Der Emilienbrunnen an der Schlossstraße in Bensberg führte zuletzt ein Schattendasein.

Beim Umbau der Schlossstraße bleibt der Emilienbrunnen erhalten, ein Stück weit nach hinten versetzt. Zunächst wird er jetzt aber abgebaut und für etwa ein Jahr eingelagert. Damit auch die Korallenkalksteine drumherum wieder exakt zusammengebaut werden können wird großer Aufwand betrieben.

Der Emilienbrunnen, sein Erhalt, seine künftige Gestalt und Positionierung waren in der langen Debatte über die neue Schlossstraße ein wichtiger Punkt, der zu einem Kompromiss geführt hatte: Sein Erscheinungsbild mit den drei Wasserschalen und den umgebenen Korallenkalksteine bleibt erhalte, aber das ganze Ensemble wird um sieben Meter nach hinter verschoben und macht Raum für einen offenen Platz und eine Japanische Zelkove.

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Nachdem der erste Bauabschnitt der Schlossstraße fast fertig ist und nun bereits in der Nikolausstraße gearbeitet wird, muss für den folgenden Abschnitt der Emilienbrunnen abgebaut werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Das werde ab Donnerstag (28.9.) von einer Fachfirma erledigt, die dafür rund zwei bis drei Wochen benötige.

Zunächst werde aber die Lage der Korallenkalksteine über ein Photogrammetrisches Aufmaß sowie über ein georeferenziertes 3D Modell erfasst, so dass man den Emilienbrunnen in rund einem Jahr in gleicher Weise wieder aufbauen kann.

Während des Abbaus werden die danebenliegenden Treppen abgesperrt, der Fußgängerverkehr ist nur auf der südlichen Straßenseite möglich, teilte die Stadt mit. Das Restaurant neben dem Brunnen bleibe weiter erreichbar.

HIntergrund

Was der Emilien-Brunnen für Bensberg bedeutet

Emilie Schmitz ist vor 127 Jahren gestorben, aber in Bensberg noch immer präsent. Am bekanntesten ist der Emilien-Brunnen – der bei der Neugestaltung der Schlossstraße verschwinden soll. Willi Fritzen plädiert für den Erhalt – und berichtet, wer Frau Schmitz war.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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