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  • Der Tag in Bergisch Gladbach, 13.1.2020

Ein Kommentar zu “Der Tag in Bergisch Gladbach, 13.1.2020”

  1. Ein paar Anmerkungen zu den Protesten rund um den sog. Frankenwald

    Leider ist der Beitrag der Redaktion im Newsletter bzw. auf der Seite „Der Tag in Bergisch Gladbach“ im Internetportal vom 13.01.2020, d.h. Zitat

      „Im sogenannten „Frankenwald” an der A4 wurde am Sonntag ein Kamerateam des WDR von rund 200 Personen begrüßt, die mit einem spontanen Waldspaziergang gegen Pläne demonstrierten, dieses Waldstück für den Bau einer neuen Feuerwache Süd zu nutzen. in-gl.de**, Hintergrund“

    nur zum Teil richtig.

    Er erzeugt bei Lesern nicht berechtigten Protest und Missverständnisse, u.U. falsche Emotionen gegen die Aktivisten. Siehe auch Leserbrief im KStA „Plakataktion ist Stimmungsmache“ vom 13.01.2020. Ich für meine Person unterstütze jedenfalls die Petition und insbesondere die Aktivisten bei der „Rettung des Frankenwaldes“.

    Begründung: der Beitrag vom 13.01.2020 verschweigt den eigentlichen Anlass für den Bürgerprotest am 12.01.2020 hier bei uns in Frankenforst. Nämlich, dass es sich bei der gestrigen Aktion, die auf der Petition https://www.openpetition.de/petition/online/rettung-des-frankenwaldes seit November 2019 basiert, um die Rettung des Waldes an der Frankenforster Straße handelt.

    Dieser alte Waldbestand ist trotz eingehender, detailliert begründeter Stellungnahme der BI Frankenforst vom Januar 2018 im FNP-2035 für das neue Gewerbegebietes „G-Fr1a Rennweg“ eingeplant. Bei diesem „Möglichkeitsmacher für neue Gewerbeansiedlungen“, dem sog. „Frankenwald“, handelt es sich um 4,1 Hektar Waldfläche, also um eine Fläche von 5,7 Fußballfeldern. Der Baumbestand ist gemischt und z.T. schon sehr alt. Diese heutige Waldfläche soll zukünftig gem. FNP-2035-Beschluss vom 24.09.2019 für versiegelte Gewerbeflächen mit zusätzlicher Immissionslast für die Anwohner geopfert werden.

    Denn bei der kommunalpolitischen Abwägung sind unter den Tisch gefallen:
    • die sehr nahe Wohnbebauung (kleiner 100 Meter),
    • Natur- und Landschaftsschutzvorgaben eines FFH- und Landschaftsschutzgebietes,
    • die sehr hohen Immissionsbelastungen (Lärm, Abgase, Verkehrsaufkommen), die sich aus der sehr nahen BAB A4 und zukünftig noch verstärkt aus der im Bundeswegeplan 2030 festgelegten Fahrbahnverbreiterung der BAB A4 für die Anwohner ergeben,
    • die jetzige Schutzwall- und Naherholungsfunktion für die Anwohner,
    • aber auch die Funktion des „Frankenwaldes“ als Frischluftschneise für Bergisch Gladbach und Köln.

    Als „Sahnehäubchen“ für die von der Kommunalverwaltung bereits eingeplante Vernichtung des sog. Frankenwaldes ist dann neu die seit Dezember 2019 akute Waldvernichtung für die Neuplanung der Feuerwache Süd dazu gekommen. Dieses „Sahnehäubchen“ wird aber in Ihrem Beitrag als Ursache zu hoch bewertet. Auch entsteht durch Ihre Sachdarstellung der Eindruck, dass die Aktivisten „rund um den sog. Frankenwald“ negativ gegen die Feuerwehr, als kommunale Einrichtung der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr, eingestellt sind. Dem ist aber so nicht, das Gegenteil ist der Fall!

    Im Resümee ist doch Fakt, dass die Bedeutung von Bäumen, von Waldstücken oder ganzen Wäldern für unser Klima, für die Bewältigung der existenten Klimakrise immer noch von der Kommune Bergisch Gladbach ganz weit nach hinten geschoben wird. Der aktuelle Waldzustandsbericht der Landesregierung von NRW ist m.E. „oben auf dem Berg in Bensberg“ unbekannt. Leider verdrängen die in der Verwaltung und Stadtplanung unserer Kommune Verantwortlichen diese Tatsache so, als wenn es keinen Klimawandel, oder besser keine Klimakrise für uns alle gäbe. Auch auf Bergisch Gladbach treffen die möglichen Auswirkungen aus der vom Menschen, so auch von den Bürgern in Bergisch Gladbach verursachten Klimakrise zu. Und nun?

    Als Bürger dieser Kommune kann man fast den Mut verlieren, weil für „die da oben“, für die in der „Burg Bensberg“ residierenden Planer neue Gewerbeflächen in unserer Heimatstadt wichtiger sind, als Umwelt- und Naturschutz, als Gesundheitsschutz für die Bürger, als aktives Einschreiten für eine wirksame Bekämpfung der Klimakrise. Und das vor dem Hintergrund vieler nicht genutzter Hektars an alten Bestands-Gewerbereserveflächen von gut 16 Hektar (als Rest nach dem unerklärlichen Flächenschwund von 26 Hektar in der Brachflächenanalyse von 2014) und den bisher in der Gesamtbilanz nicht eingerechneten Zusatzflächen aus dem 37 Hektar großen „neuen Areal Zandersgelände“ im Herzen unserer Stadt.

    Und das auch noch vor der Tatsache, dass von dem in den letzten Jahren von der Stadt neu entwickelten Gewerbegebiet Obereschbach, als eine der Perlen an der BAB A4, immer noch 25% nicht verkauft sind. 25% sind 11.627 m2 von gut 49.000 m2 Gesamtfläche. Vielmehr ist bei der Vermarktung dieser hochgelobten Gewerbefläche, dieser Perle an der A4 mit unmittelbarem BAB-Anschluss, seit drei Jahren ein Stillstand ohne „Wenn und Aber“ zu verzeichnen. Wer das nicht glauben will, braucht nur im Internetauftritt unserer Stadt unter https://www.bergischgladbach.de/obereschbach.aspx zu recherchieren und wird dort auf das Dokument „karte-expose-26.07.2017.pdf“ stoßen.

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