Der Komponist Max Bruch und die Fabrikantin Maria Zanders hatten Bergisch Gladbach gemeinsam zur Kulturstadt gemacht; eine Geschichte, die Siegfried Schenke in der Max-Bruch-Serie im Bürgerportal angerissen hatte. Die Freundschaft der beiden bietet jedoch viel mehr Stoff – genug für ein ganzes Buch, das Schenke jetzt im Heider-Verlag herausgibt. Zur Präsentation gibt es ein besonderes Bruch-Konzert.

Zum 100. Todestag von Max Bruch am 2. Oktober 2020 hatte Siegfried Schenke gemeinsam mit Uwe Hintz eine sechsteilige Serie über das Leben des Komponisten für das Bürgerportal geschrieben, natürlich mit einem besonderen Fokus auf Bergisch Gladbach.

Denn hierher war Bruch, der u.a. in Berlin, Bonn, Breslau und Liverpool gearbeitet hatte, über 50 Jahre hinweg immer wieder zurück gekehrt. Auf den Igeler Hof und in die Villa Zanders.

Der junge Max Bruch und die „Igel“. Das Foto vom Igeler Hof ist mit „vor 1916″ datiert. Quelle: Stadtarchiv GL

Bruchs besondere Beziehung zur Fabrikantin Maria Zanders und die Impulse der beiden für das gerade erst erwachende Kulturleben in der Stadt bieten aber noch sehr viel mehr Stoff. Dieses Material hat Schenke nun in einem Buch verarbeitet, das sich an die Serie anlehnt, aber viel ausführlicher ist: „Max Bruch und Maria Zanders. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft“.

Schenke, der sich bereits als Dozent an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln mit Bruch beschäftigt hatte, versteht das im Heider Verlag liebevoll gestaltete Buch als „DokuGraphie“: „Wir haben dokumentierte Ereignisse aus dem Leben von Bruch und Zanders verbunden mit biographischen Erinnerungen aus seinen Briefen“.

Ergänzt durch Fakten zum Zeitgeschehen und persönliche Kommentare von Zanders und Bruch lassen so die Zeit auferstehen, in der Bergisch Gladbachs sozio-kulturelle Szene entstand. Dabei spielt die Mäzenatin Maria Zanders keine Nebenrolle, sondern die zweite Hauptrolle.

Übrigens eine Leistung, die Schenke bis in die heutige Zeit für beispielhaft hält: „Maria und Max haben gezeigt, wieviel einige wenige junge, kreative Menschen in der Stadtentwicklung in Gang setzen können.“ Zudem eine Leistung, die der Autor gerne durch ein „Max Bruch und Maria-Zanders-Zimmer“ in der geplanten neuen Stadtbücherei gewürdigt sehen würde.

Das Buch wird am 13. Februar bei einer Matinee im Ballsaal des Grandhotel Schloss Bensberg präsentiert: mit einer Lesung, die durch ein besonderes Konzert ergänzt wird: Roman Salyutov spielt mit einigen Musikerkollegen Auszüge des frühen Streichquartetts c-Moll und ein romantisches Quintett für Klavier und Streicher g-Moll.

Buchvorstellung und Konzert
Sonntag, 13. Februar 2022, 11 Uhr
Ballsaal des Grandhotel Schloss Bensberg

Streichquartett c-Moll op. 9
Klavierquintett g-Moll op. Posth

Roman Salyutov (Klavier)
Michael Kibardin und Egon Andre (Violine)
Jurate Cickeviciute (Bratsche)
Lev Gordin (Cello).

Eintritt: 15 Euro
Anmeldung per Mail bei Siegfried Schenke erforderlich
Nach aktuellem Stand gelten die 2Gplus-Regeln

Zwei Kammermusikstücke aus der Feder des oft unterschätzten Meisters, die zu seinen besten gehören, „den echten Bruch darstellen und völlig unverdient in Vergessenheit geraten waren“, sagt Salyutov.

Das 134-seitige Buch mit 90 Fotos ist in Kooperation von Schenke mit Uwe Hintz (Fotografie und Grafik), Jo Witter (Fotografie und Gestaltung) sowie Magdalene Christ (Dokumentation) entstanden. Gedruckt wurde es im Digitaldruck des Heider Verlags – und enthält „einen kleinen Schatz“, wie Verlagschef Hans-Martin Heider begeistert berichtet.

Das Buch ist für 15 Euro im Buchhandel erhältlich, bei der Matinee und in der Redaktion des Bürgerportals (Hauptstraße 257).

Hinweis der Redaktion: Unter den Mitgliedern unseres Freundeskreises verlosen wir drei Exemplare. Wenn Sie sich schnell anmelden haben Sie eine Chance.

Leseprobe: Die ersten Seiten des neuen Buchs

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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