Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in Bergisch Gladbach steigt nur noch langsam, dennoch wohnen in der Notunterkunft in den Hermann-Löns-Hallen mehr als 100 Kriegsvertriebene für längere Zeit – und auch das Containerdorf in Lückerath ist in der ersten Ausbaustufe so gut wie voll. Die Stadt richtet sich nun auf eine längerfristige Integrations-Aufgabe ein. Ein Überblick, vier Monate nach Kriegsausbruch.
Schlagwort: Flüchtlinge
Stadt bietet Helfer:innen-Café für Ehrenamtler in der Ukrainehilfe
Über 1000 Personen aus der Ukraine werden auf den unterschiedlichsten Wegen und mit viel Herzblut von den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt begleitet und aufgenommen. Das Helfer/innen-Café bietet die Möglichkeit der Information und des Austauschs mit Fachleuten und Gleichgesinnten.
Schüler:innen der Fröbel-Schule engagieren sich in der Flüchtlingshilfe
Die Berufspraxisstufe der Friedrich-Fröbel-Schule wollte vor Ort Hilfe leisten. Mit einem Verkauf von selbstgebauten und -gebastelten Artikeln konnten sie den beachtlichen Betrag von 1000 Euro für die Flüchtlingsunterkunft in Lückerath sammeln.
Hilfe für Flüchtlingsfrauen steht vor dem Aus
Seit 2016 finden Frauen, die alleine oder nur mit ihren Kindern nach Bergisch Gladbach flüchten, Unterstützung in der Beratungsstelle „AnBe“. Corona hatte viele zurückgeworfen, dann begann der Krieg in der Ukraine. Und ausgerechnet jetzt, wo fast ausschließlich Frauen neu nach Bergisch Gladbach kommen, droht der wichtigen Anlaufstelle das Ende.
Ukraine-Hilfe: Ein Dank für Sonderschichten am Wochenende
Margret Grunwald-Nonte ist ehrenamtlich im Flüchtlings-Netzwerk Schildgen aktiv. Sie hat bei der Begleitung von Familien aus der Ukraine gute Erfahrungen mit den lokalen Behörden gemacht – und das sogar am Wochenende. Sie findet: Solche positiven Erlebnisse sollten auch erzählt werden.
Rund 300 schulpflichtige Kinder aus der Ukraine in GL
Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in Bergisch Gladbach nimmt nur noch langsam zu, doch viele richten sich auf einen langen Aufenthalt ein. Gut ein Viertel von ihnen sind Kinder, die einen Platz in der Schule benötigen. Die bürokratischen Abläufe haben sich etwas eingespielt, aber nun steht ein Wechsel innerhalb des Sozialsystems an – daher appelliert die Stadt an die Betroffenen, sich beim Ausländeramt und Jobcenter zu melden.
Musikschule bietet Kurse für geflüchtete Kinder an
Unter dem Motto „Lasst uns zusammen Musik machen“ bietet die Städtische Max-Bruch-Musikschule ab sofort ein Willkommens-Programm für geflüchtete Grundschulkinder und ihre Freund:innen an.
Kirmesvergnügen für Flüchtlingskinder
Der Verein „Wir für Bergisch Gladbach“ plant einen unbeschwerten Tag für Flüchtlingskinder und ermöglicht den kostenlosen Besuch der Pfingstkirmes. Unterstützt wird die Aktion vom Schaustellerverein, der Gaststätte Quirl und der Gnadenkirche.
Neue Regeln für Flüchtlinge aus der Ukraine
Die Sozialleistungen für Kriegsvertriebene aus der Ukraine werden ab Juni über das Jobcenter oder über die Grundsicherung abgewickelt. Dafür sind neue Anträge notwendig, die sofort eingereicht werden können. Die Stadt Bergisch Gladbach ist weiterhin für Personen über 65 Jahren zuständig – und hat für sie an diesem Dienstag und Donnerstag Beratungszeiten reserviert.
Nach der Flucht aus der Ukraine: „Wir wissen nicht, wie es hier läuft“
Das Leben gerettet, aber was ist mit der Existenz? Über verschiedene Etappen landet Familie Aziz/Zouaoui aus Kiew in Bergisch Gladbach. Während Mutter Ghada Aziz die Zukunft vor allem der Kinder in Deutschland sieht hadert Vater Ahmed Zouaoui mit seinem Schicksal. Er ist Geschäftsmann, will zurück in sein Unternehmen in Kiew. Eine Existenzgründung in Deutschland? Das ist mit vielen Fragen verbunden.
Flüchtlingsinitiative Herwi sucht Unterstützung
Sprachkurse für erwachsene Flüchtlinge inklusive Kinderbetreuung bietet die Flüchtlingsinitiative Herwi. Seit März läuft das Angebot nun für ukrainische Flüchtlinge in Refrath: Viermal die Woche, ergänzt um vielfältige Aktionen. Das Angebot soll auf weitere Stadtteile und Kommunen im Umland ausgedehnt werden. Ehrenamtliche Helfer:innen werden gesucht.
Nach der Flucht: Wie haben sich die Pushkarovs eingelebt?
Vor fünf Wochen haben wir von der Flucht der Familie Pushkarov aus der Ukraine nach Bergisch Gladbach erzählt. Seither ist viel passiert. Wir haben sie in ihrem Haus in Refrath besucht und uns berichten lassen, wie sich ihr Leben hier entwickelt.
Nur wenige Flüchtlinge wohnen in GL in Notunterkünften
Die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine in Bergisch Gladbach Zuflucht gesucht haben, steigt zwar weiter an. Inzwischen sind davon aber fast drei Viertel in privaten Wohnungen untergebracht worden. Nur noch sehr wenige leben in den großen Hallen – und die Vermittlung läuft weiter. Wer „nur“ ein Zimmer angeboten hatte, könnte jedoch unberücksichtigt bleiben.
CDU ruft zur Unterstützung der Unterstützer auf
Die CDU-Fraktion ist davon beeindruckt, wie viel privater Wohnraum für die Menschen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt worden ist – und warnt davor, das gesellschaftliche Engagement durch ein „Zuviel an Nachprüfungen und Bürokratismus“ zu behindern. Fraktionschef Michael Metten weist zugleich auf einen neuen Hilfskonvoi hin, für den am Samstag gesammelt wird.
Mit Autismus auf der Flucht
Die Heimat verlassen zu müssen, weil dort ein Krieg ausbricht, ist für alle Menschen entsetzlich. Ganz besonders schwierig ist es für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen. Gerade die Unterbringung in Sammelunterkünften bedeutet für sie enormen Stress. Das gilt auch für David.
Integrationszentrum beim Kreis unterstützt Schüler:innen aus der Ukraine
Eltern ukrainischer Schüler:innen können ihre Kinder selbst an einer Schule anmelden oder sich an das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreis wenden. Das bietet eine umfassende Beratung, zum Beispiel zum Schulsystem und den unterschiedlichen Abschlüssen. Der Schwerpunkt liegt zur Zeit aber auf der Sprachvermittlung.
Ukraine: Stadt nimmt Container in Lückerath wieder in Betrieb
Unter hohem Zeitdruck hat die Stadt Bergisch Gladbach die Wohncontainer auf dem Carpark-Gelände an der Gladbacher Straße saniert und neu angeschlossen; noch in dieser Woche sollen hier die ersten Menschen aus der Ukraine einziehen. Längerfristig – und dennoch vorübergehend, denn spätestens in zwei Jahren soll hier eine Kita gebaut werden.
Die Flüchtlinge in meinem Haus
Sigrid Quest hat eine ukrainische Familie aufgenommen. Seither hat sich in ihrem Alltag einiges verändert. Über eine Refrather Wohngemeinschaft der besonderen Art.
Ukraine: Wie und wo sich Flüchtlinge in GL anmelden sollten
Einen Monat nach Ausbruch des Kriegs sind mehr als 700 Menschen aus der Ukraine in Bergisch Gladbach untergekommen. Sie können sich hier 90 Tage ohne Formalien aufhalten – sollten sich aber dennoch möglichst rasch erfassen lassen. Nur dann bekommen sie medizinische Versorgung und finanzielle Unterstützung. Die Stadt leistet Hilfestellung, und erläutert die diversen bürokratischen Etappen.
Empowerment durch Radfahren: Mobile Nachbarn bieten Kurse an
Radfahren ist viel mehr als Mobilität und die Bewegung von A nach B. Das gemeinsame Erlernen schafft Selbstvertrauen und verbindet die Teilnehmerinnen durch den Erfolg und die gegenseitige Motivierung. Die Mobilen Nachbarn bieten Radfahrkurse für Frauen ab 17 Jahren. Der erste startet schon am kommenden Wochenende.
Hermann-Löns-Halle: Stadt nimmt neue Notunterkunft in Betrieb
Sehr viele Hände haben ineinander gegriffen, damit Stadtverwaltung, Feuerwehr und DRK einen Hallenkomplex in Hand innerhalb weniger Stunden zu einer voll ausgestatteten Erstaufnahme und Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine verwandeln konnten. Wir haben uns die Arbeiten und das Ergebnis angeschaut.
Notunterkunft Saaler Mühle besteht den ersten Test
Rund 40 Menschen sind am Sonntag in der neuen Notunterkunft der Stadt aufgenommen worden. Sie kamen mit einem privat organisierten Bustransport. Die Stadt bereitet sich auf weitere Ankünfte vor – ab Montag auch durch offizielle Zuweisungen von der Bezirksregierung. Frank Stein fordert die Landesregierung auf, rasch Strukturen für die Aufnahme zu schaffen.
„Ich vermisse meinen Vater sehr“
Dmytro, 17 Jahre, ist mit seiner Mutter und seiner Schwester aus Dnipro nach Bergisch Gladbach gekommen. Hier erzählt er von der Flucht – und davon, was er zurückgelassen hat.
So sieht die neue Anlaufstelle für Flüchtlinge in GL aus
Innerhalb weniger Tage haben viele Abteilungen der Stadt Bergisch Gladbach, die Otto-Hahn-Schulen und der ASB eine Anlaufstelle und Notunterkunft für die Flüchtlinge aus der Ukraine an der Saaler Mühle organisiert und komplett eingerichtet. Wir haben sie uns angeschaut.
Stadt richtet Anlaufstelle für Flüchtlinge an der Saaler Mühle ein
Mindestens 214 Flüchtlinge aus der Ukraine sind bereits in Bergisch Gladbach, und es werden rasch mehr. Da die Container-Unterkunft in Lückerath erst in einigen Wochen wieder nutzbar ist haben Stadt, Schulen und ASB eine Zwischenlösung aus dem Boden gestampft. Auf dem Gelände der Otto-Hahn Schulen ist jetzt eine Unterkunft für viele Personen einsatzbereit, die auch als zentrale Anlaufstelle genutzt wird.
Eine Flucht in fünf Akten
Die Pushkarovs gehören zu den ersten Ukraine-Flüchtlingen, die in Bergisch Gladbach ankamen. Dafür gibt es zwei Gründe: die Entschlossenheit der Mutter Anna – und die Freundschaft zu dem Deutschrussen Oleg Stark. Dies ist ihre Geschichte.
Stadt Bergisch Gladbach bringt die ersten 27 Ukraine-Flüchtlinge unter
Viele der Flüchtlinge aus der Ukraine, die es bis NRW geschafft haben, befinden sich noch in den zentralen Landesunterkünfte, aber auch Bergisch Gladbach hat bereits einige Personen mit provisorischen Unterkünften versorgt. Wieviele Menschen darüber hinaus privat untergekommen sind, ist nicht bekannt. Ebensowenig, wie und wie schnell es nun weitergeht.
Ukraine: Stadt will Container für Flüchtlinge reaktivieren
Die Stadt Bergisch Gladbach hat eine Task Force für die Ukraine-Hilfe eingerichtet. Im Vordergrund steht im Moment die Einrichtung von Unterkünften. Dafür prüft die Stadt verschiedene Optionen, konzentriert sich aber jetzt auf die Wiedereröffnung eines Teils der Container-Unterkunft an der Bensberger Straße in Lückerath.
Ukraine-Flüchtlinge: Stadt bietet Registrierung an
Auch in Bergisch Gladbach sind inzwischen Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen, über private Initiativen und Kontakte. Die Stadtverwaltung bietet ihnen eine freiwillige Registrierung an – was den Geflüchteten bei der Erlangung eines längerfristigen Aufenthaltsstatus hilft und die Koordinierung der Hilfen erleichtert. (Mit Übersetzung).
MIkIbU sucht Mitstreiter in Herkenrath und Frankenforst
Die Initiative „Migrantenkinder bekommen Unterstützung“ ist von zwei weiteren Grundschulen um Hilfe gebeten worden. Dafür werden nun ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren dringend gesucht.
GL auch für Menschen aus Afghanistan ein „sicherer Hafen“
Vor gut einem Jahr war Bergisch Gladbach dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ beigetreten und hatte sich zur einfachen und unkomplizierten Aufnahme von Geflüchteten verpflichtet. Jetzt kam eine konkrete Anfrage – und die Stadt erklärt sich bereit, einige Menschen aus dem Kreis der Ortskräfte in Afghanistan zusätzlich aufzunehmen.
Radfahren lernen mit den Mobilen Nachbarn
Auch für Frauen unter den Flüchtlingen ist Mobilität wichtig. Im Kurs „Mobilität erlernen” der Mobilen Nachbarn und der Radfahrschule Köln lernen sie, sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr zu bewegen.
Tablets für Schüler:innen der GGS Moitzfeld
Einige Flüchtlingskinder der GGS Moitzfeld können jetzt adäquat am Home Schooling und dem Digitalunterricht teilnehmen. Möglich wird dies durch eine Spende des Patenprojekts des Kinderschutzbundes Rhein-Berg. Ein großer Schritt für die Kinder, aber nur ein kleiner für die Digitalisierung der Schule.
Online-Wegweiser hilft Zuwanderern, sich im Kreis zurechtzufinden
Ankommen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mit einem neuen Internet-Wegweiser unterstützt das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises neuzugewanderte Menschen dabei, sich schnellstmöglich in ihrem neuen Alltag zurechtzufinden.
Flüchtlinge, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen
Hale Bagherzadeh, Mitglied des Integrationsrats und der Linken, fordert zum internationalen Frauentag mehr Schutz für geflüchtete Frauen ein.
Finte und MiKibU unterstützen Migrantenkinder mit Laptops
Finte und MiKibU arbeiteten erstmals zusammen und konnten drei Laptops an Flüchtlingsfamilien zur schulischen Unterstützung ihrer Kinder ausleihen.
