Max Bruch war Bergisch Gladbach eng verbunden. Doch das Denkmal für den Komponisten auf dem Mühlenberg war verwahrlost, seine Inschrift kaum noch lesbar. Auf Initiative des Verschönerungsvereins wurden die Gedenkstätte jetzt instand gesetzt.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Verschönerungsvereins

Wenn man auf dem Mühlenberg in Bergisch Gladbach vom Höhenweg in die Margaretenhöhe abbiegt, ist rechterhand ein Denkmal verortet, welches bis vor kurzem kaum noch oder nur negativ ins Auge fiel. Es war eine verwahrloste Platzfläche mit losen Umfassungssteinen und bemoosten und beschmierten Basaltblöcken, deren Betextung kaum noch zu erkennen war.

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Dieses Denkmal wurde am 28. Juli 1935 enthüllt und erinnert an den Komponisten und Bergisch Gladbacher Ehrenbürger Max Bruch (1838–1920), der auf dem Igeler Hof in Bergisch Gladbach quasi ein- und ausging, dort unter anderem das jüngst erst wieder in der Kölner Philharmonie aufgeführte Oratorium „Odysseus“ komponierte und mit Maria Zanders eine tiefe Freundschaft pflegte.

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Das Denkmal wurde erstellt von dem Bergisch Gladbacher Bildhauer Jean Leger nach Entwürfen von Prof. Wolfgang Wallner aus Köln.

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Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach e.V. ist seit vielen Jahrzehnten ein treuer Unterstützer für den Denkmalschutz und hat allein in den Jahren 2025/26 neben den Restaurierungsarbeiten im Büstengarten auf dem Zanders-Gelände, dem Ehrenhain des Evangelischen Friedhofs Quirlsberg in Bergisch Gladbach oder der Restaurierung der Grabmäler auf dem historischen Friedhof an der Gnadenkirche Wesentliches für das überlieferte Stadtbild von Bergisch Gladbach geleistet.

1991 hat er in der Fußgängerzone auch das Bergisch Gladbacher Heimatdenkmal initiiert, in dem Max Bruch und Maria Zanders als Skulpturen wie im Gespräch dargestellt sind.

Heimatdenkmal von Rolf Steudel, 1991. Trotzenburgplatz, Bergisch Gladbach. Der Komponist und Musiker Max Bruch im Gespräch mit der Mäzenin Maria Zanders. Edition Stadtkultur © Klaus Hansen 2017
Das Heimatdenkmal von Rolf Steudel am Trotzenburgplatz, mit Max Bruch und Maria Zanders. Foto: Klaus Hansen

Vor diesem Hintergrund war es für den Verschönerungsverein nur selbstverständlich, sich nun auch um das renovierungsbedürftige Max-Bruch-Denkmal zu kümmern, welches seit dem 25. August 2000 mit der Nummer 159 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen ist.

Die Sanierungsmaßnahmen erfolgten in Abstimmung und im fachlichen Austausch mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bergisch Gladbach. Zuerst wurde die Anlage von dem Garten- und Landschaftsbetrieb Meister Eigen aus Herkenrath in Angriff genommen.

Die Beteiligten des Verschönerungsvereins und der Stadt Bergisch Gladbach: Michael Werling, Albert Eßer, Helga Monheim, Mascha Rösler, Franz Josef Vierkotten und Marcel Brenner. Foto: Redaktion

Das Mauerwerk des Umfassungsmäuerchens, dessen Natursteine lose und beschädigt waren, musste neu vermauert und die Abdeckplatten und die verschobenen Stufenblöcke im Bereich des Zutritts zur Platzfläche vor der Gedenkstele mussten neu versetzt werden. Sämtliche Natursteinflächen wurden vom Algen- und Flechtenbewuchs befreit und zum Teil auch neu verfugt. Auch die von Wildwuchs erheblich durchsetzten Vegetationsflächen um das Denkmal herum mussten wieder „in Form gebracht“ werden.

Der zweite Schritt wurde von dem Diplom-Restaurator Thomas Sieverding aus Bergisch Gladbach-Refrath vorgenommen. Hierbei ging es um die Sanierung des eigentlichen Denkmals.

Foto: Thomas Merkenich

Zunächst musste der biogene Bewuchs (Algen, Flechten und aufsitzende Moose) einschließlich eines illegalen Graffitis entfernt werden. Die historischen Fugenmörtel, die zum Teil hohl lagen, mussten erneuert werden. Die im oberen Basaltblock seitlich angebrachte und noch erhalten gebliebene rote Schriftausmalung konnte durch partielle Retuschen wieder vereinheitlicht und dadurch gut lesbar gemacht werden.

Der städtische Bauhof der Stadt Bergisch Gladbach unterstützte die Arbeiten und übernahm die teilweise Neuverfugung der Platzfläche.

Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach e.V. trug die Kosten für die Restaurierung des Denkmals selbst und der Denkmalumgebung in Höhe von knapp 12.200 Euro.

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  1. Vielen Dank an alle, die sich dafür einsetzen, die schönen und historischen Flecken der Stadt zu bewahren. Zum Glück gibt es diesen Verein und er möge wachsen und gedeihen, denn er wird dringend gebraucht.