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Claudia Rottländer, geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG

Das Jahr neigt sich dem Ende und mit dieser Regelmäßigkeit ändern sich auch steuerlich wieder einige Dinge. Hier ein paar ausgewählte Sachverhalte:

Das steuerfreie Jobticket kehrt ab 01.01.2019 zurück. Die bislang zu beachtenden Besonderheiten, wie Entscheidung zwischen Barzuschuss oder Sachbezug, entfallen.

Künftig gewährte Arbeitgeberleistungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden steuerfrei. Dies gilt allerdings nur, wenn diese Leistung zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn/Gehalt erbracht wird (keine Gehaltsumwandlung).

Von Vorteil ist ferner, dass das Jobticket nicht mehr als Sachbezug (EUR 44 mtl. Freigrenze) einbezogen wird. Das Jobticket ist im Lohnkonto aufzeichnungspflichtig und auf der Lohnsteuerbescheinigung gesondert auszuweisen.

Der Arbeitnehmer muss sich die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale anrechnen lassen, was seinen Werbungskostenabzug verringert. Der Arbeitgeber hat keinen Vorsteuerabzug.

Das geplante Familienentlastungsgesetz sieht eine Erhöhung des Kindergelds ab Juli 2019 um EUR 10 monatlich vor, der Kinderfreibetrag soll um jeweils  EUR 192 p.a. steigen.

Auch der Grundfreibetrag soll 2019 auf EUR 9.168 und im zweiten Schritt 2020 auf EUR 9.408 erhöht werden, erst danach fällt Einkommensteuer an.

Der kalten Progression (Aufzehrung der Einkommensmehrung durch progressiven Steuersatz) soll mittels berücksichtigter Inflationsraten (1,84% für 2019 und 1,95% für 2020) entgegengewirkt werden.

Das Ehrenamt soll mit erhöhten Freibeträgen für Übungsleiter (EUR 3.000 statt EUR 2.400) bzw. EUR 840 Ehrenamtspauschale (bisher EUR 720) unterstützt werden.

E-Dienstwagen mit Anschaffungsdatum nach dem 31.12.2018 sollen künftig nur noch mit 0,5% besteuert werden (statt 1%-Regelung), sofern es sich um Elektro- oder Hybridfahrzeuge handelt.

In einem neuen § 7b EStG soll eine Sonderabschreibung für den Mietwohnungsbau geregelt werden. Die Sonderabschreibung soll für neue Wohnungen in Anspruch genommen werden können (neu=Jahr der Fertigstellung) und zwar neben der regulären Abschreibung. Sie beträgt 5 % der Gebäudekosten jährlich im Jahr der Anschaffung sowie in den drei Folgejahren, bei max. EUR 3.000/qm inkl. nachträglicher Anschaffungskosten in den ersten drei Jahren nach Anschaffung/Herstellung.

Gefördert wird nur die Schaffung bisher nicht vorhandenen Wohnraums, wobei der Bauantrag nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 gestellt sein muss. Die Wohnung muss 10 Jahre lang entgeltlich vermietet werden, Ferienwohnungen sind hierbei ausgeschlossen. Es sind also etliche „wenn und aber“-Punkte zu beachten, die endgültige Fassung und Verabschiedung bleibt abzuwarten.

Mit den besten Wünschen für ein besinnliches Fest und das neue Jahr

Ihre Claudia Rottländer

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG
Gronauer Mühlenweg 1, 51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 983060
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