Bürgermeister Frank Stein in der letzten Ratssitzung des Jahres 2022. Foto: Thomas Merkenich

Bereits in seiner Haushaltsrede hatte Bürgermeister Frank Stein eine optimistisches Resümee der ersten Hälfte dieser Ratsperiode gezogen, ergänzt durch detaillierte Tätigkeitsberichte der einzelnen Fachbereiche. Wir dokumentieren die Bilanz des Bürgermeisters und der ganzen Stadtverwaltung im Wortlaut.

Nach dem Pandemie-Jahr 2021 brachte das Kriegs- und Krisenjahr 2022 wieder eine große und in der Dimension völlig unerwartete Zahl zusätzlicher Herausforderungen für die Kolleginnen und Kollegen der Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung. Bürgermeister Frank Stein zog in seiner Haushaltsrede am 13. Dezember 2022 vor dem Stadtrat dennoch ein optimistisches Resümee, das gleichzeitig eine Zwischenbilanz zur Halbzeit der Ratsperiode darstellte.

„Es waren die 2019 formulierten Ziele meiner Kandidatur, die das Handeln der von mir geführten Verwaltung seit dem Herbst 2020 bestimmten: Klimaschutz, Schulsanierung und -neubau, Zanders-Konversion, moderne Mobilität, Schaffung von Wohnraum auch und gerade für Menschen ohne großes Einkommen, Digitalisierung, Lösung des Stadthaus-Dilemmas, Feuerwache 2, Mohnwegbad – all das hat diese Verwaltung tatkräftig angepackt – mit der erforderlichen Unterstützung der Politik.“ 

Mit Blick in die Zukunft stellte Stein fest, dass die notwenigen Investitionen in die städtische Infrastruktur in der Finanzplanung berücksichtigt und auch die Bereiche Kultur, Sport, Soziales und Bildung finanziell gesichert sind.

Dennoch bleiben Ungewissheiten: „Ganz Europa fährt auf Sicht, und natürlich auch die kommunale Familie. Die Normalität, so wie man sie in zurückliegenden Jahren vor der Pandemie gewohnt war, wird wohl so schnell nicht wiederkommen – vielleicht in dieser Form nie mehr.“

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt von der FWG.

Klimaschutz: Konzepte, PV-Anlagen und E-Tanksäulen

„Klimaschutz ist und bleibt die herausragende historische Herausforderung aller, die heute Verantwortung tragen“, so Stein in der Haushaltsrede klar. Durch das städtische Klimaschutzmanagement wurden im Laufe des Jahres viele Projekte auf die Schiene gesetzt: das Integrierte Klimaschutzkonzept ist beauftragt, die Teilnahme am European Energy Award hat begonnen.

Das neue Feuerwehrhaus in Schildgen. Foto: Thomas Merkenich

Wo immer es statisch möglich ist, sollen städtische Gebäude mit PV-Anlagen ausgestattet werden; das Schildgener Feuerwehr-Gerätehaus macht den Anfang, das Gustav-Lübbe-Haus und der Wertstoffhof werden folgen. Für E-Autos wurden im Stadtgebiet 30 neue Ladesäulen in Betrieb genommen, weitere 30 sollen im kommenden Jahr ausgeschrieben werden.

Alle Beiträge des Bürgerportals zum Thema Klima in GL

Eine Bürgerenergie-Genossenschaft steht kurz vor der Gründung. Ein Klimabürgerrat bildet die Klammer zwischen Politik und Bevölkerung. Und last not least bietet das Zanders-Gelände die einmalige Chance für die erste nachfossile Großkonversion in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen auf der Website der Stadt

Ukraine: Neuer Flüchtlingsstrom, große Hilfsbereitschaft, neue Städtepartnerschaft

Das sicher einschneidendste Ereignis in 2022, der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar, hatte auch auf Bergisch Gladbach starke Auswirkungen: Aktuell befinden sich 1424 Vertriebene aus dem osteuropäischen Kriegsgebiet in unserer Stadt, davon 516 in städtischen Unterkünften, neben 669 Personen anderer Nationalitäten.

Alle Beiträge zur Ukraine, zur Ukraine-Hilfe und zu den Flüchtlingen im Bürgerportal

Beispiellos war die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, die mit Herz und Hand die Geflüchteten willkommen hieß und vor allem privaten Wohnraum zur Verfügung stellte. Die städtische Sozialverwaltung öffnete zwei große Unterkünfte, die vom DRK betreut werden.

Mit Butscha bei Kiew entstand eine neue Städtepartnerschaft; durch die immense Spendenbereitschaft der Bergisch Gladbacher Bevölkerung konnten bereits vier Hilfskonvois zusammengestellt sowie Rettungswagen, Busse und andere Fahrzeuge zum Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur übergeben werden.

Weitere Informationen auf der Website der Stadt

Die Arbeit der Fachbereiche und Stabsstellen 2022

Soweit zwei von vielen Themen, die die Arbeit der Stadtverwaltung 2022 bestimmten. Die gesamte Bandbreite der städtischen Aufgaben wurde von den Kolleginnen und Kollegen in den vier Dezernaten und zehn Fachbereichen sowie vier Stabsstellen und drei Gesellschaften in einer großen Gemeinschaftsleistung erarbeitet und umgesetzt.

Sowohl Thore Eggert als Stadtkämmerer (VV I mit den Fachbereichen 2 und 8), der Erste Beigeordnete Harald Flügge (VV II mit den Fachbereichen 3, 7 und 10) sowie Ragnar Migenda als Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz (VV III mit den Fachbereichen 4, 5 und 6) als auch Bürgermeister Frank Stein als Verwaltungschef und Personaldezernent haben als Verwaltungsvorstand die Leitlinien des Verwaltungshandelns diskutiert und vereinbart.

Ragnar Migenda, Frank Stein und Harald Flügge. Foto: Thomas Merkenich

Darüber hinaus tagte ebenfalls im Turnus von 14 Tagen die Verwaltungskonferenz, an der alle Fachbereichsleitungen sowie die Gleichstellungsbeauftragte, der Leiter des Ratsbüros und die Pressesprecherin teilnehmen. Diese Treffen sind seit langem bewährt, um die kontinuierliche Arbeit in den Abteilungen und Einrichtungen zu gewährleisten und sich über wichtige Themen auszutauschen.

Wie bereits 2021 haben die Fachbereiche und Stabsstellen für ihre Bereiche ein Resümee gezogen. Die komplette Darstellung inklusiver vieler Facetten und Themen ist online abrufbar.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Aufgaben, Projekte und Aspekte:

FB 1 Allgemeine Verwaltung, Verwaltungssteuerung

Leitung: David Sprenger

Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags für die Immobilie an der Bensberger Straße endete kurz vor Weihnachten der langwierige Prozess, einen neuen zentralen Verwaltungsstandort zu finden. Rund 270 Arbeitsplätze für die Kolleginnen und Kollegen sollen spätestens in zwei Jahren in modernen Büroräumen entstehen.

Alle Beiträge zum Stadthaus

Zuvor waren ein Stadthaus-Neubau am Kopfbahnhof und Pläne zur Anmietung von Büroräumen in Bahnhofsnähe verworfen worden. Der Fachbereich 1 konnte erfolgreich die Verhandlungen zur Anmietung abschließen. Parallel dazu werden digitale moderne Arbeitskonzepte entwickelt.

Schon 2022 gab es erste wichtige Schritte in Richtung “New Work”. Verschiedene Softwareprodukte erleichtern die Arbeit im Bereich Personal, Jugendamt, Standesamt und bei der Durchführung von Videokonferenzen. 187 neue Kolleginnen und Kollegen und 36 neue Azubis wurden eingestellt. Der Helpdesk der IT-Abteilung vermeldet 2929 bearbeitete Tickets. 636 Anträge auf Teleheimarbeit gab es, dazu 1412 IT-Beschaffungsanträge.

FB 2 Finanzen 

Leitung: Harald Schäfer

Neben der immer wieder sehr aufwändigen und anspruchsvollen Aufstellung des Haushalts 2023 war der FB 2 vor allem mit den Themen Grundsteuer, Wohngeld, Einführung neuer IT-Verfahren, der Bestandsaufnahme der Hunde sowie der Umstellung im Bereich der Umsatzsteuer zum 1.1.2023 beschäftigt. Zehn Prozent mehr Hunde konnten bei einer Befragung registriert werden. Zudem kann nunmehr per Paypal bezahlt werden, dies ist mit dem Kassensystem kompatibel. Auch die Einführung des digitalen Gewerbesteuerbescheids war eine von den Unternehmen sehr begrüßte Innovation. 

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Glücksspiel, Heiraten und Hunde werden in Bergisch Gladbach teurer

Mit Blick auf die kommenden knappen Zeiten klopft die Stadt derzeit alle Möglichkeiten ab, mehr Geld einzunehmen. Dabei wurde sie bei „hundehaltenden Personen“ und in Spielhallen (von denen es immer noch viele gibt) fündig. Auch Heiratswillige müssen mit höheren Preisen rechnen.

FB 3 Recht, Ordnung, Sicherheit 

Leitung: Dirk Cürten

Für den FB 3 waren die Landtagswahl 2022, die Umstellung auf das elektronische Behördenpostfach, die beiden Kirmessen an Pfingsten und im August nach zweijähriger Pandemiepause, die Renovierung des Bürgerbüros in der Stadtmitte, der Erfolg vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gegen den Eilantrag von der Gewerkschaft Verdi gegen die verkaufsoffenen Sonntage, das hohe Meldeaufkommen der Kriegsvertriebenen aus der Ukraine sowie die vielen Dienstleistungen im Bürgerbüro und im Standesamt arbeitsprägend.

Das Ausstellen von Geburtsurkunden sowie Eheschließungen ist zahlenmäßig immer beeindruckend: Bis zum Herbst wurde die Geburt von 2.100 Kindern beurkundet. Und über 550 Paare gaben sich das Ja-Wort. Leider gab es auch 1.560 zu beurkundende Sterbefälle

FB 4 Bildung, Kultur, Schule, Sport 

Leitung: Dettlef Rockenberg

Auch die Bereiche Bildung, Kultur, Schule und Sport blicken auf ein arbeitsreiches Jahr zurück.

Die Schulverwaltung konnte die Planung für die Schulplätze 2023 bereit im Frühjahr so präzise konkretisieren, dass die Notwendigkeit von Sofortschulen rechtzeitig erkannt wurde. An drei Standorten in Refrath, Hebborn und an der Saaler Mühle werden Modulbauten aufgestellt bzw. saniert, damit die Grundschülerinnen und Grundschüler fußläufig ihre Schule erreichen können. 

Die Auflösung des Berufsschulverbandes Bergisch Gladbach – Overath – Rösrath – Odenthal – Kürten (BSV) und der Übergang der Trägerschaft für die beiden Bergisch Gladbacher Berufskollegs an den Rheinisch-Bergischen Kreis (RBK) wurde auf den Weg gebracht. Und auch die Digitalisierung der Schulen nahm Fahrt auf.

Das Kulturbüro organisierte neben dem Bühnenprogramm auf dem Stadtfest auch den zweiten Kultursommer. Zudem laufen die bewährten niederschwelligen Kinder- und Jugend-Projekte Kulturstrolche, JeKITS, Kulturrucksack und Nachtfrequenz. Die Kooperationspartner waren neben den städtischen Kultureinrichtungen die Kolleginnen und Kollegen im Jugendamt und der Sozialen Stadtentwicklung sowie die Inklusionsbeauftragte. Für die Älteren wurde in Kooperation mit dem Seniorenbüro die Seniorenkulturwoche organisiert und durchgeführt.

Die Stadtbücherei freute sich über 1700 Neukundinnen und Neukunden sowie rund 100.000 Besucherinnen und Besucher. Zahlreiche Neuerungen machen das Angebot immer attraktiver, zuletzt wurden ein 3D-Drucker sowie ein Gaming-Raum zur Nutzung freigegeben.

Auch die Volkshochschule verzeichnete regen Zulauf. Langsam werden die Zahlen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Vor-Corona-Zeit wieder erreicht. Das aktuelle Programm „Zusammen in Vielfalt“ hatte Angebote zum Thema Inklusion, Senioren und Rassismus.

Die Kolleginnen und Kollegen der Musikschule konnten endlich wieder Veranstaltungen in Präsenz durchführen. Die beliebten Galeriekonzerte, die erfolgreiche Teilnahme der Musikschülerinnen und Musikschüler am Wettbewerb Jugend musiziert, das Angebot der Vorspielwochen, der Tag der Offenen Tür sowie das Integrationsangebot „Heimat Musik“ gehören zum Jahresrückblick.

Ausstellung Bibliomania in der Villa Zanders. Foto: Thomas Merkenich

Das Kunstmuseum Villa Zanders stellt die beiden Ausstellungen in den Vordergrund. So stellte Katharina Hinsberg erfolgreich aus, aktuell läuft „Bibliomania – Das Buch in der Kunst“ mit großem Erfolg. Auch überregionale Besucherinnen und Besucher kommen so in die Stadtmitte.

Alle Beiträge zu den Ausstellungen in der Villa Zanders 2022

Für das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe waren das Museumslabor sowie das traditionelle Museumsfest Highlights im Jahresverlauf. Zudem konnten erstmals Workshops für Kinder mit und ohne Behinderungen in den Oster- und Sommerferien durchgeführt werden.

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„Die Menschen wollen kein Museum der Bildschirme“

Halbzeit für das „Museumslabor“: Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe hatte die Bürger:innen aufgerufen, gemeinsam ein neues Konzept für das Bensberger Museum zu entwickeln. In einer groß angelegten Umfrage und mit zahlreichen Events sammelt das Haus weiter Ideen. Museumsleiterin Sandra Brauer und Projektkoordinatorin Laura Oehms geben bereits einen ersten Zwischenstand.

2022 konnte das Stadtarchiv bei der Digitalisierung einen wichtigen Meilenstein erreichen: Sämtliche Geburts-, Heirats- und Sterberegister von Bergisch Gladbach und Bensberg ab etwa 1810 bis 1900 konnten digitalisiert werden. Eine Onlinestellung ist in der Planung. Ein neuer Microfilmscanner erleichtert die Arbeit, die Ausstellung zu Ansichtskarten um 1900 wurde konzipiert und in der VHS gezeigt, außerdem liegen die beliebten Rheinisch-Bergischen Kalender nun vollständig im Archiv digital vor.

Die Sportverwaltung organisierte nach der Pandemie-Pause den 25. StadtLauf mit über tausend Läuferinnen und Läufern über zwei Distanzen. Zudem wurden die besten Sportlerinnen und Sportler geehrt. Der StadtLauf wird traditionell in Kooperation u.a. mit dem Stadtfest-Ausrichter IG Stadtmitte und SV Blau-Weiß Hand organisiert.

FB 5 Jugend und Soziales 

Leitung: Sabine Hellwig

Im Sozialbereich war und ist die Aufgabe des Zuzugs Geflüchteter und Kriegsvertriebener arbeitsprägend. Die Schaffung von Unterkünften, die Integration der Menschen in Arbeit, Schule und Kita sowie der Austausch mit den privaten Gastgeberinnen und Gastgeber ist herausfordernd.

Für die Kita Reiser/Im Mondsröttchen gab es den Spatenstich. In Lückerath wurden weitere Kita-Plätze eingerichtet. Die Einkommensgrenzen bei der Erhebung von Elternbeiträgen in der Kindertagesbetreuung wurden zum 01.08.2022 geändert. Rund 1.300 neue Elternbeitragsfälle waren anschließend zu bearbeiten.

Der Pflegekinderdienst suchte aktiv nach Pflegefamilien. Still- und Wickelmöglichkeiten werden in den Zentren gesucht. Kinder und Jugendliche können sich online über Angebote informieren. Das Obdachlosenheim in Schildgen brannte ab, für die 15 Bewohner konnten kurzfristig Alternativen gefunden werden.

FB 6 Stadtentwicklung, Bau und Mobilität 

Leitung: aktuell N.N., Wolfgang Honecker bis 31. Juli 2022

Die vielfältigen Aufgaben sind in einer beeindruckenden Auflistung dargestellt. 

Die Abteilung Mobilität und Stadtentwicklung führt angestoßene Prozesse weiter. Das Handlungskonzept Wohnen soll im Januar 2023 beraten und beschlossen werden. Dabei soll ein Anteil von 30 Prozent geförderter Wohnungsbau bei Neubaugebieten die Regel sein. Zudem gab es zum Regionalplan eine wichtige Stellungnahme zu verschiedenen Flächennutzungen.

Der städtische Denkmalschutz sorgte für die Eintragung verschiedener Gebäude in die Denkmalliste. Dazu gehören der Birker Hof in Moitzfeld, die Kirchen St. Marien und St. Joseph, die alte Schule in Hand sowie das ehemalige Gasthaus Eck an der Romaneyer Straße.

Die Mobilitätsmanagerinnen und -manager planten und setzten diverse Rad- und Fußverkehr-Maßnahmen um, darunter Verbesserung im Radwegenetz rund um die IGP im Rahmen des Förderprojektes „Rad macht Schule“.

Die Einrichtung der Fahrradstraße Laurentiusstraße als Pilotprojekt wurde von der Mehrheit der Ratsmitglieder beschlossen und steht vor der Testphase.

Für viel Aufsehen und Diskussion sorgte die Neuplanung der Verkehrsführung in Schildgen. Hier wurde eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt.

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Bergisch Gladbach gewinnt erfahrenen Stadtgestalter aus Köln

Der Kölner Marc Höhmann wird Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität – und übernimmt damit eine wichtige Position im anstehenden Umbau der Stadt Bergisch Gladbach. Der promovierte Geograph war zuletzt Leiter der Sektoralen Stadtentwicklung in Köln, er bringt viel Erfahrung im Stadtteilmanagement und in der Innenstadtentwicklung mit.

Die Stadtplanung vermeldet die Satzungsbeschlüsse für die Bebauungspläne Schlodderdicher Weg, Jakobstraße und Meisheide II. Der Bebauungsplan An der Strunde – (Entwicklung des Wachendorff / Kradepohl-Areals) ist einen Schritt weiter, ähnlich wie die Planungen für die Feuerwache Süd an der Autobahnauffahrt Frankenforst und der Grüne Mobilhof.

Für das Wachendorff-Gelände werden die Pläne konkret. Foto: Thomas Merkenich

Einen wichtigen handlungsleitenden Beschluss erfolgte im März 2022: Ab sofort soll bei allen Bebauungsplänen Photovoltaik auf Dächern entweder im Vertrag vereinbart oder im B-Plan festgesetzt werden.

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) Bensberg führte die Stadtplanung verschiedene Maßnahmen fort, darunter die Umgestaltung des Bereiches Deutscher Platz/Hindenburgplatz, die Erstellung des Gestaltungsleitfadens Rosenhecke, die Umgestaltung der Schlossberggarage sowie Maßnahmen des Hof- und Fassadenprogramms bzw. des Verfügungsfonds. Und am Tag der Städtebauförderung gab es ein buntes Programm in der Schloßstraße.

Die Bauaufsicht berichtet über die Genehmigung einiger größerer Wohnbauvorhaben (bspw. an der Hauptstraße, Kolpingstraße) als auch gewerblicher Bauvorhaben (bspw. an der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Heinz-Fröling-Straße). Ferner wurden Baugenehmigungen für eine Vielzahl von städtischen Bauvorhaben (bspw. an der Gladbacher Straße, Im Kleefeld) erteilt.

Der Geoservice mit den Sachgebieten Vermessung, Grundstückwertermittlung und Geodatenmanagement verstärken ihre Arbeit im Bereich Lagepläne bzw. Zanders-Areal, zudem kommt eine Drohne und eine 360-Grad-Kamera zum Einsatz. Beim Geoportal kamen attraktive Übersichten und Funktionalitäten hinzu.

FB 7 Umwelt und Technik 

Leitung: Stephan Dekker

Die Abteilung Umweltschutz stellte den Lärmaktionsplan neu auf; sie war außerdem beim Rückbau der Gebäude auf dem Zanders-Gelände involviert, um bei der Schadstoffentsorgung zu beraten und zu kontrollieren. Auch das Energiemanagement ist Aufgabe der Abteilung: Hier mussten nach der Insolvenz eines Gaslieferanten neue Lieferverträge für die Stadt abgeschlossen werden. 

Die Abteilung Verkehrsflächen vermeldet die Auftragsvergabe für die Neugestaltung der Schloßstraße. Der Belag wird in Naturstein ausgeführt, Start der Arbeiten ist im ersten Quartal 2023.

Außerdem wurden zahlreichen kleine und größere Maßnahmen geplant und umgesetzt, darunter die Deckensanierung der Hauptstraße und des Straßenzugs Straßen/Braunsberg in Herkenrath. Auch der Fahrstreifen an der Odenthaler Straße wurde erneuert. Die Radwegefurten wurden und werden neu markiert, das markante Rot sorgt für mehr Sicherheit.

Abwasserwerk und Abfallwirtschaftsbetrieb erfüllten ihre Aufgaben mit ihren Teams. Das Abwasserwerk erlebte nach dem turbulenten Vorjahr ein deutlich ruhigeres Jahr 2022, wobei der Fokus auf der Neuausrichtung beim Abwasserbeseitigungskonzept lag.

Die Sauberkeitskampagne sorgte mit den Plakaten zur Vermeidung von Hundekot für Aufsehen. Außerdem wurden die Müllfahrzeuge mit Abfall-Slogan beklebt und werben für die Vermeidung wilden Abfalls. Außerdem informiert der AWB neben seiner App und die Homepage auch über Instagram mit einem eigenen Kanal

Fachbereich 8 – Immobilienbetrieb 

Leitung: Ruth Schlephack-Müller

Der FB 8 besteht aus den Abteilungen Hochbau, Gebäudewirtschaft und StadtGrün

Vor allem im Baubereich sorgt die Umsetzung des Integrierten Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplans (ISEP) für viel Arbeit. An allen Grundschulen besteht Handlungsbedarf – auch wegen der verpflichtenden Ausweitung des Angebots der Offenen Ganztagsschule (OGS) ab 2026.

Aktuell laufen Planungen für die GGS Hand sowie die KGS Frankenforst. Zusätzlich wurden auf Grund des dringlichen Bedarfs „Sofortschulen“ an den Standorten Hebborn, In der Auen und Otto-Hahn-Schulen geplant. Die Bauprojekte Neubau der GGS Bensberg und die Gesamtsanierung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums sind in der Umsetzung.

Aus Sicht von StadtGrün ist der wachsende Bürgerwald an der Schnabelsmühle ein Erfolg; es konnten sieben gespendete Bäume gepflanzt werden. Dagegen verschwinden immer mehr Bäume im Straßenbild, da es zunehmend Probleme und Verluste bei bestimmten Baumarten durch stadtklimatische Veränderungen gibt, insbesondere alte Buchen (z.B. Villa Zanders) und anhaltende Schwierigkeiten mit Borkenkäfer, Eichenprozessionsspinner und Eschentriebsterben.

Erfreulich war die erste und erfolgreiche Durchführung des Vorgartenwettbewerbs „Bunt statt Grau“ in Zusammenarbeit mit dem städtischen Klimaschutzmanagement und den Klimafreunden Rhein-Berg e.V. 

Schulsanierungen: Die Schulbau GmbH nimmt ihre Arbeit auf

Geschäftsführer Sebastian Rolko, selbst erst seit Juli 2022 im Amt, stellte in Windeseile ein Team zusammen, mit dem aktuell zwei von insgesamt drei „Sofort-Schulen“ geplant und gebaut werden, um sie zum Schuljahresbeginn 2023/24 in Gebrauch zu nehmen.

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Sebastian Rolko leitet die Schulbau GmbH

Ein neues Gesicht wird künftig mit dem Neubau und der Sanierung von Schulen im Stadtgebiet verknüpft sein: Sebastian Rolko übernimmt ab 1. Juli 2022 die Geschäftsführung der neu gegründeten Bergisch Gladbacher Schulbau GmbH. Er bringt einschlägige Erfahrungen mit.

In Refrath, Frankenforst und Hebborn sorgen diese Container-Bauten für erste Entlastungen in der angespannten Grundschul-Situation. Die Schulbau-GmbH wird in den kommenden Jahren den Bestand der Schulbauten in Bergisch Gladbach unter die Lupe nehmen und einen erheblichen Sanierungsaufwand leisten. 

FB 9 Büro des Bürgermeisters 

Leitung: Sascha Inderwisch

Bürgermeister Frank Stein und sein Team im Büro des Bürgermeisters haben vielfältige Aufgaben absolviert. Bürgeranregungen und -beschwerden, Ehrungen, Pflege und Aufbau der Städtepartnerschaften, Ratsbüro sowie Kommunikation extern wie intern sind die Hauptthemen.

Auch der Kontakt zur Bürgerschaft war ein wichtiger Baustein. So traf Frank Stein in Rahmen von acht Bürgersprechstunden und fünf Marktsprechstunden auf viele Bürgerinnen und Bürger. Sie konnten ihre Sorgen, Beschwerden oder Anregungen mit dem Verwaltungschef besprechen.

Das Ratsbüro organisierte die Ratssitzungen im Bergischen Löwen. Parallel wurde die Software optimiert, so dass Vorlagen und Beschlüsse beispielsweise digital unterschrieben werden können.

Das Zentrale Beschwerdemanagement hat rund 560 Meldungen (Anregungen und Beschwerden aller Art) erfasst. Außerdem haben die Kolleginnen aus dem Bürgermeisterbüro rund 1.250 Altenehrungen und Ehejubiläen vollzogen.

Das Team des städtischen Pressebüros versendete knapp 500 Pressemitteilungen. Darüber hinaus wurde die interne Kommunikation stark ausgebaut, und es wurden intensiv die städtischen Social-Media-Kanäle (Facebook und Instagram) mit Beiträgen bestückt. Die Homepage ist und bleibt Quelle für aktuelle Informationen. Mit dem Heimatpreis 2022 wurde zum dritten Mal ein wichtiger Wettbewerb umgesetzt.

FB 10 Feuerwehr und Rettungsdienst 

Leitung: Jörg Köhler

Die Feuerwehr blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Im „Kerngeschäft“ wurden 1.500 Einsätze im Brandschutz und 22.500 Einsätze im Rettungsdienst geleistet. Eine extern durchgeführte Organisationsuntersuchung bestätigte das aktuelle Tätigkeitsfeld und die Organisationsstruktur.

Lediglich die Anzahl der vorhandenen und notwendigen Stellen klafft auseinander. So können noch 29 weitere Stellen geschaffen werden, aktuell gibt es 30 im Führungs- und Verwaltungsdienst. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute leisteten circa 55.000 Stunden. Neben dem regulären Einsatz- und Übungsdienst gehörte die Bewältigung der Flüchtlingskrise sowie die Vorbereitung und Durchführung der Hilfstransporte in die Ukraine zu den besonderen Herausforderungen.

Im dritten Jahr in Folge wurde das gesamte städtische Krisenmanagement durch den FB 10 koordiniert. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse unter Leitung von Stadtkämmerer Thore Eggert sowie verschiedene Operative Stäbe tagten zu den Themenlagen Corona, Ukraine-Konflikt und Energiekrise. So wurden vor allem die Gefahr des Energieausfalls thematisiert und Handlungskonzepte erstellt. Zusätzlich zu den Belastungen durch die andauernde Corona-Pandemie kamen noch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine hinzu.

03 – Gleichstellungsbeauftragte

Judith Klaßen

Die Schwerpunkte in 2022 lagen auf Aktionstagen, Vorträgen und Kooperationen. So beteiligte sich die Gleichstellungsstelle am Internationalen Frauentag am 8. März. Als Zeichen der Solidarität mit Frauen gab es die Performance „Gegen Gewalt an Frauen“. Der Tag des Mädchenfußballs mit dem Benefizspiel #bornequal“ sorgte für Aufsehen und rege Beteiligung. Im November folgte dann die 2. Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen mit dem Motto „Empowerment“ und dem Hissen der Flaggen mit dem Aktionsslogan am Rathaus. Die rote Bank und eine Ausstellung mit Kleidungsstücken von Gewaltopfern komplettierten die Aktionswoche-Aktivitäten.

Weitere Informationen

Stabsstelle BM 1 – Projekt Zanders-Areal

Das 36 Hektar große Areal verändert sich, das Gelände wird geräumt, die Maschinen, darunter die riesige Papiermaschine PM3, werden abgebaut und verladen. Die PM3 wird in die Türkei verschifft.

Alle Beiträge des Bürgerportals zum Zanders-Areal

Aus Planungssicht war die Erarbeitung der Strukturplanung ein wichtiger Meilenstein. Ebenso wichtig für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers war die Beantragung von Landesmitteln aus dem Städtebauförderprogramm. Koordiniert werden diese Prozesse durch den im April eingerichteten Ausschuss für die Konversion des Zanders-Geländes, der als Austausch- und Entscheidungsplattform die Transformation des Areals mit vorantreibt. Auch die betriebseigene Kläranlage und das Kraftwerk werden zurückgebaut.

Neben der Projektgruppe Zanders-Areal haben zudem Teilbereiche des Fachbereichs Jugend und Soziales sowie der Personalrat im Frühjahr 2022 Büros in den ehemaligen Zanders-Verwaltungsgebäuden bezogen. Die freiwillige Feuerwehr mit dem Löschzug Stadtmitte wird temporär auf dem Areal eine Heimat finden.

Bereits freigezogene Hallen wurden für eine einfache Zwischenlagerung vermietet. Der im vergangenen Jahr eröffnete Gohrsmühlenplatz hat sich mit der Ausrichtung von Flohmärkten, einem Weinfest, städtischer Veranstaltungen und anderer Events bewährt und soll sich im kommenden Jahr als Veranstaltungsort etablieren.

Weitere Informationen auf der städtischen Website

Stabsstelle VV 1-2 – Digitalisierung 

Marcel Böttcher

Das Digitalisierungsteam wächst und hat vielfältige Projekte angestoßen, andere befinden sich in der Umsetzung. Das Serviceportal für digitale Dienstleistungen hat über 3800 registrierte Nutzerinnen und Nutzer und bietet 140 Dienstleistungen an. Nach der Einführung von PayPal als Zahlungsmöglichkeit werden über 90 Prozent aller Zahlungen darüber geleistet. Für das digitale Dokumentenmanagementsystem wurde ein europaweites Ausschreibungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Auch die Digitalisierung der Bauakten schreitet voran.

Die Projektgruppe Think Tank „Digitale Papierstadt“ hat zum vierten Mal seit 2021 getagt. Die Teilnehmenden setzen sich aus Politik, Digitalwirtschaft und Wissenschaft zusammen. Beim „Smart City Index“ des Branchenverbands Bitkom konnten 14 Plätze im Ranking zu anderen Großstädten in Deutschland gutgemacht werden.

Weitere Informationen auf der städtischen Website

Stabsstelle VV II 2 – Inklusions-/Behindertenbeauftragte 

Monika Hiller

Neben dem Alltagsgeschäft „Geschäftsstelle Inklusionsbeirat“ konnte mit einem neuen Projekt überregional für Aufsehen gesorgt werden. Am 1. März 2022 fiel der Startschuss der „Stillen Stunde“ – Einkaufen mit gedämpftem Licht und ohne Musik bzw. störende Nebengeräusche. Für viele Menschen ein erholsames Einkaufserlebnis. Sie wurde eingeführt in den Supermärkten EDEKA in Sand und REWE in der Bensberger Schloßstraße.

Anlässlich des Europäischen Protesttages war der Inklusionsbeirat am 12. Mai auf dem Wochenmarkt in Bensberg mit einem Stand vertreten. Hier gab es Informationen und Gespräche bezüglich Menschen mit Behinderung. Zudem arbeitet der Beirat intensiv über das Jahr 2022 hinaus an wichtigen Themen, wie z.B. barrierefreier Zugang des Rathauses Bensberg oder auch die Einrichtung von öffentlichen Toiletten.

Stabsstelle VVIII-3 – Klimaschutzmanagement 

Heike Berendt, Jana Latschan

Die beiden Klimaschutzmanagerinnen haben gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen in den anderen Fachbereichen zahlreiche Projekte angestoßen und umgesetzt. Die größte Priorität liegt auf der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes mit Handlungsfeld Klimaanpassung und die Teilnahme am European Energy Award.

Es gab verschiedene Kick-Off-Veranstaltungen für das Klimaschutzkonzept mit Teilnehmenden aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung, zudem sechs Workshops: Mobilität, Klimaanpassung, Klimabildung, Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit, Bauen und Sanieren, Erneuerbare Energien, Stadtentwicklung, Unternehmen und Gewerbe, Kommunales Handeln. Insgesamt nahmen 157 Personen teil.

In vielen Einzelaktionen und Kampagnen wurde der kommunale Klimaschutz der Bevölkerung nahegebracht: Interviews, Online-Ideenkarten, umfangreiche Information auf der städtischen Homepage, Pressemitteilungen, Flyer, Schulbesuche, Ausgabe von Leitfäden für Kitas, Malbücher, Klima-Café, Teilnahme an Veranstaltungen und Organisation eigener Veranstaltungen.

Darüber hinaus leisten auch andere Fachbereiche und Abteilungen der Stadtverwaltung sowie andere Behörden oder Institutionen wertvolle Beiträge zum kommunalen Klimaschutz. So wird Tempo 30 in der Stadt weiter ausgebaut. Der Fahrradverkehr wird attraktiver gestaltet: 32 von 46 Einbahnstraßen sind in Gegenrichtung nutzbar. Eine flächendeckende E-Ladeinfrastruktur wird in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis aufgebaut. Die kommunale Fahrzeugflotte wird sukzessive auf Elektroantrieb umgestellt.

Der „Hitzeknigge“ gibt wertvolle Verhaltenstipps, eine Karte für „Coole Orte“ ist in Vorbereitung, und bei Neubauprojekten müssen Mehraufwendungen für Klimaschutz und Starkregenvorsorge/Rückhaltung geleistet werden, so z.B. bei der Sanierung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums.

Weitere Informationen auf der städtischen Website

Stadtentwicklungsbetrieb AöR (SEB)

Vorstand: Harald Flügge

Der SEB, der zum Jahreswechsel wieder in die Kernverwaltung zurückkehrt und Stabsstelle im Dezernat von Harald Flügge (VV II) wird, hat auch 2022 neben den Regelaufgaben Wirtschaftsförderung, Tourismus, Ausbau Breitbandinfrastruktur und Grundstücksgeschäfte eine Vielzahl von Projekten vorangebracht.

Im ländlichen Bereich konnten 440 Haushalte, die als unterversorgt galten, an das Glasfaserkabel angeschlossen werden, dies erfolgte im Rahmen eines Förderprojektes.

Auch fiel der Startschuss für das Bundesförderprojekt Breitband an Schulen: Bis März 2023 werden alle weiterführenden Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Der mit Bundes- und Landesmitteln geförderte Ausbau wird durch den Rheinisch-Bergischen Kreis koordiniert. Dazu passt auch der eigenwirtschaftliche Ausbau des Gewerbegebietes Scheider Feld durch die Firma Plusnet mit schnellem Internet.

Die Wirtschaftsförderer starteten die regionale Kampagne „RheinBergAuf“ auf Initiative der Bürgermeister zur Wiederbelebung der Innenstädte nach Corona. Die städtische Förderung des digitalen Geschenkgutscheines „Schenk Lokal“ für Bergisch Gladbach ermöglicht eine Kaufkraftbindung von 2 Millionen Euro.

Eine Koordinierungsstelle für Veranstaltungen als Maßnahme der städtischen Wirtschaftsförderung wurde eingerichtet.

Weitere Informationen auf der städtischen Website

Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH 

Geschäftsführer Willi Schmitz

Die Stadtverkehrsgesellschaft stellt in Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen mit dem Schülerticket alljährlich ein attraktives ÖPNV-Ticket zur Verfügung. Darüber hinaus steht der Geschäftsführer eng mit den Akteuren zum Ausbau der S-Bahn-Strecke S 11 im Austausch. Das zweite Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach wird seit Jahrzehnten heiß ersehnt. Mit der Einreichung der Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren des Streckenabschnittes Köln-Bergisch Gladbach beim Eisenbahnbundesamt hat 2022 der Ausbau der S 11 eine weitere Hürde genommen.

Um Pendlerinnen und Pendlern attraktive Anlaufstellen an den Bahnhöfen zu ermöglichen, wurde der Ausbau von Mobilstationen fortgesetzt. Die erste Station konnte in Wermelskirchen eingeweiht werden. Mit der Radstation am Busbahnhof steht in der Stadtmitte bereits seit mehreren Jahren eine vergleichbare Einrichtung zur Verfügung.

Weitere Informationen: https://www.bergischgladbach.de/stadtverkehrsgesellschaft.aspx

GL Service gGmbH

Geschäftsführer Stephan Dekker

Die gemeinnützige städtische Tochtergesellschaft war auch im Jahr 2022 ein zuverlässiger Dienstleister für die Verwaltung und die Stadtgesellschaft. Die Geschäftsfelder der Arbeitsgelegenheiten für SGB II – und SGB XII – Leistungsbezieher, die Jugendhilfestation in Bensberg, der Mensabetrieb in der IGP, das Angebot ambulanter Hilfen und viele kleinere und größere Projekte trugen wieder dazu bei, die soziale Infrastruktur in Bergisch Gladbach zu ergänzen.

Darüber hinaus war die GL Service gGmbH als Dienstleister der Bäder GmbH Betreiber des Wohnmobilstellplatzes und konnte mit der Verbesserung der Infrastruktur und des Serviceangebotes vor Ort zahlreiche Wohnmobilistinnen und Wohnmobilisten in die Stadt locken. 

Neben dem Wohnmobilstellplatz betreute die GL Service gGmbH seit Juni 2022 auch die beiden städtischen Grillhütten in den Naherholungsgebieten Saaler und Diepeschrather Mühle. Allerdings mit einem hohen Aufwand, da kaum eine Woche verging, an dem es bei den Grillhütten nicht zu mutwilligen Zerstörungen, Vandalismus und Graffiti-Sprühereien kam.

Glücklicherweise gab es im August eine Anfrage der Bavaria Entertainment GmbH, die im Auftrag des ZDF für deren Sendeformat „Volle Kanne“ eine Grillhütte suchten, die sie mit einem Handwerkerteam, bestehend aus deren und unseren Handwerkern medial in Szene gesetzt verschönern können. Zwischen dem 23.08. und dem 25.08.2022 wurden die Tische und Bänke an der Grillhütte „Saaler Mühle“ mit neuen Holzbohlen erneuert, ebenfalls wurde mit Hilfe unserer Maurer der Grill neu aufgemauert und Graffiti entfernt. Die Grillhütte an der Saaler Mühle ist dadurch deutlich aufgewertet und schöner geworden. 

Wie auch schon in der Flüchtlingskrise 2014 bis 2016 halfen die Mitarbeitenden der Gesellschaft bei der Logistik der Einrichtung von angemietetem Wohnraum sowie von Sammelunterkünften, indem Mobiliar wie Betten, Matratzen, Tische etc. transportiert, in die Unterkünfte getragen und zusammengebaut werden. 

Die Malergruppe renovierte angemieteten Wohnraum und sorgt so dafür, dass dieser schnellstmöglich bezogen werden konnte.

Für die Verpflegung in einigen Sammelunterkünften sorgte anfangs der Mensabetrieb der GL Service gGmbH, der täglich zwischen 100 und 200 Essen zusätzlich für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine kochte. 

Die GL Service gGmbH stellte zudem Lagerflächen für Bürgerspenden zur Verfügung, die später dann in die geschundene Stadt Butscha in der Ukraine geliefert wurden.

Weitere Informationen auf der städtischen Website

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Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Viele schöne Sachen. Hört sich toll an…. aber doch meist nur Augenwischerei. Die Stadt könnte vieles verbessern, aber bitte nicht nach Behördenmaßstäben, sondern nach vernünftigen. Ein Beispiel: Saalermühle. Ok, die Grillhütte würde aufgehübscht, aber der Rundweg ist bei Regen eine Zumutung (Kinderwagen), die Fragmente der beiden Plattformen stehen seit Jahren marode im See (abreißen oder neu bauen), es gibt immer noch keinen Hundespielplatz, trotz Mehreinnahmen bei der Hundesteuer.
    Es gibt viel vernünftiges zu tun, aber bitte holt euch mal eine Meinung von richtigen Menschen, nicht von Mitarbeitern aus der Verwaltung…….

    1. Hallo Herr Garvens,
      bringen Sie sich ein, kann ich da nur sagen.
      Mitarbeiter der Verwaltung als nicht richtige Menschen zu bezeichnen, das ist schon Polemik pur.
      Vielleicht mal an den Vorsätzen fürs neue Jahr arbeiten.

  2. Was hat die Ampel erreicht?
    – Schulen marode
    – Straßen marode
    – Fußgängerzone katastrophal
    – Bürger bei Entscheidungen nicht mitgenommen
    – Spielplatz in Refrath katastrophal
    – Schulhof in Gronau katastrophal
    – Spielplätze geschlossen oder gesperrt
    – Schwimmbäder katastrophal
    – Digitalisierung katastrophal
    – Bürgerburo in Refrath öfter geschlossen als geöffnet
    usw.
    Aber Fahradstraßen durchgesetzt, wo sie keiner will und nutzt.
    Kein Geld, aber die Überwege der Fahradstraßen trotz Ampel auch noch rot angemalt. Hierbei wundert es schon, dass nicht die Ampelfarben verwendet wurden.

    1. Volle Zustimmung Herr Erdtmann und Herr Garvens. Sollte Frank Stein seine Aussagen wahrhaftig ernst meinen, hätte ich allergrößte Bedenken. Diese Koalition hat aus meiner Sicht nur Chaos verursacht. Sie ist zusammen mit ihrer Verwaltung völlig überfordert, dazu noch durch die Grünen ideologisch verblendet. Das Beispiel Laurentiusstraße ist eines von vielen. Es hat bis jetzt unglaubliche Unkosten verursacht und die vorgesehenen Varianten erzeugen auch außerhalb der Stadt nur Kopfschütteln. Von Bürgerseite wurde angeblich auch schon mit diversen Fernsehanstalten, die Negativauszeichnungen vergeben, aufgenommen. Diesen Orden hat sich Frank Stein redlich verdient. Der Zustand der Straßen, z.B. Refrather Weg/ Gronauer Mühlenweg, Paffrather Straße/ Dr. Robert-Koch-Straße, Dolmanstraße/ Kicke ist katastrophal, diese Straßen müssten sofort gesperrt werden. Zanders Gelände – das ist etwas, als würde Frank Stein mit seiner Verwaltung eine Marsmission planen, das ist eine für ihn nie ererichbare Dimension. Die Auflistung ist unendlich. Hilfe, Unterstützung von außen – doch nicht in Bergisch Gladbach. Mir ist ein Fall bekannt, wo Frank Stein so etwas als anmaßen bezeichnete. So kann diese Koalition ihre Ideologie und derzeit vorhandene Macht noch einige Jährchen weiter ausleben, ohne Rücksicht auf die Stadt und ihre Bürger. Wie sagt man so schön – geliefert wie bestellt.

    2. Na ja, Sie tun so, als wären Schulen, Straßen, Spielplätze usw. in kürzester Zeit nach Amtsantritt der Koalition verfallen und als hätte die derzeitige Stadtverwaltung die heilige Pflicht, umgehend Wunder zu wirken – das dafür nötige Geld fällt schließlich vom Himmel. Das ist die typische Oppositionspolemik, doch hätte die sich in zahlreichen Fällen erst einmal an die eigene Nase zu fassen.

    3. Haben Sie eigentlich Ahnung von Politik und wie zu funktioniert oder sind sie jetzt einfach nur ein billiger Wutbürger?
      Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, um Ihrer seltsamen Aufzählung Gegenargumente zu entgegnen.

      Ich belasse es mal bei einigen, wenigen Punkten. Das Schulproblem hat definitiv die CDU zu verantworten. Bis sich das kn der Fläche ändert, werden Jahrzehnte vergehen. Alles muss nun nach und nach angegangen werden. Aktuell wird zumindest das NCG optimiert, die Otto Hahn Schulen sind ziemlich gut geworden. Um mal beim positiven zu bleiben…

      Straßen marode? Ist das wirklich neu? Hier bewegt sich auch wenigstens etwas an einigen Stellen langsam. Unter CDU Regierung habe ich da keinerlei Verbesserungen im Hinterkopf. Da wurde heftig gespart.

      Und zu Ihrer Polemik mit der Fahrradstraße sage ich nichts. Das ist mir zu billig.