Auch in Overath wird ein weiterer Fall gemeldet. Dieses Mal ist auch eine Arztpraxis betroffen, die vom Gesundheitsamt geschlossen wurde. Insgesamt gibt es zehn bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet.

Laut Kreisverwaltung hatte eine 63-jährige Overatherin seit dem 2. März Symptome und ist seit dem 5. März krankgeschrieben. Am 7. März sei sie stationär aufgenommen und auch auf das Corona-Virus getestet heute. Heute am späten Nachmittag seit das positive Testergebnis bekannt geworden.

Es gab aktuelle Kontakte zu einer Overather Arztpraxis, die daher geschlossen werden musste, teilt die Kreisverwaltung mit. Arzt und Mitarbeitende seien in Quarantäne, voraussichtlich bis zum 20. März .

Weitere direkte Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und einzeln persönlich und telefonisch betreut. Es erfolgt eine tägliche Kontaktaufnahme per Telefon, um den Gesundheitszustand der Personen zu dokumentieren.

Das Gesundheitsamt wird hierbei vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterstützt. Die anschließenden täglichen Anrufe hat das DRK im Auftrag des Gesundheitsamtes übernommen.

Bürgertelefon von 8 bis 18 Uhr erreichbar

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. Dieses Serviceangebot hat der Rheinisch-Bergische Kreis nun auch auf das Wochenende ausgeweitet und beatwortet Fragen rund um das Corona-Virus im Zeitraum von 10 bis 16 Uhr.

Hintergrund: Wer ist Kontaktperson?

Bei Kontaktpersonen wird zwischen drei verschiedenen Graden unterschieden. 

Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt,  ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben.

Die Kontaktperson zweiten Grades stand hingegen in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar  in einem räumlichen Umfeld aufgehalten jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist in diesem Fall gering.  

Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, welches adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.

Weitere Informationen 

Weitere Informationen des Robert-Koch-Institutes mit häufig gestellten Fragen zum Coronavirus hält der Rheinisch-Bergische Kreis auf seiner Internetseite.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Trotz des deutlichen staatlichen Aufrufs, sich an die erforderlichen Maßnahmen zu halten, um die Corona-Infektionskette zu unterbrechen, habe ich heute an einem schönen sonnigen Tag beobachtet, wie fast jeder Bürger diese erforderlichen Maßnahmen ignoriert: Volljährige Studenten, Schüler, die nun frei haben, umarmten sich zur Begrüßung im Supermarkt. Viele alte besonders gefährdete Menschen „stürmten“ den Knauber-Markt, um den Garten neu zu begrünen und standen dicht aneinander an der Kasse. Ich habe keine Angst vor dem Corona-Virus, sondern vor der Ignoranz und Dummheit der Menschen hier!

  2. Ich war Gestern bei der Zulasungsstelle in Overath da gibt es noch nicht einmal was Spüren für die Hände. Was ist das Hauptsache die Mitarbeiter haben was für sich.