Ein schmaler Grünstreifen und Parkplätze trennen die Kürtener Straße vom Gewerbe- und Einkaufszentrum „Strundepark“ am östlichen Ausgang der Innenstadt. Dort will ein Investor die Parkplätze überbauen, mit einem sehr langen und sehr hohen doppelten Wohnriegel. Und mit Hilfe des sogenannten Bauturbos alle Beschränkungen aufheben.
Schlagwort: Stadtplanung
Schützen, vermessen, genehmigen, planen und sanieren
Der Fachbereich 6 (Stadtplanung) unter Leitung von Marc Höhmann hat einen extrem breit gefächerten Aufgabenbereich – von Denkmalschutz, Mobilität, Bauaufsicht und Stadtentwicklung bis hin zur Sanierung von Straßen. Für 2025 kann sie einige wichtig Fortschritte melden. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Bilanz der Stadt fort.
CDU warnt bei Stadthäusern vor Stückwerk
Die Fraktion der CDU hält an der Forderung nach einem qualifizierten städtebaulichen Wettbewerb für die Entwicklung des gesamten Areals an der Gohrsmühle fest. Da eine Sanierung der Stadthäuser nicht möglich sei, müsse es einen kompletten Neubau geben. Das wichtige Areal in der Innenstadt müsse nachhaltig und mit einer klaren Vision gestaltet werden.
Stadthäuser: „Keine voreilige Festlegung auf Abriss“
Der Stadtplanungsauschuss befasst sich mit einem Vorschlag der Stadtverwaltung, wie die Entscheidung über das Schicksal der alten Stadthäuser getroffen werden soll. Dabei will die Stadt eine Vorzugsvariante zugrunde legen. Johannes Ditsche, der sich gründlich mit dem Thema befasst hat und für den Erhalt der Gebäude aus den 60er Jahren kämpft, warnt vor einer vorschnellen Festlegung – die auf einen Abriss hinauslaufen würde.
Senior entwickelt Wohnvision für alte Stadthäuser
Umbau statt Abriss: Johannes Ditsche macht sich für den Erhalt der alten Stadthäuser im Herzen von Bergisch Gladbach stark. Nach seinen Vorstellungen könnten dort bis zu 108 barrierefreie Wohnungen entstehen. Der 62-Jährige kandidiert für die Wahl zum Seniorenbeirat – und hofft auf Mitstreiter für sein Ziel, mehr Wohnraum in der Stadt zu schaffen.
Warum die Grünen für eine weiter wachsende Stadt stimmen
Im Planungsausschuss steht die zentrale Frage zur Abstimmung, welche Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung für Bergisch Gladbach getroffen werden. Die Fraktion der Grünen stimmt dem Verwaltungsvorschlag zu, der von einem mittleren, aber immer noch deutlichen Wachstum ausgeht. Damit werde, so die Grünen, die Grundlage für eine nachhaltige Stadtplanung gelegt.
StEK Gronau schließt Beteiligung mit konkreten Vorschlägen ab
Zehn Maßnahmen hat die Stadtplanung gemeinsam mit engagierten Bürger:innen im Rahmen des Strategischen Entwicklungskonzeptes (StEK) Gronau erarbeitet – in den Bereichen Freiraum, Städtebau, Klima, Wassermanagement und Vernetzung. Die Ergebnisse wurden jetzt bei einem Workshop vorgestellt. Das letzte Wort hat der Stadtrat.
FWG widerspricht neuer Prognose zum Wachstum der Bevölkerung
Vier Prognosen, wie stark die Bevölkerung von Bergisch Gladbach wachsen wird, hat die Stadtverwaltung erhalten – und spricht sich für die „Entwicklungsvariante“ mit relativ kräftigem Wachstum aus. Wobei über Zanders und Wachendorff hinaus auch neue Flächen aus dem FNP ausgeschöpft werden würden. Die FWG widerspricht vehement.
Stadtplaner legen „Zukunftsbilder“ für die neue Innenstadt vor
Das Stadtzentrum von Bergisch Gladbach steht vor vielen Veränderungen, angetrieben von dem Umbau des Zanders-Areals und dem Ausbau der S-Bahn. Nun legt die Stadtplanung unter Leitung des Beigeordneten Ragnar Migenda einen aktualisierten Rahmenplan mit drei relativ konkreten Vorschlägen und weiteren 20 Teilprojekten vor. Darunter sind einige „Zukunftsbilder“ und einige Überraschungen – zum Beispiel für die alten Stadthäuser. Und ein Hochhaus.
Wie sich Zanders und Innenstadt näher kommen sollen
Industriebrachen, verkommene Gebäude, fiese Parkplätze: Einige Ecken der Innenstadt bieten ein trauriges Bild und könnten besser genutzt werden. Das hat die Stadtverwaltung erkannt und arbeitet an einer weit gespannten Optimierung. Ausgangspunkt ist das Zanders-Areal, das mit der Innenstadt zusammenwachsen soll. Aber auch das Bahnhofsumfeld und die östliche City liegen im Blickfeld. Wir schauen auf die Pläne und nehmen Sie mit zu den Schauplätzen.
Kommunal, kurz & knapp: Nahversorger, Komturei, Disounter
Im Planungsauschuss wurden gewichtige Projekte verhandelt und nach kontroversem Auftakt weitgehend konstruktiv behandelt. Wir fassen die wichtigsten Themen und Ergebnisse knapp zusammen.
Wachendorff: Investor muss nacharbeiten
Das Unternehmen CG Elementum hatte bereits eingeräumt, dass es beim Projekt „Wohnen an der Strunde“ auf dem ehemaligen Wachendorff-Gelände in Gronau erhebliche Verzögerungen gebe, aber keine ernsthaften Probleme erkennen lassen. In einer Vorlage für den Planungsausschuss zählt die Stadtverwaltung jetzt einige Gründe für das Schneckentempo auf – und benennt konkrete Defizite. Die Idee eines gemeinsamen Parkhauses mit dem „Saal 2000“ ist geplatzt, die Fertigstellung rückt in die Ferne.
Malteser Komturei: Stadt legt Kompromiss für Bebauung vor
In der Debatte, wieviel Wohnbebauung das direkte Umfeld der historischen Komturei in Herrenstrunden verträgt, macht die Verwaltung jetzt einen neuen Vorschlag: Statt vier sollen nun nur noch zwei „schlankere“ Gebäude auf dem Grundstück der derzeitigen Pferdehalle gebaut werden. Mit dem Eigentümer sei man sich einig, ein B-Plan sei daher nicht mehr nötig.
Feuerwehr baut Schulungszentrum an der Britanniahütte auf
Die Bergisch Gladbacher Feuerwehr wertet ihre Feuerwehrschule zum „Ausbildungs- und Schulungszentrum für Brandschutz und Rettungsdienst“ auf. Dafür wurde ein neuer Standort gesucht – und ein offenbar perfektes Objekt im Gewerbegebiet West an der Britanniahütte gefunden. Genau dort will sich die Stadt noch ein zweites Grundstück sichern.
Paffrather Straße: Stadt startet Planung für zentralen Abschnitt
Stadtauswärts sind die Arbeiten zur Sanierung der Paffrather Straße in vollem Gange. Der zentrale Abschnitt von der Reuterstraße bis zum Marktplatz steht zwar erst 2026 an, die konkrete Planung ist jetzt aber mit einer Bürgerbeteiligung gestartet. Eine erste Ideensammlung und eine Skizze machen deutlich, dass dieser innerstädtische Abschnitt der Paffrather Straße als Pendant zur Laurentiusstraße zu denken ist.
Neue Szenarien zum Wachstum der Bevölkerung alarmieren die FWG
Die Stadtverwaltung legt dem Planungsausschuss in dieser Woche eine neue Bevölkerungsprognose vor, mit einem Schrumpfungsszenario und drei Wachstumsvarianten. Die zwei Berechnungen mit den höchsten Zuwachsraten beinhalten auch die Nutzung von Arealen, die im Flächennutzungsplan ausgewiesen worden waren. Ein Umstand, der bei der FWG auf Widerstand stößt.
Beteiligung für Entwicklungskonzept Gronau startet mit Ideensammlung
Mit einem Strategischen Entwicklungskonzept Gronau soll die Gestaltung des Stadtteils besser gesteuert werden. Dazu gibt es einen breit angelegten Beteiligungsprozess, der mit einer Ideensammlung an drei Terminen und drei Orten beginnt.
Politik stellt fünf wichtige Weichen für die „Zanders-Stadt“
Nach den Grundsatzdebatten geht es beim Zanders-Areal jetzt allmählich an die Realisierungspläne, sagt Bürgermeister Frank Stein – und schlägt dem Stadtrat fünf Entscheidungen vor. Damit werden in Sachen Energie, Wasser, Vermarktung und Management jetzt die Weichen für die künftige „Zadners-Stadt“ gestellt. Ein Förderantrag für den Umbau der Zentralwerkstatt macht anschaulich, welches Potenzial das Areal für die ganze Stadt hat.
Auch die SPD stellt sich gegen Bauprojekt Alte Marktstraße
Nach den Grünen und der FWG hat auch die Fraktion der SPD entschieden, gegen eine Fortführung des Bebauungsplan-Verfahren Alte Marktstraße zu stimmen. Damit besteht für die Investoren kaum noch eine Chance, ihr Bauprojekt „Benesfeld“ mit 20 Einfamilienhäusern, einem Mehrfamilienhaus und einer Kita auf der ehemaligen Pferdewiese in Refrath zu realisieren.
Zum Beispiel Strundorf: Wie ein Stadtteil abbaut
Mehr als 20 bergische Fachwerkhäuser sind in den vergangenen 50 Jahren zwischen Hauptstraße, Vollmühlenweg, Am Mühlenberg und Odenthaler Straße verschwunden. Mit vielen historischen Fotos dokumentiert Friederike Naroska in ihrem neuen Buch, wie sich dabei das Viertel verändert, wie die obere Hauptstraße von einer gepflasterten Dorfstraße zur verlotterten Ausfallstraße wird. Gleichzeitig rettet die Autorin viele Geschichten vor dem Vergessen. Oder erinnern sich sich an das Zillertal?
Stadtplanung, kurz & knapp: Große Pläne für Schloss Lerbach und viel mehr
Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung (STPLA) haben die neuen Eigentümer ihre Pläne für die Rettung und den Ausbau von Schloss Lerbach vorgestellt. Darüber hinaus ging es um die Bauleitplanung, die Gartensiedlung, den Gestaltungsbeirat, Personalmangel und um Kitas. Wir fassen die Ergebnisse knapp zusammen.
Zanders-Areal: Stadt plädiert für deutlich mehr Arbeitsplätze
Bei der Aufteilung des Zanders-Geländes geht es in diesem frühen Stadium der Planung um die umstrittene Kernfrage, wie viele Wohnungen und wie viele Arbeitsplätze angestrebt werden sollen. Im Hintergrund hat die Stadt gerechnet und mit den Fraktionen verhandelt. Jetzt stellt sie eine „Vorzugsvariante“ zur Abstimmung, in der sich die Gewichte deutlich zugunsten der Arbeitsplätze verschieben.
Kommunal, kurz & knapp: Große Projekte im Planungsausschuss
Der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr eine Grundsatzentscheidung getroffen und die Weichen für eine Reihe von Großprojekten gestellt, die Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren verändern werden. Es geht um Gronau, die komplette Innenstadt, den Deutschen Platz, um Gewerbegebiete und nicht zuletzt um die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Bergisch Gladbach gewinnt erfahrenen Stadtgestalter aus Köln
Der Kölner Marc Höhmann wird Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Bau und Mobilität – und übernimmt damit eine wichtige Position im anstehenden Umbau der Stadt Bergisch Gladbach. Der promovierte Geograph war zuletzt Leiter der Sektoralen Stadtentwicklung in Köln, er bringt viel Erfahrung im Stadtteilmanagement und in der Innenstadtentwicklung mit.
So extrem soll sich die obere Hauptstraße verändern
Auf dem Grundstück des früheren Alten Arbeitsamtes klafft noch eine Lücke, hier will die RBS in Kürze ein großes Wohnhaus errichten. Anwohner:innen hatten bereits im Vorfeld vor einer massiven Bebauung gewarnt – und sehen ihre Befürchtungen noch übertroffen. In einem Offenen Brief stellen sie die Arbeit des Gestaltungsbeirats in Frage.
Wo in Bergisch Gladbach groß gebaut werden könnte
Die Kapazitäten der Planer der Stadt Bergisch Gladbach reichen zur Zeit nur, um zehn Bebauungspläne voran zu treiben. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen aber schon mehr als doppelt so viele Wünsche. Nun legt die Verwaltung dem Stadtrat den Vorschlag für eine „verbindliche Bauleitplanung“ vor. Damit die Politik und die Bauherren klarer sehen. Auf der Liste finden sich viele bekannte Projekte, aber auch ein paar Überraschungen.
Wie Stadtplanung der psychischen Gesundheit dient
Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich immer noch nicht entschieden, ob sie ein attraktiver Wohnort im Grünen bleiben oder zum urbanen Vorort von Köln werden will, argumentiert FWG-Chef Benno Nuding. Er appelliert an Politik und Verwaltung, sich vor einer Festlegung klar zu machen, in welcher Weise sich der Städtebau auf das Wohlbefinden der Bürger:innen auswirkt. Daraus ließen sich klare Richtlinien für eine humane Stadt ableiten.
Noch eine Treppe: So kann Bensbergs Stadtplatz etwas flacher werden
Das starke Gefälle des neuen Stadtplatzes neben der Schlossgalerie in Bensberg lässt sich durch einen Umbau ein wenig mildern. Aber dafür wird eine weitere, inzwischen fünfte Treppe an der Schlossstraße benötigt.
Proteste gegen Neubau an der Malteser Komturei
Mit einer Unterschriftenaktion wenden sich Anwohner gegen einen Neubau auf dem Gelände der Malteser Komturei in Herrenstrunden. An der Stelle der Reithalle soll eine Wohnbebauung errichtet werden. Damit, so die Kritik, werde das Ortsbild zerstört. Der Bauherr will sich nun mit den Anwohnern zusammensetzen und die Kritikpunkte ausräumen, die Stadt stellt die Prüfung von Umwelt- und Denkmalschutz in Aussicht.
Platz vor der Schlossgalerie wird ein wenig neu gestaltet
Wie angekündigt hat die Stadtverwaltung die provisorischen Parkplätze vor der neuen Schlossgalerie wieder entfernt. Die Fläche soll jetzt möbliert werden und Raum für kleine Angebote und Aktionen bieten. Für eine Befreiung des Wochenmarktes aus seiner Schieflage sieht die Stadt dagegen keinen Spielraum.
Fünf neue Gesichter verstärken die Stadtplanung im Rathaus
Die Abteilung für Stadtplanung war in den vergangenen Jahren stark beansprucht, musste aber mit vielen vakanten Stellen klar kommen. Jetzt rücken fünf neue Fachkräfte nach, um der Bauleitplanung und der Arbeit an den Integrierten Handlungskonzepten zusätzlichen Schub zu verleihen.
Wann kommt der Klimawandel in den Köpfen an?
Die Entscheidung im Planungsausschuss für eine Bebauung der Pferdewiese an der Alten Marktstraße in Refrath habe gezeigt, dass der Klimawandel in vielen Köpfen noch nicht angekommen ist, kommentiert Benno Nuding, der Vorsitzende der Freien Wähler. Dabei sei ein Umdenken dringend notwendig.
Der Planungsausschuss wird grundsätzlich
In der ersten Sitzung des Planungausschusses des Stadtrates standen einige heiße Eisen auf der Tageordnung. Doch in vielen Punkten zeigte sich ein breiter Konsens über alle Parteien hinweg. Bis es um Parkplätze sowie ein Bauprojekt auf der grünen Wiese ging – und um Grundsatzfragen.
Schlosstreppe repariert alte Verbindungen und bietet neue Arena
Mit einem Festakt haben Vertreter von Stadt, Kreis und Bezirk die Treppenanlage zwischen Schlossstraße und Markt eröffnet und das Ergebnis des schwierigen Prozesses gewürdigt. Dabei wurden einige Kritikpunkte abgeräumt. Und die Bedeutung der Anlage als Festplatz für Bensbergs Zentrum herausgestellt.
B-Plan für Psychosomatische Klinik wird im Netz offen gelegt
Die sogenannte „Offenlage“ erlaubt es den Bürger:innen, Bebauungspläne kritisch unter die Lupe zu nehmen und Einwände zu erheben. Beim umstrittenen Ausbau der PSK am Schlodderdicher Weg ist es jetzt soweit – allerdings nur online.
#aufzanders: Stadt startet Bürgerbeteiligung für neues Stadtviertel
Corona hatte die Pläne der Stadt durchkreuzt, doch jetzt startet ein sehr breites Beteiligungsverfahren. Dabei sollen möglichst viele Bürger:innen ihre Ideen einbringen, wie das Zanders-Areal in Zukunft genutzt werden könnte. Dazu gibt es viele Formate, im Internet und vor Ort in zwei alten Industriehallen.
