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Die Initiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ ist ein Zusammenschluss von Unternehmern, Selbstständigen, Freiberuflern und wirtschaftlich Tätigen, die die Stimme der Wirtschaft in der Standortpolitik stärken und sich in den Dialog mit einbringen möchten.

9 Kommentare zu “FNP: „Die Politik wahrt nicht die Interessen aller Bürger””

  1. Wenn Herr Michels die eine oder andere Eingabe zum FNP gelesen hätte, wäre ihm schnell klar geworden, dass hier keine Schreihälse unterwegs sind, sondern Bürger mit Sachverstand. Ja, solche Leute soll es auch in einer Schlafstadt geben.

    So aber bekommt der Beitrag eher einen destruktiven Touch. 33,6 Hektar reichen angeblich bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Schon das ist eine gewagte Aussage. Folgende Fragen und Anmerkungen ergeben sich:
    1. Unter welchen Prämissen wurde der Bedarf ermittelt?
    2. Ist es nicht angebracht, bei einem Flächenbedarf auch endlich die Flächen in der Umgebung, also auch in Nachbargemeinden mit einzubeziehen? Leitgedanke: schonender Ungang mit den Ressourcen..
    3. Ich meine, dass man davon ausgehen muss, dass es in den kommenden Jahren/Jahrzehnten zu einem stetigen Rückgang der Produktinsflächen kommen muss, weil der Dienstleistungsanteil weiter ansteigen wird, dessen Flächenbedarf aber deutlich geringer ist.

    Abschließend bleibt nur noch eine Feststellung: die größten Schreihälse sind doch meistens die Lobbyisten.
    Das war also ein Eigentor, Herr Michels.

  2. Ich finde es schon als sehr befremdlich, wenn Herr Michels betroffene Bürger als Schreihälse in einer Schlafstätte betituliert. Wenn Herr Michels durch die Ansiedlung neuer Firmen Chancen sieht, durch diese seinen Umsatz und Gewinn in seiner Prüfungsgesellschaft weiter zu erhöhen und seine Argumentation in diese Richtung aufbaut, so ist dass sicherlich legitim.

    Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung in Refrath und Bensberg wünscht sich diesen Wohnort jedoch nicht Gewerbegebiet sondern als erhaltenswerten Lebensmittelpunkt für die eigene Familie und ihr Umfeld im Grünen …. und das geht eben weit über das reine Schlafen hinaus.

    Ich gebe Herrn Eschbach in diesem Sinne wirklich Recht, da tickt das Zentrum mit Zanders und Krüger einfach anders als die Wohnorte in Bensberg und Refrath. Dies gilt es zu respektieren und die historisch gewachsene Unterschiedlichkeit zu bewahren.

    Ein Schritt in diese Richtung ist die Aufwertung des Stadtgartens in Bensberg als ökologischer Aufenthaltsraum. Ich hoffe, diese Sicht trägt in der Politik weitere Früchte.

  3. Laut und gut gebrüllt Löwe, oder vielleicht doch nicht? (Hättest du geschwiegen, wärest du ein Philosoph geblieben.)
    Das muss man zunächst noch einmal lesen: Stephan Michels, Geschäftsführer von DORNBACH (Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in Bergisch Gladbach) und Sprecher der Projektgruppe „Gewerbegebiete“ von ILA-GL ist nicht erfreut über die Entwicklung, die der FNP genommen hat:
    „Ich hätte von der Politik erwartet, die Interessen der Stadt und aller Bürger zu wahren und weniger auf die in Bürgerinitiativen organisierten betroffenen Anwohner zu hören. Es kann nicht sein, dass Flächen im FNP danach ausgewiesen werden, wie laut die Menschen schreien.
    Dazu sollte man zunächst einordnen, um welche Wortmeldung es sich hier handelt. Neben den beiden oben angegebenen Positionen ist Herr Stephan Michels auch Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Köln, des Weiteren ist Herr Stephan Michels Beirat bei Haus & Grund Rhein Berg e.V. mit Sitz in Bergisch Gladbach und außerdem ist Herr Stephan Michels noch als Genosse Aufsichtsrat der Volks- und Raiffeisenbank e.G. Bergisch Gladbach – Leverkusen, also überall nah bei seinen Kunden, dabei möchte ich hier nicht von Ämterhäufung sprechen.
    Vielmehr erinnert mich der Beitrag von Herrn Stephan Michels an eine Zeit, bevor die Diskussionen vom „Club of Rome“ 1972 angestoßen wurde mit „Die Grenzen des Wachstums“ oder aktuell weitergeführt wird mit „Wir sind dran“ (beim Handeln versteht sich), also in jedem Fall, bevor sich die Industrie mit nachhaltigem Wirtschaften befasste. Das Tätigkeitsfeld ist ja auch regional sehr fokussiert. Es hört sich an, als hätte es die Diskussion um Reduktion von Flächenverbrauch nie gegeben. http://www.spiegel.de/plus/wie-immer-mehr-heimat-unter-beton-verschwindet-a-00000000-0002-0001-0000-000157068939 Dabei wird völlig negiert und ignoriert, dass auch wegen des „Schlafstadtcharakters“ an vielen Stellen in der Stadt wache und gebildete Bürger mit exzellentem „know how“ zum Thema vorhanden sind und sich in die Diskussion mit ihrem Wissen einbringen, keine Schreihälse sondern Wissensträger.
    Ist das ein ernst zu nehmender Vorwurf, der hier von Herrn Stephan Michels an die Politik adressiert wird im Interesse der Stadt und aller Bürger der Stadt oder wurde hier nur ein Stück weit die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung verpasst? Woher weiß Herr Stephan Michels was im Interesse der Stadt und aller Bürger der Stadt ist? Ist das „Gremienwissen“? Sind vielleicht nicht alle auf Ball Höhe bei diesen Themen und allzu sehr mit ihrem täglichen Tun, vielleicht auch nur als Interessenvertreter eingeengt unterwegs?
    Jedenfalls gibt es in vielen Stadtteilen weder das Gefühl oder Bedürfnis der Menschen, noch gibt es die Vergangenheit vieler Stadtteile her, von einer Gewerbe- oder Industriestadt zu sprechen, eher von ländlich geprägten Stadtteilen mit „Schlafstadtcharakter“. Und was ist so schlecht daran? Allerdings liegt genau dort auch die Stärke der Stadt Bergisch Gladbach, in dieser unterschiedlichen Prägung der Stadtteile. Nicht wenn alle Stadtteile gleich strukturiert sind mit Wohn- und Gewerbeflächen, ist das das Beste für die Bürger und die Entwicklung der Stadt. Genau die Unterschiede, die Vielfalt bieten die höchste Flexibilität für die Zukunft.
    Und dann gibt es da ja auch noch die zahlreichen und breit gefächerten Veränderungen durch neue Technologien….
    Silicon Valley, Apple Park, 1 Infinite Loop in Cupertino, Kalifornien steht am Eingang zur Zentrale von Apple der Satz: What would you do, if you weren’t afraid?

  4. Aus meiner Sicht Sicht wird Bergisch Gladbach nicht zu einer “Schlafstadt”, wie von Herrn Michels behauptet, wenn sie versucht verantwortungsbewusst mit Bürger/innen, Umwelt und Natur im Stadtgebiet umzugehen. Wohl aber kann sie durch einen solchen Umgang lebenswert bleiben, natürlich während der Arbeitszeit, aber eben auch für Familien und auch in der Freizeit.

    Unverständlich finde ich, wenn Herr Michels sagt, die “Menschen” (in Bergisch Gladbach) würden “schreien”, wenn sie sich mit dem FNP auseinandersetzen. Die Bürger/innen tun dies m.E. jedenfalls sachlich wesentlich fundierter als Herr Michels mit seiner pauschalen Forderung nach mehr Gewerbefläche.

  5. Ich möchte in BGL wohnen, leben, nicht nur schlafen. Ich bin vor einigenJahren nach Refrath gezogen, habe eine ETW gekauft, 150 m Luftlinie vom neu entstehenden Gewerbegebiet Rennweg entfernt; ich bin also unmittelbar betroffen. Hätte ich das damals alles gewusst, wäre ich nicht hergezogen. Jetzt überlege ich, wieder aus BGL ganz wegzuziehen, wenn der FNP so wie geplant umgesetzt wird. Meine subjektiven Gründe zählen für die Stadt natürlich nicht. Der zunehmende Lärm, die Luftverschmutzung, zunehmende bauliche Verdichtung und dadurch der erneut anschwellende Verkehr, die weitere Versiegelung der Landschaft, sind aber Tatsachen, welche generell die Allgemeinheit beeinträchtigen. Der Wald längs der Autobahn ist für uns Anwohner ein Puffer, auch in klimatischer Hinsicht sicher ausgleichend. Wenn der demnächst wegfällt, ist das Leben in der Nähe dieser Gewerbegebiete und spater der sechsspurigen Autobahn nicht mehr gesund und angenehm.

  6. “Da fehlt die Weitsicht und so wird Bergisch Gladbach zur Schlafstadt.”

    Es gibt in NRW zwei Städte welche einen noch höheren Pendleranteil als Bergisch Gladbach haben – zu argumentieren Gladbach würde Schlafstadt werden ist also hanebüchener Unsinn, denn Gladbach ist doch bereits Schlafstadt und Gewerbeflächen auf der grünen Wiese a la Söder CSU ausweisen lösen das Problem des Strukturwandels auch nicht. Der Rest seiner Argumentation ist reine Anmaßung, was die vorherigen Kommentatoren ja bereits dargelegt haben.

  7. Ich lebe in Bergisch Gladbach.
    Bei der Debatte hier um den FNP habe ich allerdings auch schon gedacht, egal welche Art von Betrieb hier expandieren möchte, wird massiv protestiert und von der wirtschaftlichen Seite gesehen macht das keinen Spaß.
    Gute Moderation ist hier für echte Kompromisse gefragt!

  8. “Es kann nicht sein, dass Flächen im FNP danach ausgewiesen werden, wie laut die Menschen schreien.”

    Aha. Aber Herr Michels verlangt doch für seine Interessengemeinschaft genau das von der Stadt…?

  9. Und Herr Michels maßt sich an zu bewerten, wo das Interesse der Industrie Gesetz, Recht und Wahrung von Natur- und Klimaschutz einfach ausschalten? Und er spricht den mündigen Bürgern jede Kompetenz ab? Unterstellt nur Geschrei?
    Das ist ja ein Sympathieträger. So wird’s bestimmt was mit Kompromissen.

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