Knapp eine Woche nach der Verhängung von Bußgeldern gegen Jugendliche im Umfeld der Berufsschulen in Heidkamp gibt es bei den Betroffenen und Eltern noch Unklarheiten, was unter Corona-Bedingungen dort eigentlich noch erlaubt ist. Wir haben nachgefragt.

Am Dienstag vergangener Woche hatten Mitarbeiter des Ordnungsamtes gemeinsam mit Polizeibeamten die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung im Bereich der Berufskollegs kontrolliert und zunächst nur Verwarnungen ausgesprochen. Am Freitag machten Ordnungsamt und Polizei dann ernst und verhängten Bußgelder.

+ Anzeige +

Zurück blieben einige empörte Schüler:innen und irritierte Eltern. Berichte, dass sogar Schüler:innen bestraft worden seien, die mit einer Maske im Klassenverbund auf dem Schulhof gestanden hätten, machten die Runde.

Nach Rückfragen bei der Stadt und beim Berufskolleg klärt sich die Lage. Demnach hatte das Ordnungsamt auf erneute Beschwerden von Bürger:innen reagiert und die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen auf den Bürgersteigen entlang der Bensberger Straße kontrolliert. Dort versammeln sich immer wieder sehr viele Schüler:innen in den Pausen; nicht zuletzt, um zu rauchen, was auf dem Schulhof verboten ist.

Als sich Betroffene am Freitag weigerten, ihre Personalien anzugeben, kam die Polizei mit zwölf Kräften zur Hilfe. Erst als einige der Schüler:innen davonliefen, folgten ihnen Ordnungsamt und Polizei auf den Schulhof. Das bestätigt auch die Schulleitung des kaufmännischen Berufskolleg.

Die Regeln im öffentlichen Raum, das betont die Stadt auf Nachfrage noch einmal, sei klar. Laut Paragraph 2 der Coronaschutzverordnung dürfen sich nur Personen aus maximal zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen – ansonsten muss man 1,5 Meter Abstand halten. Das gilt auch im Umfeld der Schulen. Die Straße, so die Stadtverwaltung, sei „lang genug, dass die Einhaltung der Mindestabstände möglich ist“.

Eine Ausnahme vom Abstandsgebot gilt nur für die Haltestellen des ÖPNV, im Bereich der Wartehäuschen sei auch nicht kontrolliert worden.

Auf dem Schulgelände, das erläutert die Leitung des Berufskollegs kaufmännische Schulen, gilt eine strenge Maskenpflicht. Nur zum Essen und Trinken dürfe man die Maske abnehmen, müsse dann aber einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten.

Mit Maske gilt die Abstandspflicht auf dem Schulhof nicht, sonst wäre da nicht genug Platz für die Schüler:innen. Die Regeln seien mündlich von den Klassenlehrern vermittelt worden, zudem gebe es Merkblätter.

Ordungsamt und auch die Polizei behalten die Lage nach wie vor im Auge. Die Einhaltung der Coronaschutzverordnung sei wichtig, um die Pandemie einzudämmen, sagt ein Sprecher: „Deswegen wird die Polizei verstärkt Präsenz zeigen und bei Verstößen konsequent einschreiten.”

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Dass die Schulen schärfer begutachtet werden, finde ich normal, da dort die Jugendlichen die Vorschriften kaum einhalten. in der Fussgängerzone spielen sich ebensoche Szenen ab. vor dem Imbiss vom ” Podolski” stehen die Jugendlichen in grösseren Gruppen zusammen. Wenn sie darauf angesprochen werden, bekommt man unflätige Antworten. Die Sicherheitsleute sieht man selten dort. Am Eiskaffeee in der Fussgängerzone sitzen sie gerne und achten weder darauf, wer mit dem Fahrad durch die Grüne Ladenstrasse fährt, noch wer ohne Maske dort durchgeht. Am Busbahnhof stehen die Mitarbeiter der Firma Kötter ohne Mundschutz und unterhalten sich mit ihren Bekannten. Wofür wird dann von der Stadt und der Bundesbahn das viele Geld aus gegeben. Vielleicht sollten die Mitarbeiter einfach auch einmal kontrolliert werden. das Geld an die Firma BQ könnte dann sicher eingespart oder zumindest reduziert werden. Es sin immerhin Steuergelder der Bürger der Stadt.