Ein Teil der Ehrenamtler der Inititiative „Willkommen in Paffrath/Hand”

Die Paffrather Bürger hatten viel Zeit – und sie haben sie genutzt. Im Gegensatz zu den Ehrenamtlern in Sand, Schildgen oder Refrath und Frankenforst wissen sie seit Monaten, dass ihr Stadtteil demnächst bis zu 200 Flüchtlinge in einer großen Unterkunft aufnehmen soll. Zwar steht der konkrete Termin immer noch nicht fest, aber die Initiative „Willkommen in Paffrath/Hand” steht bereit, sich in Zusammenarbeit mit dem DRK um die Menschen zu kümmern.

Initiator der Initiative war Josef Willnecker, CDU-Stadtrat, stellvertretender Bürgermeister und der Paffrather Netzwerker schlechthin. Unterstützt wird er seit einiger Zeit von Karlheinz Kockmann, der vor seinem Ruhestand für einen großen Konzern in der ganzen Welt unterwegs war, einem Leitungsteam mit weiteren fünf Engagierten und einem Kernteam von rund 30 Personen. Willnecker und Kockmann beantworteten auch den Fragebogen des Bürgerportals.

Name der Initiative: Willkommen in Paffrath/Hand

Wer sind die Ansprechpartner, wie sind Sie zu erreichen?

  • Karlheinz Kockmann, Mail: karlheinz8@me.com
  • Josef Willnecker, Mail: josef.willnecker@gmx.de
  • Allgemeine Mailadresse: info@willkommen-in-paffrath-hand.de
  • Website, kein Facebook-Auftritt
  • Spendenkonto: Kath. Kirchengemeindeverband Bergisch Gladbach West
    IBAN: DE 19370626003117591041, Kennwort: Flüchtlingshilfe

Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgabe?
Unser Ziel ist es, die Flüchtlinge, die in unseren Ortsteilen ein Zuhause finden, zu betreuen und ihnen die Integration zu erleichtern, z. B. durch Patenschaften und gemeinsame Freizeitaktionen, aber auch durch Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen.

Was motiviert Sie zu dieser Arbeit?
Die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Bevölkerung für Menschen, die diese Hilfe dringend benötigen.

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Was machen Sie konkret?
Weil sich der Bezugstermin schon mehrfach verschoben hat beschäftigen wir uns mit Trockenübungen. Das hat den Vorteil, dass wir alles sehr konkret und präzise vorbereiten können. Wir haben dabei viel von den bereits existierenden Initiativen gelernt. Und wir haben sehr viele Personen, Vereine und Firmen in Paffrath für die Mithilfe gewonnen.

Noch mehr Helfer: Alle Ansprechpartner und Kontakte in BGL

Später wollen wir Sprachkurse und Patenschaften, Kochkurse und Kinderbetreuung und vieles mehr anbieten. Zusammen mit bereits etablierten Migranten wollen wir aber auch darüber debattieren, wie man in Deutschland lebt und welche Werte hier hoch gehalten werden.

Wie viele Menschen sind bei Ihnen engagiert?
Wir haben ein Leitungsteam mit sieben Personen gebildet, das die Treffen des Kernteams (rund 30 Personen) vorbereitet und den Kontakt zum DRK sowie zum Fachbereich Soziales der Stadtverwaltung hält. Wir haben zwölft Arbeitsgruppen (siehe Grafik) gebildet, die jeweils einen Gruppensprecher und einen Vertreter haben. Insgesamt können wir auf inzwischen 140 Ehrenamtler zurückgreifen.

Wieviele betreuen Sie?
Wir rechnen zunächst mit 50 Menschen, später können es bis zu 200 werden.

Was/wer fehlt Ihnen bei Ihrer Arbeit?
Wir sind mit 140 Personen derzeit gut bestückt. Wir glauben aber, dass wir später vor allem für persönliche Patenschaften noch Hilfe gebrauchen können.

Mit wem kooperieren Sie?
Die Initiative wird auch von den örtlichen Kirchengemeinden, der evangelischen Heilig-Geist-Kirche und den katholischen Pfarrgemeinden St. Clemens und St. Konrad, sowie der Interessengemeinschaft Paffrath und dem Ortsverband Paffrath/Hand der CDU mit getagen. Darüber hinaus sind auch Geschäfte, Firmen und Schulen (IGP und Gemeinschaftsgrundschule) in der Initiative aktiv. Wir arbeiten überparteilich und überkonfessionell. Wir sind auch Teil des Initiativen-Netzwerks Paraplüs.

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Wo sehen Sie Probleme bei der Flüchtlingshilfe konkret in BGL?
Die Aufnahme der Flüchtlinge kann in diesem Ausmaß auf Dauer nicht geleistet werden. Da sind Bund und Land dringend gefordert!

Was würden Sie sich wünschen?
Dass durch die vielen negativen Schlagzeilen in den Medien die Stimmung nicht kippt und dass die überwältigende Hilfsbereitschaft aufrecht erhalten werden kann. Wir wünschen uns eine sachliche Debatte, die über die Aufbauschung von Sachverhalten verzichtet.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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