Der Eingang zum Laurentiusviertel: Leere Ladenlokale, ein Betonmischer und oben drüber der Kran

Der Strundeverband sieht sich „auf der Zielgeraden” – doch im Laurentiusviertel verzögern sich die Bauarbeiten für „Strunde hoch vier” um weitere zwei Monate. Die hässliche Baustelle auf der Hauptstraße wird zwar etwas kleiner, aber sie bleibt. Die Zufahrt zur Buchmühle wird erst im Juni frei. Die Gründe sind komplex.

Die Anwohner und (verbleibenden) Geschäftsinhaber an der Buchmühle haben einen weiteren harten Winter hinter sich, sie hatten auf den Frühling gehofft: Im April, endlich, so die letzten Zusagen, soll die Dauerbaustelle an der Kreuzung von Hauptstraße / Buchmühle fertig, die Durchfahrt wieder frei sein. 

Daraus wird nichts. Ein erster Hinweis fand sich im städtischen„Baustellenticker”, jetzt bestätigt der Strundeverband als Bauherr dem Bürgerportal: „Die Arbeiten insgesamt werden, Stand heute, bis Juni dauern.” 

Der Bereich vorne wird verfüllt, in der Gasse wird gebaut, die Buchmühle bleibt gesperrt

Immerhin soll es in Kürze eine kleine Entlastung geben: Das Mammutbauwerk direkt im Kreuzungsbereich, wo sich der Hochwasser- und der Strundekanal kreuzen, ist fertig. Die Grube kann gefüllt und geschlossen werden. Damit rückt die Baustelle ein Stückchen weiter zurück in Richtung der Gasse, die hinter dem Reisebüro Hebbel zum Buchmühlenpark führt – und wo gerade die Röhren verlegt werden. 

Allerdings bringt das den Anwohnern wenig: Der Bereich auf der Hauptstraße vor dem Eiscafé Fanti bleibt abgesperrt, hier lagert die Baufirma Material und Gerät zwischen. Immerhin soll der große Betonsilo bald auf den Buchmühlenplatz hinter der VHS verlegt werden. 

Der Betonsilo soll bald verschwinden, die eingezäunte Fläche bleibt. Das „Patata” ist geschlossen

Auch die Zufahrt für Autos zur Buchmühle und damit die Zufahrt zum Parkplatz auf dem Fronhof sowie zur Laurentiusstraße bleibt geschlossen. Voraussichtlich bis Juni, so der Strundeverband. Nur für Fußgänger öffnet sich ein schmaler Durchlass. 

Für die erneute Verzögerung gibt es – bis auf den nassen Winter – keine neue Begründung. Stattdessen verweist der Strundeverband wieder auf die vielen und massiven Probleme, die in dieser Baugrube trotz umfangreicher Voruntersuchungen nur nach und nach ans Licht kamen: 

Dieser Bereich hat für viel Arbeit gesorgt

Insgesamt sei die Lage an diesem letzten Bauabschnitt von „Strunde hoch vier” in der Innenstadt, dem sogenannten Los 7, „deutlich komplizierter, als alle Planungen vorhersahen”. Daher will sich der Strundeverband auch jetzt nicht endgültig festlegen. Der Bauzeitenplan werde momentan ständig angepasst, „endgültige und fixe Termine” können daher nicht genannt werden.

Dennoch konstatiert der Strundeverband in einer Pressemitteilung am Donnerstag, dass sich das Projekt in seinem vierten Jahr „auf der Zielgeraden befinde, „die Baustellen verschwinden mehr und mehr aus dem Bild der Stadt”. Damit sei auch der Informationsbedarf gesunken, die regelmäßigen Sprechzeiten im Baustellenbüro werden daher eingestellt. 

Wer sich informieren möchte, könne das telefonisch (02202-141335) oder per E-Mail (info@strundehochvier.de) machen. 

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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