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In diesen bewegten automobilen Zeiten wird viel über das Thema Abgase im Straßenverkehr gesprochen. Egal ob Stickoxyde, Kohlendioxyd oder Feinstaub, beim Verbrennen eines jeden Kraftstoffes entstehen Emissionen.

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Das Auto und die Autohersteller stehen mehr denn je in der Kritik, die Umwelt zu belasten. Aber letztendlich ist es jeder Fahrzeugnutzer, der bei jeder individuellen Fahrt den Motor startet und somit Kraftstoff verbraucht. Und da stellt sich schnell die Frage, ob man selbst den Benzinverbrauch beeinflussen kann und schlussendlich Emissionen verringert.

Die Antwort ist relativ einfach: Ja, das kann jeder! Denn es gibt ein – zugegebenermaßen sehr reduziertes, aber plakatives – Prinzip. Die Kraft, die man zum Fahren benötigt, kommt immer nur aus einem Stoff – dem Kraftstoff. Je mehr Kraft ich also aufwenden muss, um mein Auto zu bewegen, desto mehr Kraftstoff benötigt es.

Konkret gibt es ein paar einfache Tipps, wie man ökonomischer unterwegs ist:

  1. Luftwiderstand und Abrollwiderstand verhindern: Schon vor der Fahrt kann man den Verbrauch optimieren, in dem man keine Anbauteile spazieren fährt, die den Luftwiderstand erhöhen, z.B. Dachgepäckträger. Auch die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks ist wichtig, da „platte“ Reifen Energie aufbrauchen.
  2. Gas geben beim Starten und warmlaufen lassen sind out. Was früher einmal galt, gilt bei den aktuellen Fahrzeugen nicht mehr. Motoren starten ohne weiteres Gas geben und sind sofort einsatzbereit. Sie sind zwar in kaltem ineffizienter als in warmen Zustand, im Leerlauf wird aber trotzdem mehr Sprit benötigt.
  3. Wenn die Fahrt beginnt, sollte man möglichst schnell, das heißt frühzeitig hochschalten. Die Kraftübertragung an die Räder ist bei höheren Drehzahlen in der Regel nicht effizienter. Insbesondere moderne, turbounterstützte Motoren erreichen schon bei niedrigen Drehzahlen genügend Drehmoment um zu beschleunigen. Ein Richtwert für den optimalen Schaltzeitpunkt liegt bei gut 2.000 Umdrehungen pro Minute. Die meisten aktuellen Fahrzeuge haben übrigens eine optische Unterstützung, die einen ökonomisch günstigen Gangwechsel im Cockpit signalisiert.

    Markus Lüttgen

  4. Hat man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht sollte man versuchen, diese in einem möglichst hohen Gang zu halten. Wie unter Punkt 1 gilt auch hier die Devise, niedrigtourig zu fahren. In der Stadt kann man bis in den 4. oder 5. Gang hochschalten.
  5. Vorausschauend fahren ist Trumpf – gehen Sie frühzeitig vom Gas (aber bitte ohne den Gang herauszunehmen). Denn moderne Motoren verbrauchen dann keinen Kraftstoff mehr. Die Schubabschaltung sorgt dafür, dass beim Ausrollen mit eingelegtem Gang kein Kraftstoff mehr in den Motor gelangt. Am Beispiel der roten Ampel, die man schon aus einiger Entfernung sieht, wäre der spritsparende Vorgang, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und langsam auszurollen. Springt die Ampel wieder auf grün, kann man die restliche Bewegungsenergie nutzen und ebenfalls verbrauchsoptimiert weiterfahren. Bremsvorgänge „vernichten“ die zuvor aufgebaute Energie. Hält man also in diesem Beispiel den Fuß auf dem Gaspedal verbraucht man bis zur Ampel Kraftstoff und muss dann im schlechtesten Fall auf 0 km/h herunterbremsen, um anschließend wieder – mit höherem Kraftstoffaufwand – zu beschleunigen
  6. Für hohe Geschwindigkeiten benötigt man mehr Kraft. Die optimalen Verbrauchswerte liegen in der Regel zwischen 90 und 120 km/h. Darüber kann der Kraftstoffverbrauch bis zu 30% ansteigen
  7. Die meisten aktuellen Fahrzeuge verfügen über eine Start-/Stopp-Automatik, ebenfalls aus Gründen der Kraftstoffeinsparung. Aber auch bei älteren Fahrzeugen kann man bei längeren Standzeiten, z.B. an einem Bahnübergang, den Motor ausschalten.
  8. Überlegenswert ist ebenfalls in diesem Zusammenhang, das Auto nicht für extreme Kurzstrecken zu nutzen. Jeder Motor arbeitet nur bei Betriebstemperatur effizient. Ist diese nicht erreicht, steigt der Kraftstoffverbrauch deutlich an.
  9. Und dann kommt noch die Kür: Streckenoptimierung. Zum einen kann man längere Fahrten, z.B. in den Urlaub, so planen, dass man möglichst freie Straßen vorfindet. Das ist natürlich leichter hier hingeschrieben als getan, aber durch deutlich weniger potentielle Brems- und Beschleunigungsvorgänge optimiert man den Verbrauch. Und man kann ebenfalls Navigationssysteme benutzen, die einem die ökonomischste Strecke anzeigen. Interessanterweise kann ein längerer Weg der kraftstoffoptimierte sein, wenn man nicht über Steigungen fahren muss.

Bis zum nächsten Mal, Ihr Markus Lüttgen

Das Autohaus Lüttgen wurde 1928 vom Bergisch Gladbacher Huf- und Wagenschmied Jean Lüttgen als einer der ersten zehn Fordhändler in Deutschland gegründet. Heute führen seine Enkel Markus und Michael Lüttgen das Unternehmen mit knapp 40 Mitarbeitern. Vor 87 Jahren ging das Unternehmen die mutige Verpflichtung ein, mindestens vier „Motorwagen“ im Jahr abzunehmen. Derzeit verkauft Lüttgen mehr als 800 Neu- und Gebrauchtwagen jedes Jahr.

Odenthaler Str. 153, 51465 Bergisch Gladbach
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Markus Lüttgen

geboren 1968, hat in Köln Betriebswirtschaftslehre studiert und ist verheiratet. Seit 1994 arbeitet er im Familienunternehmen Autohaus Lüttgen, seit 1998 in verantwortlicher Position. Sein Auto ist ein Ford Mustang, rot.

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