Das Gesundheitsamt meldet den zweiten Fall in RheinBerg: Ein Mann aus Bergisch Gladbach wurde am Montagabend positiv getestet – und ebenso wie zwei bislang ermittelte Kontaktpersonen wurden unter häusliche Quarantäne gestellt. Wie in Overath ist der Ansteckungsweg unbekannt. Der Kreis aktivierte seinen Krisenstab.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist eine zweite bestätigte Infektion mit dem Coronavirus aufgetreten, teilt die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag mit. Der Mann aus Bergisch Gladbach habe Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit. 

Im Umfeld des Mannes wurden bislang zwei Kontaktpersonen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis ermittelt und begleitet. Weitere fünf Personen aus Bonn und Köln wurden an die zuständigen Gesundheitsämter vermittelt. Die Kontaktpersonen müssen für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben.

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Nicht im Karneval aktiv

Der Mann habe angegeben, weder im Karneval aktiv gewesen zu sein noch andere Veranstaltungen besucht zu haben. Kontakte zu Schulen, Kitas oder anderen Einrichtungen habe es nicht gegeben.

Daher sah das Gesundheitsamt bislang von weiteren Maßnahmen ab. Die Ursache der Infektion ist allerdings wie im Fall in Overath noch nicht bekannt.

Weitere Angaben zum Wohnort oder Arbeitsplatz der betroffenen Personen macht das Gesundheitsamt nicht.

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises nahm nach dem positiven Abstrich, dessen Ergebnis bereits am Montagabend vorlag, sofort Kontakt zu dem Bergisch Gladbacher auf, um sich nach seinem Gesundheitszustand zu erkundigen und über die entsprechenden Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Zum ersten Fall in RheinBerg, einer erkrankten Frau in Overath, gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit keine Neuigkeiten.

Krisenstab aktiviert

Gleicheitig hat der Rheinisch-Bergische Kreis den Krisenstab aktiviert. Der nun größer werdende Koordinierungsaufwand könne damit stringenter abgearbeitet werden.    

Am Montag hat der Rheinisch-Bergische Kreis zusätzlich zum telefonischen Service des Gesundheitsamtes das Bürgertelefon geschaltet. Dieses ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer 02202 131313 erreichbar. Weiterhin kann ebenfalls die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen unter 0211 8554774 angerufen werden.

Wenn Personen Kontakt mit einem bestätigten Fall gehabt haben sollten oder sich in einem der Risikogebiete aufgehalten und Beschwerden haben, sollten sie telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt aufnehmen, rät das Gesundheitsamt. Dieser entscheidet über die weiteren einzuleitenden medizinischen Schritte – wie beispielsweise den Besuch in seiner Praxis oder die stationäre Einweisung in ein Krankenhaus.

Sollte bei einer Person nach einem Test auf das neue Coronavirus eine Infektion damit nachgewiesen werden, erfolgt automatisch die Meldung durch das Labor oder den Arzt oder die Ärztin an das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Hygienemaßnahmen beachten

Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen. Ansammlungen von großen Menschenmassen sollten gemieden werden.

Informationen des Robert-Koch-Institutes mit häufig gestellten Fragen zum Coronavirus hält der Rheinisch-Bergische Kreis auf seiner Internetseite vor.

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Redaktion

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7 Kommentare

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  1. Die allgemeine Antwort: Beim Arzt anrufen, Termin vereinbaren. Oder beim Bürgertelefon des Gesundheitsamtes erkundigen.

  2. Wenn man in angeordneter Quarantäne zu Hause ist und plötzlich wegen starker Schmerzen (z.B. Zahnschmerzen, Bandscheibenvorfall o.ä.) einen Arzt benötigt, wie verhält man sich dann?

  3. Ich denke, Herr Schulte bezieht sich natürlich auf die allgemein, in wohl allen Städten und Gemeinden praktizierten Vorgehensweisen und nicht auf den betroffenen Mann in Bergisch Gladbach, wenn er auf die teils kuriosen Verfahrensweisen Bezug nimmt und das – tatsächl. genau so heute in WDR 2 am Vormittag ebenfalls geschilderte – Beispiel bei der Betroffenheit von Kindergartenkindern anführt.

    Das Problem besteht darin, dass die nebulösen Angaben der Gesundheitsämter es nicht ermöglich, sein eigenes Verhalten, wo möglich, entsprechend einzustellen.

    Und die Praxis, die Kinder zu Hause in Quarantäne zu setzen und gleichzeitig die Eltern zur Arbeit zu schicken ist rationell nicht nachvollziehbar, wenn gleichzeitig verkündet wird, man könne bis zu 2 Wochen andere Personen anstecken, bevor man überhaupt selbst merkt, dass man krank ist. Wer glaubt denn auch ernsthaft, dass sich Eltern 2 Wochen von Ihren Kindern fernhalten (können), wenn sie in der gleichen Wohnung wohnen? Wenn sich die Eltern bis zur Aussprache der Quarantäne noch nicht angesteckt hatten, dürfte dies doch dann alsbald geschehen.

    Ist diese Verfahrensweise Teil des Schutzes der Wirtschaft, die nun überall gefordert wird?

  4. Wenn man unter Quarantäne gestellt wird, läuft das Gehalt dann weiter? Bekommt man dann eine Krankmeldung, auch wenn man nur Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, selbst aber noch nicht krank ist?

  5. Ihre Ausgangsthese können wir nicht nachvollziehen. In Bergisch Gladbach geht es um einen Mann, der ebenso wie zwei Kontaktpersonen zu Hause bleben muss. Ein Kindergartenkind ist nicht beteiligt.

  6. Ich bin Krankheitsmäßig vorbelastet mit COPD 3,Lungenemphysem und Asthma. Für mich unverständlich ist, das ein Kindergartenkind mit dem Virus zuhause in Quarantäne bleiben muss, aber die Eltern nicht. Sie leben in einer Wohnung ! Wie kann das gehen? Meine Impfungen nutzen nichts, wenn sich Menschen, die eigentlich ebenso in Quarantäne befinden müssten, umherlaufen und vorbelastete anstecken können. man will ja keine Namen wissen, aber eine engere Eingrenzung wäre schon besser. Ich arbeite in einem Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern. Vielleicht arbeiten die Eltern auch da. Es gibt nicht genug Informationen der Länder und Kreise. Ich fühle mich alleine gelassen.Lässt man uns mit Absicht in Gefahr? Nein,ich habe keine Panik, aber mit meinen Vorerkrankungen könnte ich noch was am Leben bleiben, erwischt mich Corona, dann hat der Staat meine Rente gespart. In diesem Sinne…….bitte mehr Infos zu Erkrankten bzw ihrem Umfeld.

  7. Vorab vielen Dank für Ihre gute Arbeit und aktuellen Informationen!

    Ich finde es unverständlich und unerträglich, dass die betroffenen Personen nach Altersgruppe und Wohnort und / oder Arbeitsumfeld nicht näher bezeichnet werden. Daher ist es unmöglich abzuschätzen, ob man selbst oder seine Kinder zu dem potentiellen Kontaktkreis gehören und kann sich ggf. nicht entsprechend einrichten. So säht man Panik in der ganzen Bevölkerung, die ansonsten in weiten Teilen vermieden werden könnte.

    So wird sich ein Rentner über einen gemeldeten Fall wohl keine (besonderen) Sorgen machen müssen, wenn der (leider) Betroffene ein „Student“ „nahe Odenthal“ ist, wenn er selbst in Bensberg wohnt.

    Das hat auch nichts mit Datenschutz zu tun – dies ist ein rein vorgeschobenes Argument der Ämter um Diskussionen mit den verwirrten Köpfen aus dem Weg zu gehen, denen ihre verquere Weltsicht über die Gesundheit des Einzelnen geht.

    Es werden aus reiner Bequemlichkeit die Lebens- und Gesundheitsinteressen derjenigen völlig außer Acht gelassen, die eine Vorbelastung haben und aufgrund dieser bewusst diffusen Informationen der Ämter ins offene Messer laufen!

    Danke!