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Villenkolonie Frankenforst: Verdrängte Wahrheiten in bevorzugter Lage

Eine verbotene Liebe, Enteignungen durch die Nazis, die Vertreibung der Villenbesitzer in den eigenen Hühnerstall – das Buch der Frankenforsterin Rosine De Dijn „In bevorzugter Lage“ ist eine Anatomie der Erinnerung: Im Bensberger Villenviertel Frankenforst zeigt sich die Tragödie der zwei Weltkriege wie unter einem Brennglas, verdichtet auf wenige Fassaden und Familiengeschichten. 

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Gedenken an die NAPOLA im Schloss: „Jahre später trage ich hier das Erbe“

Seit gestern weisen zwei Stelen auf einen schwarzen Fleck in der Geschichte des Bensberger Schlosses hin: Hier hatten die Nazis eine ihrer „Nationalpolitischen Lehranstalten“ unterhalten, Jugendliche zum Hass erzogen und zwei Zwangsarbeiter ermordet. Eine Geschichte, die Schüler:innen des OHG ausgegraben und aufgearbeitete hatten. Und den Impuls für die Mahnmale gegeben hatten.

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Die Vergangenheit bleibt

Zum 80. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert Klaus Hansen die Konzentrationsaußenlager hier in Bergisch Gladbach und an die Verbrechen in den letzten Tagen des Kriegs. Aber auch an die mutigen Frauen und Männer, die noch Schlimmeres verhinderten.

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Trauer um Ehrenbürgerin Philomena Franz

Im Alter von 100 Jahren ist Philomena Franz gestorben. Die Auschwitz-Überlebende hatte viele Jahrzehnte lang für die Verständigung und Versöhnung zwischen Sinti, Roma, Juden und Deutschen gekämpft – und war seit etwas mehr als einem Jahr Bergisch Gladbachs Ehrenbürgerin. Am Mittwoch ist sie in ihrer Wohnung friedlich eingeschlafen.

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Pogromnacht: „Was hätte ich tun sollen?“

In einer Gedenkveranstaltung am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders wurde am Mittwochabend an die Opfer der Reichspogromnacht 1938 gedacht. Michael Zalfen vom Städtepartnerschaftsverein Ganey Tikva und Bürgermeister Frank Stein setzten Zeichen gegen das Vergessen. Schülerinnen und Schülern der IGP stellten eine entscheidende Frage – und lieferten eine Antwort.

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„Wer sich kennt, hasst sich nicht“

Die Ausstellung „Jüdische Biografien“ im Himmel un Ääd in Schildgen zeichnet das Schicksal von Opfern des Holocausts in Bergisch Gladbach und in der Partnerstadt Ganey Tikva nach. Bei einer weit reichenden Veranstaltung zur Eröffnung machten Kinder der Leidtragenden deutlich, wie die Erlebnisse in der Nazi-Zeit bis heute nachwirken. Und eine Versöhnung dennoch möglich ist.

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„Wenn wir hassen, verlieren wir. Wenn wir lieben, werden wir reich.“

In einer ergreifenden Feierstunde ist Philomena Franz die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bergisch Gladbach verliehen worden. Bürgermeister Frank Stein zeigte in seiner Laudatio auf, warum die Auschwitz-Überlebende und lebenslange Verfechterin von Liebe und Aussönhung, diese Auszeichnung mehr als verdient hat. Eine besonderes Kompliment erhielt die 99-Jährige jedoch von zwei anderen Ehrenbürgern.

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„Ich musste für Himmler singen“

Philomena Franz ist Sinti, Musikerin, Tänzerin, Autorin. Und Auschwitz-Überlebende. Zweimal flüchtet sie aus dem KZ, wird zum Schein hingerichtet, entgeht nur knapp der Gaskammer. Im Gespräch mit dem Bürgerportal schildert die künftige Ehrenbürgerin der Stadt Bergisch Gladbach Szenen aus ihrem Leben, die auf drastische Weise zeigen, welches Grauen die Nazis über ihre Familie gebracht haben.

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Der Mann mit dem Hammer: Trauerrede für einen alten Freund

Die Skulptur, die 85 Jahre lang das alte Arbeitsamt an der oberen Hauptstraße zierte, stellt einen nationalsozialistischen Arbeiter dar. Dennoch ist er für unsere Autorin, die er Zeit ihres Lebens begleitet hat, ein „alter Freund”. Mit dem Abriss des Gebäudes verschwand der Mann mit dem Hammer, nun ist er im neuen Arbeitsamt ausgestellt. Friederike Naroska hat ihn besucht, und eine jämmerliche Gestalt gefunden.

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