je 100.000 Einwohner sinken. Für Köln, wo es gestern überhaupt keine Daten gab, erhöhte sich die Inzidenz massiv auf 190. Wie vollständig diese Angaben sind ist unklar.

+ 6:34 Landeszentrum NRW meldet bislang keine Daten +

Die technischen Störungen beim Landeszentrum Gesundheit bestehen fort. Nachdem am Vortag einzelne Städte und Kreise keine Daten übermitteln konnten weist das LZG heute morgen überhaupt keine neuen Angaben aus.

Gestern hatten die Zahlen des Rheinisch-Bergischen Kreises viele Fragen aufgeworfen, Antworten waren in der Kreisverwaltung nicht zu erhalten (siehe unten).

+ 6:30 RKI meldet 24.884 Fälle und 331 Tote +

Das RKI hat am Dienstag bundesweit 24.884 Neuinfektionen registriert. Die 7-Tage-Inzidenz sank leicht auf 160,1. Zudem wurden 331 weitere Todesfälle gemeldet. Dabei fehlen offenbar die Daten von NRW. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sank von 162,4 auf 160,1.

Hier beginnt der Liveblog von Dienstag, 20.4.2021

+ 18:20 Todesopfer werden jünger +

In der laufenden dritten Corona-Welle sind nicht nur die Patienten auf den Intensivstationen jünger als in den ersten beiden Wellen, auch unter den Todesopfern gibt es nun deutlich jüngere Personen als zuvor. Heute wurden fünf Personen, die bereits vor zwei Monaten verstorben waren, vom Kreis gemeldet. Dabei handelt es sich nach Angaben der Kreisverwaltung um

  • eine über 90-jährige Person aus Bergisch Gladbach,
  • eine über 80-jährige Person aus Bergisch Gladbach,
  • eine über 70-jährige Person aus Overath,
  • eine über 40-jährige Person aus Rösrath,
  • eine über 50-jährige Person aus Wermelskirchen.

+ 18:16 Zwölf Intensivpatienten an Lungenmaschinen +

Nach Angaben der Kreisverwaltung werden 50 Corona-Patienten in den vier Kliniken im Kreis stationär behandelt. Zwölf von ihnen liegen auf der Intensivstation, alle zwölf müssen invasiv behandelt werden.

+ 18:04 Leid teilen: Gedenkveranstaltung für Corona-Tote +

Parallel zur bundesweiten Gedenkfeier fand am Sonntag auch in Bergisch Gladbach auf dem Konrad-Adenauer-Platz eine Veranstaltung statt, um an die Corona-Toten zu erinnern. Organisatoren waren das Rote Kreuz und das Institut Dellanima. Ihr Anliegen: Den Trauernden Anteilnahme und Verbundenheit zeigen. Die Details lesen Sie in diesem Beitrag.

+ 17:52 Sehr viel mehr Personen in Quarantäne +

Die Zahl der Personen in Quarantäne ist im Rheinisch-Bergischen Kreis weiter gestiegen, um 169 auf jetzt 1594. Heute und gestern hatte das Gesundheitsamt eine Vielzahl von Allgemeinverfügungen erlassen. Betroffen sind

  • zwei Gruppen in der Notfallbetreuung der GGS An der Strunde,
  • das Haus Bethel des Pilgerheims Weltersbach in Leichlingen,
  • ein Wohnbereich eines Awo-Kinderheims in Rösrath,
  • ein Haus im Kinder- und Jugenddorf Bethanien
  • eine Kindergroßtagespflege in Rösrath.

Aus der Bündelung der Verfügungen lässt sich schließen, dass das Lagezentrum im Kreishaus am Wochenende mehr als genug mit der Nachverfolgung der Kontakte zu tun hatte. Die Verfügungen werden oft erst vorläufig ausgesprochen und später formal erlassen. Alle Allgemeinverfügungen finden Sie hier.

Hinweis der Redaktion: Die Grafik gibt für den RBK die offiziell vom LZG berechnete Inzidenz nach heutigem Stand wider. Die Werte für Bergisch Gladbach haben wir auf Basis der RBK-Daten berechnet. Ob die Zahlen der letzten Tage real sind, ist offen.

+ 17:03 Kreis meldet 24 Fälle – und wirft viele Fragen auf +

Nach Angaben der Kreisverwaltung sind in Rhein-Berg „24 weitere bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden“. Üblicherweise bezieht sich diese Zahl auf den Vortag. Allerdings ist das nach einer Umstellung des Meldeverfahrens in den vergangenen Tage nicht mehr eindeutig.

Gleichzeitig meldet der Kreis, dass bisher 15 Fälle zuviel gezählt wurden. Das sei nun bereinigt worden. Entsprechende wurde die Gesamtzahl der Fälle vom Vortag (18.4.) um 15 auf 9477 reduziert. Das legt die Vermutung nahe, dass am Montag (19.4.) tatsächlich 39 Fälle neu erfasst wurden (39 – 15 = 24).

In Bergisch Gladbach wurden offenbar 20 Fälle bekannt, sechs aufgrund der zuvor zuviel gezählten Fälle gestrichen; damit bleiben 14 neue Fälle. Die Inzidenz für die Stadt lässt sich mit 175 berechnen. Am Vortag lag sie auf Basis der korrigierten Daten bei 212.

Das Landeszentrum Gesundheit NRW veröffentlicht auf Basis von Meldungen des Rheinisch-Bergischen Kreises ganz andere Zahlen. Laut Übersicht wurden für Montag 36 Fälle gemeldet.

Allerdings wurden in der LZG-Datenbank in den vergangenen sieben Tagen 24 Fälle zusätzlich nachgetragen. Für Montag sind in der Datenbank nur 10 Fälle verzeichnet:

Auf Basis dieser Zahlen wird die offizielle Inzidenz für den Kreis Rhein-Berg berechnet, die liegt laut LZG jetzt bei 168. Am Vortag war eine Inzidenz von 200 ausgewiesen worden, auch dieser Wert wurde über Nacht korrigiert, auf jetzt 208.

Wir haben die Kreisverwaltung 30 Minuten, nachdem sie heute um 16:12 Uhr die Daten veröffentlicht hatte, detailliert um eine Erklärung gebeten. Ohne Reaktion.

Daher stehen alle Zahlen unter einem großen Vorbehalt. Mit den Übertragungsproblemen des LZG haben die Unstimmigkeiten nichts zu tun; für die betroffenen Städte werden Null Fälle ausgewiesen.

+ 11:43 Terminvergabe für Jahrgänge 1950 und 1951 ab Freitag +

Das Gesundheitsministerium öffnet am Freitag den Zugang zu den Impfanmeldungen für über 70-Jährige für zwei weitere Jahrgänge. Ab 8 Uhr können nun auch alle Personen, die zwischen dem 1. Januar 1950 und dem 31. Dezember 1951 geboren wurden, sowie deren Lebenspartner, über die bekannten Terminbuchungssysteme der KVNO einen Termin vereinbaren. Alle Infos zum Impffahrplan finden Sie hier.

+ 11:30 Kreis meldet Todesfälle mit bis zu zwei Monaten Verzug +

Fünf weitere Tote als Folge einer Corona-Infektion hat der Rheinisch-Bergische Kreis heute über das Landeszentrum Gesundheit gemeldet. Details stehen – wie alle weiteren Infos zur Infektionslage – bislang aus. Die Daten des Landeszentrum zeigen jedoch, dass seit diesen Todesfällen bereits knapp zwei Monate vergangen sind.

Die Details gibt es in diesem Beitrag.

+ 10:22 Corona-Daten in NRW unvollständig +

Die Corona-Fallzahlen für NRW sind heute nur unvollständig an das RKI übermittelt worden. Zur Begründung verwies eine Sprecherin des Landeszentrum Gesundheit Störungen im Landesverwaltungsnetz hin. Daher habe eine größere Zahl von Meldungen der Gesundheitsämter das LZG noch nicht erreicht, der ausgewiesene Inzidenzwert von 168 . „Die angegebenen Werte sind daher leider unvollständig.“ Laut der bislang übermittelten Werte war die Wochen-Inzidenz in NRW auf 168,4 gesunken. 

+ 9:01 Mehr Impfstoffe für Hausärzte +

In der nächsten Woche erhalten die Hausärzte eine halbe Million Impfdosen von Biotech mehr als geplant. Nach Angaben der kassenärztlichen Vereinigung stellt der Bund den Praxen bis 2. Mai insgesamt zwei Millionen Impfdosen zur Verfügung.

Die lokalen Nachrichten, kompakt auf den Punkt, schicken wir Ihnen frei Haus. Morgens um 7:05 per Mail im kostenlosen Newsletter „Der Tag in GL“, oder auf Facebook oder Instagram.

+ 6:31 Zahl der Tote steigt um fünf auf 129 +

Innerhalb weniger Tage berichtet das Landeszentrum Gesundheit zum zweiten Mal von einer größeren Zahl von Todesfällen nach einer Corona-Infektion: fünf weitere Tote wurden registriert, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie steigt auf 129.

+ 6:20 Landeszentrum meldet 36 Fälle +

Das Landeszentrum Gesundheit meldet für Montag 36 Neuinfektionen in Rhein-Berg. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt damit um 21 auf 168 Fälle.

Die Aussagekraft dieser Daten ist jedoch fraglich, das Gesundheitsamt des Kreises hatte in den vergangenen Tagen immer wieder Fälle nachmelden müssen, die verspätet erfasst worden waren. Auch heute korrigierte das Landeszentrum die Daten um mehr als eine Woche zurück. Dadurch erhöhte sich die Inzidenz für die vergangenen Tage noch eimal, am 15.4. wurde der bisherige Spitzenwert von 224 erreicht; die Inzidenz lag demnach fünf Tage über 200.

+ 6:15 RKI meldet 9.609 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt leicht +

Das RKI hat für Montag 9.609 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz geht von 165,3 auf auf 162,4 zurück. Zudem sind 297 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

In NRW sank die Inzidenz um knapp drei auf 168 Fälle.

Hier beginnt der Liveblog von Montag, 19.4.2021

+ 19:20 NRW setzt Hürden für Öffnung der Schulen in Rhein-Berg +

Mit einer Änderung der Coronabetreuungsverordnung hat die Landesregierung die Schulen in 15 Städten und Kreisen mit einer Inzidenz von 200 oder mehr offiziell in den Distanzunterricht geschickt. Darunter ist auch der Kreis Rhein-Berg, hier hatte der Kreis diesen Schritt aber schon am Freitag selbst verfügt.

Allerdings gilt die Landesregel – auch über diese Woche hinaus – solange, bis die Inzidenz drei Tage lang unter 200 liegt. Damit, so NRW Schulministerin Yvonne Gebauer, nehme NRW schon die Regeln des neuen bundesweiten Infektionsschutzugesetzen vorweg. Dort soll der Grenzwert allerdings nicht bei 200, sondern bei 165 liegen.

+ 18:35 Für mehr Intensivbetten fehlen die Pfleger:innen +

Nach wie vor stehen die Klinken unter hohem Druck, ausreichend Intensivbetten für Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen, ohne andere lebenswichtige Behandlungen stark zu reduzieren. Dabei zeigt sich deutlich, dass das Personal der Engpass ist. Die beiden GFO-Kliniken (MKH und VPH) haben am Wochenende durch interne Verschiebungen von Personal zwei weitere Intensivplätze geschaffen, insgesamt sind es jetzt 20. Platz und Ausstattung für mehr Plätze wäre vorhanden, aber keine Pfleger:innen.

„Wir brauchen in der Pflege auf der Intensivstation jetzt auch mehr Personal, weil die Versorgung von COVID-Patienten komplexer, der Aufwand für die einzelne Pflegekraft höher und der Betreuungsbedarf im Vergleich zu einem nicht-Covid-Patienten auf Intensiv größer ist,“ erläutert Anja Edelhoff, Pflegedirektorin der GFO Kliniken Rhein-Berg.

Die Personalknappheit ist auch der Grund, warum die Zahl der Betten, die im Intensivregister DIVI für Rhein-Berg gemeldet werden, schwankt: dort erscheinen nur die Betten, die EVK, MKH, VPH und das Krankenhaus Wermelskirchen als verfügbar und mit Personal hinterlegt melden. Da gebe es jetzt keine Spielräume mehr, „der Markt mit gut ausgebildeten Fachkräften ist leergefegt“, sagt GFO-Pressesprecher Jörg Zbick.

DIVI weist derzeit für Rhein-Berg 40 Intensivbetten aus, davon sind 35 belegt, davon 13 mit Coronapatienten – die immer jünger werden und oft vier bis sechs Woche auf der Station versorgt werden müssen.

+ 17:30 Kreis: technische Probleme verursachten Daten-Lücke +

In einer Pressemitteilung hat die Kreisverwaltung Serverprobleme als Grund dafür genannt, dass am Samstag keine Fälle an das Landeszentrum Gesundheit übermittelt worden waren. Dafür, dass am Wochenende keine aktuellen Daten durch die Pressestelle des Kreises veröffentlicht wurden, habe es „technische Gründe“ gegeben.

Nach dem Rückzug bzw. der Krankmeldung der bisherigen Pressesprecher:innen des Krisenstabs hatte Landrat Santelmann ihre Aufgaben in die Pressestelle der regulären Kreisverwaltung verlegt. Die ist am Wochenende nicht besetzt.

+ 16:14 Kreis meldet für das Wochenende insgesamt 178 Fälle +

Nach einigen Ausfällen am Wochenende hat die Kreisverwaltung jetzt die Corona-Daten für das Wochenende vervollständigt. Demnach wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis am Freitag 74, am Samstag 20 und am Sonntag 84 weitere Infektionen erfasst; insgesamt 178.

Auf die 7-Tage-Inzidenz hat das keine Auswirkung; sie wird vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) berechnet und derzeit mit 199,5 ausgewiesen. Das arbeitet auf Basis der Daten des Gesundheitsamtes, dennoch gibt es bei den Zahlen immer noch zum Teil erhebliche Differenzen.

Von den Fällen am Sonntag wurden 30 in Bergisch Gladbach verzeichnet, 5 in Burscheid, 2 in Kürten, 9 in Leichlingen, 3 in Odenthal, 11 in Overath, 13 in Rösrath und 11 in Wermelskirchen.

Insgesamt wurden von Freitag bis Sonntag in Bergisch Gladbach 65 Fälle registriert. Die Inzidenz stieg am Freitag bis auf 229 und liegt jetzt bei 217.

Die Grafik oben zeigt die kurzfristige Entwicklung in der 3. Welle, die folgende zeigt den gesamten Verlauf der Pandemie seit März 2020:

Im Vergleich zu Freitag gelten laut Kreisverwaltung 108 weitere Personen als genesen, 1087 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.425 Personen in Quarantäne, das sind 32 mehr als vor dem Wochenende.

Zur Zahl der Patienten in den Krankenhäusern macht der Kreis keine Angaben, laut DIVI Intensivregister werden in den vier Kliniken im Kreis 13 Coronapatienten auf der Intensivstation betreut, davon werden acht invasiv betreut. Aktuell sind fünf der 40 derzeit verfügbaren Betten als verfügbar gemeldet, zwischenzeitlich war die Kapazität völlig erschöpft.

+ 14:19 SPD kritisiert Landrat als entscheidungsschwach +

Nun hat nun auch die SPD auf unsere Anfrage zum Krisenmanagement von Landrat Stephan Santelmann (CDU) reagiert. Die Tatsache, „dass der Kreisdirektor, die Pressesprecherin des Krisenstabes und andere im Krisenstab aktive den Landrat darum gebeten haben, aus dem Krisenstab auszuscheiden“ sei Beleg für Differenzen zwischen Landrat und Krisenstab, schreiben Fraktionschef Gerhard Zorn und Kreisvorsitzender Marcel Kreutz.

Die ausführliche Stellungnahme der SPD und der anderen Fraktion im Kreistag sowie die Chronologie der Ereignisse rund um die Notbremse finden Sie hier.

Die Entscheidung des Landrats auf Druck von Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein (SPD), zunächst die Notbremse auszusetzen, sei bei einer Inzidenz von unter 80 dennoch richtig gewesen. Dass Santelmann an dieser Marschroute festhielt, als die Inzidenz auf 200 zuging, sei dagegen „unverantwortlich“. Der Landrat zeige sich handlungsschwach, kritisiert die SPD. Falsch sei auch Santelmanns Plan, jetzt das Krisenmanagement neu zu organsieren. Die Krise, so Zorn und Kreutz, „sitzt tief – in der Spitze der Kreisverwaltung“.

+ 12:55 Musikschule setzt Arbeit im Netz fort +

Die Städtische Max-Bruch-Musikschule folgt den allgemeinbildenden Schulen und bietet Online-Unterricht an. Die Lehrkräfte setzen sich jeweils mit ihren Schülern in Verbindung. Alle Infos zu den städtischen (kulturellen) Einrichtungen im Lockdown finden Sie hier.

+ 11:10 CDU stellt sich hinter Landrat Santelmann +

Notbremse ja, nein, doch, Krisenstab aufgelöst: Der Zickzack-Kurs von Landrat Stephan Santelmann bei der Bekämpfung von Corona stößt bei der Opposition im Kreistag auf grundsätzliche Kritik. Dagegen verteidigt ihn die CDU in allen Punkten, die verbündeten Grünen halten sich bedeckt. Wir dokumentieren die Positionen – und zeichnen die Chronologie nach.

+ 10:56 Jahrgänge 48 /49 können sich ab Mittwoch zur Impfung anmelden +

Das Landesgesundheitsministerium lädt zwei weitere Jahrgänger in der Altersgruppe über 70 zur Impfung ein: ab Mittwoch (21.4.) können sich die Jahrgänge 1948 und 1949 zu Impfung anmelden; auch sie können ihren Lebenspartner unabhängig vom Alter anmelden. Die Buchung erfolgt über die bekannten Kanäle: online über www.116117.de sowie telefonisch über die 0800 116 117 01. Auf für die älteren Jahrgänge ist die Terminbuchung weiterhin offen. Den gesamten Impffahrplan finden Sie hier.

+ 8:10 Testzentrum Steinbreche öffnet heute +

Mit der Eröffnung des Corona-Testzentrum in der Steinbreche in Refrath wird heute eine Lücke in der Versorgung mit Schnelltests geschlossen. Das Testzentrum wird von zwei lokalen Apothekern, den Inhabern der St. Johannis Apotheke und der Linden Apotheke, gemeinsam betrieben. Geleitet wird das Testzentrum von Charlie Röttgen, dem Inhaber von Charlies Karnevalsshop, teilen die Apotheker Frank Klingauf und Karl-Alfred Scholz mit.

Das Testzentrum ist zunächst montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet; Getestete erhalten nach ca. 15 Minuten Wartezeit ihr Ergebnis als ausgedrucktes Zertifikat. Auf der Website www.testzentrumrefrath.de kann man Termine für die kostenlosen Bürgertests reservieren.

+ 6:32 Landeszentrum meldet für Rhein-Berg 101 Fälle +

Das Landeszentrum Gesundheit meldet am frühen Morgen für den Rheinisch-Bergischen Kreis 101 weitere Corona-Fälle. Damit steigt die Inzidenz um 25 auf 199,5 Fälle je 100.000 Einwohner.

Die 101 Fälle verteilen sich auf die vergangenen Tage; der Kreis hat das Meldeverfahren umgestellt und rechnet die Fälle jetzt rückwirkend dem Tag zu, an dem das Labor den Fall als positiv gemeldet hat. In der Regel handelt es sich dabei nur um geringfügige Verschiebungen; am Samstag hat der Kreis gar keine Fälle gemeldet.

Mit den aktuellen Zahlen hat das LZG jetzt auch die 7-Tage-Inzidenz rückwirkend neu berechnet. Damit liegen auch die offiziellen Werte seit fünf Tagen bei mindestens 200 (siehe Grafik oben).

+ 6:20 RKI erfasst 11.437 weitere Fälle +

Das RKI meldet für Sonntag 11.437 Neuinfektionen, die 7-Tage-Inzidenz steigt von 162,3 auf 165,3. Zudem sind 92 weitere Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben.

In NRW erhöht sich die Inzidenz um vier auf 171 Fälle je 100.000 Einwohner.

Hier beginnt der Liveblog von Sonntag, 18.4.2021

+ 18:30 Kreis stellte Verfahren für Datenmeldung um +

Laut Lagezentrum des Kreises gehen die Korrekturen der Inzidenzwerte durch das Landeszentrum Gesundheit am Samstag (s.u.) auf eine Umstellung auf ein neues Meldeverfahren zurück, teilt Landrat Stephan Santelmann auf Anfrage mit.

Bislang wurde die Fälle einfach dem Tag zugeordnet, an dem sie dem LZG gemeldet wurden. Jetzt werden die Fälle jeweils dem Tag zugerechnet, an dem das Labor das Ergebnis mitgeteilt hatte. Da das Labordatum einige Tage zurück liegen könne werden die Daten rückwirkend korrigiert,

+ 17:00 Click & Collect: So reagieren Händler in GL auf Notbremse +

Weite Teile des Einzelhandels bleiben ab Montag geschlossen. Viele Einzelhandelsgeschäfte bieten ihre Waren deshalb für Selbstabholer an: „Click and Collect” nennt sich das Konzept. Dabei zeigt sich der lokale Handel sehr erfinderisch. Das Bürgerportal listet auf, wer in Bergisch Gladbach was anbietet – und nennen die Kontaktmöglichkeiten.

+ 14:23 Steinmeier-Rede zu Nachlesen und Anschauen +

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Gedenkfeier an die fast 80.000 Menschen erinnert, die am Coronavirus gestorben sind. In seiner Rede sprach sprach er den Angehörigen und Erkrankten Mut zu – und rief die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. Das Gedenken war besonders den Hinterbliebenen gewidmet, die ihre Angehörigen nicht begleiten durften und denen wichtige Rituale der Trauer verwehrt blieben.

Sie können die ganze Rede hier nachlesen, ein Video der gesamten Gedenkfeier, bei der auch Angehörige von Corona-Opfer zu Wort kamen, können Sie zum Beispiel in der ZDF-Mediathek anschauen.

+ 9:43 Intensivstationen: „Mit dem Rücken zur Wand“

Seit dieser Woche sind die Intensivstationen der drei Krankenhäuser in Bergisch Gladbach voll belegt. Stellvertretend erläutern die ärztlichen Direktoren der GFO Kliniken Rhein-Berg, warum diese dritte Corona-Welle die Intensivstationen vor ganz neue Belastungen stellt. Davon betroffen sind vor allem Patienten, die eine schwere Operation benötigen. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

+ 9:15 Kreis stelle Datenmeldung am Wochenende ein +

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat am Sonntag keine Daten an das Landeszentrum Gesundheit NRWgemeldet. Daher wird die Zahl der Neuinfektionen mit 0 ausgewiesen, die offiziell und automatisch berechnete Inzidenz in Rhein-Berg sinkt damit auf 174. Auf die Notbremse, die in Rhein-Berg ab Montag gilt, hat das zunächst keine Auswirkungen.

Am Samstag hatte der Kreis zwar Daten gemeldet, gleichzeitig aber offenbar auch viele Fälle der vorhergehenden Tage. Daher hatte das Landeszentrum die Werte für die 7-Tage-Inzidenz erheblich korrigiert (siehe unten).

Das Datenloch am Wochenende ist eine Folge der Umstrukturierung des Pandemie-Managements im Kreishaus. Landrat Stephan Santelmann will den Krisenstab schrittweise auflösen und dessen Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung integrieren. Der erste Schritt war die Auflösung einer eigenen Informationseinheit des Krisenstabs (BUMA Bürger- und Medieninformation); ihre Aufgabe hat die Pressestelle der Kreisverwaltung mit übernommen. Sie ist in der Regel am Wochenende nicht besetzt.

+ 9:03 RKI erfasst 19.185 weitere Corona-Fälle +

Das RKI hat für Samstag 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet, vor einer Woche waren es 1.300 weniger. Zudem wurden 67 Todesfälle, vor einer Woche waren es 104.

Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, weil am Wochenende weniger getestet wird – und einige Gesundheitsämter am Wochenende keine Zahlen übermitteln. Dazu gehört zu ersten Mal auch der Rheinisch-Bergische Kreis (siehe oben).

Die 7-Tage-Inzidenz stieg bundesweit von 160,7 auf 162,3.

In NRW stieg die Inzidenz um drei auf 167 Fälle.

Am Freitag hatte der Kreis die Lockerung der Notbremse wieder zurückgenommen, damit müssen ab Montag die Geschäfte über den täglichen Bedarf hinaus geschlossen bleiben. Die Schulen bleiben – mit Ausnahme der Abschlussklassen – im Distanzunterricht. Alle Details finden sie weiter unten, die neuen Regeln in diesem Beitrag.

Hier beginnt der Liveblog von Samstag, 16.4.2021

+ 15:10 Impfquote in Rhein-Berg unter Landesschnitt +

Zum ersten Mal weist der Rheinisch-Bergische Kreis in seinem Statistik-Dashboard eine Impfquote aus. Sie lag demnach gestern bei 17,5 Prozent, als Quelle gibt der Kreis die KVNO an. Landesweit lag die Impfquote bereits bei 19,7 Prozent. Insgesamt sind im Kreis bisher 49.588 Personen wenigstens einmal geimpft worden, knapp 16.000 sind bereits vollständig geimpft.

+ 13:43 Zahl der Intensivpatienten fast verdoppelt +

Über die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern gibt es keine Angaben. Das DIVI Intensivregister meldet auf den Intensivstationen der Kliniken in RheinBerg 15 Coronapatienten, sieben mehr als am Vortag. 37 der insgesamt 39 Intensivbetten seien belegt, 38 Prozent davon von Corona-Patienten.

+ 13:31 Inzidenz in Bergisch Gladbach bei 219 +

Grafik: Hilger Müller

Auf der Basis korrigierte Daten (siehe unten) ist die Inzidenz im gesamten Rheinisch-Bergische Kreis auf 197 zurückgegangen, nachdem sie am Donnerstag (unbemerkt) bereits den Wert von 219 erreicht hatte. In Bergische Gladbach geht die Inzidenz aktuell leicht von 224 auf 219 zurück.

Auch in Wermelskirchen liegt die Inzidenz über 200, in Odenthal wird der Schwellenwert gerade erreicht.

+ 13:10 Gesundheitsamt weist 74 Fälle aus +

Das Gesundheitsamt weist in seinem Dashboard für Freitag im Rheinisch-Bergischen Kreis 74 Neuinfektionen aus. Davon entfallen 28 auf Bergisch Gladbach, 6 auf Burscheid, 3 auf Kürten, 6 auf Leichlingen, 0 auf Odenthal, 8 auf Overath, 10 auf Rösrath und 13 auf Wermelskirchen.

Die Zahl der akut Infizierten gibt der Kreis mit 1040 aus, am Vortag waren es 1017. In Quarantäne befinden sich 1587 Personen, am Vortag waren es 1.393.

Die schrittweise Auflösung des Krisenstabs und die Eingliederung seiner Aufgaben in die Kreisverwaltung ist für die Pressearbeit bereits vollzogen werden – und zwar in den „Regelbetrieb“. Das heißt, dass es am Wochenende keine Pressemitteilung mit den aktuellen Daten und Entwicklungen gibt. Die Daten finden sich nur im Dashboard.

+ 9:50 LZG korrigiert Statistiken erneut – 220 schon erreicht +

Das Landeszentrum Gesundheit hat wie bereits gestern seine Daten für den Rheinisch-Bergischen Kreis ein weiteres Mal erheblich korrigiert. Demnach hatte die 7-Tage-Inzidenz bereits am Mittwoch (14.4.) die 200er Grenze deutlich überschritten (siehe Grafik oben). Zunächst war der Wert mit 195 angegeben worden, gestern korrigierte das LZG auf 206 und heute ein weiteres Mal auf 212.

Auch die Inzidenz für Donnerstag (15.4.) wurde nachgebessert: an diesem Tag (an dem der Krisenstab abends über die Notbremse beriet), lag die Inzidenz nicht wie bislang bei 206, sondern schon bei 219 – bevor er am Freitag auf 197 zurückging.

Auch die Zahl der täglich erfassten Fälle wurde angepasst und weicht inzwischen erheblich von den zuvor gemeldeten Zahlen ab. Eine offizielle Erklärung für die Korrekturen gibt es bislang nicht, wir haben den Kreis um eine Erläuterung gebeten.

Bekannt ist allerdings, dass es zu Ostern und in den Tagen danach einen erheblichen Rückstau bei der zeitnahen Meldung der Daten an das LZG gab. Zudem hat der Landrat in dieser Woche begonnen, den Krisenstab abzubauen und seine Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung zu integrieren.

+ 9:32 Landeszentrum Gesundheit meldet 67 Fälle in Rhein-Berg +

Für Freitag hat das Landeszentrum Gesundheit im Rheinisch-Bergischen Kreis weitere 31 Corona-Infektionen registriert, hinzu kommen allerdings 36 Nachmeldungen. Damit werden insgesamt 67 Fälle ausgewiesen.

Da die Fallzahl vor einer Woche, zum Teil aufgrund von Nachmeldungen, sehr hoch war, reduziert sich die 7-Tage-Inzidenz um neun auf 197 Fälle je 100.000 Einwohner. Auf die Entscheidung, ab Montag die Notbremse im vollen Umfang greifen zu lassen (siehe unten) hat das keine Auswirkungen.

+ 9:20 23,805 Neuinfektionen – Sieben-Tage-R-Wert steigt weiter +

Das RKI hat für Freitag 23.804 Neuinfektionen erfasst, vor einer Woche waren es 24.097. Zudem wurden 219 neue Todesfälle verzeichnet, zuvor waren es 246. Die Inzidenz erhöhte sich minimal von 160,1 auf 160,7.

Der Sieben-Tage-R-Wert erhöhte sich von 1,18 auf 1,24. 

In NRW stieg die Inzidenz um zwei auf 165 Fälle.

Hier beginnt der Liveblog von Freitag, 15.4.2021

+ 17:14 Land erlässt Allgemeinverfügung für Schulen +

Nach vielen Anfragen und Beschwerden von Kommunen knapp unter oder über einer Inzidenz von 200 über die unklaren Regeln des Schulministeriums (s.u.) hat das Land NRW eine Allgmeinverfügung erlassen, womit in 13 Städten und Kreisen der Präsenzunterricht für zunächst die kommende Woche weiter ausgesetzt wird. Dazu gehört auch der Rheinisch-Bergische Kreis.

+ 16:55 DRK eröffnet Testzentrum in der östlichen Innenstadt +

Der Second Hand-Laden des DRK an der Hauptstraße gegenüber der Gnadenkirche wird zu einem Testzentrum umfunktioniert. Ab Montag bekommt man dann auch hier einen der kostenlosen Bürgertests. Mehr Infos dazu hier. Alle Teststellen im Kreis-Rhein-Berg finden Sie hier.

+ 15:43 Nächtliche Ausgangssperre in Köln +

Die Stadt Köln führt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Das sei ein gravierender Eingriff, aber unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.  Ab Samstag dürfen die Kölner ihre Wohnungen zwischen 21 und 5 Uhr nur mit einem wichtigen Grund verlassen. Der Krisenstab geht davon aus, dass auch alle Supermärkte um 21 Uhr schließen. Zudem gilt in Parks und Grünanlagen ganztägig ein Verbot für Alkohol, Shishas und Grillen. Die Inzidenz liegt in Köln derzeit bei 162.

+ 14:12 Bürgermeister Stein begrüßt Kehrtwende +

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein begrüßt die Entscheidung des Kreises „uneingeschränkt”. Er hatte sich am 7. April zunächst für die Aufweichung der Notbremse durch die Testoption stark gemacht, aber jetzt sei die Lage eine andere. Daher sei es für ihn „absolut nachvollziehbar, dass der Anstieg der Inzidenzwerte in der aktuellen Dynamik keine Alternative zu den nun getroffenen Verschärfungen zulässt.“

+ 13:06 Kreis setzt Notbremse ab Montag in Kraft +

„Aufgrund des stark weiter steigenden Infektionsgeschehens” mit Inzidenzwerten von über 200 hat der Kreis Rhein-Berg beim Land um die Genehmigung gebeten, die Lockerung der Notbremse ab Montag außer Kraft treten zu dürfen. Zudem wurde entschieden, dass die Schulen für wenigstens eine weitere Woche im Distanzunterricht bleiben. Alle Infos zu den neuen Regeln finden Sie in diesem Beitrag.

+ 13:00 Inzidenz in Bergisch Gladbach steigt auf 224 +

Grafik: Hilger Müller

Die aktuellen Fallzahlen haben die Inzidenz nicht nur im Kreis, sondern inzwischen in fünf der acht Kommunen über 200 getrieben. An der Spitze liegt Wermelskirchen mit 230, Bergisch Gladbach mit 224 Fälle je 100.000 Einwohner knapp dahinter. Damit hat sich die Inzidenz innerhalb von nur zwei Wochen verdreifacht, der Spitzenwert der 2. Welle (233, am 1. November 2020) ist fast erreicht.

+ 12:56 Gesundheitsamt meldet 110 Fälle +

Das Gesundheitsamt hat für Donnerstag im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis 110 weitere Corona-Fälle bestätigt, drei mehr als das LZG sie am Morgen gemeldet hatte. In dieser Zahl sind aber auch Fälle von den Tagen zuvor enthalten, wie aus den LZG-Daten hervorgeht (s.u.).

Von den 110 Fälle wurde gezählt 43 in Bergisch Gladbach, 3 in Burscheid, 5 in Kürten, 19 in Leichlingen, 8 in Odenthal, 12 in Overath, 9 in Rösrath und 11 in Wermelskirchen.

Es gelten 84 weitere Personen als genesen, 1.017 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.393 Personen in Quarantäne, das sind 252 weniger als am Vortag.

Laut Gesundheitsamt sind 52 Corona-Patienten in einem der vier Krankenhäuser im Kreis in stationärer Behandlung, davon acht in intensivmedizinischer Betreuung und sieben an Beatmungsplätzen. Diese Zahlen liegen leicht unter dem Vortag.

+ 12:40 Ministerium: Schulen bei drei Tagen über 200 geschlossen +

Der Interpretationsstreit, wer wann über eine Schulschließung bei hoher Inzidenz entscheidet, ist voll entbrannt. NCG-Direktor Seven Hees spricht im WDR von Chaos. Die Anfragen des Bürgerportals im Bildungsministerium dringen nicht durch. Der WDR berichtet auf Basis eigener Informationen aus dem Ministerium, dass die Inzidenz in einem Kreis zunächst drei Tage über 200 liegen müsse. Dann könne der Kreis in Absprache mit dem Ministerium eine Schulschließung verfügen.

+ 10:45 LZG korrigiert Daten: 200er Grenze gestern überschritten +

Das Landeszentrum Gesundheit korrigiert seine Daten kontinuierlich, in der Regel ist das aber nur in geringem Umfang nötig. In der vergangenen Nacht hat das LZG jedoch 41 Fälle für den Rheinisch-Bergischen Kreis am Vortag nachgetragen. Daher war die 7-Tage-Inzidenz bereits mit den Fällen von Mittwoch über die Marke von 200 gestiegen, und nicht erst am Donnerstag.

Die folgende Tabelle zeigt die korrigierten Werte für die 7-Tage-Inzidenz in Rhein-Berg an:

Beim Ergebnis ändert sich nichts: Von den heute früh gemeldeten 107 Fällen gehören 41 zum Vortag und „nur“ 66 zum Donnerstag. Auf Basis dieser Zahlen verändert sich die aktuelle Inzidenz nicht, sie war nur schon früher erreicht worden.

Allerdings hat sich damit die Datenbasis für die Sitzung des Krisenstabs gestern Abend verändert: demnach wusste der Krisenstab bereits, dass die Inzidenz im Kreis über 200 liegt.

+ 9.53 Hausärzte können zwischen Astrazeneca und Biontech wählen +

Die Arztpraxen dürfen selbst entscheiden, welchen Impfstoff sie verimpfen wollen. Sie können bei der Bestellung der Vakzine entscheiden, welche geliefert werden sollen, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Die Praxen haben die Wahl zwischen 18 und 30 Dosen Biontech- und 10 bis maximal 50 Dosen Astrazeneca.

+ 9:22 Landrat entscheidet über Schul-Schließung +

Städte und Kreise mit einer Inzidenz über 200 sollen laut Gesundheitsministerium Gebauer die Schulen für den Präsenzunterricht schließen und nur noch eine Notbetreuung anbieten. Für Abschlussklassen könne es Ausnahmen geben. Konkret läuft das aber offenbar anders: Auf Nachfrage des WDR erklärte das Gesundheitsministerium, dass die Schließung nicht automatisch erfolgen müsse – sondern im Einzelfall vom Kreis entschieden und immer mit dem Ministerium besprochen werden. Die einschlägige Schulmail vom 14.4. lässt Details offen.

Der Krisenstab des Kreises hatte gestern Abend mit Landrat Stephan Santelmann über weitere Maßnahmen beraten; Anfragen zu den Ergebnisses wurden bislang nicht beantwortet.

+ 6:32 Inzidenz steigt in Rhein-Berg auf 206 +

Für Donnerstag hat das Landeszentrum Gesundheit in NRW weitere 107 Fälle gezählt. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz ein weiteres Mal deutlich um 15 auf jetzt 206 Fälle. Mit diesem Wert wird auch der Höchstwert der zweiten Welle (197) deutlich überschritten.

In Bergisch Gladbach war die Inzidenz schon gestern auf 211 gestiegen.

Bei Inzidenzwerten über 200 sollen in NRW die Schüler:innen (mit Ausnahme der Abschlussklassen) nicht in den Präsenzunterricht zurückkehren. Der Krisenstab hatte gestern Abend über weitere Maßnahmen beraten, Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht.

+ 6:23 RKI meldet 25.831 Neuinfektionen +

Das RKI hat für Donnerstag 25.831 Neuinfektionen erfasst, knapp 400 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz wird unverändert mit 160 angegeben. 247 weitere Menschen starben. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 1,18 angegeben.

In NRW erhöhte die die Inzidenz um vier auf 163.

Frühere Ausgaben des Liveblogs … 

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7 Kommentare

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  1. Hallo, habe einmal versucht mit realen Daten aus unserem Landkreis RBK den Einfluss der Schnellteste auf die Positivrate der PCR-Teste und die Inzidenzwerte zu ermitteln und eine Dunkelziffer für die Infektionen abzuschätzen.
    #Dunkelziffer RBK 19.04.2021,#Schnellteste,#PCR-Positivrate,#Inzidenzwerte
    Meiner Ansicht nach bieten die Schnelltestergebnisse eine Möglichkeit die Dunkelziffer der Infektionen abzuschätzen. 1.) Schnellteste werden ja zu weit überwiegendem Teil aus reinen Sicherheitsbedürfnissen und nur in sehr geringem Maße zur Überprüfung von Personen mit real aufgetretenen Symptomen ausgeführt. Letztere (=begründete Verdachtsfälle usw.) werden ja direkt mit PCR-Test überprüft. Das heißt, man nimmt bei Schnelltesten eine Stichprobe in einem überwiegend symptomfreien Feld. (Die Altersgruppe dieser Schnelltestteilnehmer schätze ich einmal zwischen 10 – 79 .)
    2.) Am 19.04. wurden in den Schnelltestzentren des RBK 5.409 Schnellteste ausgeführt die zu 34 Positiv-Resultaten (0,63%) geführt haben (Quelle RBK). Solche Positiven Schnelltestfälle werden mit PCR-Test überprüft und werden dabei im statistischen Mittel zu 65% im PCR-Test bestätigt (nach Quelle BZgA). Dh aus den 34 Fällen sollten dann sicher überprüfte 22 Fälle werden.
    3.) Nehmen wir einmal an, nicht nur 5.409 sondern ALLE Einwohner des Kreises RBK im Altersbereich 10-79 Jahre (das sind 235.528 von insgesamt 283.271) hätten an diesem Tag einen Schnelltest ausgeführt so hätte das zu 958 ermittelten Infizierten führen können. (235.528:5.409×22)
    4.) Am 23.04. wurden in RBK 78 Neuinfektionen bestätigt. Also 8 % der nach obiger Abschätzung möglicherweise vorhandenen Infektionen.
    5.) Derzeit liegt die Positivrate der summierten PCR-Test bei ca 12 %. Ohne die 22 Fälle aus Schnelltestüberprüfungen hätte man 78-22= 56 Fälle aus den wie bisher veranlassten „direkten“ PCR-Testen und dabei dann eine Positivrate von „nur“ 8,6 %. Analog reduziert sich der Inzidenzwert wenn man nur mit den „direkten“ PCR-Testen rechnet.
    Fazit:
    I.) Wir haben ein signifikantes Dunkelfeld.
    II.) Möglichst viele Schnellteste sind das angesagte Mittel die Dunkelziffer zu verringern. Verpflichtende Schnellteste in Betrieben und Bildungseinrichtungen halte ich für unabdingbar. Dadurch werden aber die „Stichprobe“ und die Zahlen größer.
    III.) Die Zahlen der Neuinfektionen, die Positivrate der PCR-Teste und die Inzidenzwerte werden durch die Schnellteste in die Höhe getrieben. Deshalb sind sie anders zu bewerten als vor Beginn der massenhaften Schnellteste.
    IV.) Alle Corona-Zahlen die wir bewerten sind abhängig von variablen Stichproben , mit Ausnahme der Anzahl Hospitalisierter.
    (Lasse mich gerne auf Fehler aufmerksam machen, möchte dabei aber nicht bei Corona-Leugnern oder Querdenkern eingeordnet werden)

  2. Liebe Frau Breideneichen, darüber kann man jetzt lange disktutieren. Aber die Verfügung, mit der das Land den Distanzunterricht angeordnet hatte, gilt ausdrücklich nur bis zum 25. April. Das Schulministerium wusste ja, dass die Bundesnotbremse kommt. Warten wir es ab.

  3. Liebe Redaktion,
    „Formal müssten die Schulen in Rhein-Berg, die in dieser Woche im Distanzunterricht sind, damit wieder öffnen. Die bereits korrigierte Inzidenz für Donnerstag liegt bei 154, der vorläufige Wert für Freitag bei 129.“
    das ist m.E. nicht richtig. Die Inzidenz muss an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165 unterschreiten, erst dann geht es am übernächsten Tag zurück in den Wechselunterricht. Das Inkrafttreten der bundeseinheitlichen Vorgaben ändert ja nicht rückwirkend die Landesentscheidung, sondern wirkt nur für die Zukunft ab heute.

  4. Sehr geehrter Herr Klein, Sie haben recht, die Zuordnung stimmte nicht, hinter GL stand die Zahl für den Kreis, nicht für die Stadt. Nachdem jetzt auch die Zahlen für die Stadt vorliegen heißt es richtig: GL 175 / RBK 150. Wie die Zahlen inhaltlich einzuordnen sind haben wir ausführlich ausgeschrieben.

  5. Da habt ihr euch bei der Inzident heute offensichtlich vertan. Wäre schön, in GL nur 150, oder?