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Claudia Rottländer, geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG

Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 4. April 2018 die lohnsteuerliche Behandlung der Überlassung eines betrieblichen Fahrzeugs an Arbeitnehmer zusammengestellt.

Pauschale 1%-Methode für private Nutzungsüberlassung

Maßgebliche Bemessungsgrundlage ist hier der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs im Zeitpunkt der Erstzulassung, bei Reimportfahrzeugen ggf. mit zusätzlichen Sonderausstattungswerten.

Fahrten Wohnung Arbeitsstätte

Anstelle der 0,03%-Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ist eine kalenderjahrbezogene Einzelbewertung der tatsächlichen Fahrten mit 0,002% des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer für max. 180 Tage zulässig.

Dies ist insbesondere für diejenigen interessant, die nicht regelmäßig in das Büro fahren, sondern z.B. verstärkt vom home-office aus arbeiten. Auf Verlangen des Arbeitsnehmers ist der Arbeitgeber ab 2019 verpflichtet die Einzelbewertung durchzuführen, wenn vertraglich nicht anders geregelt ist. 

Ein geldwerter Vorteil ist dann jedoch nicht zu erfassen, wenn es erforderlich ist, dienstliche Fahrten direkt von der Wohnung aus anzutreten oder an der Wohnung zu beenden.

Park-and-ride

Fährt der Arbeitnehmer lediglich bis zu Bahnstation und ab dort nachweislich (z.B. Jahres-Bahnfahrkarte) mit einem anderen Verkehrsmittel, ist lediglich die Teilstrecke, also die Fahrt zwischen Wohnung und park-and-ride Parkplatz mit 0,03% zu versteuern.

Fahrzeugpool

Stehen Arbeitnehmern mehrere Fahrzeuge zur privaten Nutzung zur Verfügung, ist der Nutzungswert mit 1% der Bruttolistenpreise aller Fahrzeuge zu ermitteln und die Summe durch die Anzahl der Nutzer zu teilen. Dies gilt auch, wenn im Pool mehr Fahrzeuge sind als es Nutzungsberechtigte gibt!

Nutzungsverbot

Sofern ein vertragliches privates Nutzungsverbot besteht, ist der Nutzungsvorteil nicht zu versteuern. Dies setzt allerdings voraus, das die Einhaltung des Verbots auch organisatorisch nachgewiesen werden kann.

Nutzungsentgelt

Entsprechend der aktuellen BFH-Rechtsprechung mindert ein vom Arbeitnehmer gezahltes Nutzungsentgelt den vom Arbeitgeber zu versteuernden geldwerten Vorteil. Zu negativem Arbeitslohn oder Werbungskosten führt ein den Nutzungswert übersteigender gezahlter Betrag allerdings nicht.

Wir beraten Sie gerne,

Ihre Claudia Rottländer

DORNBACH ist eine überregional tätige Unternehmensgruppe in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung. National ist das Unternehmen mit mehreren Standorten  vertreten und beschäftigt insgesamt 400 erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater im Verbund mit spezialisierten Rechtsanwälten und IT-Beratern. Dornbach betreut neben Privatpersonen vorwiegend mittelständische Unternehmen, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie gemeinnützige Einrichtungen.

DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG
Gronauer Mühlenweg 1, 51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202 983060
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Claudia Rottländer

ist geschäftsführende Gesellschafterin der DORNBACH Treuhand GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach. Neben der Gestaltungsberatung ist das steuerliche Gemeinnützigkeitsrecht ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

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