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Markus und Dagmar Kerckhoff führen die Schloss Apotheke in Bensberg

Vielleicht ist Ihnen es schon mal passiert: Ihr Arzt verschreibt Ihnen ein Medikament – und der Apotheker muss passen. Immer häufiger gibt es Engpässe – bis hin zum Totalausfall von Arzneien.

Die Verfügbarkeit von Arzneimittel wird im Industrieland Deutschland zu einem immer größeren Problem. Es sind nicht nur einzelne Medikamente, sondern ganze Wirkstoffe, die man nicht in bestimmten Packungsgrößen, Darreichungsformen oder gar nicht mehr bekommt. Das hat gravierende Folgen.

Nehmen wir zum Beispiel das Mittel Venlaflaxin, ein gebräuchliches Antidepressivum mit erheblichen Lieferengpässen. Für Patienten, die präzise auf dieses Mittel eingestellt sind, gibt es kurzfristig keine Alternativen. Die Umstellung auf ein anderes Medikament ist ein langwieriger Prozess.

Dennoch wird Venlaflaxin von der Bundesregierung nicht als „versorgungsrelevant” eingestuft, weil die Hürden dafür absurd hoch gesetzt sind.

Die Ursachen für diese Engpässe bis hin zum Totalausfall sind mehrschichtig, gehen aber vor allem auf den Sparzwang im Gesundheitssystem zurück. Der führt dazu, dass die Herstellung der Medikamente immer weiter optimiert wird. Nicht was die Qualität angeht, sondern die Menge und damit den Preis.

Viele Arzneimittel werden nur noch von wenigen Unternehmen in Asien hergestellt, oft ohne Rücksicht auf Umweltschutz und Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Ländern. Ich verstehe das als ein Beispiel für fehlgeleitete Globalisierung.

Dann muss es nur zu einem Problem in der Produktion oder in der komplexen Lieferkette kommen – und schon sind Mittel wie Venlaflexin und viele andere nicht mehr auf dem deutschen Markt verfügbar. Weil sich die Herstellung weltweit auf wenige Produkte konzentriert, fallen unter Umständen sogar ganze Wirkstoffgruppen aus.

Für Apotheken, die ihre Kunden zuverlässig versorgen wollen, gibt es nur einen Weg: sie müssen eine  strategische Lagerhaltung aufbauen, so teuer das auch ist.

Sobald wir in der Schloss Apotheke sehen, dass bestimmte Medikamente knapp werden, stocken wir die  Bestände der entsprechenden Wirkstoffe auf. Das ist eine anachronistische Mängelverwaltung, erfordert hohe Investitionen und löst nicht das eigentliche Problem. Aber wir kommen leider nicht daran vorbei.

Denn wenn der Kunde an der Theke steht und wir sein Medikament nicht besorgen können, dann ist es schon zu spät.

Wenn Sie dazu Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir.

Ihr Markus Kerckhoff


Die Schloss Apotheke ist ein mittelständiger, pharmazeutischer Betrieb mit 50 MitarbeiterInnen in fünf autonomen Teams an drei Standorten in Bergisch Gladbach. Sie führte als erste öffentliche Apotheke Deutschlands ein TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement-System ein. Hierzu gehört z.B. das Vier-Augen-Prinzip, das heißt, jede einzelne Arzneimittel-Abgabe, jede Salben-Herstellung wird von zwei Personen geprüft.

Sie ist als babyfreundliche Apotheke zertifiziert. Entsprechend sind die Mitarbeiter geschult und spezielle Produkte für die Kleinsten vorrätig.

Darüber hinaus ist die Schloss Apotheke Spezialist für den Direktbezug von Impfstoffen. Als bundesweit tätige Versandapotheke mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen bietet sie niedergelassenen Ärzten und arbeitsmedizinischen Diensten einen Komplettservice rund ums Impfen und Reiseapotheken. Mit einem ausgeklügeltem Logistiksystem für thermosensible Arzneimittel sorgt die Schloss Apotheke für eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette.

Kontakt

Schlossstraße 10, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon: 02204 588 110
Mail: info@schloss-apotheke-bergisch-gladbach.de
Website

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Markus Kerckhoff

führt seit 1998 zusammen mit seiner Frau Dagmar die Schloss Apotheke in der Bensberger Schlossstraße. Er legt großen Wert auf die persönliche Beratung und stammt aus einer Familie von Ärzten und Apothekern. Schon sein Vater führte die Schloss Apotheke.

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