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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

3 Kommentare zu “78 Millionen Euro: Wofür und warum?”

  1. Grüße Sie, Herr Martin,

    behalten Sie das einfach im Auge, wenn Sie am 25.Mai wählen gehen
    – und bitte tun Sie ´s!

    Denn spätestens dann und mindestens dort haben Sie die Wahl!

    HGU

  2. Lieber Bruno Martin,

    Ihre einfache Frage – “Was steht denn einem Bürgerentscheid im Wege?” – werden wir nachher in der Ratssitzung aufgreifen.

    Es ist in der Tat nicht einzusehen, dass eine so weitreichende Entscheidung wie die der künftigen Versorgung unserer Stadt im Rahmen eines Parteien-Deals zwischen Schwarz und Rot ohne Bürgerbeteiligung “durchgewunken” werden soll.

    Herzliche Grüße
    Peter Baeumle-Courth

  3. Unabhängig davon, welche der in Rede stehenden Varianten tatsächlich die Beste für Bergisch Gladbach wäre – veranschaulicht das ganze Verfahren eindrucksvoll, warum sich so viele Bürgerinnen und Bürger desinteressiert bis angewidert (insbesondere) auch von der Kommunalpolitik abwenden. Bedenklich finde ich, dass Seitens der Politik nicht mal versucht wird, zumindest den Eindruck zu erwecken, es ginge dabei nicht in erster Linie um Postenschacherei und Hinterzimmergeklüngel. Der kolportierte Deal um den Stadtkämmerer, der sich zugunsten der von ihm und der Stadtspitze favorisierten Minderheitsbeteiligung mal eben um ein paar Millionen vor-/oder nach Steuern verrechnet hat – die schon jetzt heiß diskutierte Besetzung des ordentlich aufgeblasenen künftigen BELKAW-Aufsichtsrats, die Beteuerungen der Sozialdemokraten, sich jetzt doch nicht vor der ach so großen Verantwortung drücken – und diese “wichtigste Entscheidung für Bergisch Gladbach in den nächsten 20 Jahren” nicht auf die Bürger abwälzen zu wollen – all das wirkt auf den neutralen Betrachter wie blanker Hohn. Folgt man dieser Argumentation, wäre es für die Bergisch Gladbacher sicher eine große Erleichterung, wenn sie künftig auch nicht mit so wichtigen Entscheidungen, etwa wer Bürgermeister oder Volksvertreter werden soll, belästigt würden – im Grunde genommen kann man als verantwortungsvoller Politiker solch wichtige Entscheidungen doch nicht dem sachkenntnislosen Bürger überlassen – äh – ich meine auf ihn abwälzen. Was genau steht denn einem Bürgerentscheid im Wege? Und warum bestand dieses Hindernis vor einigen Wochen, als der SPD Bürgermeisterkandidat sich öffentlich für einen Bürgerentscheid einsetzte, offenbar ja noch nicht? Immerhin hat SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Schubeck jetzt Gewissheit, dass seine Genossen ohne ihn planen – und sich schon mal die Pöstchen in einer “kleinen großen Koalition” für Bergisch Gladbach sichern.

    Was geht uns Bürger auch die Energieversorgung an? Wen schert es, wenn die möglicherweise im Ort erzielten Überschüsse zur Quer-Subventionierung einer neuen Firmenzentrale der Rhein-Energie in Köln abfließen – wir Bürger können uns doch daran erfreuen, dass wenigstens die Waldschmidts und Mömkes von der Straße und mit allerlei Pöstchen versorgt sind und daran, dass es durchaus mittelgroße Städte im Großraum Köln gibt, die sich Kämmerer leisten – die nicht besser rechnen können, als wir Bürger selbst! Offensichtlich die Bergisch-Gladbacher Variante von Bürgernähe…

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