Bis zu zwei Wochen muss man in großen Teilen Bergisch Gladbachs inzwischen warten, bis die blauen Papiertonnen geleert werden, beim Sperrmüll ist der Verzug noch deutlich größer. Immerhin konnte die Stadt inzwischen alle offenen Stellen besetzen, spätestens im November sollten sich die Verhältnisse wieder normalisieren, hofft die Verwaltung.
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Welchen Tourismus verträgt das Strundetal?
Gastronomie und Tourismus standen beim Forum des Strundetalvereins im Vordergrund. Die Tourismusagentur „Das Bergische“ will die Angebote im Tal aufwerten, aber im Grundsatz war man sich schnell einig, dass eine bessere Vernetzung und Anbindung ausreichen. Und dass es immer noch die alten Probleme sind, die das Strundetal quälen. Allen voran der Verkehr.
Klimaschutz: FWG will vertagen oder einzeln abstimmen
Die Freien Wähler werden im Hauptausschuss erneut den Antrag stellen, die Debatte über das Klimaschutzkonzept der Stadtverwaltung zu vertagen, damit die Fraktionen zunächst außerhalb der Öffentlichkeit beraten können. Zur Not müsse über jeden einzelnen Punkt des Maßnahmenkatalogs einzeln abgestimmt werden.
Klimaschutz zwischen Dringlichkeit und politischer Realität
Bei einer stark besuchten Veranstaltung haben die Grünen über das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch Gladbach informiert; drei externe Referent:innen sorgten für Aufbruch-Stimmung und warben für eine starke, positive Kommunikation in die ganze Stadtgesellschaft hinein. Doch genau an diesem Punkt könnte das Projekt im Stadtrat scheitern, warnte Bürgermeister Frank Stein.
Kita Lena-Wiese: CDU wirft Stadt und Stein Verschleppung vor
Mit heftiger Kritik reagiert die CDU auf den Vorschlag der Stadtverwaltung, vor der Planung einer weiteren Kita auf der sogenannten Lena-Wiese in Lückerath ein Gutachten zu Verkehr, Klima und Artenschutz einzuholen. Das wertet die Union als Verschleppungstaktik – und wirft Bürgermeister Frank Stein vor, den Kita-Bau aus wahlpolitischen Gründen verhindern zu wollen.
Halbzeit im Bundestag: Tebroke versus Außendorf
Zwei Jahre nach und zwei Jahre vor der Bundestagswahl haben die Abgeordneten von CDU und Grünen aus Rhein-Berg eine vorläufige Bilanz der Arbeit von Regierung und Opposition gezogen. Herausgefordert von den Leser:innen des Bürgerportals zeigen sich Hermann-Josef Tebroke und Maik Außendorf selbstkritisch und nachdenklich. Hier können Sie das ganze Gespräch verfolgen.
CDU will Pläne für Laurentiusstraße auf Eis legen
Für die CDU ist die Neugestaltung der Laurentiusstraße zugunsten des Fußverkehrs „reine Geldverschwendung“ und ein „grünes Prestigeprojekt“, daher solle das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Eine andere Verwendung der dafür eingeplanten Mittel ist jedoch nicht so umsetzbar, wie die CDU es fordert, wendet die Stadt ein. FWG und FDP reagieren unterschiedlich.
Tempo, Qualität, Kosten: Was man über die neuen Sofort-Schulen wissen muss
Die ersten Schüler:innen der KGS In der Auen haben am Montag die neuen Klassenräume bezogen, in der GGS Hebborn nehmen die I-Dötzchen heute die Schul-Erweiterung in Gebrauch. In sieben Monaten haben Stadt, Schulbau-Gesellschaft und Baufirma die beiden Modulbauten fertig gestellt – und für die gerade erst anlaufende Generalsanierung der Schulen Maßstäbe gesetzt. Wir schauen uns die „Sofortschulen“ und ihr Erfolgsrezept genau an.
CDU fordert Konzept zur Stärkung der Abfallwirtschaft
Angesichts der Rückstände bei der Leerung Mülltonnen fordert die CDU-Fraktion Bergisch Gladbach ein Konzept zu Mitarbeiterstärkung des AWB gefordert – „damit Sauberkeit und Ordnung nicht in der Tonne landen“. Für die Missstände macht die Union eine grundsätzliche Entscheidung von Grün-Rot verantwortlich.
Wie das EVK wachsen will – und die obere Hauptstraße verändert
Seit vielen Jahren plant das EVK eine Erweiterung auf dem Gelände der Alten Feuerwache. Im Planungsausschuss werden jetzt konkrete Entwürfe vorgestellt, die neben einem großen Parkhaus auch ein neues Reha-Zentrum enthalten. Und die das heruntergekommene Areal zwischen Quirlsberg und oberer Hauptstraße gründlich verändern werden.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL, 1.8.2023
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Zahl der heißen Tage hat sich mehr als verdoppelt. Jetzt für den Heimatpreis bewerben. Zum Bundesfreiwilligendienst in die Schule. CDU-Abgeordnete bleiben unter sich. Rettungseinsätze an deutschen Stränden. Was Sie in den Ferien verpasst haben könnten.
Gestaltung Schlossstraße: Stadt will Leitfaden verbindlich machen
Der zwei Jahre alte Gestaltungsleitfaden für die Schlossstraße in Bensberg wird nach Einschätzung der Stadtverwaltung von privaten Akteuren nicht ausreichend berücksichtigt. Daher schlägt sie nun vor, die Vorgaben in Form einer Gebietszusatzsatzung verbindlich zu machen. Zunächst aber sollen alle Schlüsselakteure erneut beteiligt werden.
Schüler:innen sollen Ticket für 29 Euro bekommen
Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat vor, auch den Schülerinnen und Schülern in Bergisch Gladbach das Deutschlandticket zum vergünstigten Preis zur Verfügung zu stellen. Ein entsprechender Beschluss könnte zum 1. Oktober wirksam werden.
Hochwasser: Stadt stellt Aspekte zu Ablauf- und Warnsystem klar
Die Stadt Bergisch Gladbach greift den Bericht des Bürgervereins Gierath-Schlodderdich auf. Zwei Abschnitte, in denen es um das Regenwasser-Ablaufsystem und sowie um das geplante Warnsystem seien zum Teil sachlich falsch und bedürften der Klarstellung.
Hochwasser 2021: Gronau, Dünnwald & Höhenhaus ziehen Bilanz – und schauen nach vorne
Zum 2. Jahrestag des Hochwassers in 2021 melden sich der Bürgerverein Gierath-Schlodderdich und die Bürgerinitiative Dünnwald/ Höhenhaus in einem Brief an die Bürger:innen zu Wort. In einer Bestandsaufnahme fassen sie den aktuellen Stand der Erkenntnisse zusammen und listen erste Schutzmaßnahmen auf. Der Fokus müsse nun auf der Suche nach Retentionsflächen liegen – und einer fairen Lastenverteilung der betroffenen Stadtteile in Bergisch Gladbach und Köln.
Eine Entdeckungstour durch Gronaus grüne Grenzbereiche
Zum ForumGronau gehört es auch, den Stadtteil aus verschiedenen Perspektiven (neu) zu entdecken. Zu einer ersten dieser Stadtteilerkundungen führten Inge Andersch und Michael Wittasek eine Gruppe Interessierter auf grünen Pfaden und ruhigen Straßen durch Gronaus südlichen Teil. Und stießen auf eine Heimatdichterin, eine alte Haltestelle, auf die „Strundewelle“ und einiges mehr.
Warum Herkenrath vorerst ohne Supermarkt dasteht
Markus Hetzenegger schließt seinen kleinen Supermarkt in Herkenrath Ende August endgültig. Gleichzeitig arbeitet der Kaufmann beharrlich daran, seinen mehr als zwölf Jahren alten Plan für einen modernen Supermarkt (und einiges mehr) im Ortskern doch noch zu verwirklichen. Wo es klemmt und welche „Hausaufgaben“ er selbst, aber auch die Stadt noch erledigen müssen, haben wir uns genau erklären lassen.
Erste Pflastersteine auf der Schlossstraße gelegt
Die Stadtverwaltung meldet einen weiteren Meilenstein bei der Umgestaltung der Schlossstraße. Im unteren Abschnitt ist die erste Fläche mit den Natursteinen zu besichtigen, die in Zukunft die ganze Straße prägen sollen. Bis dieser erste Abschnitt fertig ist kann es noch bis zu drei Monate dauern.
„Kein Einzelfall – Kein Vergessen – Kein Wegschauen“
Mit einer Stele erinnert Bergisch Gladbach an Patricia Wright, die vor 27 Jahren von einem Rechtsradikalen in Hand in ihrer Wohnung vergewaltigt und ermordet wurde. Die Tat liege zwar lange zurück, doch rechtsextreme und frauenverachtende Einstellungen seien „nach wie vor absolut aktuell“, sagte Bürgermeister Frank Stein bei der Enthüllung der Stele. Das Gedenken geht auf die Initiative einer Gruppe junger Student:innen zurück.
Wie Schloss Lerbach jetzt aussieht – und wieder glänzen soll
Eigentlich war es nie ein Schloss, doch in der Schublade „Schloss Lerbach“ liegen im Gedächtnis vieler Bergisch Gladbacher:innen viele Erinnerungen. An den großen Park im Lerbach Wald, an das alte Gebäude, an das Hotel mit Sterne-Restaurant, das weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlte – und nach dem Willen der Investorenfamilie Reißdorf bald wieder glänzen wird. Wir waren im Archiv und vor Ort – und nehmen Sie jetzt mit auf eine Entdeckungstour durch Haus und Park, von der Turmspitze bis in den Weinkeller.
Schlephack-Müller gibt Leitung des Immobilienbetriebs ab
Vor knapp drei Jahren war Ruth Schlephack-Müller nach Bergisch Gladbach gekommen, um den Fachbereich 8 der Stadtverwaltung zu leiten. Jetzt gibt sie diese Position aus privaten Gründen vorzeitig ab. Eine Nachfolgerin für den wichtigen Immobilienbetrieb mit einem weit gefächertem Aufgabenprogramm hat die Stadt bereits in den eigenen Reihen gefunden.
ForumGronau setzt Themen und legt los
In den vergangenen Monaten hat sich das ForumGronau konstituiert: ein fester Kreis von 30 Personen aus der Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft – der eine Vision für die zukünftige Gestaltung des Stadtteils Gronau entwickeln will. Hier fassen wir zusammen, was bisher geschehen ist.
Jörg Krell: „Viel ermöglicht, etwas zurückgeben“
Die FDP-Fraktion trauert um ihren Vorsitzenden Jörg Krell, der im Alter von 70 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben ist. Der Nachruf steht unter seinem Motto: „Die Gesellschaft hat mir im Leben so viel ermöglicht, ich will der Gemeinschaft etwas zurück geben.“
Jörg Krell ist tot
FDP-Fraktionschef Jörg Krell ist nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben. Das teilte Bürgermeister Frank Stein bei der Ratssitzung am Dienstag mit. Der Stadtrat gedachte dem ehemaligen Manager und langjährigem Ratsmitglied der Liberalen in einer Schweigeminute. Genauso ehrte der Stadtrat den SPD-Lokalpolitiker Michael Zalfen, der im April gestorben war.
Stadt Bergisch Gladbach baut drei Kitas im Eiltempo
Rund 500 Kita-Plätze will Bergisch Gladbach in den nächsten zwei Jahren neu ins Netz geben. 190 davon entstehen in drei Kitas, die die Schulbaugesellschaft in Serienfertigung in Schildgen, Sand und der Innenstadt errichtet; ein vierter Standort im Osten der Stadt wird geprüft. Zum ersten Mal baut die Stadt selbst Kitas, den Betrieb sollen dann aber wie bisher externe Träger übernehmen. Für 2023/24 ist keine Entspannung der Lage in Sicht.
Laurentiusstraße: Mehr Raum für Fuß- und Radverkehr, weniger Parkplätze
Nachdem der Plan, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln gescheitert war, hat die Stadt mit der Politik neue Pläne für eine Aufwertung der schmale Straße in der Innenstadt geschmiedet. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert, dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben werden, ein Großteil der Parkplätze wegfallen. Diese Vorschläge werden jetzt präsentiert.
Stadt kauft zweiten Zugang zum alten Bahndamm
Die Stadt Bergisch Gladbach hat ein Grundstück an der Frankenforster Straße gekauft, das für die Verkehrspolitik große strategische Bedeutung hat: Es liegt genau auf der Trasse des alten Bahndamms. Das Grundstück am südlichen Ende des Bahndamms in der Innenstadt gehört bereits der Stadt – womit sich eine Fülle von Optionen eröffnen.
Wachendorff-Investor hält an Projekt „An der Strunde“ fest
Seit dem Abriss einiger Seitengebäude zu Jahresbeginn hat sich auf dem Wachendorff-Gelände in Gronau nichts mehr getan, aber beim Investor CG Elementum und seiner Muttergesellschaft gab es einige geschäftliche Veränderungen. Das habe jedoch keinen Einfluss auf das Projekt „An der Strunde“, die Vorbereitungen für die formale Offenlage liefen, erklärt ein Sprecher.
Stadt kündigt Bau von drei Sofort-Kitas an
Die Anstrengungen der Stadtverwaltung, den eklatanten Mangel an Kita-Plätzen in den Griff zu bekommen, nimmt Fahrt auf. Im Planungsausschuss kündigte der zuständige Beigeordnete die blitzartige Errichtung von drei Kitas in Modulbauweise nach dem Vorbild der Sofortschulen an. Und zwar in der Innenstadt, in Sand und Schildgen. Für die CDU geht diese Planung am Bedarf vorbei, das Vorgehen sei eine Frechheit.
Gericht: Stadt muss „unverzüglich“ Kita-Platz zuweisen
Im Rechtsstreit um einen der knappen Betreuungsplätze hat Bergisch Gladbach eine weitere Niederlage erlitten. Das OVG Münster wies eine Beschwerde der Stadt zurück und bestätigte die Pflicht, der Klägerin und Anwältin Sabrina Fahlenbock „unverzüglich“ einen Platz für ihren zweijährigen Sohn zu geben. Bürgermeister Stein will noch vor den Sommerferien ein neues Kita-Ausbauprogramm mit ersten Maßnahmen präsentieren.
Wie der lokale Journalismus gestärkt werden kann
Ohne gute lokale Medien leiden die Demokratie und der Zusammenhalt der Menschen. Wie der Lokaljournalismus – der sich auch in Bergisch Gladbach in Schwierigkeiten befindet – gestärkt werden kann, darüber wollen wir mit einem prominenten Gast diskutieren: Am 19. Juni kommt NRW-Medienminister Nathanael Liminski in den BürgerClub des Bürgerportals und stellt sich der Debatte.
Auch die SPD stellt sich gegen Bauprojekt Alte Marktstraße
Nach den Grünen und der FWG hat auch die Fraktion der SPD entschieden, gegen eine Fortführung des Bebauungsplan-Verfahren Alte Marktstraße zu stimmen. Damit besteht für die Investoren kaum noch eine Chance, ihr Bauprojekt „Benesfeld“ mit 20 Einfamilienhäusern, einem Mehrfamilienhaus und einer Kita auf der ehemaligen Pferdewiese in Refrath zu realisieren.
Drei Optionen für die Alte Marktstraße
Auf den ersten Blick erscheint die neue Beschlussvorlage aus dem Dezernat von Ragnar Migenda zur Bebauung der Pferdeweise am Alten Marktweg offen: drei Varianten lassen der Politik die Wahl. Allerdings gibt die Verwaltung eine klare Empfehlung ab – und warnt vor ernsten Konsequenzen, sollte sich die Politik anders entscheiden.
Zahl der Flüchtlinge konstant
De Gesamtzahl der Kriegsvertriebenen aus der Ukraine in Bergisch Gladbach ist zuletzt nicht weiter gestiegen, die Zahl der Flüchtlinge aus anderen Ländern leicht zurückgegangen – von einer Entwarnung kann jedoch keine Rede sein: Die Verwaltung und auch das Ehrenamt sind am Ende ihrer Kapazitäten angelangt.
FWG: Klimaschutz ja, aber gezielt
Die Freie Wähler Gemeinschaft lehnt den Entwurf für das Klimaschutzkonzept ab. Einige Maßnahmen hätten keinen Nutzen, bei sinnvollen Maßnahmen müsse die Kostenfrage gestellt werden. Besonders kritisch sieht die FWG den hohen Kostenanteil für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing – während ein klares Bekenntnis für Freiflächen fehle.
Wie Bergisch Gladbach den Klimaschutz voranbringen will
Mit dem Entwurf für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch liefern die Klimaschutzmanagerinnen eine gründliche Bestandsaufnahme, spüren Verbesserungspotenziale auf, entwickeln eine Strategie und listen jede Menge konkreter Maßnahmen auf. Jetzt geht der Entwurf in die Beratung der Ausschüsse – wir haben schon einmal einen Blick hinein geworfen. Dabei fällt auf: den größten Teil der Einsparungen müssen die privaten Haushalte liefern.
