Rund 500 Kita-Plätze will Bergisch Gladbach in den nächsten zwei Jahren neu schaffen. 190 davon entstehen in drei Kitas, die die Schulbaugesellschaft in Serienfertigung in Schildgen, Sand und der Innenstadt errichtet; ein vierter Standort im Osten der Stadt wird geprüft. Zum ersten Mal baut die Stadt selbst Kitas, den Betrieb sollen dann aber wie bisher externe Träger übernehmen. Für 2023/24 ist keine Entspannung der Lage in Sicht.

Ein „Ausbauprogramm“ soll das massive Defizit an Betreuungsplätzen für Kinder in Bergisch Gladbach zu einem großen Teil decken – und dafür löst sich die Stadtverwaltung ein Stück weit von den alten Strukturen. Zum ersten Mal werde die Stadt selbst Kitas bauen, kündigte Bürgermeister Frank Stein am Donnerstag in einem Pressegespräch an. Damit das wirklich schnell gehe sollen die Kitas – wie bereits die Sofort-Schulen in Hebborn und Refrath – in einer Serienfertigung durch die Schulbaugesellschaft geplant und vergeben werden.

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Bislang wurden in Bergisch Gladbach alle Kitas von Trägern der Jugendhilfe (wie AWO, Caritas oder Elternvereine) gebaut und dann auch betrieben. An diesem letzten Punkt will die Stadt nun doch festhalten: Der Betrieb (und damit auch das Personalproblem) soll weiterhin an die Träger ausgelagert werden. Er halte am Prinzip der Subsidiarität fest und sei optimistisch, sagte Stein, gute Träger für die drei Kitas zu finden. Nur wenn das nicht gelinge müsse die Stadt darüber nachdenken, die Kitas selbst zu betreiben.

Bürgermeister Frank Stein. Foto: Thomas Merkenich

Im Vorfeld hatte die Verwaltung alle eigenen Grundstücke im Stadtgebiet (und viele weitere Vorschläge) geprüft, ob sie sich für eine Kita eignen, ob Baurecht besteht und ob im jeweiligen Umfeld Bedarf besteht. Drei dieser Grundstücke sollen jetzt bebaut werden:

Die Flüchtlingsunterkünfte in der Jakobstraße sind baufällig und nur aufgrund des Ukraine-Kriegs noch in Betrieb. Die Bewohner:innen sollen jetzt eine neue Unterkunft in der Richard-Seiffert-Straße ziehen. Damit wird der alte Plan realisiert, hier im direkten Umfeld großer Wohnungsbauprojekte eine Kita zu bauen. Foto: Stadt GL

An der Jakobstraße hinter dem Bahnhof in der Innenstadt werden (wie schon lange geplant) die alten Flüchtlingsunterkünfte freigezogen und abgerissen. Auf dem 3800 qm großen Grundstück wird eine vierzügige Kita mit rund 70 Plätzen gebaut, später ist dort auch ein Spielplatz vorgesehen.

Die Erweiterungsfläche für den Friedhof in Sand wird nicht mehr benötigt. Foto: Stadt GL

An der Schulstraße in Sand, neben dem Friedhof und hinter dem Schotterparkplatz, wird eine Wiese bebaut, die als Reservefläche für den Friedhof vorgesehen war. Das Grundstück mit 1700 qm reicht ebenfalls für eine vierzügige Kita mit weiteren 70 Plätzen.

Der Parkplatz am Nittumer Weg soll einer dritten Kita Platz machen. Foto: Stadt GL

Am Nittumer Weg in Schildgen liegt ein städtisches Grundstück mit 940 qm, das zur Zeit als Parkplatz genutzt wird. Hier entsteht eine dreizügige Kita mit rund 50 Plätzen; die Parkplätze fallen weg, ein Teil der Fläche wird entsiegelt.

Schulbaugesellschaft soll wachsen

Die Schulbaugesellschaft, die bislang mit vier Fachkräften besetzt und mit den Aufträgen zum Schulbau sehr gut ausgelastet ist, soll weiter ausgebaut und speziell für die Kitas weiteres Personal einstellen, berichtete Stein. Dafür habe er Geschäftsführer Sebastian Rolko bereits Prokura erteilt, der sich der Sache schon angenommen habe und Kontakt zu potentiellen Auftragnehmern aufgenommen habe.

Kämmerer und Hochbaudezernent Thore Eggert. Foto: Thomas Merkenich

Die Kita-Projekte liegen nach Angaben von Kämmerer und Hochbaudezernent Thore Eggert unterhalb der Schwelle, die eine öffentliche Ausschreibung erforderlich machen. Bei den Schulen arbeitet die Schulbaugesellschaft mit einem Totalunternehmer zusammen, der die Bauteile selbst herstellt, anliefert und montiert – und damit sehr rasch voran kommt.

Hinweis der Redaktion: Die Stadt hatte für die Schulen, die deutlich schneller als in den bislang üblichen Verfahren gebaut wird, den Namen „Sofort-Schulen“ gewählt. Das ist zwar beschönigend, die Bauten entstehen nicht sofort. Aber auch der Zusatz „Not“ ist irreführend, denn das Ergebnis der standardisierten Bauweise mit Fertigteilen sind keine „Not-Schulen“, sondern vollwertige moderne Gebäude, die auf Jahrzehnte genutzt werden sollen. Bei den Kitas vermeidet die Stadt den Zusatz „Sofort“ vollständig.

Claudia Werker, die im Fachbereich Jugend die Planungen koordiniert, berichtete dass nun viele Prozesse parallel liefen. Neben der Information von Politik, Öffentlichkeit und Anwohnerschaft laufe die Projektplanung an. Nach Vorberatungen und Beschlüssen in den politischen Gremien starte die Objektplanung.

Claudia Werker koordiniert die vielfältigen Kita-Projekte in der Stadtverwaltung. Foto: Thomas Merkenich

Zieldatum: „Im“ Kitajahr 2024/2025

Für die Inbetriebnahme nennt Bürgermeister Stein kein konkretes Datum; Ziel sei es, die drei Sofort-Kitas im übernächsten Kindergartenjahr (2024/25) fertig zu stellen. Ausdrücklich nicht „zum“, sondern „im“ Kitajahr – spätestens also im Sommer 2025. Alle Beteiligten bemühten sich um Tempo, konkrete Daten können man jetzt aber seriöserweise nicht nennen.

Ragnar Migenda ist als Beigeordneter auch für den Bereich Jugend und Soziales verantwortlich. Foto: Thomas Merkenich

Damit ist klar, dass zum kommenden Kita-Jahr in diesem Herbst keine größere Entlastung zu erwarten ist, räumt der zuständige Dezernent Ragnar Migenda offen ein. Im Frühjahr dieses Jahres hatten 300 Familien auf Wartelisten gestanden, für das kommende Kita-Jahr kalkuliert die Stadt auf Basis von Zielquoten mit einem rechnerischen Defizit von 416 Plätzen. Alles in allem, so Migenda, gehe er von einem Minus von 500 Plätzen aus.

Hintergrund: Klarheit, wie groß das Defizit an Kita-Plätzen tatsächlich ist, gibt es nicht. Die Stadt rechnet für die Jugendhilfe-Planung auf Basis von Zielquoten und Einwohnerdaten aus, wieviele Plätze theoretische in der Zukunft gebraucht werden – und kommt auf ein Defizit von 416 für 2023/34. In der Realität kommen Zuzüge und Flüchtlinge hinzu, womit man bei rund 500 ist.

Zudem schleppt die Stadt Wartelisten mit Familien hinter sich her, die bislang keinen Platz gefunden haben. Im Frühjahr waren das rund 300, bestätigte Migenda jetzt noch einmal auf Nachfrage. Die Angaben (300 und 416 bzw. 500) könne man aber nicht addieren, da es Schnittmengen gebe.

Mit 350 neuen Plätze „aufschließen“

Entlastung ist vor allem von der großen Kita Mondsröttchen mit 90 Plätzen in Lückerath zu erwarten, die sich im Bau befindet und laut Planung zum Kitajahr 2024/25 in Betrieb gehen sollte. Diese Kita könnte womöglich schon etwas früher fertig werden, sagt Migenda. Zwar gebe es eine Klage aus der Anwohnerschaft, die sollte aber im Einvernehmen ausgeräumt werden können.

Außerdem plant die Stadt eine Spezial-Kita für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen an der Odenthaler Straße. Hier soll bald die Ausschreibung starten; aber auch dann muss erst einmal gebaut werden.

Alles in allem, so kalkuliert Migenda, könnten mit diesen fünf Projekten 350 neue Plätze gebaut und an die Träger übergeben werden. Damit sei man noch lange nicht am Ziel, könne aber immerhin ein gutes Stück weit aufschließen.

Weitere Hoffnungen setzt Migenda auf einen möglichen vierten Standort für eine Sofort-Kita. Hier laufe die Prüfung noch, daher könne er keine Details verraten. Nur soviel: Dieses Grundstück liegt im Bereich Moitzfeld / Bensberg / Lückerath – und könnte damit helfen, das große Defizit in diesem Bereich (zusätzlich zur Kita Mondsröttchen) abzubauen.

Die Verwaltung präsentiert die neuen Standorte. Foto: Thomas Merkenich

Option Ausbau und Kindertagespflege

Bei den bestehenden Kitas ist das Potenzial für weitere Gruppen durch Ausbau oder Erweiterungen, weitgehend ausgeschöpft. Aufgrund des Personalmangels müssen die Träger sogar immer mal wieder einzelne Gruppen vorübergehend schließen.

Eine weitere Betreuungsmöglichkeit, in der es noch Ausbaumöglichkeiten gibt, ist die Kindertagespflege; dieser Bereich war allerdings nicht Gegenstand des Pressegesprächs.

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„Kinder aus der Tagespflege werden von Kitas gerne genommen!“

Mit Aktionstagen macht die Interessengemeinschaft Kindertagespflege auf diese Form der Kinderbetreuung aufmerksam. Für die Vorsitzenden Jenni Löllgen und Sarah Heller kommt Tagespflege vor allem dem Bindungsbedürfnis der Unter-Dreijährigen entgegen. Die beiden Tagesmütter machen zudem einen konkreten Vorschlag, wie Bergisch Gladbach das Defizit an Kinderbetreuungsplätzen in den Griff bekommen könnte.

Weitere Kitas in der mittelfristigen Planung

Mittelfristig ist ebenfalls in Lückerath der Bau eine Kita auf dem Carpark-Gelände (zwischen Flüchtlingsunterkunft und Seniorenheim) geplant. Das Grundstück ist jedoch in privater Hand, zudem müssen dort Flächennutzung- und Bebauungsplan angepasst werden, was einige Zeit kosten wird.

Den Bau einer dritten Kita im Bereich Lückerath, auf der sogenannten Lenawiese, lehnt Bürgermeister Frank Stein weiterhin ab. Es sei seine persönliche Meinung, dass diese Wiese aus ökologischen Gründen nicht bebaut werden solle. Die Entscheidung darüber treffe aber der Stadtrat, betonte Stein – mit Blick auf eine erstenEntscheidung des Planungsausschusses, den gültigen Beschluss für eine Kita auf der Lenawiese nun doch umzusetzen. Für dieses Projekt besteht bereits Baurecht.

Migenda pflichtet Stein bei – nach Einschätzung der Verwaltung werde eine Kita auf der Lenawiese (zusätzlich zu Mondsröttchen, Carpark und einer möglichen 4. Sofort-Kita) nicht benötigt.

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CDU fordert „kurze Wege für Kitas“

Die CDU-Fraktion freut sich über die positive Entscheidung des Planungsausschusses, so schnell wie möglich zwei Kitas in Lückerath zu bauen. Nach ihrer Ansicht soll die Kita Am Pützchen (Lena-Wiese) Teil des Sofort-Programms werden.

„Zu kurz gesprungen“: Grüne lehnen Kita auf Lenawiese ab

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt sich gegen den Beschluss des Stadtplanungsausschusses (SPLA), eine Kita auf der Lenawiese in Lückerath planen zu lassen. Mit Stimmen der CDU, der Freien Wähler Gemeinschaft und der FDP wurde diese Entscheidung am 12. Juni getroffen – ohne den Naherholungswert und die lokale Verkehrssituation zu beachten.

Das größte Problem: Personal

Auf das Problem, die neuen Kitas mit Personal auszustatten, hat die Stadt nach eigener Einschätzung, keinen Einfluss. „Da haben wir keinen Hebel“, sagt Stein; das Problem müsse auf Landes- und Bundesebene gelöst werden, indem der Beruf der Erzieher:innen attraktiver gemacht und der Zugang weiter geöffnet werden.

Der Bürgermeister weiß, wovon er redet – seine Tochter befindet sich gerade in der Ausbildung zur Erzieherin.


Dokumentation – erste Reaktionen:

Für die Fraktion von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN erklären ihre Fraktionsvorsitzenden Theresia Meinhardt und Dr. Friedrich Bacmeister: „Der Bau neuer Kitas ist eine der drängendsten Aufgaben, um den hohen Bedarf an Kitaplätzen in Bergisch Gladbach zu decken. Viele Verwaltungseinheiten arbeiten hier eng zusammen, um die stetig wachsenden Anforderungen zu bewältigen. Auf den nun vorgeschlagenen Flächen kann schon im Kitajahr 2023/24 der Großteil an fehlenden Plätzen bereitgestellt werden. Die Schulbau GmbH wird auch hier den Turbo einlegen – genau wie bei den Sofortschulen. Klar ist aber auch, eine neue Kita bleibt leer ohne Erzieher*innen. Hier liegt eine weitere gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung vor uns.

Mit den Kita-Projekten, die nun laufen, wird sich zeigen, dass wir die Lenawiese als weitere Option nicht brauchen! Der Klimaschutz bleibt drängend – gerade für die Zukunft unserer Jüngsten. Flächen, die wichtig für Stadtklima und Naherholung sind, dürfen dem nicht geopfert werden, zumal es eine Alternative auf dem CarPark Gelände gibt.”

Für die SPD-Fraktion erklärt ihr Fraktionsvorsitzender Klaus W. Waldschmidt: “Das Defizit bei der Kindertagesbetreuung erfordert schnelles und entschlossenes Handeln. Mit dem Kita-Sofortprogramm haben Bürgermeister Frank Stein und seine Verwaltung gezeigt, dass sie die Lösung der drängenden Probleme in unserer Stadt zeitnah und zielorientiert angehen. Die Gründung der Schulbau-Gesellschaft, die wir bereits in unserem Wahlprogramm vehement gefordert haben, setzt die Stadt in die Lage, die Errichtung von Schulen und Kitas kurzfristig zu realisieren.”

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Wann hört die Stadt endlich damit auf, weitere Flächen zu versiegeln und Bäume zu fällen?
    Weder Kitas, noch Schulen, noch sozialer Wohnungsbau oder Gewerbeflächen sollten als Grund dienen, die Natur weiter zurückzudrängen!

    Es gibt genug Altbestand, den man sanieren oder abreißen kann. Und wenn ich mir anschaue, wie emsig die Helikoptermuttis unterwegs sind, ist das Argument der “Kita in Fußnähe” sowieso nicht mehr relevant.

    Vielmehr wächst der Nachwuchs dann im Beton auf, wenn die letzte Wiese oder Bolzplatz bebaut wird – wollen wir das wirklich?

    Wer es immer noch nicht verstanden hat, welche massiven Auswirkungen das auch vor unserer Haustür hat (wann hast Du das letzte Mal einen Frosch gehört?), sollte sich mal den neuesten Bericht zum sechsten Artensterben in der Erdgeschichte anschauen.

    Klingt weit weg und das Kind braucht doch eine Betreuung?
    Der Schluss könnte falscher nicht sein – die Insekten, Vögel und Amphibien sind auch in Bergisch Gladbach massiv zurückgegangen! Das zeigen die letzten Bestandsaufnahmen.

    https://www.derstandard.de/story/3000000187423/das-moderne-massenaussterben-ist-schlimmer-als-befuerchtet

    1. Der wichtigste Grund gegen den Flächenverbrauch ist eigentlich der, dass in den neu gebauten Kitas niemand arbeiten wird. Das Personal ist einfach nicht vorhanden. Wenn man es doch gewinnen sollte, würden in bestehenden Einrichtungen Plätze wegfallen. Andererseits könnte man auch ohne den Neubau Plätze gewinnen, wenn man hier alle offenen Stellen besetzten könnte.

  2. Sehr geehrte Frau Außendorf, gerne würde ich Ihnen zustimmen, die Fakten stellen die Situation doch etwas anders dar:
    1. zu Beginn der Initiative der klagenden Mutter wurde das Kita-Platz-Defizit noch seitens der Stadt heruntergespielt und mit deutlich geringeren „eigenen“ Zahlen dargestellt (klein geredet).
    2. Wenn der Stadt die Problematik bekannt/bewusst gewesen ist und sie auch entsprechend im Vorfeld agiert hätte, warum hat sie gegen das erste Urteil des Verwaltungsgericht Köln noch (erfolglos ) Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt? Wollte man seitens der Stadt nicht doch noch einen Versuch unternehmen um sich aus der Verantwortung ziehen zu können?
    Es ist erstaunlich, dass die Pressekonferenz der Stadt 3 Tage nach der Veröffentlichung des Urteils des Oberverwaltungsgerichts stattgefunden hat und man auf einmal ein Kita-Sofort-Programm präsentiert.
    3. Wenn es tatsächlich schon „Bewegung“ seitens der Stadt gegeben hat, warum wurde dies nicht kommuniziert? Oder geht die Stadt davon aus, dass bei diesem Thema kein Interesse seitens der Öffentlichkeit besteht und es ausreicht wenn man „im stillen Kämmerlein“ ein wenig herumwerkelt?
    4. Das Defizit der fehlenden Betreuungsplätzen besteht schon seit sehr vielen Jahren. Warum gab es hierzu dann nicht schon viel früher entsprechende Maßnahmen mit hoher Priorität?
    5. Die angekündigten Ad-Hoc-Maßnahmen stellen sich für mich momentan als eher sehr spontane Möglichkeiten dar. Falls man tatsächlich schon längere Zeit an einer Lösung dieser Problematik „gearbeitet“ hat, ist das Ergebnis dann doch eher bescheiden und lässt noch viele Fragen offen. 
Explizit die Thematik bezüglich der fehlenden Erzieher und Erzieherinnen scheint mir nicht ansatzweise gelöst zu sein. Meine Bedenken gehen dahin, dass die Stadt irgendwann Kitas gebaut hat und dann ganz erstaunt festgestellt, dass ja Erzieher und Erzieherinnen fehlen. So wie man scheinbar ja auch ganz überrascht ist, dass es auf einmal so viele Kinder gibt, die einen Kita-Platz benötigen (und in einigen Jahren auch einen Grundschulplatz).
    6. Eventuell haben Sie ja Recht, dass es bereits vor der Klage „Bewegung“ seitens der Stadt gab. 
„Bewegung“ hat auch etwas mit Geschwindigkeit zu tun und eventuell war die Geschwindigkeit der Stadt nicht der Problematik angemessen.
    Ich möchte allerdings nochmals darauf hinweisen, dass ich die nun vorgeschlagenen Maßnahmen begrüße und es mir bewusst ist, dass es hierzu keine einfachen Lösungen gibt.
    Allerdings wird die momentane Problematik der fehlenden Betreuungsplätze, für uns als betroffene Eltern, nicht besser wenn man uns erzählt die Stadt hätte sich ja bereits in der Vergangenheit ( jedoch leider erfolglos) bewegt.

  3. Es ist richtig, wichtig und gut, dass jetzt endlich Betreuungsplätze geschaffen werden. Dadurch kann sich auch kurz- bis mittelfristig die Personalsituation in vielen Bereichen verbessern, denn wenn die Kinder gut betreut sind, können die Eltern wieder arbeiten gehen.

    Nur die Kita’s auszubauen ist allerdings nur die halbe Miete. Kinder, die mit 2-4 Jahren in die Kita gehen wechseln erfahrungsgemäß 2-4 Jahre später in die Grundschulen. Wenn die also dann hoffentlich wieder berufstätigen Eltern weiterhin arbeiten gehen sollten, benötigen wir mehr OGS- Plätze. Hier ist ebenfalls seit Jahren ein eklatanten Mangel vorhanden.

  4. Danke an die Stadt, dass sie den Nittumer Weg ausgesucht haben, ganz tolle Idee! Die eh schon mit dem Parallelverkehr zur Altenberger Dom Strasse belastete Anwohnerstrasse darf in 2 Jahren auch noch zusätzlich die Elterntaxis der ca. 50 Kindergartenkinder aufschultern. Des Weiteren fallen Parkplätze für das Restaurant Hacienda, den Friseur, die Salzgrotte (auf der anderen Strassenseite) und die Ärtzepraxen weg im Nittumer Weg. Wo parken all die Kunden denn dann, bitteschön? Hat die Stadt dafür auch ein Konzept?

  5. Sehr geehrter Herr Reiländer,
    innerhalb der von mir angesprochenen Kaltluftschneise gibt es selbstverständlich auch schon Bebauung. Die flache Kita würde somit eine weitere Bebauung darstellen und reduziert die Funktion der Kaltluftschneise zusätzlich. Die Kaltluftschneise läuft ja nicht nur auf der Strasse sondern über ein diverses Gebiet hinweg. Ob man das jetzt “einengen” oder “reduzieren” nennt ist nebensächlich. Wenn Sie solche Details in ihrem vorherigen Beitrag ansprechen, sollten Sie sich auch auf eine Diskussion darüber einlassen.

  6. Es ist doch sehr beschämend, wenn die SPD-Fraktion nun verkündet „… Bürgermeister Frank Stein und seine Verwaltung (hat) gezeigt, dass sie die Lösung der drängenden Probleme in unserer Stadt zeitnah und zielorientiert angehen.“
    Aus meiner Sicht hat sich der Bürgermeister und die Verwaltung erst nach erfolgreicher Klage einer Mutter und der Berichterstattung in den Medien mit diesem schon seit Jahrzehnten bestehenden Defizit an Kita-Plätzen beschäftigt und sich nun endlich bewegt.

    Jetzt zu behaupten man würde die Probleme der Stadt „zeitnah“ angehen, halte ich für unehrlich und reine Effekthascherei.

    Als betroffene Eltern begrüßen wir jedoch das angekündigte Ausbauprogramm.

    Leider fehlt uns hierzu noch die Information, wie das dringende Kita-Defizit im östlichen Teil der Stadt (u.a. nordöstliches Bensberg, Bockenberg, Moitzfeld, Steinacker, Herweg, …) gelöst werden wird.

    1. Sehr geehrter Herr Roosmann, die Bewegung der Stadt in der Kitafrage gab es offensichtlich auch schon vor der Klage, dann das was jetzt öffentlich gemacht wurde, ist auch vorbereitet und nicht mal so eben aus dem Hut gezaubert worden.

  7. Sehr gespannt habe ich bereits auf den Artikel zu der angekündigten Entscheidung der Stadt, gewartet.

    Das ist doch jetzt mal eine Ansage! Es freut mich, dass diesbezüglich den Worten Taten folgen. Besser spät als nie!

    Und es freut mich, dass in dem Artikel nochmals auf die Vorschläge der Interessengemeinschaft Kindertagespflege, hingewiesen wird.

    Wenn ich jetzt noch ein bisschen weiterdenke und weiterträume kommen solche Gedanken wie: “Wenn die Stadt nun doch Träger der Kitas würde….” Die Realität holt mich ein – Da fehlen wahrscheinlich Fachkräfte in der Verwaltung die das stemmen könnten! Aber träumen darf ichdoch! “… dann könnte sie die Arbeitsplätze in den Kitas attraktiver gestalten als woanders, z.b. so etwas wie klar ausgewiesene Vor- und Nachbereitungszeiten innerhalb der Arbeitszeit (die auch eingehalten werden können), mehr Jahresurlaub oder sogar weniger Wochenarbeitsstunden bei gleichem Lohn… ” Womöglich würden die Fachkräfte demzufolge kommen. Es könnte eine Initiative gestartet werden: “Bergisch Gladbach heißt Erziehende Fachkräfte willkommen!” Einfach bessere Arbeitsbedingungen, das ist nicht sooo schwer.

    Ich weiß nicht ob das landesrechtlich durchsetzbar wäre. Die Lust daran, sogenannte heilige Kühe zu schlachten und ganz innovative Wege tzu gehen, wäre für mich ein Antrieb.

    Anita Grupp

    Erzieherin/ Dipl. Sozialarbeiterin / Bildungsreferentin

    1. Ich kann den Ausführungen von Frau Grupp uneingeschränkt zustimmen.
      Wenn der (politische) Wille besteht kann man mit relativ wenig Aufwand den Beruf der Erziehenden Fachkräfte wieder attraktiv machen und Berufseinsteiger:innen wie auch Berufsrückkehrer:innen für diesen anspruchsvollen aber auch sehr schönen Beruf gewinnen.

    2. Ich finde es nicht gut, wenn die Stadt nun selbst Träger werden sollte.

      Natürlich kann die Stadt nun symbolisch viel Geld als Träger in die Hand nehmen, aber damit würde Sie doch den anderen Trägern das Wasser abgraben.
      Eher sollte die Stadt den vorhandenen Trägern unter die Arme greifen mit z.B. vergünstigte Wohnungen für Erzieher/Pflegekräfte, vergünstigte Verkehrsmittel…irgendetwas wird wohl doch in den Möglichkeiten einer Stadt oder eines Kreises liegen.

      Das die Kitas gebaut werden sollen, finde ich gut ungeachtet der Arbeitsmarkt Probleme aber zumindestens stehen dann schon die Einrichtungen.

  8. Wie sieht es denn in Schildgen mit dem Grundstück der ehemaligen Druckerei an der Voiswinkler Straße aus?
    Das Grundstück hatte die Stadt 2021 doch extra für den Bau einer Kita und die Erweiterung der OGS gekauft.
    Seit der 2022 angekündigten Verzögerung wegen Prüfung auf Schadstoffe und bis dahin vergeblicher Suche nach einem Träger, hat man nichts mehr gehört.

  9. „Den Bau einer dritten Kita im Bereich Lückerath, auf der sogenannten Lenawiese, lehnt Bürgermeister Frank Stein weiterhin ab. Es sei seine persönliche Meinung, dass diese Wiese aus ökologischen Gründen nicht bebaut werden solle.“

    Es sind gerade die ökologischen Gründe, die für eine Sofort-Kita auf der Lenawiese sprechen. Gemäß der von mir initiierten, detaillierten Recherche fehlen für die jungen Familien in Lückerath (Stand: 30.06.22) 86 Kindertagesplätze. Lückerath ist kein großer Stadtteil. Das Fehl stellt den Löwenanteil der 188 Plätze in den Bezirken 4 und 5 (mit acht Stadtteilen) dar.
    Keine der Sofort-Kitas liegt in diesen Bezirken! Die im Bau befindliche Kita Am Mondsrötchen, die im Bezirk Kaule und nicht in Lückerath liegt, mag vielleicht ein Viertel des Bedarfs decken. Wenn der weitere Bedarf in Sand, der Stadtmitte und Schildgen gedeckt werden soll, wie sieht es mit ökologischen Bilanz aus?
    Die Entfernungen aus Lückerath erzeugen einen Hol- und Bringverkehr, der nicht klimaneutral oder überwiegend klimaschonend abgewickelt werden kann.
    Niemand will leichtfertig Flächen versiegeln – was genauso für Sand gilt. Eine unter ökologischen Gesichtspunkten gebaute, dreizügige Kita (u.a. könnten die Dachflächen begrünt sein) auf dem nördlichen Teil der Lena-Wiese passt mit einer großen Wildbienenwiese im südlichen Teil harmonisch zusammen und läge in gleicher Flucht wie die bestehenden Häuser; hier wird die Kaltluftschneise nicht eingeengt oder gar blockiert.
    Oft entsteht bei den Kommentaren und Beiträgen der Eindruck, dass die Lena-Wiese komplett überbaut würde. Das stimmt nicht! Sie dürfte mit Ihrer Fläche in etwa so groß sein, wie die Flächen aller drei vorgeschlagenen Standorte für die Sofort-Kitas zusammen betragen.
    Was bitte spricht dagegen, hier die vierte Sofort-Kita bedarfsnah (!) mit der Natur im Einklang zu erstellen?

    Anmerkung: Einen guten Eindruck liefert das Geoportal. Dieses Bild wird neben anderen in unserem Antrag (https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/getfile.asp?id=572704&type=do) verwendet, auf dessen Basis nun bereits das zweite „GO“ für die Lenawiese mit deutlicher Mehrheit im Ausschuss beschlossen wurde.

    1. Wie soll denn der Verkehr von und zur neuen Kita geleitet werden? Der Lückerather Weg ist eng und durch geparkte PKWs noch enger. Auf einer Seite ist nicht mal ein ordentlicher Gehweg vorhanden. Zusätzlich schlängelt sich der Linienbus durch die Straße. Trotz Tempo 30 ist die Straße für Radfahrende und Fußgänger nicht einladend.
      Wer aus dem “Lückerather Weg” nach links in die Straße “Am Fürstenbrünnchen” einbiegen möchte bleibt schon jetzt gelegentlich im Kreuzungsbereich stecken, weil die Durchfahrt von Begegnungsverkehr durch parkende Autos stockt. Das “Fürstenbrünnchen” geht mit einer schlecht einsehbaren Kurve über in die Straße “Obersaal”, schmal, mit Gefälle. Der Straßenverlauf führt, wiederum nicht wirklich gut einsehbar, durch einen Tunnel in dem kein Begegegnungsverkehr möglich ist.

      Beide Zufahrtsmöglichkeiten zur gedachten Kita auf der Lena-Wiese sind für die Aufnahme von noch mehr PKW-Verkehr nicht geeignet. Für Radfahrende sind beide weit weg von sicher oder sogar komfortabel.
      Sollte die Kita gebaut werden, wird man mehr Fläche versiegeln müssen. Wer nur die Fläche für den eigentlichen Bau sieht, macht sich etwas vor.

      1. Eine Kita in Schildgen. Darauf haben wir gewartet. Noch mehr verstopfte Straßen, Elterntaxis usw. Diese Idee sollte noch einmal überarbeitet werden. Übrigens Schildgen besitzt doch schon eine Kita. Warum muss es noch eine sein.

      2. Das Thema Verkehr wird häufig bemüht. Gerade noch wurde sinngemäß gefordert, den Lückerather Weg als Stauumfahrung zur Bensberger Straße freizuhalten.
        Ich fahre quasi täglich durch den Lückerather Weg und jedes zweite oder dritte Mal kommt mir der Bus entgegen. Alles machbar. Die Parkplätze sind bewusst auf beide Seiten verteilt, damit Tempo 30 eingehalten wird. Fragen Sie gerne die Polizei wie oft das tagsüber nicht der Fall ist, wenn nur wenige Parkplätze belegt sind, während die Anwohnenden unterwegs sind.

        Das einzige Nadelöhr mögen vielleicht die 150 Meter auf „Am Fürstenbrünnchen“ von der Kreuzung „Lückerather Weg“ bis zur Einmündung „Am Pützchen“ sein. Auch hier ließe sich der Verkehrsfluss durch eingezeichnete Parkplätze, ein Durchfahrtverbot mit der Ausnahme „Anlieger frei“, alternativ einer Einbahnstraße von der Saaler Mühle kommend (ab Tunnel über „Obersaal“ und „Am Fürstenbrünnchen“) oder anderen Maßnahmen zum Ausgleich zwischen allen Verkehrsteilnehmern (verkehrsberuhigter Bereich, Fahrradstraße, …) regeln.

        Bei allen Ideen ein mögliches Problem zu beseitigen, ist doch besser es (den Verkehr) nicht entstehen zu lassen. Wenn eine Kita im Herzen Lückeraths entstünde, kann sie lokal aus den umliegenden Straßen genutzt werden (siehe Bedarfszahlen oben).

      3. Hallo Flash,
        auf Ihre Frage “Warum muss es noch eine sein” gibt es nur eine Antwort.
        Die jetzt zur Verfügung stehenden Plätze reichen nicht für den Bedarf.

        Außerdem müssen es nicht unbedingt Elterntaxis (motorisiert) sein. Die Eltern können ihre Kinder auch zu Fuß oder per Fahrrad bringen. Je näher am Wohnort die Einrichtung ist um so eher wird das genutzt.

      4. Das Verkehrsproblem in Lückerath ließe sich vermeiden, wenn man durch vernünftige Verkehrsführungen den Schleichverkehr vor allen morgens und am Abend verhindern würde. Denn der belästigt schon lange die Anwohner. Doch auf der Ohr ist die Stadt taub.

      1. Und da ist es wieder, das alte Problem- wir brauchen alles, aber nicht vor meiner Haustür.

      2. Warum sollte man? Als wir letztes Jahr in Schildgen einen Kita-Platz für unsere Tochter gesucht haben, haben wir trotz 5 Einrichtungen im Stadtteil keinen Platz bekommen und mussten nach Paffrath ausweichen.

        Kann es sein, dass andere Menschen vielleicht andere Bedürfnisse haben als Sie? Warum sollten Ihre stärker ins Gewicht fallen?

    2. Es ist nicht einmal eine Kita die in Lückerath verhindert werden soll. Man wünscht grundsätzlich keine weiter Bebauung. Man will Zuwachs nur durch Ausfall von bestehender Bebauung. So kann man denken aber man angesichts Notlage die vorherrscht so denken soll, darüber sollte der Bürgermeister einmal nachdenken.

    3. Sehr geehrter Herr Reiländer,
      Sie schreiben “hier wird die Kaltluftschneise nicht eingeengt oder gar blockiert”. Das ist meiner Meinung nach nicht richtig. Die Lenawiese liegt laut Freiraumkonzept der Stadt Bergisch Gladbach mitten in einer “regional” bedeutsamen Kaltluftschneise (nicht überregional). Jede weitere Bebauung engt natürlich die Funktion einer Kaltluftschneise ein. Für die Recherche empfehle ich: https://www.bergischgladbach.de/freiraumkonzept.aspx – hier Karte Klimaanalyse Süd + Legende Klimaanalyse.
      Zudem liegt die Lenawiese im Bereich eines Biotopverbunds Stufe 1 – Flächen von herausragender Bedeutung, Flächen für Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen für planungsrelevante Arten sowie einem innerstädtischem Freiraumkorridor – siehe Karte Freiraumfunktionen und Entwicklungsziele.
      Die verkehrstechnische Lage ist auch problematisch. Am Fürstenbrünnchen herrscht jetzt schon regelmäßig Chaos – da wird jetzt auch schon nicht entgegengewirkt.
      Natürlich muss man trotzdem eine Lösung für das vorhandene Problem finden und alle Alternativen gegeneinander abwägen und richtig bewerten.

      1. Sehr geehrter Herr Kleine, gerne antworte ich nochmal, da Sie mich direkt ansprechen. Ich möchte gar nicht so sehr in die Detaildiskussion gehen, auch wenn das vielleicht die hier erfreulich sachlichen Beiträge weiter stärkt.

        Wie mehrfach und auch von Ihnen angesprochen geht es um die Abwägung von Alternativen. Daher Danke für den guten Hinweis in Sachen Kaltluftschneise. Die von Ihnen referenzierte Karte zeigt sehr deutlich, dass die Kaltluftschneise in Ost-West-Richtung verläuft. Wenn die Bebauung direkt angrenzend am westlichsten Gebäude „Am Fürstenbrünnchen“ (in gleicher Flucht) um ein flaches Gebäude „verlängert“ wird, engt das nach meinem Verständnis nichts ein und schon gar nicht stünde auf der Lena-Wiese etwas quer zur Luftströmung.

        Ich habe mich primär an der im letzten Frühjahr in den Ausschüssen diskutierten Klimafunktions- (https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/getfile.asp?id=564298&type=do) und Planungshinweiskarte (https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/getfile.asp?id=564299&type=do) orientiert.

        Zu ihrem zweiten Punkt ist das Material von 2011 leider sehr grob gerastert. Wenn Sie dazu in die Planungshinweiskarte schauen, finden Sie die Lena-Wiese im hellgrünen Zipfel. Klimafunktional wird sie gar als weniger bedeutend bewertet als das Carpark-Gelände. Ich wünsche, wir hätten andere Flächen in Lückerath…

        Der Aufschlag zur Kita Am Pützchen (Lena-Wiese) kam vor drei Jahren von der Verwaltung – mit dem Hinweis, dass ein beschleunigtes Bauverfahren nach § 34 BauGB möglich sei. Es geht tatsächlich um die Abwägung von Alternativen. Deshalb darf da auch keine zu früh unter den Tisch fallen. Es ist u.E. geboten eine ökologisch verträgliche Alternative zu „motorisierten Eltern-Taxis“ anzubieten – und das bitte zeitnah.